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Foren - Tauchunfälle - Tauchertod im Ostsee-Fischernetz




  

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Tauchertod im Ostsee-Fischernetz
Abgesandt von Armin am 26.03.2002 :

Taucher tot vor Kühlungsborn geborgen

Ein Berliner Hobbytaucher ist in der Ostsee vor Kühlungsborn tödlich verunglückt. Wie die Wasserschutzpolizei Rostock am Dienstag mitteilte, war der 29 Jahre alte Mann am Montag etwa 500 Meter vor der Küste des Ostseebades von seinen zwei Buddies tot aufgefunden worden.

Der Berliner hatte sich mit Teilen seiner Ausrüstung in dem Fischernetz verfangen. Die genaue Todesursache ist bislang jedoch unklar. Allerdings hatten die Sportler nach Polizeiangaben offenbar die Sicherheitsvorkehrungen nicht vollständig eingehalten. Die drei Männer hatten sich gegen 14.45 Uhr auf den Tauchgang begeben. Eine viertelstunde später wurde der Taucher von seinen zwei Buddies vermisst. Sie fanden ihn schließlich nach einer Suche gegen 16.00 Uhr tot auf.



Antwort von Taucher-Jörg am 26.03.2002 - 12:35
...ein schrecklicher Unfall Mein tiefstes Beileid den Angehörigen.
Ich frage mich nur, wo kam das Fischernetz her? Ist es dort "fest" installiert? Wurde es hinter einem Boot hergezogen? Oder wie kann so etwas passieren?
Antwort von Bingo-Bongo am 26.03.2002 - 13:11
"Tolle" Buddies ...
ich hatte auch mal so einen: beim Überqueren des Fischernetzes und schlechter sicht (ca.3m) ist er voraus getaucht, hat als erster das netz hinter sich gelassen und sich nicht nach mir umgedreht ... auf dem Rückweg das gleiche .... wäre ich im netz hängen geblieben, er hätte es irgendwann später zufällig gemerkt und mich dann gesucht ... aber auch gefunden ???
nachher erklärte ich ihm, dass das so nicht ganz in ordnung ist.
ca. 2 Wochen später: wieder ads gleiche ...
dann noch ein paar andere schoten: ich tauche heute nicht mehr mit, lieber gleich alleine: dann weiss ich woran ich bin ...
Ich meine: wie könne zwei buddies im netz hängen lassen und vergessen ... ???
"Tolle" buddies ...
Antwort von Oliver am 26.03.2002 - 13:37
hai...es gibt viele losgerissene "treibnetze" und netzteile in unseren meeren. das da auch mal ein mensch häöngenbleibt,ist wohl statistisch gesehen eine wahrscheinliche größe.leider.
Antwort von Piotr Dudzik am 26.03.2002 - 14:56
Wo gefischt oder geangelt wird bleiben zwangsläufig abgerissene Netze oder Angelschnüre zurück, besonders an Wracks, Riffen, Steilwänden, Bojenketten, Brückenpfeilern etc. Die fest installierten Netze sind normalerweise an Bojen oder kleinen Schwimmern erkennbar. Zum Teil sind sie aus durchsichtigen Monofasern, die man UW kaum sehen kann, erst wenn man sich verhängt hat. Dann kann aber das am Bein befestigte Messer unerreichbar sein. Deshalb besser zwei gute Schneidwerkzeuge (z.B. Messer und Scheere) gut erreichbar an zwei Stellen befestigen, z.B. am Harness, Jacket, Lampe, Konsole...
Antwort von Micha am 26.03.2002 - 17:58
Uebel Uebel...
Netze(reste) gibt es auch z.B. am Bodensee wenn man vom Tennisplatz zum Parkhaus Post taucht...
Antwort von Mario am 26.03.2002 - 18:04
Wieso haben die beiden Buddies nicht gemerkt das einer fehlt? Haben sie nur für sich geschaut? Damit müssen sich die beiden Buddies jetzt auseinandersetzen.
Mein tiefstes Beileid den Angehörigen des verunglückten Tauchers.
Antwort von Dirk am 26.03.2002 - 21:31
Hier noch ein paar Infos aus dem Lokal-TV: Der verunglückte Taucher war vormals Waffentaucher und in der Ausbildung zum TL. Als er gefunden wurde, hatte er seine Ausrüstung abgelegt. Es handelte sich um ein Stellnetz und nicht, wie in anderen Kommentaren vermutet, um ein Schlepp- oder Treibnetz.
Antwort von Bernd am 26.03.2002 - 22:10
Immer wenn es einen tödlichen Tauchunfall gibt, wird gleich die Schuldsuche betrieben. Sicher, ist es merkwürdig, dass zwei Buddies einen Partner aus den Augen verlieren. Doch es kommt vor. Wenn dann mehrere unglückliche Punkte zusammentreffen, ist das Unglück vorprogrammiert. Schuldzuweisungen helfen nicht weiter. Die Buddies werden bestimmt genug zum Grübeln haben. Aber, wer sagt denn, dass die Buddies versagt haben? Vielleicht war der Taucher selber schuld? Vielleicht hat er etwas gemacht, was so nicht abgesprochen war? Man kann nur Vermutungen anstellen und den Angehörigen tiefstes Mitleid aussprechen. Aber sind wir mal ehrlich, Probleme mit Tauchpartnern hat bestimmt schon jeder gehabt. Und das Letzte was wir Taucher gebrauchen können, sind neue und weitere Reglementierungen oder sogar Verbote.
Antwort von Matthias Ringelhan am 26.03.2002 - 23:20
bin auch schon 2mal haengengeblieben. jeweils aber nur sehr leicht und gluecklicherweise nicht weiter verfangen. konnte mich beidemale sehr einfach befreien. naja ohne buddy kommt man da mit nem bleiintegrierten jacket unter umstaenden schon ganz schoen ins schwitzen.
hab aber jetzt immer ein messer und in zukunft noch ne schere dabei (ist bei netzten einfach besser).
alles in allem mal wieder ne sehr dumme geschichte
Antwort von Herbert am 26.03.2002 - 23:37
Bernd,
und auch viele andere welche oftmals in den Unfallforen schimpfen über "Schulddiskussionen":

