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Tauchunfall Sorpesee Sauerland
Abgesandt von Armin am 09.03.2003 - 22:38:

Danke an Ingo für die Info!:

Am Samstagvormittag, 8.03.2003 kam es am Sorpesee zu einem Tauchunfall. Ein 41 jähriger Tauchlehrer war mit seinem 45 jährigen Tauchschüler bei einem Tauchgang. Der Tauchlehrer bemerkte in einer Tiefe von 33 m, daß sein Tauchschüler Auftrieb bekam. Um ihn einzuholen und am rscherern Aufstieg zu hindern, versuchte der Tl, sich der Geschwindigkeit anzupassen. Dabei kam es wohl zu einem Deko unfall. Beide kamen zu schnell zur Oberfläche. Hier wurden sie von anderen Tauchern geborgen und Erstversorgt. Beide Taucher wurden mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus/Druckkammer nach Duisburg verlegt. Heute heißt es von Radio Sauerland, daß beide außer Lebnsgefahr sind.



Antwort von Feuerkoralle am 09.03.2003 - 22:53
Glücklicherweise wohl keine Todesopfer und zunächst einmal freundliche Genesungswünsche den beiden.

Ich kenne die Sorpe und denke das hier vom Fuße der Steilwand in 33 Meter die Rede ist. Aktuell hat die Sorpe, wie fast alle Seen, 4°C und ist somit nur was für ganz harte im HT. Ich denke, dass zumindest 90% zur Zeit noch mit dem Trocki unterwegs sind.

Was macht man dann mit einem Schüler in dieser Tiefe

Um welche Ausbildung handelte es sich dabei
Antwort von Bernd am 10.03.2003 - 06:15
Grundsätzlich hast du Recht. Ein TL der bei diesen Bedingungen Ausbildung betreibt gehört die Lizenz entzogen. Auf der anderen Seite geht aus diesem Fall nicht hervor ob es sich um Ausbildung gehandelt hat. Wenn ein TL mit einem "Nicht-TL" tauchen geht, spricht man schnell von Schüler. Es kann sich aber genauso gut um ein TL mit einem Silber- oder Goldtaucher handeln. Wie auch immer, um sich eine Meinung zu bilden, brauch man mehr Info´s. Vielleicht weiß ja jemand genaueres um aus dem Unfall zu lernen. Den Verunfallten gute Besserung.
Bernd
Antwort von Ingo am 10.03.2003 - 07:30
@Feuerkoralle @ Bernd!
Ich habe den Bericht verfaßt. Leider nur eine Meldung aus dem örtlichen Radio. Hab e dort angerufen bekam aber nur diese Auskunft. Mehr wußten die dort auch nicht. Ich dachte auch sofort daran, daß es möglicherweise ein Deep Kurs war. Vielleicht wird sich heute im Laufe des Tages etwas ergeben.
Gruß
Ingo
Antwort von Roger am 10.03.2003 - 08:51
Wie auch immer, der TL hat eine Sekundenentscheidung treffen müssen und seine Eigensicherung vernachlässigt (und sich selbst in große Gefahr gebracht) um dem anderen Taucher zu helfen - Respekt!
Antwort von Feuerkoralle am 10.03.2003 - 10:07
Es klingt wahrscheinlich anders als es gemeint ist. Der Versuch die Situation zu bereinigen, versuchen zu helfen, halte ich für selbstverständlich, egal welcher Rang auf der Schulter prangt. Trotzdem verstehe ich nicht, warum der TL dabei auch verunfallt.


Die Sorpe (aktuell der Wintertauchplatz) ist gerade am WE gut besucht, da braucht man sich um die Rettungskette eigentlich keine Sorgen zu machen.

Antwort von Oliver am 10.03.2003 - 11:18
Allg. Frage: Wäre es nicht besser in so einer Situation selber kontroliert aufzusteigen um nicht ein zweites Opfer zu werden und dem Verunfallten dann auch helfen zu können?

Zum Gluck geht es den Verunfallten wieder gut!
Antwort von Feuerkoralle am 10.03.2003 - 11:22
Das wollte ich mit meinem Posting sagen. Ein zwar zu schneller Aufstieg aus 33 Meter ist in 2 Min machbar ohne das ich dabei verunfalle. Natürlich innerhalb der Nullzeit, aber davon gehe ich mit einem Schüler mal aus.
Antwort von Jessica am 10.03.2003 - 11:43
Na, das sind genau die Sachen, die man in Sekundenbruchteilen entscheiden muss. Mir ist mal bei einem Fun-TG was passiert. Mein Buddy bekam auf 25m ploetzlich Luft in die Fuesse vom Trocki. Zuvor war ein problemloser freier Abstieg auf ca. 28m erfolgt. Sicht bei ca. 6m. Tauchzeit bis Dato etwa 6 min. Als der nun nach oben abging hab ich mich drangehaengt. Und schon auf dem Weg nach oben wurde mir ziemlich schwindlig und kotzuebel. Nun hat man die Wahl: Man bleibt dran und riskiert alles - oder man laesst los und riskiert, mit seinem Uebelkeitsgefuehl und Schwindel allein irgendwo da zu sein.... Im Endeffekt bin ich drangeblieben, auf 10m kamen wir dann auch zum Stopp. Aber der TG war gelaufen, es ging mir erst 2 Std. spaeter besser.

