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Tauchunfall Seebad Lunz
Abgesandt von Armin am 08.06.2002 - 00:00:

Quelle: ORF

Taucher geriet in Panik und ertrank
Ein tödlicher Tauchunfall ereignete sich am Freitag im Bereich des Seebades Lunz am See. Ein 28-jähriger Wiener geriet beim Tauchgang in Panik und ertrank.

Atemregler aus Mund gerissen
Nach Angaben der Sicherheitsdirektion NÖ hatte sich der 28-Jährige gemeinsam mit einem anderen Taucher in etwa 14 Meter Tiefe abgeseilt. Doch er geriet in Panik und riss sich den Atemregler der Pressluftflasche aus dem Mund.

Als ihn sein Begleiter mit einem Reserveregler wieder mit Luft versorgte und eine Rettungsweste aufblies, schien die Rettung offenbar geglückt.

In fünf Meter Tiefe riss sich der Wiener erneut los und ertrank dabei.



Antwort von Erwin am 08.06.2002 - 04:10
Einen Schlimme Sache!!
Mein Beileid an alle die den Taucher kanten!!
Warum?? Warum muss so etwas geschehen??
Ich möchte hier nicht als Moralapostel stehen aber das hört sich nach nem Standarttauchgang an und da muss keiner Verunglücken!!!
Wieso nur ist das Geschehen??
Mein Beileid....
Antwort von Rosi am 08.06.2002 - 23:28
tja,
wir sind ja immer alle so cool! Aber es gibt Tage da ist es ruckzuck aus mit der coolness. Ein kleiner Versager im Automaten und machmal nach einem gestresstem Tag geht´s voll in die Hose!
Ich weiss nicht warum es passierte, aber wir sollten alle nicht so überheblich sein und ´sagen: mir passiert´s nicht!...Rosi
Antwort von Harry am 09.06.2002 - 18:26
hmmm, wieder eine traurige serie an tödlichen tauchunfällen derzeit in OÖ/NÖ...

man sieht immer wieder, eine katastrophe= tödlicher TU entsteht immer aus einer verkettung nicht-letaler ereignisse.

man kann sich sogut wie möglich gegen einen TU rüsten, aber 100% gefeit ist keiner von uns zu keiner zeit dagegen !

mein mitgefühl
harry

Antwort von Didi Course Director PADI am 10.06.2002 - 12:35
Probleme kann es immer wieder geben, aber bei zu schlechter Erfahrung sollte man nicht immer oder überall tauchen. Es wäre vielleicht besser Fortbildungstauchkurse zu machen oder mit erfahrenen Tauchern tauchen. Bergseen sind meistens sehr kalt und es herrscht meistens schlechte Sicht. Das Beste, um bei unerfahrenen Tauchern eine Panik auszulösen, auch wenn man nicht seht tief taucht. Es können hier nur einige Meter reichen. In diesem Falle hatte er ihm den Oktopus gereicht und sogar das Jacket aufgeblasen. Wie konnte er dann in 5 Meter verschwinden und ertrinken? Wie hat er ihn verloren ? In fast jeder Tachausbildungsorganisation wird gelehrt, daß bei jedem Problem sofort wieder zur Oberfläche aufgestiegen wird und der Tauchgang muß beendet werden. In diesem Falle mußte der Taucher den in Panik geratenen Taucher am Jacket festhalten, ihm die alternative Luftversorgung geben und ihn bis an die Oberfläche begleiten. Sollte er während dieses Aufstiegs wieder in Panik geraten, hätte er ihm nur das Jacket fest aufblasen müssen und er wäre diese 5 Meter ohne Probleme bis zur Oberfläche aufgestiegen. Ein in Panik geratener Taucher kann keine Luft mehr aus dem Jacket auslassen. Wie konnte er dann verschwinden und ertrinken? Hatte er ihn überhaupt festgehalten ? Hatter er ihm überhaupt das Jacket aufgeblasen ?Hatten diese zwei Taucher überhaupt einen Tauchschein ? Alles nur Fragen und keine Antworten. Das Schlimme an der Sache ist, daß ein Taucher leider ertrunken ist. Deswegen sollten wir aus Fehlern lernen, auch wenn es durchgehend Tauchunfälle mit Todefolge gibt oder geben wird. Meistens ist aber die Ursache in der Unerfahrenheit und Dummheit der Taucher zu suchen. Denn der Tauchsport ist kein gefährlicher Sport, man sollte nur tauchen ,nicht übertreiben und einfach den guten Verstand auch nützen. Es gibt sehr viele und gute Tauchausbildungs Organisationen die das Tauchen sehr professionell lehren. Aber leider meinen viele nach einem Tauchkurs und 100 Tauchgängen Profis zu sein. Sehr großer Fehler und falsche Einstellung.
Antwort von Oliver am 10.06.2002 - 13:36
@Didi
....vielleicht hatte er nicht die ausreichende Anzahl von Specialities oder noch nicht genügend Adventure Dives angesammelt????
Vielleicht hatte er aber auch seine ganz persönliche Edge of the Sphere erreicht....???
Nur mal so ein paar Gedanken zu deinen Auführungen bezüglich Ausbildung.
Ein didaktisch gut aufgebautes System mit schönen bunten Videos und ewig glücklichen (weil dauernd lächelden) Menschen macht eben noch keine guten Taucher aus, zumal wenn dieses System als klare Zielrichtung Gewinnmaximierung hat.
Ach ja, verleiht die darlegung, welcher Firma du deine Ausbildung bezahlt hast deiner Meinung mehr Gewicht??? Ich dachte bisher immer, hier werden Meinungen und Ansichten ausgetauscht. Diese werden dann diskutiert und durch das eine oder andre Argument unterstützt oder auch entkräftet. Ich hoffe, die Nennung der Firma ist nicht dein einziges Argument
Oder gilt es als Adventure oder gar als Extreme Adventure diese zu nennen???
Nix für ungut und nicht sofort tierisch aufregen.
Oliver
*mal nachdenk welchen Titel oder welche Firma ich so alles nenen könnte*
Antwort von Thomas M. am 10.06.2002 - 14:00
Ein Mensch in Panik hat meist unvorstellbare Kräfte, da ist es oftmals gar nicht so leicht diesen "einfach nur festhalten und einfach nur sein Jacket aufzublasen".