Es ist nicht die Absicht hier einen schwarzen Peter rumzuschieben, aber sehr wohl die Absicht wenigstens daraus zu lernen. Dieser Unfall wäre mit großer Sicherheit zu vermeiden gewesen, wenn das Partnerprinzip richtig gegriffen hätte. Bei echtem Partnertauchen verliert man seinen Buddy nicht - nicht mal kurz - man taucht auch nicht meterweit hintereinander und verliert den Sichtkontakt. Entweder nebeneinander dann bekommt man auch mit wenn was falsch ist, oder hintereinander und achtet auf den Lampenkegel des nachfolgenden. Das ganze geht auch bei miesester Sicht ! Aber nur dann ist es auch echtes Partnertauchen, sonst wie üblich ein Solo für zwei oder hier drei.
Und diesen Fehler kann man ruhig ansprechen, vielleicht hilft es mal über das Buddy Prinzip nachzudenken.
Mein herzlichstes Beileid an die Angehörigen.
Antwort von Matthias Ringelhan am 26.03.2002 - 23:44
bin auch schon 2mal haengengeblieben. jeweils aber nur sehr leicht und gluecklicherweise nicht weiter verfangen. konnte mich beidemale sehr einfach befreien. naja ohne buddy kommt man da mit nem bleiintegrierten jacket unter umstaenden schon ganz schoen ins schwitzen.
hab aber jetzt immer ein messer und in zukunft noch ne schere dabei (ist bei netzten einfach besser).
alles in allem mal wieder ne sehr dumme geschichte
Antwort von Mikko am 27.03.2002 - 08:15
Einen ausführlichen Bericht aus der lokalen Presse kann man hier nachlesen: Hier klicken
Ist wohl noch ziemlich im Dunklen, wie es zu dem Unfall kommen konnte... Der Verunglückte konnte demnach sogar nochmal reanimiert werden.
Antwort von dive-rosi am 27.03.2002 - 11:14
@all
ich tauche selber sehr oft in dieser gegend.es ist dazu zu bemerken,daß stellnetze,so sie von "zugelassenen"fischern aufgestellt werden durch bojen gekennzeichnet werden.es ist also beim ersten überblick über das zu betauchende gebiet ersichtlich daß stellnetze vorhanden sind.
über das nich vorhandene buddyverhalten habt ihr euch ja schon ausgelassen.
was ich nur nicht verstehe,dort ist es max. 6m tief,warum legt jemand seine ausrüstung ab,wenn die flasche noch halbvoll ist ?selbst dann wäre noch ein "notaufstieg" möglich gewesen.
stellnetze sind trotz alledem nur locker gespannt und dieses netz war nur 80 cm unter der oberfläche so daß es wohl immer noch gereicht hätte seinen kopf über wasser zu bringen.
fragen über fragen,ich denke wohl daß dieser fall eher was für den staatsanwalt ist !!!
gruß rosi
Antwort von Fred am 27.03.2002 - 14:09
Zunächst einmal mein Beileid für die Hinterbliebenen.
So albern das für manchen klingt, aber ich gehe nie ohne Buddy-Leine ins Wasser. Manche sagen das schmälert den Spass und ist was für den Kindergarten, jedoch habe ich auch bei Null-Sicht
meinen Buddy noch nie verloren. Also ein erheblicher Sicherheitsvorteil.
Antwort von Hoscht am 27.03.2002 - 14:36
Erstmal schliesse ich mich auch den Beileidswünschen der anderen an ...