Von daher kann ich das schon verstehen, dass der TL hinterher ist - zumal er ja die Verantwortung trug, selbst wenn es kein Ausbildungs-TG war.
Shit happens und sowas faellt fuer mich unter: kann mal passieren, sollte natuerlich nicht.
Antwort von edheinz am 10.03.2003 - 12:42
wenn ein tl einen einzelnen schüler (taucher) nicht unter kontrolle hat so ist er auch nicht fähig tl zu sein. sich selbst dann noch auf die geschwindigkeit des nach oben treibenden zu richten und selber einen tu zu riskieren ist nicht nur gefährlich sondern auch dumm. so was darf nicht passieren. wenn alle tl´s so handeln würden, wieviele tu wird es dann noch geben?
Antwort von Stephan K. am 10.03.2003 - 12:53
Boah, wie man es macht ist es falsch!!!!!!

Hätte der TL seinen "Schüler" alleine durchschiessen lassen, dann wäre nur einer verunglückt.

Hätte der TL seinen "Schüler" noch erwischt und rechtzeitig den Aufstieg gestoppt, dann wäre wahrscheinlich keiner verunglückt.

Also, was machen????????
Und diese Entscheidung auch noch in Sekundenbruchteilen treffen.
Es kommt auch immer auf die Situation an, und hier gibt es wie üblich nur spärliche Info´s.

Zum Glück mal wieder Glück gehabt und keinen Darwin-Arward erhalten.
Antwort von Oliver am 10.03.2003 - 13:18
Ich denke es ist immer schwer die richtige Entscheidung zu treffen. Das sollte doch aber eingendlich die Erfahrung mit sich bringen. Aus meiner Sicht gibt es nur eine Überlegung. Ich versuche solange zu helfen bis ich mein eigenes Leben auf`s Spiel setze. Denn wenn mir was passiert kann ich keinem mehr helfen, im Gengenteil...
Antwort von solo am 10.03.2003 - 13:45
Das hört sich nach Überbleiung an. Hast Du zuviel Blei, mußt du das mit viel Luft im Jacket ausgleichen. Bei Bleiverlust schießt Du dann ab wie ein kalten Pommes. Meistens kann man Überbleiung bei Trockianfänger beobachten.
Antwort von Sepp am 10.03.2003 - 14:20
Oh wie ich das liebe! - Keiner weis was (außer Ingo, und der nur die Radiomeldung) und alle kochen in der Gerüchtesuppe und wollen den TL () am liebsten gleich mitverkochen.

1. Frage: "Schüler"? auch der, der z.B. den Goldkurs macht ist zu dem Zeitpunkt ein Schüler (auch wenn er 1000 TG hätte). Es sollte also erst mal geklärt werden, welche art Ausbildung gemacht wurde, bevor man den TL an die Rahe hängt.

2. "Auftrieb bekam": Mir fallen jetzt mal spontan ein paar Gründe ein was passiert sein kann: Blei verloren, Einlassventil Jacket oder Anzug klemmt, Luft in den Füßen des Trocki und nicht in der Lage eine Rolle zu machen.

3. Warum geht der TL mit nach Oben (zu schnell)?
Auch da wieder ein paar Möglichkeiten:
a)Beim Versuch zu helfen übersehen wie schnell es aufwärts geht (könnte ohne Bodensicht schneller gehen als man denkt), b)Da man erst kurz im Wasser ist ist die Gefahr eines Deko noch gering
c)....

Und zum Schluß: Beide kamen ins Krankenhaus in die Dekokammer - gut so, denn auch ohne Symptome (davon steht nichts) ist eine vorbeugende Behandlung wenn die Möglichkeit besteht sicher das Richtige.

Um aus dem Ganzen eine Lehre zu ziehen steht leider nicht genug an Fakten zur Verfügung.

Und wenn nicht genug Fakten da sind - dann sollten auch die Schlussfolgerungen ausbleiben, denn es ist nicht mehr als Gerate.