Theoretisch wäre diese Vorgehensweise auch richtig, praktisch ist das Gelernte aus verschiedensten Faktoren aber nicht immer ganz umsetzbar.

Falsche Einschätzung oder Überschätzung ist sehr oft die Unfall-/Unglücksurasche - nicht nur beim Tauchen!!!

Mit solchen Vorfällen werden wir wohl alle daran erinnert, daß auch wir dagegen nicht gefeit sind! Ein bisserl mehr mit Hirn tauchen (auch wenn tauchen blöd macht) und dabei ein etwas geringeres Risiko eingehen, schadet uns allen nicht.
Wir haben schließlich ja nur 1 Leben!

Mein Beileid allen Bekannten und Verwandten des Verunglückten!

In diesem Sinne
GUT LUFT
Antwort von gerald am 10.06.2002 - 14:28
@den PADI Sonderbeauftragten!
1. der Lunzer See ist kein Bergsee
2. ich hab während meiner Ausbildung einen tödlichen Tauchunfall miterlebt! Der Verunfallte hatte mehr als 1000 ´(eintausend) Tauchgänge! Die haben ihm auch nichts genützt! Und der anwesende deutsche Tauchlehrer konnte ihm auch nicht helfen, er brachte ihn nicht mal aus dem Wasser!!
Antwort von al´bertl am 10.06.2002 - 16:46
Wow, ich bin ja voll beeindruckt, daß ein so tragischer Unfall wieder einmal ein gegenseitiges Hick-Hack auslöst - ich für meinen Teil bin mir sicher, daß alle großen Verbände sehr gute, gute und auch weniger gute Dinge machen bzw. lehren. Wie auch immer - Fakt ist, daß wir leider kaum etwas über den Unfall Hergang wissen und somit nur spekulieren können. Wahrscheinlich wird es sich aber doch um eher unerfahrene Taucher gehandelt haben, da man hier ja wirklich nicht von einem "extremen" Profil sprechen kann! Daß dies natürlich unter gewissen Umständen auch erfahrenen Tauchern passieren kann ist leider wahr, aber sicher nicht sooo wahrscheinlich.
Also - immer gut Luft!
PS: Schaut doch einmal alle auf eure eigene Organisation - auch dort werdet ihr nicht nur gutes finden!?! No one and nothing is perfect!!!
Antwort von Fundiver am 10.06.2002 - 21:43
Sorry aber hier gibt jeder irgend einen komentar ab ohne die umstände zu kennen. 14 m in irgend einem see dürften ja eigentlich kein grosses problem darstellen. wichtig wäre zu wissen welche erfahrung der verunglückte hatte und welchen ausbildungsstand. und je nach dem ... wer ihn begleitet hat und welche erfahrung der buddy hatte. aus 14 m kannst du problemlos auftauchen, auch wenn ein bischen zu schnell ist, solange du dabei atmest. und wenn ich mal auf 5 m bin dann und mein buddy hat probleme dann blas ich ihn wirklich auf und schick ihn nach oben.