2 Sachen aus dem Zeitungsartikeln wundern mich:

- "Laut Tauchlehrer Ulrich Floss ist es die Pflicht eines Tauchers, ein Messer mit sich zu führen". Ist dies wirklich PFLICHT ?? Davon habe ich noch nue gehört ..

- "Taucher müssen einen Abstand von fünfzig Metern zu Netzen einhalten". Hier steht ja schon in dem Artikel, dass der Tauchsportschule davon nichts bekannt sein. Was ist also dran an dieser Aussage ?
Antwort von Katharina am 27.03.2002 - 15:08
Dieser Unfall ist sehr tragisch. Mein Mitgefühl den Angehörigen.
@Hoscht: Wie PFLICHT in diesem Fall rechtlich gemeint sein könnte, weiss ich auch nicht. Ich weiss aber, dass bei allen Verbänden hier gelehrt wird, dass jeder Taucher ein Messer dabei haben muss, wenn in Buddyteams ohne Gruppe etc. getaucht wird. NAUI rät sogar detailliert, es am Jacket auf der Brust oder am Unterarm (und nicht mal an der Wade!) zu befestigen, damit man jederzeit gut dran kommen kann. Denn Du hast ja überall ein Risiko, in irgendeine Angelschnur reinzugeraten, egal ob im Meer oder im nächsten Baggersee.
Antwort von Bingo-Bongo am 27.03.2002 - 17:41
Richtig: Messer gehört zur Standard-Ausrüstung ...

Aber: 50meter-Abstand zu Netzen ??? bei welchen sichtweiten denn ... ???
ausserdem höre ich diese Abstand-Vorschrift auch zum erstenmal .... bisher sind wir immer über und unter die netze getaucht .... auch zusammen mit dem vdst-verein .... und vdst-TL2 hat mir sogar mal das netz hochgehalten ...
Antwort von mighty mike duck am 28.03.2002 - 08:57
Hallo Tauchergemeinde,