Platsch.............
Antwort von Torsten am 10.03.2003 - 14:34
Es gibt bei diesem TU eine ganze Menge unbeantwoteter Fragen:

° Welchen Zweck hatte der TG (Ausbildung ?, wenn ja welche ?)
° Welchen Ausbildungs/Erfahrungsstand hatte der "Schüler", so er einer war ?
° Welche Ausrüstung wurde benutzt(Trocki? HT ?)
° Was war die Ursache für die Erhöhung des Auftriebs (klemmender Inflator am Jacket/Trocki ?, Fehlbedienung ?)
° Wie war die Grundzeit ?

So lange diese (und vielleicht ein paar mehr, die mir adhoc nicht einfallen ) Fragen nicht beantwortet sind ist es müßig, irgendwem (hier oft dem TL) die Verantwortung zuzuschreiben. Das ist nach meiner Auffassung auch nicht Sinn und Zweck dieses Forums.

Ich habe für mich gelernt:
° besserer Bodycheck, speziell bei mir unbekanntem Equipment, damit ich im Fall der Fälle (hier zu schneller Aufstieg) zügiger die notwendigen Maßnahmen einleiten kann (Lage Schnellentlüfter Jacket, Inflatorschlauch abziehen, evtl. Griff in die Halsmanschette ), sofern ich die Ursache in der kürze der Zeit erkenne

Was ich als Buddy machen würde, wenn all diese Maßnahmen nicht greifen, ist hier vom Schreibtisch schwer zu sagen. Es gilt ja eigentlich immer der Grundsatz "Eigensicherung vor Rettung", wie gesagt eigentlich...

Im übrigen freut es mich, das die beiden Unglücksraben auf dem Weg der Besserung sind. Vielleicht bekommen wir so noch Info`s aus erster Hand.

langsam austauchen
Torsten
Antwort von Bernd am 10.03.2003 - 14:58
Endlich mal zwei die die Situation erkannt haben.
Denn das einzige was zur Aufklärung beitragen kann, sind Fakten von unmittelbar Beteiligten. Und dann kann man auch Schlußfolgerungen und Lehren aus der Sache ziehen. Alles andere sind Spekulationen. Und dies sollte keine Spekulationsseite sein.
Antwort von Sepp am 10.03.2003 - 15:01
@ Bernd

mir wird ganz warm - aber nur virtuell
Antwort von Oliver am 10.03.2003 - 15:13
ooooh Baby, gib mir mehr...
Antwort von HolgerS am 10.03.2003 - 17:10
@Bernd
Wieso ist es unverantwortlich, bei "diesen" Bedingungen Ausbildung zu machen?

# M.E. sollte sich die Ausbildung gerade auch an "dem" Ort und "der" Zeit orientieren, an denen später die "normalen" Tauchgänge ausgeführt werden.

# In den tieferen Tauchgewässern unseres Breitengrades ist es ab etwa 10-15m das ganze Jahr über gleich Kalt. Wann sollte Deiner Meinung nach Ausbildung getrieben werden?


Allzeit gut Luft & safe diving
:o) HolgerS:o
Antwort von Jessica am 10.03.2003 - 17:24
Hier ein Zitat aus der "Westfalenpost". Nicht, dass es was neues zum Hergang zu berichten gaebe, aber diese journaliste Meisterleistung zum Thema "Was ist Dekompression/-skrankheit" wollte ich euch einfach nicht vorenthalten. Es fehlen echt nur noch die Sauerstoffflaschen

"Langscheid. Ein Tauchunfall ereignete sich am Samstag im Sorpesee. Der 41-jähriger Tauchlehrer mit sein 45-jähriger Tauchschüler, beide aus Duisburg, wurden verletzt. Die beiden Taucher befanden sich im Sorpesee in einer Tiefe von 33 Meter, als der Tauchlehrer bemerkte, dass sein Schüler zu schnell zur Wasseroberfläche aufstieg. Um ihn zu warnen, stieg er auf - aber auch zu schnell. Bei beiden Tauchern kam es zu einer Dekompression. Das bedeutet: zu wenig Sauerstoff und zu viel Stickstoff im Blut. Oben wurden die Beiden zunächst versorgt und anschließend mit Rettungshubschraubern in eine Spezialklinik nach Duisburg-Laar geflogen, wo sie intensivmedizinisch betreut werden."
Antwort von Stephan K. am 10.03.2003 - 17:36

Sauerstoff zuwenig, Stickstoff zuviel???


Ich liebe es, wenn Reporter von der Materie keine Ahnung haben
Antwort von Taucher am 10.03.2003 - 18:40
Zu schneller Aufstieg - ein Witz

Früher wurden Notaufstiege aus 40m geübt, mit Durchschießen der Oberfläche bis zu den Oberschenkeln
Dabei gut abatmen und dir wirds nichtmal schwindelig.
Von Mikroblasen wußte man nichts.