Also bevor wir hier weiter irgebd welche vermutungen anstellen ohne die details zu wissen, lassen wir das lieber. Oder Armin erzählt uns ein bischen mehr.
Antwort von Schnorcheltaucher am 11.06.2002 - 13:24
@Oliver:

Man sollte hier vielleicht einfach mal eine Unfallstatistik nach Verbänden aufbauen.

Es ist natürlich schön einfach zu implizieren, hier seien mal wieder PADI Taucher verunglückt!

Ich möchte hier um Himmelswillen keine Verbansdiskussion lostreten aber ich habe schon hinreichend CMAS Taucher gesehen, die statt zu tarieren mit den Knien durch Seeigelfelder gekrabbelt sind, um für das CMAS Sonderbrevet Fakir Gold des indischen Tauchsportclub Curryruda Erfahrung zu sammeln.

In Sachen Brevet`s und Sonderbrevet`s nehmen sich PADI und CMAS sehr wenig!

Es ist ja nicht nur Bronze, Silber, Gold was mein nach CMAS erwerben kann und muß! Es gibt auch hinreichend Sonderbrevets bei CMAS, die man auch haben muß, um überhaupt Level wie Silber oder Gold erreichen zu können!

Divemaster kann man mit deutlich weniger Aufwand und geringeren Kosten werden als CMAS Gold Taucher!

Du solltest, wenn Du schon gegen PADI bist,auf eine konsequente Angriffstaktik setzen:

Entweder bildet PADI schlecht aus, weil Brevets bereits mit einer viel zu geringen Anzahl Tauchgänge erreicht werden können oder aber PADI ist sauteuer, weil man so viele Sonderbrevets machen muß.....

Aber: Wer viele Sonderbrevets und adventures in diving absolviert hat, der sollte auch tauchen können und wenn nicht, dann liegt es nicht unbedingt an PADI sondern am Tauchlehrer oder vielleicht daran, daß der Schüler so gnadenlos unbegabt aber dafür reich ist, daß er einfach eine Tauchschule sponsort.

Auch das ist im Kapitalismus möglich. Es dürfen sich ja auch Rentner einen Rennwagen für die Straße kaufen, die weder fahren können noch Reaktionszeiten haben.

Das Einzige, was wirklich wahr ist, das ist wohl, daß die Mindestanforderungen an körperliche Fitness bei CMAS/VDST/VDTL/Barakuda oder wie auch immer der jeweilige CMAS Verband auch heißen mag höher ist. Die Betonung liegt hier auf Mindestanforderung!

Antwort von Steffen am 11.06.2002 - 15:09
Jeder Unfall bei dem ein Taucher stirbt ist schlimm und wäre meistens vermeidbar gewesen, aber man sollte doch die Fakten abwarten und nicht immer wieder eine Verbandsdiskussion führen!

Ein Verband kann noch so gut oder schlecht sein, das Können (oder Nichtkönnen) von uns Tauchern hängt aber immer von den gleichen 2 Faktoren ab ( von einem selbst und von seinem Ausbilder; nicht vom Verband)! Wie ernst man die Ausbildung nimmt, hängt von jedem selbst ab. Eine gute Ausbildung macht aber noch lange keinen Supertaucher, denn Können und auch Wissen verliert man mit der Zeit, wenn es nicht immer wieder aufgefrischt wird! Und wenn man sich die Unfälle ansieht, dann sind es doch meistens die "erfahreneren" Taucher aus dem Mittelfeld (die leichtsinniger werden, gewisse Standards nicht mehr beachten oder sich überschätzen) und nicht die "Jungtaucher"!


Mein Beileid allen Angehörigen des Verunglückten!