auch ich schliesse mich den Beileidsbezeugungen an.
Ich habe mir Eure Bemerkungen eben durchgelesen und komme nicht umhin, meinen "Senf" dazuzugeben. Ich habe ebenfalls eine militärische Ausbildung zum Minentaucher "genossen". Das ist zwar schon eine Weile her, aber so manche Erinnerung an diese Zeit ist relativ frisch.
So kommt es auch, daß ich mich unbedingt zu diesem Thema äußern möchte. Ich habe nach meiner aktiven Dienstzeit lange gebraucht, wieder "normal" tauchen zu lernen. Meine Frau, die bis dahin eine CMAS- Ausbildung zum 1*TL durchlaufen hatte, war mir eine sehr große Hilfe dabei. Ich hatte anfangs ziemliche Probleme mich daran zu gewöhnen, daß es da noch jemanden gibt, auf den man achten muss bzw. der auf einen aufpasst. Der Zoff war demnach vorprogrammiert, wie Ihr Euch denken könnt.
Das vieldiskutierte Buddythema, welches im Sporttaucherbereich Anwendung findet, ist nicht mit militärische Ausbildungen vergleichbar.
Grundsätzlich ja, dennoch tauchen Militärtaucher nicht zum Spass sondern haben einen definierten Auftrag, der notfalls auch alleine durchgeführt werden muss.
Nun war der Vorfall in der Ostsee kein militärischer Einsatz, sondern privater Natur. Tragisch leider, aber ich stelle auch öfter fest, wenn ich mit "fremden" Buddies unterwegs bin, die meine Vergangenheit als Minentaucher kennen, daß diese sich sehr wenig um einen kümmern. Ist ja auch nicht notwendig, denkt man sich, aber dieser Vorfall beweist mal wieder, besser wär`s gewesen. Ich stelle noch heute an mir fest, sobald man wieder in der gewohnten Umgebung ist (damit meine ich Wasser, während der Ausbildung ist man bis zu 8 Std. und mehr täglich in und unter Wasser) schaltet man ab, vergisst alles andere um sich herum und macht manchmal Sachen, über die jeder normale Taucher den Kopf schütteln würde (bes. wenn man mit einem Aquazepp unterwegs ist).
Fazit: Mutmaßungen und Anschuldigungen über diesen Vorfall anzustellen, bringen wenig. Lehren daraus zu ziehen aufgrund der Ausbildung des Tauchers irrelevant.
Wenn Michael Schumacher seinen Ferrari auf der Rennstrecke in die Leitplanken setzt, hat das auch keine Rückschlüsse auf den Strassenverkehr/die Ausbildung der Autofahrer in Deutschland.

Es grüßt Euch,
Mike
Antwort von Klaus am 28.03.2002 - 14:06
Hallo Dirk,
vorher weißt Du, dass der Tode Taucher in der TL - Ausbildung und Waffentaucher war ?
Antwort von Dirk am 28.03.2002 - 15:16
@Klaus
Zunächst aus dem Nordmagazin, das bei uns täglich im Regionalprogramm zu sehen ist. Außerdem ist der Bericht der Ostseezeitung auch recht ausführlich.
Hier klicken
Antwort von Klaus am 28.03.2002 - 15:32
Hallo Dirk,
danke für die schnelle Antwort,den Bericht aus der Ostseezeitung
kenne ich,aber nicht den Fernsehbeitrag.
In der Zeitung wird nichts von TL-Kurs geschrieben.
Im Berliner Kurier wurde nur von "Internationalem Tauchbrevet
gesprochen.Für mich alles ein bisschen unpräziese.
Trotzdem Danke
Klaus
Antwort von Bagheera am 28.03.2002 - 16:46
Herzliches Beileid erstmal an die Angehörigen!!!
Aber glaubt Ihr, daß ein angeblicher Ex-Marinetaucher, wie es in der Presse steht, der zudem noch angeblich eine TL-Ausbildung macht, ohne Messer unterwegs ist, und in Panik gerät, wenn er noch eine halb-volle Flasche hat?
Ich würde da eher die Presse anzweifeln, und auf den Polizeilichen Untersuchungsbericht warten, bevor ich mir eine Meinung bilde.
Aber nur zur Anregung: Was macht ein Tauchschüler, bei dem Wetter in der Ostsee? Es gibt genügend sichere Gewässer in der Gegend.
Antwort von Olaf am 28.03.2002 - 22:39
Hallo alle zusammen.
Ich bin Tauchlehrer in der Tauchschule von
Ulrich Floß, und ich habe auch schon einige
Tauchgänge in Wittenbeck gemacht. Es gibt
dort sehr schöne Steinfelder im 3 - 5 Meterbereich. Weiter raus zu tauchen lohnt nicht,
weil nur noch Sand kommt. Ich habe auch schon vor
einem Stellnetz getaucht. Die Bojen der Fischer sind oft soweit auseinander, das man diese Gefahr
vom Ufer aus oft gar nicht erkennt. Wenn dann die Sicht schlecht ist, kann man gerade noch abbremsen
und rübertauchen. In der Bild stand, das die Jung´s sich auf ihre TL-Ausbildung vorbereitet haben. Sie haben unter Wasser wohl Solo-Übungen gemacht. Aber ein Abstand von 50 Metern zum Netz ist bei 3 - 5 Meter Sicht nicht hinzukriegen.
Übrigen´s sind Tauchschüler in der Ostsee ganz
gut aufgehoben, denn die Sich in unseren Binnengewässern um Rostock ist bedeuteng schlechter und die Schüler sehen nur Schlick.
Da kann man niemandem den Spaß am tauchen vermitteln. Viele Grüße von der Ostsee, Olaf
Antwort von Stefan Baehr am 29.03.2002 - 12:29
Mein Beileid an alle von diesem schrecklichen Unfall Betroffenen.
Dieser Unfall ist für mich nach allem was ich darüber gelesen habe unbegreiflich. Ich bin ehrlich gesagt darüber völlig fassungslos. Außerdem mache ich mir meine Gedanken darüber, daß ich mit meinen Beiträgen und Fotos von Ostseetauchgängen sicher viele Menschen dazu animiert habe, in der Ostsee tauchen zu gehen.
Wenn man den Medien Glauben schenkt, war der verunglückte Taucher ein Profi. (Waffentaucher, TL-Ausbildung, wenn es denn stimmt.) Ich habe selbst schon mal festgehangen, in ca. 20 Metern Tiefe, bin aber mit Hilfe meines Partners, einer Schere und einem sehr scharfen Messer, die ich grundsätzlich beide dabei habe, wieder freigekommen. Mit Geduld, genügend Luft und ohne in Panik zu geraten, kann man sich normalerweise aus einer solchen Situation retten. Vor allem bei nur 6 Meter Wassertiefe, wo man ganze Ewigkeiten Zeit hat, um sich zu befreien. Irgend etwas anderes muß mit dem armen Kerl zusätzlich noch passiert sein, um eine derartige Katastrophe auszulösen. Beinahe alle Unfälle haben mehr als nur einen Grund! War es gerade die geringe Wassertiefe, die, weil von keinem ernstgenommen, die schicksalhafte Verkettung ausgelöst hat? Bei der Gelegenheit fallen mir auch alle meine eigenen kleinen Sünden wieder ein...
Fragwürdig bleibt für mich die bisherige Berichterstattung in den Medien zu diesem Fall. So einfach wie dort dargestellt, kann es meiner Meinung nach nicht abgelaufen sein. Mit Taucherthemen haben die meisten Journalisten erfahrungsgemäß einige Schwierigkeiten. Anstelle des Totenkopfsymboles vor meinem Beitrag hätte ich daher auch lieber ein dickes rotes Fragezeichen.
Antwort von Joe am 29.03.2002 - 12:47
Hier ein Follow-Up des Unfalls (Hier klicken) mit einem Bericht der Obduktion.