Vermutlich wurden die Beiden zur Dekobehandlung genötigt und haben ihren "Unfall" garnicht bemerkt.
Antwort von Bert Rudeck am 10.03.2003 - 19:49
@HolgerS
Grundsätzlich stimme ich Dir ja zu, aber die Formulierung, dass unsere Gewässer das ganze Jahr gleich kalt sind, solltest Du noch einmal überdenken. Es macht schon einen (wie ich finde erheblichen) Unterschied, ob man während des Tauchgangs 10 Minuten bei sechs Grad unterwegs ist und der Rest des TG zwischen 8 und 16 Grad liegt, oder man 45 - 60 Minuten bei 3 - 4 Grad verbringt.
Bert
Antwort von Harry am 10.03.2003 - 20:00
Erst mal abwarten was die beiden sagen sobald sie wieder auftauchen. Dann gibt es Infos aus erster Hand. Vielleicht meldet sich einer der zwei mal hier. Ansonsten Glüch gehabt und gute Besserung!
Allen immer ein Bierglas Luft in der Flasche und eine handvoll Wasser unterm Bleigurt.
Antwort von Michael S. am 10.03.2003 - 21:28
@ Stephan K

Du sprichst mir aus der seele, es gibt leider wirklich zuviele Redakteure, die von dem worüber sie schreiben keine Ahnung haben. Aber davon jede Menge.
Antwort von Marcus am 10.03.2003 - 21:41
Am 08.03.03 war ich morgens(10:11) an der Sorpe tauchen und nach 55 Minuten tauchen in der 3 Grad kalten Sorpe habe ich meinen Tauchgang beendet.Wie jedes Mal nach meinen Tauchgang gehe ich zum Wirtshaus am Zeltplatz,um meinen Tauchgang ins Tauchlogbuch einzutragen.Als plötzlich eine Frau reinlief um Hilfe zu rufen, weil ein Tauchunfall passiert ist. Ich lief sofort zum Ufer, wo der verunglückte Tauchlehrer noch im Wasser lag.Bei Ihm bewanden sich zwei Taucher in Ihrer gesammten Tauchausrüstung.Der Verunglückte war nicht ansprechbar, konnte alleine atmen und zitterte stark an den Händen.Zusammen haben wir Ihn aus den Wasser gezogen und ich habe Ihm seinen Reisverschluss geöffnet und Ihn von seiner Halsmanschete befreit.Danach habe ich nach Sauerstoff gerufen.Am Unfallort war ein anderer Tauchlehrer, der Sauerstoff dabei hatte.Wir haben Ihm ca. 10 Minuten Sauerstoff verabreicht bis die DLRG kam.Die Leute, die nicht dabei waren, sollten nicht irgendwelche Gerüchte in die Welt setzen. Nur der Verunglückte kennt die Wahrheit und er alleine weiss, was im Wasser schief gelaufen ist. Ich wünsche den Verunglückten gute Besserung und allen anderen gute Luft.Ich möchte mich nicht mit diesen Text wichtig machen,aber ich war an diesen Tag dabei und ich habe gerne geholfen. Diese 10 Minuten haben für mich ewig gedauert.
Shief Scuba Diver
Antwort von ioannis am 10.03.2003 - 22:04
@Marcus
Kleine frage ???
Es hieß die waren zu zweit Verunglückt?????
Was war mit den zweiten taucher????

ioannis
Antwort von Feuerkoralle am 10.03.2003 - 22:12
Leider kann man ohne Fakten nur spekulieren, allerdings sollte dies sachlich sein. Ich finde eben, dass viele Fragen offen sind, die ich mir nicht erklären kann.

Fakt ist, die Sorpe ist kein Anfänger-Spot. Wer im Trocki tauch ist, in aller Regel, kein Newbie. Üben tue ich alles beim Easy-Dive in einstelliger Tiefe. TG, wie die Sorpe, mache ich nur mit einem Buddy, den ich kenne und einschätzen kann. Dann kenne ich auch sein Equipment und er meines. Aber, auch dann ... -> Shit happens