Antwort von Oliver am 11.06.2002 - 20:03
@Schnorcheltaucher
Nur zur Aufklärung : Ich habe niemals gesagt, daß der verunglückte einen PAdi Tauchschein hatte.
Ich habe das Posting von "Didi Course Director PADI", der angedeutet hatte, daß es vielleicht an einer nicht so guten Ausbildung gelegen haben könnte, etwas zynisch kommentiert. Ich habe dargestellt, daß es MEINER Meinung nach, die natürlich keinerlei Allgemeingültigkeit haben muß, etwas dürftig ist, wenn jemand seine Meinung mit einem "Course Director PADI" wohl etwas mehr Gewicht verleihen möchte. Oder welchen Grund hatte es sonst??
Zudem scheint sich ein Course Director immehrin so gut auszukennen, daß er den Unfall kurzerhand in einen Bergsee verlegte....
Nochmals, ich habe meine persönliche Meinung zu diesem einen Posting kundgetan.
Wo würden wir denn hinkommen, wenn hier jeder beginnen würde, seine Ausbildungzertifikate und sonstige Kenntnisse und Titel mit anzugeben??? Wäre die Meinung eines erfahrenen Tauchers zu einer Anfängerfrage zum Beispiel zum Druckausgleich weniger wert, wenn ein Dr. med. eine andere hat??? Würde die Meinung eine Prof. darüber gehen oder sind 2x Dr. med wieder mehr als ein Prof.???
Also was sollte diese ANgabe???

Ich denke das Thema ist für mich beendet. Keine Sorge, ich werde nichts mehr für oder gegen die Firma sagen.
*Rosa Harmoniepille einwerf*
PADI macht für weniger Geld viel bessere Ausbildung.
War das gut so???
Oliver
*nochmals Harmoniepille einwerf*
Antwort von Schnorcheltaucher am 12.06.2002 - 09:50
@Oliver:

Ich habe meines Wissens nie geschrieben, daß Du geschrieben hast, daß der verunglückte Taucher PADI Taucher war.

Ich will`s nicht nachlesen aber meine Formulierung war bestimmt, daß Dein Text impliziert, daß es sich mal wieder um einen PADI Taucher gehandelt haben könnte.

Impliziert bedeutet nur, daß er rhetorisch so aufgebaut ist, daß man glauben könnte, wenn man nicht richtig liest, daß Du wüßtest, daß es ein PADI Taucher gewesen sei.

Im Übrigen bin ich was Ausbildung anbelangt der Auffassung, daß die Qualität der Ausbildung nicht vom Verband sondern ausschließlich vom Tauchlehrer abhängt und das Ergebnis in jedem Fall etwas mit der "Begabung" des Schülers zu tun hat.