Ein kleiner Auszug:
__
Wäre er nur ganz ruhig geblieben, Sascha J. könnte vielleicht noch leben. Der frühere Obermaat des Minensuchbootes "Konstanz" hatte sich am Montag beim Tauchen mit seiner Flosse in einem Fischernetz verheddert - nur wenige Meter vor der Küste bei Kühlungsborn.
Quelle: Berlin-Online
__
Antwort von Taucher-Jörg am 30.03.2002 - 11:01
@Joe
...habe gestern vielleicht ein bischen viel Stickstoff getankt kann jedenfalls den Bericht aus der Berliner Zeitung nicht finden. Kannst Du uns noch ein wenig auf die Sprünge helfen, wo man klicken muß um den Bericht zu sehen?
Antwort von Joe am 30.03.2002 - 14:09
@ Taucher-Jörg
Irgendwie habe ich geahnt, daß der Link nach ein paar Tagen nicht mehr funktioniert, da er den Namen "artik2.htm" trug.

Jetzt ist er nicht mehr unter "Aktuell" zu finden, sondern im Archiv. Hier der Link: Hier klicken

So long
Joe
Antwort von Equipment-specialist am 30.03.2002 - 18:33
Auch wir kennen die wahren Ursachen nicht, obwohl unter der Berliner Tauchergemeinde ein Gerücht das nächste jagt. - Auffällig ist jedoch, dass selbst bei konnservativer Betrachtungsweise einige Ungereimtheiten augenfällig sind:

1) Abtauchen in der Nähe von Hindernissen: Wo hat der "führende" Taucher (gemeint ist der, der die Mütze auf hat, der Staff-Instructor, der die Tour organisiert hat) denn sein Handwerk gelernt? Welcher Kursdirektor hat denn dort offensichtlich nicht eindringlich genug die Werte "Vorsicht, Umsicht, Weitsicht" vermittelt? Gerade von drei Feuerwehrleuten (alle von der Wache Berlin-Kreuzberg)hätte man das so nicht erwartet....