Antwort von Eppletaucher am 11.03.2003 - 00:12
Also!Hier wird wieder soviel Theorie verzapft die zum Himmel schreit!Keiner weiß genau was abgelaufen ist,aber viele geben ihren Senf dazu.Es gibt einfach Situationen die kann man weder voraussehen,geschweige sofort einschätzen.Die Theoretiker welche hier soviel kluge Statements von sich geben möchte ich mal gerne erleben wie sie sich verhalten wenn mal der Arsch brennt,.
Antwort von Blub am 11.03.2003 - 13:20
Ich glaube mann muss nicht darüber spekulieren Wer schuld ist. sondern darüber wie geholfen wurde. Hut ab Marcus, gut gemacht.
wenn man taucht passieren Unfälle, aber entscheidend ist : Wurde geholfen, wie wurde geholfen, kann daraus gelernt werden.
die beiden sind nur am Leben dank der Soforthilfe, dass ist Entscheidend.
Was Unterwasser passiert ist, das kann 1000 Gründe haben. Die Hilfe ist entscheidend.Darüber sollte hier diskutiert werden
Wenn dir dein Trocki einlassventiel verklemmt und es dich aufblässt, musst du schon ein geübter Taucher sein um blitzschnell zu erkennen und zu reagieren.
und Jamandem nicht nach zu tauchen braucht viel Ueberwindung, vor allem wenn man ihn kennt.
Ich habe das einmal erlebt, und ich weiss wovon ich rede.
aber ein toter Retter ist kein Retter.
äs grüassli Blub
Antwort von Dive & Relax am 11.03.2003 - 20:51
Ich bin der andere Tauchlehrer, der am Sam. 8.3.03 an der Sorpe tauchen war und der Notfallsauerstoff dabei hatte. Danke Marcus für Deine objektive Schilderung des vorfalls. Ich finde es einfach unmöglich, ohne hinreichende Kenntnis der Fakten die zu dem Unfall geführt haben Spekulationen über das wie und warum anzustellen !! Den beiden Tauchern wünsche ich gute Besserung und das sie den Spaß am Tauchen nicht verlieren und allen anderen Spekulanten etwas mehr Augenmaß bei Ihren Vermutungen und viel mehr Zurückhaltung bei Kommentaren. Denkt daran, soetwas kann uns allen mal passieren
Antwort von edheinz am 12.03.2003 - 07:15
Es kann schon jeden passieren, dass er auf einmal auftrieb bekommt und ein problem hat es zu lösen. Was aber nicht jeden passieren darf, vor allem einen TL, dass er sich selber mit nach oben schiesst und einen Unfall riskiert. Aber vielleicht kann uns da dive&relax etwas nähere auskünfte über den Unfall berichten
Antwort von Oliver am 12.03.2003 - 07:58
So eine Diskussion kann zwei Richtungen einschlagen:

1. Eine theoretische Diskussion kann entstehen über wie Mann sich in einer Notfallsituation zu verhalten hat die hoffentlich dazu führt, daß allg. weniger TU passieren. Ohne die Verunfallten persönlich mit rein zu ziehen. Das ist auch meiner meinung nach der Sinn dieses Forums.

2. Oder es kann diskutiert werden was für ein toller Taucher mann selber ist und wie schlecht, unerfahren oder was auch immer die Verunfallten sind und in manchen Fällen auch leider Gottes waren. Das ist meiner Meinung nach nicht der Sinn dieses Forums da niemand aus solchen Aussagen etwas dazu lernt.

Ich selber bin noch ein recht unerfahrener Taucher und lese gerne dieses Forum um mir ein Bild zu schaffen was für Gefahren mich da unten warten und wie ich am besten damit umgehe. In diesem Sinne begrüße ich jede Form der konstruktieven critique und auch eine daraus entstehende theoretische Diskussion. Beurteilende Aussagen helfen aber jedoch keinem selber sicherer zu tauchen. Wir machen alle Fehler, manche sind uns oft nicht einmal bewust. Sollten wir dieses Formum nicht dafür benutzen um uns gegenseitig zu helfen und nicht zum lestern?

So, jetzt gehts mir mindestens etwas besser :o)

Also mehr und weniger
oder seit ihr anderer Meinung?
Antwort von Bernd am 12.03.2003 - 08:57
Oliver du hast Recht und solltest dieses Forum auch für dich so nutzen. Man muß Kommentare selektieren und manche besser einfach nicht lesen oder sofort löschen. Leider sterben die Besserwisser und schlaue Sprücheklopfer nicht aus.
Bernd
Antwort von Stephan K. am 12.03.2003 - 08:58
Wie schon erwähnt gibt es eigentlich nur 2 Lösungen.
1. sofort hin und Problem lösen bevor ich an der Oberfläche bin
2. oder austauchen , damit es nur 1 Opfer gibt.


Mal extrem weiter gedacht!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Wenn ich nicht bereit bin meinem Buddy in einer Problemsituation zu helfen, dann ist das gesamte Buddysystem in Frage gestellt.
Extrem-Beispiel!!!!!!!!!!
Mein Buddy bekommt auf 30 m Probleme mit der Luftversorgung.
Wenn ich im nun meine Luft gebe, dann begebe ich mich in Gefahr (evt. Panikreaktionen, Luftvorrat reicht nicht mehr für 2 wegen Deko).
Also sollte ich mich am Besten abwenden und ihn mit seinem Problem allein lassen, bevor ich mich selber gefährde????????????