Antwort von Andreas Klier am 12.06.2002 - 13:32
Hallo Schreiberlinge, ich bin relativ neu hier,aber manchmal denke ich, ist das etwas blöd sich über Ausbildungsverbände und deren Verfahren zur Ausbildung von Sport Tauchern auszulassen.Noch dazu in einem Forum wo es um Tauchunfälle geht, die uns helfen sollten uns vor solchen zu verschonen,oder?
Wenn wir in den Grenzen bleiben, kann die Wahrscheinlichkeit entschieden minimiert werden.ausschließen kann man TU nie,aber das ist meine Meinung.
Antwort von Heimo Kamitter am 14.06.2002 - 11:33
ich denke, das Thema Verband hat hier nichts zu suchen. Hier steht ein Mensch im Vordergrund der auf tragische Weise zu Tode kam. Die meisten von uns wissen wie schnell man in eine Situation kommen kann, die an "normalen tagen" kein Problem darstellen. An "besonderen tagen" jedoch zu tödlichen Unfällen führt.
Allerdings bin auch ich der Meinung, das auch hier der Ausbildungstand und die Erfahrung des Buddy eine wesentliche Rolle spielen. Egal bei welchem Verband man ausgebildet wurde oder fortgebildet wird, in solchen Situationen ist der Griff ins jacket oder an den Inflator unverzichtbar. Auch das Schauen in die Augen ist ein wichtiger Punkt. Hier lesen wir ab, wie es um den anderen steht und haben die Möglichkeit ihm zu signaliesieren wir sind da, bleib ruhig.
Wichtig ist die näheren Umstände zu erfahren nur so kann man den hergang analysieren und evt. weitere Unfälle verhindern. Aber bitte vergeßt nicht es bleibt eine sportart min einem höheren Risiko als beim Fußball und auch dort sterbe Leute.
Antwort von Andre am 16.06.2002 - 20:12
Hat mir weh getan, dass zu lesen. Hatte mal eine Panikanfall auf 19 m im Helenesee.Dachte ,es hat mein letztes Stündlein geschlagen.Durch Jacketaufblasen bin ich doch irgendwie hoch gekommen.Jeder Tauchunfall ist scheisse.
Antwort von Joachim am 18.06.2002 - 23:01
@Oliver.
Der Lunzer See liegt nach meiner Info knapp über 600 m über Meereniveau. Laut PADI ist alle ab 300 m ü. NN ein Bergsee. Insofern hat Didi nicht Unrecht (auch wenn andere Organisationen einen Bergsee erst ab 700 oder was weiß ich Meter als solchen definieren. Hängt halt immer von den entsprechend verwendeten Tabellen ab.
Antwort von Kralli am 19.06.2002 - 08:50
Diese Situation zeigt doch wieder mal.... hab ich ein Problem unter Wasser und kann es nicht alleine Lösen ...hab ich ein ernsthaftes Problem
Antwort von Jörg am 19.06.2002 - 11:10
Warum entstehen hier eigentlich immer Verbandsdiskussionen ?
Ist es nicht sch...egal, bei welchem Verband der Verunglückte sein Brevet erhalten hat ?
Viel wichtiger wäre doch zu wissen, warum es zu diesem Unfall kam! Nur so entsteht eine vernünftige Diskussion, anhand derer Neulinge (aber auch erfahrene Taucher) etwas lernen können, bzw. das gelesene evt. in irgendeiner Form verwenden können.
Antwort von George am 19.06.2002 - 11:41
ich könnte echt Sch... schreien, wenn ich hier wieder diese 10x klugen TL höre, die meinen, nur weil sie Divemaster oder Instructor seien, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben: keiner weiß genau, was da eigentlich passiert ist (und warum) aber jeder PC-Besitzer meint, sich dazu äußern zu können (und zu müssen)! und jeder hat wieder 1.000.000 gute (aber leider immer völlig theoretische) Ratschläge, was der andere hätte machen können oder müssen, nur jeder vergisst das psychologische Moment in einem Notfall, da reagiert nämlich auch der erfahrneste Taucher völlig anders, als er sich das je vorgstellt hätte! ich würde drauf wetten, dass in einem wirklichen Notfall 95% aller TL auch falsch (oder gar nicht) handel würden, trotz allem theoretischen Wissen- und unabhängig von welchem Verband!...also Herr Didi Course Instuctor PADI halt doch einfach die Klappe!
Antwort von Uwe am 19.06.2002 - 12:08
@George
Das jeder PC-Besitzer hier SEINE Meinung posten kann ist wohl war, aber dafür ist es ja ein Diskussionsforum, um darüber zu diskutieren. Verbal angreifen bzw. den Mund (oder die Tastatur ) verbieten muss sich hier aber keiner lassen. Ein wenig Höflichkeit tut manchmal Not...

@Jörg
Ich teile deine Meinung voll und ganz, denn es fragt ja auch keiner nach einem Autounfall, bei welcher Fahrschule der Verunfallte seine Fahrerlaubniss gemacht hat...
Sachliche Diskussionen (auch wenn jemand `ne falsche Meinung vertritt) und Ursachenforschung (soweit das hier überhaupt möglich ist) helfen nicht nur Anfängern, über die Risiken beim Tauchen nachzudenken und den eigenen Ausbildungsstand zu vervollkommnen. Denn dafür ist jeder selbst verantwortlich und nicht irgendein Verband...

Grüße von Uwe
Antwort von George am 19.06.2002 - 12:49
Uwe und Jörg, es ist einfach VÖLLIG unsachlich wenn ein TL meint gute Ratschläge
verteilen zu müssen, obwohl er nicht die Bohne Ahnung hat, was eigentlich passiert
ist und alleine DARÜBER rege ich mich auf nicht darüber, dass jmd. eine "falsche" bzw.
andere Meinung hat als ich, denn genau dazu ist ein Forum tatsächlich da!
ich verbiete weiß Gott niemandem den Mund nur ist es IMMER so, wenn Du Dir die
Unfallberichte durchliest, dass es fast jeder besser weiß- und gemacht hätte, wenn
dem tatsächlich so wäre frage ich michh dann nur, warum es hier immer wieder
Unfallberichte gibt?!