2)Buddy-System oder "3 geteilt durch 2"
Das drei geteilt durch zwei nicht zwei mal 1,5 ist, sollte sich speziell unter Tauchern herum gesprochen haben. Mathematik-Nachhilfe für Taucher: drei geteilt durch zwei ist 1 x 3 !!!!!!!!

.........und die "Tauchschüler" des Staff-Instructors waren in Vorbereitung zum IDC, also mindestens Divemaster, und auch die hatten Mathe-Probleme ???????? ........und auch noch Probleme beim Lesen? (Steht nicht bereits ganz am Anfang der Bibel die Liste der notwendigen persönlichen Ausrüstungsgegenstände, das Messer o.ä.?)- so und solche Kandidaten lehren andere das Lehren bzw. werden dann in kürze auf angehende OWD`s losgelassen....Ist jeder der genug Geld für die Anmeldung zum IDC oder Staff-Kurs zusammengekratzt hat auch persönlich-fachlich geeignet Tauchlehrer oder Staff zu werden? Ist die Anzahl der pro Jahr "durchgeschleusten" IDC-Teilnehmer wirklich ein Qualitätsmerkmal für eine Tauchschule oder doch nur ein kommerzielles Kriterium?

Da kann einem auch als nicht-betroffenem Tauchshop-Besitzer in Berlin das Lachen ganz schnell vergehen, denn dieser tragische und (imho) vermeidbare Tauchunfall wirft ein sehr schlechtes Bild auf die gesamte Branche überhaupt und auch den PADI-Verband.

Mal sehen ob und wann und mit welchem Inhalt die Unfallmeldung an den Verband geschickt wird.....

Das wird zwar das bedauernswerte Opfer auch nicht wieder beleben, doch sollte eine ordentliche Unfallanalyse uns alle zukünftig vor ähnlichen Fehlern bewahren und falls ein Verschulden durch den Staff-Instructor vorliegt, auch diesen aus dem Tauch-business "eliminieren".

....nicht nachgewiesen heisst dann auch immer noch nicht unbedingt "nicht vorgelegen".......)

Wir wissen jedenfalls genau wen wir bei einer Bewerbung zum "staffen" nicht berücksichtigen werden und verlassen uns bei der Durchführung der IDC`s auch lieber auf
Antwort von Klaus am 31.03.2002 - 14:26
Bei aller berechtigten Kritik scheint hier jemand sein geschäftliches Süppchen
auf dem Rücken eines Unfallopfers zu kochen.
Allein die polemischen Äüßerungen über "genug Geld um Staff_Kurs zu belegen
wer war der verantwortliche Tauchladen" zeigt doch mal wieder dass in unser doch
so kleinen Berliner Tauchwelt sich wie immer jemand finden wird, der sich aus einem Unglück eines TL-Kollegen einen Vorteil verspricht.
Herzlichen Glückwunsch.
( gemeint ist das Synonym "equipment-Spcialist"
Klaus
Antwort von Jürgen am 01.04.2002 - 17:20
An Equipment-specialist,
endlich redet mal einer klartext. Dort passiert sowieso ganz schön viel.
Gruss
Antwort von Bagheera am 02.04.2002 - 00:14
An Klaus: Oh wie Recht Du doch hast!!!!
Aber es wird sich wohl nie etwas in Berlin ändern
Antwort von Schnorcheltaucher am 04.04.2002 - 16:49
Hallo,

allgemein kann man festhalten, daß man ind er Ostsee immer Gefahr laufen kann in ein Netz zu tauchen. Ein Teil der Netze wird durch die Fischer schwarz aufgestellt. Es ist mir schon zweimal untergekommen, daß vor mir ein Netz auftauchte.

Ich tauche aus diesem Grund, insbesondere bei schlechter Sicht, im Schneckentempo und bewege mich so schnell über Grund, daß ich im Bereich der Sichtweite zum Stehen kommen kann bzw. ein vorsichtiges Wendemanöver einleiten kann.

Mindestens ein Messer und eine Scheere gehört IMHO zu den Dingen die ein Taucher besitzen sollte. Ein guter Ort ein Messer zu befestigen ist IMHO der Inflatorschlauch, da man diesen fast immer erreichen sollte und wenn das Messer richtig montiert ist kann man es sogar mit der linken Hand lösen.