Gut, das ist nun etwas weit hergeholt.


Ich finde in diesem Unfall die Reaktion des TL völlig OK. Evt. hat er den Aufstieg auch schon etwas abgebremst und dadurch größere Schäden verhindert (Lungenriß, oder Überdehnung)?? Wer weiss das schon, solange sich keiner der beiden meldet sind alles Spekulationen.

Antwort von Bert Rudeck am 12.03.2003 - 12:47
@Stephan K.
Ich denke, es gibt niemandem der seinen Buddy bewußt mit Problemen allein lässt. Schon gar nicht in der von dir beschriebenen Situation. In 30 m ein Problem mit der Luftversorgung sollte auch nicht zu einer Extremsituation führen. Man muss halt nur mental darauf eingestellt sein, dass so etwas passieren kann. Dazu gehört in erster Linie, dass man sich nicht zu weit voneinander entfernt und dass man sich nicht scheut, seinem Buddy eventuelle Unregelmäßigkeiten, die ein ernsthaftes Problem im Vorfeld ankündigen könnten, mitzuteilen.
In dem vorliegenden Fall war das Problem, dass ein Taucher einen unkontrollierten, zu schnellen Aufstieg begann (warum auch immer). Der erste und auch natürliche Reflex ist dann: hinterher und festhalten. Dabei kann es natürlich passieren, dass der zweite Taucher ebenfalls die Kontrolle über seine Aufstiegsgeschwindigkeit verliert, bzw. es ihm nicht gelingt den zweiten Taucher, falls er ihn festhält, entscheidend abzubremsen.
_Jetzt_ müsste man die Entscheidung treffen, ob man losläßt, bzw. seinen Versuch zu helfen abbricht und zunächst mal sein eigenes Problem behebt, also versucht seinen eigenen Aufstieg zu bremsen.
Bert
Antwort von Blub am 12.03.2003 - 13:18
ich war mal in einer ganz ähnlichen Situation.
ich (TL ) ein Bekanter(ca300TGRescue Diver) Fun dive mit Nitrox 30 auf 40 m beide mit D10.beim Abstieg auf ca 36m bringt er seinen Automaten zum Abblasen und signalisiert es mir. ich schwimme zu ihm hin , gebe ihm seinen Oktopus und ver suche die Vereisung zu beheben. jetzt nimmt er seinen Oktopus aus dem Mund um ihn zu lösen, weil er sich etwas verfangen hatte . dabei entgleitet er ihm. er erwischt ihn und ist aber langsam in Atemnot . darauf hin zieht er so heftig an seinem Oktopus das dieser auch vereist. darauf hin gebe ich ihm meinen Oktopus,den er nur kurz im Mund behält und dann beginnt unkonntroliert aufzusteigen.er zieht mich an meinem Oktopus mit sich . so auf 25 m kann ich meinen Oktopuss lossreissen und mich konntroliert zur Oberfläche bringen. Gesamttauchzeit 8min. oben angekommen ist mein bekannter bei vollem bewustsein so dass wir beschliessen, nach einer finni Kontrolle auf 5m ab zu tachen an land zu schwimmen und bis die flaschen leer waren zu warten.
Bei diesem TG kam es zu einem beinahe Unfall.
er hatte mir danach erklärt, dass er durch die vielen blasen der Vereisung die Orientierung verloren hatte und in Panik geraten war .
es hätte auch so ausgehen können wie bei diesem Tg oben und ich schreibe es der kurzen grundzeit und dem Nitrox zu,dass nichts pasiert ist.
in der Zeitung wäre warscheinlich auch gestanden TL mit Schüler verunglückt nach Tg auf 40 m (nicht auszudenken, wie in diesem Forum spekuliert worden wäre.aber dem tatsächlichen verlauf weit entfernt.
äs grüassli Blub
Antwort von Stephan K. am 12.03.2003 - 13:37
Glücklicherweise bin ich/mein_Buddy noch nicht in Notsituationen geraten. Die Probleme, die bisher auftraten, konnten gelöst werden.

Natürlich werde ich meinem Buddy sofort helfen egal ob die Situation kritisch werden kann.

Und wenn ich genug Zeit zum Überlegen habe, dann werde ich auch bestimmt der Notsituation entsprechend PERFEKT überlegt reagieren.