Gruß
g.
Antwort von Michael am 19.06.2002 - 12:57
Hier wird immer nur der ein oder der andere Verband angegriffen. Sollten wir nicht über Unfall
diskutieren? Aber über Personen herfallen, nur
weil sie eine eigene Meinung haben gehört sich hier nicht. Lieber George oder Andere, wie benimmt ihr euch unter Wasser; genauso wie im Internet? Didi hatte nur versucht diesen Unfall zu
analysieren und die halbe Welt geht ihn persönlich an, obwohl er über keinen Verband schlecht gesprochen hatte. Wieso spricht immer
nur CMAS schlecht über andere Verbände? Es gibt
viele gute und schlechte TL in allen Verbänden. Am Ende liegt es am professionellen Einsatz des Tauchlehrers und am Taucher selber. Schlecht reden
kann jeder, versucht es besser zu machen. Aber wie soll euch das gelingen, wenn man über Tauchunfälle diskutieren möchte und ihr spricht über Verbände. Oder ist es ein Problem, wenn jemand IDEA, Baracuda, SSI oder PADI TL ist? Ich merke es immer wieder, Dummköpfe gibt es über und unter Wasser !!!

Grüße Michael

Antwort von George am 19.06.2002 - 14:08
Hi Michael, Thema verfehlt, 6, setzen!
ich habe über keinen Verband geschimpft -mal ganz abgesehen davon, dass ich weder CMAS noch PADI angehöre- ich hab auch über keine TL per se geschimpft, sondern mich allgein in diesem Forum darüber aufgeregt, dass Dinge beurteilt werden, die keiner beurteilen kann, weil er nicht dabei war...wer lesen kann ist eindeutig im Vorteil...und mit Didi auch längst geklärt, worum es ging, aber trotzdem danke für Deinen Beitrag!
Antwort von Decender am 20.06.2002 - 11:58
Es ist Schlimm, Schade und vor allem Kindisch wie diese Diskussion ausartet!!! Habt Ihr schon mal daran gedacht was sich ein Angehöriger eines Verunfallten denkt wenn er solche Zeilen lesen müsste.
Arme Welt!!!
Eine sachliche Diskussion könnte besser helfen wie sich gegenseitig zu beschießen mit Unfreundlichkeiten.

Mein Beileid den Angehörigen
Antwort von Wolfgang am 21.06.2002 - 18:29
Find ich echt Klasse ca. 350 Zeilen und kein Statement, was in irgendeiner Weise den Unfall näher hätte beleuchten können. Dafür Auseinandersetzungen, ob das eine oder andere Posting zu diesem Threat angemessen war oder nicht. Wenn die Auseinandersetzung immer so konstruktiv ist verplemper ich hier gerade meine Zeit - Schade -
Wolfgang
Antwort von Burkhard am 22.06.2002 - 16:46
Ich stimme Wolfgang absolut zu. Leider ist die ganze Geschichte ziemlich ungereimt´und klingt für mich auch ziemlich unglaubwürdig. Wenn ich in 5 Meter den Inflator meines Buddies drücke und ihn hinaufschicke kann er eigentlich auch nicht wenn er sich wieder losreist einfach nach unten wegsinken. Da sind weitere Aktionen nötig und es vergeht selbst bei der Betätigung des Schnellablasses einige Zeit.
Ich habe gestern jemanden getroffen, der die Geschichte von dem direkt Beteiligten (überlebender Taucher) gehört hat und ich habe ihn gebeten diesen Taucher zu fragen ob er uns im Forum Näheres mitteilt. Melde mich wenn ich mehr weiß. Das einzige was sicher ist, ist das der überlebende Taucher gerade erst vor kurzem seinen Tauchschein (keine Ahnung wo) gemacht hat und nicht sehr erfahren war. Der verunglückte Taucher hatte wesentlich mehr Erfahrung. Ich hoffe, wir bekommen bald aus erster Hand mehr Informationen.
Antwort von kugelfisch am 22.06.2002 - 21:13
Es ist bewunderswert wie sich manche über das Forum beflegeln. Weiters ist es erstaunlich, dass Personen über einen See diskutieren (Bergsee oder nicht) ohne diesen zu kennen.
Der Lunzer See (habe diesen mehrmals betaucht, auch im Winter) ist einer der kältesten Seen Österreich, bekommt im Hochsommer an der Oberfläche maximal ca. 21 Grad. Weiters fließt durch diesen ein grösserer Bach, der direkt aus den Bergen kommt.
Das Problem bei welchen Verband man die Ausbildung gemacht hat stellt sich mir nicht, denn
die Ausbildungsvorschriften sind bei allen gleich gut, einer legt hat mehr Wert auf körperliche Fitness der ander wieder auf andere Dinge.
In meiner langjährigen Erfahrung als Sporttaucher mußte ich aber in den lezten Jahren feststellen, dass sich Anfänger - ohne wenn und aber - sogenannten erfahren Tauchern in die Hände begeben. Auch wird es immer mehr Mode so lang wie möglich zu tauchen. Man hört dann immer wieder von Tauchgängen von 70 Minuten und darüber. Womöglich noch in Tiefen jenseits von 30 Metern. Jedenfalls ist jeder Unfall (ob aus Dummheit, Unvermögen oder techn. Fehler) für den Tauchsport schädlich. Denn dadurch bekommen viele heimische See - und Teichbesitzer ( auch Gemeinden) die Möglichkeit das Tauchen zu untersagen. Das ist - neben dem menschlichen Leid - dass schreckliche bei den Tauchunfällen.
Also liebe Tauchfreunde, bitte versucht einen höflichern Ton in diesem Forum, wir sind doch alle an dem guten Image des Tauchsportes interessiert.