Fischernetze lassen sich nur schwer entdecken. Manche Netze bestehen aus ca. 3 mm dicken Schnüren in denen auch Draht eingewebt ist. Diese lassen sich kaum zerreissen und auch nur schwer zerschneiden. Jedoch sieht man diese sehr gut.

Netze aus Nylonfasern o.ä. Material sind schwer zu lokalisieren, dafür reißen diese "sehr" leicht.

Abgerissene Netze treiben selten weit, weil sie am Grund ähnlich einer Gardine mit Blei festgehalten werden und meist sind die Gewebe nicht schwimmfähig, so daß das ganze Netz zu Boden sinkt und allenfalls in Strömung oder Brandung zu einem Problem werden kann.

Manche Netze liegen jedoch so ungünstig (über Steinen/ Felsen), daß man sich plötzlich rundherum von Netzen umgeben wähnen kann und dann kommt evtl. Panik auf, wenn man nicht weiß, wie man aus der Sackgasse wieder zurückfinden kann.

Ein Padi Divemaster der eine Ausbildung zum Instructor macht sollte wissen, daß man niemals seine Ausrüstung ablegen soll, wenn man in ein Netz gerät und man auch niemals versuchen soll durch Aufblasen des Jacket zusammen mit dem Netz aufzusteigen. Derartige Versuche enden meist tödlich.

In 6 Meter Tiefe kann ein Waffentaucher wie der beschriebene selbst mit einem 10 Liter Gerät ohne Probleme 1.5h verharren und sich in aller Ruhe aus seinem Netz befreien, sofern er über ein Messer verfügt.

Antwort von Klaus am 05.04.2002 - 10:02
Hallo Schnorcheltaucher,
guter Beitrag aber wer weiss das es um
sich um einen PADI/NAUI Divemaster
in der Ausbildung Handelte und vor allem
von wem?
Für Infos dankbar aber bitte nicht nur
Hörensagen.
Klaus
Antwort von leuchtie am 08.04.2002 - 22:43
Bombe! Weil: BlaBlaBlub die wenigsten beiträge hier sind sinnvoll; die meisten gehen nur darum: hätte wäre wenn. Wart ihr dabei? NEIN! also keine mutmaßungen und schuldzuweisungen wie "ewig zeit" "wie kann man nur". wie konnte bei apollo 13 das unglück passieren? Fehler passieren. Besonders wenn menschen direkt oder indirekt im spiel sind. Jeder Tote ist einer zuviel; aber dummes rumgeschwafel macht ihn auch nicht mehr lebendig
Antwort von dive-rosi am 09.04.2002 - 18:02
@leuchti
Du scheinst ja wirklich ne leuchte zu sein.Was meinst Du wohl weshalb es diesen Thread gibt;damit jeder seine Meinung kundtun kann und aus den Fehlern anderer lernen kann.Wie jeder einzelne auf die unterschiedlichen Schlußfolgerungen reagiert siehst Du ja an Dir am besten

P.S. ich denke auch bei Apollo 13 hat man intensiv über die Fehler ( was wäre wenn,wie kann man nur...)diskutiert,obwohl ich natürlich nicht dabei war.
Antwort von leuchtie am 09.04.2002 - 20:22
ja aus fehlern lernen is richtig. aber sich über andere aufzuregen is ne ganz andere sache. aber ich seh schon, hier isses wie auf der autobahn, jeder is der sichere fahrer, nur die anderen machen mist...
@dive-rosi: si tacuisses philosophus mansisses
Antwort von Klaus am 10.04.2002 - 00:34
Um aber auch nur kurz auf unser "leuchti" zu antworten
weil es gab wie immer bei solchen Beiträgen keine Info`s
scire est potentia (aber nichts wissen macht auch nichts.
Gruss an "das grosse Licht "
Klaus
Antwort von leuchtie am 10.04.2002 - 11:02
danke klaus. du hast es auch erfolgreich geschafft einen beitrag ohne inhalt zu leisten. Herzlichen Glückwünsch.
Antwort von Philipp am 30.04.2002 - 15:53
Immer wieder verlieren sich Buddies, das ist einfach Tatsache. Es gibt doch so Ultraschallgeräte, klobig und teuer, mit denen man zum Boot zurückfinden kann. Warum baut man keinen "Buddyfinder" nach diesem Prinzip?

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