Nur in Notsituationen man kann schonmal instinktiv reagieren.
Antwort von ioannis am 12.03.2003 - 14:55
Es ist normale Reaktion den buddy helfen zu wollen
Es ist aber unveandwortlich selbst in Gefahr zu begehen
(so wie die reaktions- zeit das zulässt)
Was bringt wenn 2 taucher hilflos an die Oberfläche treiben
Wer soll dann die rettungs- keter einleiten
In der oben genante Unfall waren andere Taucher vor ort und die
Konten helfen aber wie oft kommt das vor???
Ich finde die Reaktion vom (Blup??) richtig da er danach die zeit und
Die Kondition hate zu helfen
Und auf der extrem beispiel vom (Stephan K) und seine Überlegung
(Also sollte ich mich am Besten abwenden und ihn mit seinem Problem allein lassen, bevor ich mich selber gefährde??) fehlt mir spontan ein das was ich bei retungswimmer den erste
tag gehört habe wenn du siehst das du im nicht retten kannst las im ertrinken
vierleicht kannst du im später helfen aber in jeden fahl eine ist besser als zwei
Ja ich weis Moralisch ist das zum kotzen und so einverstanden bin ich auch nicht damit
Aber ist eine Überlegung wert

ioannis
Antwort von Blub am 12.03.2003 - 15:16
Schwieriger wirds wenn du mit einem Freund oder Lebenspartner oder Kind Tauchst .
weil ich würde für mein Kind sterben um es retten zu können.Aber als bevorzugter Solo Taucher kann ich auf einen bekannten als Buddy gut anders reagieren.
Grüassli Blub
Antwort von Goldfischli am 12.03.2003 - 17:36
@Blub
D10 und dann O K T O P U S ???
beschreibe doch eure Konfiguration mal etwas genauer.
Antwort von Blub am 12.03.2003 - 18:37
es ist zwar schon eine weile her das war im 97oder 98 . soweit ich mich erinnern kann hatte mein Bekannter ein D10 mit absperrbarer Brücke. und ich Tauchte mit Getrennten Flaschen.
Antwort von Stephan am 13.03.2003 - 12:59
Also, ich habe mit den Dlrg Einsatzkräften gesprochen:
Beide waren im Trocki unterwegs, beide waren seit 15 min Dekopflichtig.
Außerdem bestand Infarktverdacht bei dem Tauchschüler.
Soviel Spekuliererei hier ist ja unglaublich und die Diskussion scheint ja bereits Meilen vom eigentlichem Thema entfernt.
Trotzdem schöne Grüße und immer noch 10 bar mehr in der Pulle!
Antwort von Matthias voß am 19.03.2003 - 19:02
>Antwort von Taucher am 10.03.2003 - 18:40
>Zu schneller Aufstieg - ein Witz
>Früher wurden Notaufstiege aus 40m geübt, mit Durchschießen der
>Oberfläche bis zu den Oberschenkeln
>Dabei gut abatmen und dir wirds nichtmal schwindelig.
>Von Mikroblasen wußte man nichts.

Ich ziehe den Hut vor soviel Kenntnis der Tauchgeschichte.
Wann denn früher? Wohl noch vor Haldanes Experimenten...

Gruß
Matthias


Antwort von Heiko am 20.03.2003 - 01:58
@ Matthias
Als ich vor ca. 16 Jahren mein VDST Bronze (damals zwei Sterne) gemacht habe, waren diese Übungen "normal". Wir durften bei unseren Prüfungstauchgängen z.B. auch keinen Inflator
"damals: Rentnerlift" beutzen/anschließen.
Zum Glück sind diese Zeiten vorbei und wir haben einiges seid dieser Zeit dazugelernt.
Antwort von Matthias Voß am 20.03.2003 - 09:20
Hallo Heiko,
welche Übung war denn genau normal ?
M.W. Aufstieg kontrolliert, zT unter Westenatmung. Durchschießen als Notaufstieg war nie Teil der Übung, seit 1958 nicht ( soweit reichen meine Unterlagen).
Der einzige Verband, der die Westenflasche zwecks Aufstieg öffnete, war der französische, dort wurde in der Ausbildung zum Plongeur autonom/premier échelon auf 20m die Flasche 1.)vom Prüfer kurz auf, sofort wieder zugedreht, 2. vom Prüfer auf/Prüfling zu, 3. Prüfling auf und zu gedreht. Ziel war jewiels Stop in 6m. Danach wurde der Tauchgang auf Tiefe fortgesetzt.

Nb, das Tauchen ohne Inflatorschalauch, Tarierung mit dem Mund, ist etwas , das in keiner Ausbildung fehlen sollte. Es geht ganz einfach, und beim durchsackenlassen auf Tiefe auch schneller als mit Inflator.