mfg

kugelfisch
Antwort von taucher am 24.06.2002 - 08:26
@ Didi Course Direktor PADI,

Mich stört es kein bischen das du die Ausblildungsorganisation nennst bei ber du Tachlehrer bist.

Es langweit mich nur das immer wieder das hier scheisse geschrieben wird.

Den in Panik geratenen am Jacket festhalten und ihm die alternative Luftversorgung reichen.

Warscheinlich ist das erste was der in Panik geratene macht, ist dass er mir die Maske vom Kopf schlägt.

Hier eine bessere Lösung:

Man schwimmt den in Panik geratenen an pakt den Flaschenhals seiner Flasche und setzt sich direkt hinter den Taucher.
Dann klemmt man sich seine Pressluftflasche zwischen die Beine.
Schnappt sich seinen Inflator und hält wenn nötig im von hinten seinen Lungenautomaten in den Mund.

Dadurch hat man die volle Kontrolle nicht nur über den in Panik geratenen sondern auch noch über sich.

Da sieht man mal wieder wie unwichtig Brevets sind. Wenn sich jemand für das tauchen ernsthaft interesiert ist er AOWD bestimmt besser als jemand der alle Tachkurse durchklatscht und
in Wircklichkeit keine Ahnung hat.

Antwort von Schnorcheltaucher am 24.06.2002 - 14:44
@Taucher:

Was Du geschrieben hast ist im Grunde fast das was PADI lehrt und somit etwas, das Didi als Course Director sozusagen mit der Muttermilch aufgesogen hat.

Die Frage ist nur ob und wie schnell man das was Theorie ist auch dann praktizieren kann, wenn es zu einem Unfall kommt.

Ist ein in Panik befindlicher Taucher bereits beim Aufstieg wirst Du Probleme haben das was Du beschrieben hast auch umzusetzen. Es ist sinnvoll in einem solchen Fall wenigsten die Aufstiegsgeschwindigkeit zu bremsen, indem man sich selbst dranhängt.

Die Vorgehensweise nach PADI, die zusammen mit erfahrenen Psychologen erarbeitet wurde, ist die, daß man erstmal nach einer Chance sucht den in Panik befindlichen Menschen zu beruhigen. Um sich Zugang zu einem Menschen zu verschaffen ist erstmal der Blickkontakt extrem wichtig! Direkter Augenkontakt ist, wie die Psychologen festgesetellt haben, von enormer Bedeutung!

Dies gilt für alle Paniksituationen gleichermaßen!

Weiterhin sollte man versuchen die Ursache für die beginnende Panik zu erkennen und eben exakt etwas dagegen unternehmen oder dem anderen unmittelbar vermitteln, daß geplant ist etwas zu unternehmen.

Das Schlimmste was einem Taucher passieren kann sind Probleme mit der Luftversorgung von daher kann es Sinn machen dem Taucher seine alternative Luftversorgung zu zeigen.

Es ist wichtig so schnell wie möglich die Kommunikation miteinander zu beginnen. Dies hilft den psychologischen Teufelskreislauf zu durchbrechen und die Sinne des Tauchers auf etwas anderes zu lenken.

Sich einfach von hinten anschleichen, sich die Flasche zwischen die Beine zu klemmen, den Automaten festzuhalten und mit der Tarierung zu beginnen ist mit Verlaub nicht der Weg den man sofort beschreiten muß und der dann auch zum Ziel führt!

Dies kann nur der Dritte und Vierte Schritt sein!


Wenn man sich von hinten an einen in Panik befindlichen Taucher anschleicht, sich dann unvermittelt an seine Buddel hängt, den Automaten festhält und dann mit der Tarierung beginnt, wird man keinesfalls die Panik verringern sondern man wird ganz sicher die Panik bei diesem Taucher noch weiter erhöhen, da der Klotz am Rücken sein dringendstes Bedürfnis, nämlich lebend und gesund wieder an die Oberfläche zu gelangen durch diese Aktion erstmal noch unwahrscheinlich wird und ein in Panik befindlicher Taucher in einer solchen Situation ein derartiges Verhalten eher als einen Angriff als eine Hilfeleistung werten wird!

Antwort von Andy TL am 26.06.2002 - 15:33
@ Schnorcheltaucher
Endlich mal was Vernünftiges. Respekt.
Hier geht es um Panik.Die Vorstufe von Panik ist des öfteren Erkennbar.Die Zeichen dafür sollte man erkennen.Erfahrungsaustausch wäre hier angebracht.Tauchen ist ein schöner Sport.
PFLEGT " IHN ".
Antwort von Günter am 26.06.2002 - 16:22
Ich weiss dass es für gute Ratschläge jetzt zu spät ist, aber ich habe z.B. bei ATEC einen Self Rescue Kurs gemacht und bin mir absolut sicher dass ich aus 14m Wassertiefe auch ALLEINE an die Oberfläche kommen kann, ausser ich habe vielleicht einen Herzinfarkt oder einen Hirnschlag. Diese beiden Dinge sind die einzigen die mich evtl. aufhalten könnten.
Antwort von Andi am 19.09.2002 - 10:56
Hi taucher,

sich hinter einen setzen und die Flasche zwischen die Knie ist IMHO grosser Quatsch. Ich habe das mal im Urlaub ausprobieren duerfen, als ich etwas viel Luft gesogen habe (ich hatte noch 60 bar) und der Diveguide meinte, fuer die Sicherheitsdeko reicht es nicht mehr und er gab mir dann zwar ohne Hektik seinen Reserveregler, setze sich aber dann genauso hinter mich, obwohl ich nun wirklich keine Anstalten von Panik machte, eher das Gegenteil. Zugegeben, ich hatte damals erst 9 Tauchgaenge, trotzdem:
Voelliger Schwachsinn.

Wenn ich da in Panik gerate und wild umher fuchtele, dann kann ich ihn auch locker abschuetteln und von hinten duerfte er, wenn ich in Panik den Atemregler wegschmiesse, durch seinen kurzen Schlauch meinen Mund gar nicht finden, da er ihn ja von hinten gar nicht richtig sehen kann.
Schnorcheltaucher hat es schon gesagt...das erzeugt viel mehr Panik als wenn man seinem Buddy in die Augen schauen kann.

Mal ganz unabhaengig die Frage...bei welchem Verband wird einem das so beigracht, also Flasche zwischen die Knie, etc.?

Was ich auch nich verstehen kann...erstrinken auf 5m. Wenn ich merke, dass mein Buddy dermassen Probleme und Panik bekommt, und sich die auch nicht legen will, dann schicke ich ihn aus 15m notfalls auch komplett hoch. Wenn man davon ausgeht, dass er bis ca. 10m noch vom Buddy versorgt geatmet hat, dann gibts nur eines..auf 10m Jacket vollmachen bis zum Rand und ab nach oben. Bis der Paniker die Luft ablassen kann, ist er laengst oben und der Buddy sollte ihm ja eigentlich auch direkt hinterher folgen, falls der an der Oberflaeche Hilfe braucht.
Ein panischer Taucher schwimmt wohl kaum noch ein paar Meter, er will doch eigentlich nur nach oben, insofern kann ich es nicht ganz verstehen, wie man, wenn man direkt hinter ihm her ist, ihn verlieren kann, slebst wenn die Sicht schlecht ist.

bye

Andi


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