Gruß
Matthias
Antwort von Heiko am 20.03.2003 - 12:11
@Matthias
Das tarieren mit dem Mund ist natürlich etwas, was man können sollte. Bei eventuellen Notfällen kann aber der Tauchpartner mit einem Inflator einfacher Luft in die Weste bekommen als mit dem Mund. Es ist einfach auch ein Plus an Sicherheit.
Zu den Übungen: Bei uns im Verein wurden damals Übungen für Gold-Aspiranten gemacht wo in teilweise über 20m Tiefe das Gerät abgelegt worden ist und dann direkt aufgetaucht wurde. Dabei sind natürlich auch mal Taucher "durchgeschossen". Solche Übungen sind nach dem heutigen Wissensstand natürlich nicht zu verantworten, aber damals war es für Situationen gedacht, wenn man z.B. sich in einem Fischernetz verfängt und das Gerät nicht mehr frei bekommt.
Antwort von Werner Hassel am 20.03.2003 - 18:27

War bestimmt ein Sterne TL die müssen so Tief !!
PADI darf ja nicht
Antwort von Matthias Voß am 20.03.2003 - 19:15
@ Heiko: Stimmt, es wurden Aufstieg mit herausgenommenenm Automaten gemacht, auch Gerät ablegen in 10m Tiefe für Gold, auftauchen, und Gerät wieder antauchen.
Eigentlich nix schlimmes, es gab aber mal einen Unfall bei einer TL-Prüfung durch beim Abtauchen verklebte Lungenbläschen, nachdem diese Übung entfernt wurde.

Aber warm muss man dabei durchschießen ? Bei korrekter Bebleiung sollte man ja mit den Flossen oder durch Querlegen bremsen können, sowas muss natürlich bekannt sein. Auch macht man diese Übungen grundsätzlich zu Beginn des TG, also ohne relevante Stickstoffbelastung.
Gruß
Matthias
Antwort von Heiko am 20.03.2003 - 19:37
@ Matthias: Ich glaube diese Dikussion über schon lange nicht mehr aktuelle Übungen hat nun nichts mehr mit diesem Unfall zu tun und kann meiner Meinung nach beendet werden. Wir sind uns ja im Endeffekt einig, dass so etwas ja eh nicht mehr gemacht wird.
Antwort von All Easi am 21.03.2003 - 04:16
Wir sind uns ja im Endeffekt einig, dass so etwas ja eh nicht mehr gemacht wird.
:de nk

Sonst könnten den Urlaubs- und PADY-Planschern
auch nicht nur bunte Plastik Kärtchen verkauft
werden.
Antwort von Stephan am 21.03.2003 - 10:54
Bitte beendet diese Diskussion oder geht in den chat!
Antwort von Rolf am 01.05.2003 - 17:50
Hut ab, wenn ich das hier alles so lese..... ich hoffe für alle Taucher dieser Welt, dass ihnen bitte nie ein TU passiert. Wenn doch mal ein TU passiert, (aus welchen Gründen auch immer) hoffe ich dass dieses Forum nicht in Kenntnis über diesen TU gelangt, denn was aus dem ersten Beitrag geworden ist, ist einfach unglaublich!!!

Aber es ist leider beim Tauchen wie beim Autofahren: Jeder glaubt er sei der Beste; immer machen nur die anderen Fehler, weil man selber ja immer genau richtig reagiert in engen Situation.....
Man konnte an den Beiträgen auch deutlich erkennen, wer schon einmal bei einem TG in der Klemme gesteckt hat. Jeder der so eine Situation mal gehabt hat, würde hier nicht so auf die Wurst hauen!!!
Ich wünsche allen, dass sie die hier gezeigte Coolness auch bei ihren TG an den Tag legen und alle Taucher wieder heil nach oben kommen!!

Noch ne kleine Anmerkung: Ich selber Tauche beruflich und habe eine absolut professionelle Ausbildung genossen. Ich würde mich nie trauen hier über Leute ein Urteil zu fällen, wenn ich die Fakten nicht kennen die zu einem TU geführt haben. Und selbst wenn man sie kennt, so war man in der Situation selber nicht dabei.

Da wir ja alle so perfekt sind, passieren jährlich ja auch so wenig Unfälle (zu Lande, zu Wasser und in der Luft)

So, ich denke das soll von meiner Seite her reichen. Aber bitte überlegt euch bevor ihr hier etwas zum besten gibt, ob ihr wirklich alle so großartige Helden seid?!?!
Antwort von Bert Rudeck am 02.05.2003 - 09:29
@Rolf
Ich stimme dir voll und ganz zu. Es ist hier in den Diskussionen häufig das gleiche Phänomen zu beobachten. Fehlen die Fakten, wird spekuliert und dann verwischt sich die Grenzlinie zwischen dem was wirklich bekannt ist und dem was vermutet wird. Solange dieses immer im bewußt bleibt, ist das meinen Erachtens auch kein Problem. Ein wirkliches Problem sind die Eiferer, die dann mit Schaum vorm Mund, jedes Maß verlieren und sich berufen fühlen sehr scharf formulierte Rundumschlägen austeilen.
Gruß,
Bert

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