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Dies ist das internationale Unfallboard von Taucher.Net. Falls ein dir bekannter Unfall hier noch nicht aufgeführt ist, schickt uns am einfachsten eine Mail.
Tauchunfall Zypern, Zenobia Abgesandt von Redaktion am 08.09.2003 - 21:08:
A dive master was declared missing , after a dive at Zenobia Wreck today. Rescue divers failed to locate him and it is believed that he got disoriented and lost In the massive engine room of the wreck. A second team will attempt a search and body Recovery early in the morning tomorrow. A Fin which believed to belong to the dive master was found in one of the ships funnel. ( a very unpopular and narrow passage to the engine room ).
Antwort von Michael Hechler am 09.09.2003 - 12:47 Da hat er wohl zwei grobe Fehler begangen.
1. Alleine unterwegs.
2. Keine Leine verlegt.
Was meint ihr?
Antwort von Herbert am 09.09.2003 - 12:51 Nach Aussagen aus Zypern definitiv keine Leine; das ist auch bei der grossen Zenobia im inneren Bereich als "vorsätzlicher Suizid" wertbar. Alleine scheint auch zu stimmen, angeblich sollte ein Tauchgang mit Gästen vorbereitet werden.
Der Tote wurde mittlerweile geborgen und steckte wirklich wie angenommen in dem Bereich siehe oben. Es handelte sich um einen englischen Divemaster aus einer ansässigen Tauchschule.
Antwort von alex am 10.09.2003 - 22:43 schon wieder spekulationen. wo steht denn das er alleine unterwegs war?
Antwort von Michael Hechler am 11.09.2003 - 08:28 @Alex:
Gegenfrage: Wo steht das er einen Buddy hatte?
Gruß Michael
Antwort von Gunther am 11.09.2003 - 08:52 Haut nicht auf ihn ein, am Schluß hat er sicherlich seine Fehler bereut.
Wer isch in Gefahr begibt, kommt darin um, schade um den Menschen
Antwort von Michael Hechler am 11.09.2003 - 12:33 Da hast du recht. Es muß schrecklich sein so zu sterben. Aber das Forum soll doch helfen künftige Unfälle durch aufzeigen der Fehler zu vermeiden. Und die Fehler waren offensichtlich die fehlende Leine und der fehlende Buddy (davon können wir wohl ausgehen, denn wäre ein Buddy dabei gewesen und hätte den Ausgang gefunden hätte auch der Divemaster überlebt).
Antwort von flossenschlag am 11.09.2003 - 18:23 ja, strafe muss sein.
so oder ähnlich hören sich die texte an.
mfg
f
Antwort von Thore am 11.09.2003 - 19:34 .... und wären sie als buddy-team ohne leine hineingetaucht wären sie vielleicht gemeinsam gestorben. immer diese rumhackerei auf den solotauchern. das es gefährlicher ist alleine als mit buddy zu tauchen ist unbestritten, aber es gibt auch andere sportarten, die solo betrieben werden. das muß jeder für sich selbst entscheiden. aber zu behaupten "mit buddy wäre das nicht passiert" ist auch reine spekulation. alleine mit leine wäre wahrscheinlich effektiver gewesen als mit buddy ohne leine.
gruß
thore
Antwort von Michael Hechler am 12.09.2003 - 09:22 Hallo Thore,
ich gebe dir recht. Mit Leine hätte er den Ausgang gefunden. Aber mal ehrlich: Welcher normale Sporttaucher verlegt eine Leine wenn er sich in ein Wrack begibt? Das hat ein Divemaster doch gar nicht gelernt. Genau genommen ist er für einen solchen Tauchgang nicht qualifiziert.
Und evtl. wären mit Buddy jetzt zwei Taucher tot. Vielleicht aber auch nicht. Das sind wirklich Spekulationen. Ich bin allerdings der Meinung das ein guter Buddy die Überlebenschancen in einer Krisensituation generell erhöht.
Man sollte mal eine Statisik erheben wie hoch der Anteil der Solotaucher an fatalen Unfällen ist.
Gruß Michael
Antwort von Tom am 15.09.2003 - 08:45 Als Divemaster hat (oder sollte) er aber gelernt, Tauchgänge zu beurteilen, ein zu schätzen und weiss, das er ohne entsprechende Ausbildung / Ausrüstung einen solchen Tauchgang nicht machen sollte. Mal ab davon sollte man dann auch genug Erfahrung haben, um derartige Risiken einschätzen zu können, oder?!
War das sein erster TG an dem Wrack? Wie war denn sein Ausbildungsstand? Divemaster ist ja nur eines von vielen Brevets!?
Antwort von Uwe am 15.09.2003 - 09:52 @Tom
Genauso ist es - Divemaster sind auch nur Menschen mit einer Plastikkarte. Aber vor Fehlern schützen diese Kärtchen nicht.
Ich hab auch mal so`ne Karte (MD) bekommen von SSI - mit 50 TG und ein paar anderen (kostspieligen) Specials. Aber aus heutiger Sicht war ich als Taucher trotzdem noch ein "grüner Junge". Also man sollte seine taucherischen Fähigkeiten nicht anhand der Anzahl von Plastikkärtchen festmachen, sondern jeden Tauchgang neu planen, als wär es der Erste und auch das Risiko sollte man konservativ einschätzen.
Ich bin in diesem Falle auch der Meinung, dass ein Buddy wenig genützt hätte. Eine Leine wäre wohl die besserer Lösung gewesen.
Aber diese Erkenntnis bringt diesen Menschen leider nicht wieder zurück.
SSI MD ist nicht unbeding mit PADI DM vergleichbar sondern höchstens mit PADI MSD
Gruß,
törti
Antwort von Uwe am 15.09.2003 - 12:27 @törti
...das weiß ich auch - sollte auch nur ein Beispiel sein für das Verhältnis Plastikkärtchen/Taucherfahrung. Ich hatte damals viele Specials und eine "(pseudo)wichtige" Karte, hatte aber eigentlich wenig Erfahrung. Seitdem pfeife ich auf Brevets und hab einfach Taucherfahrung durch einen gesunden Menschenverstand und die Anzahl der TG`e gesammelt.
Grüße
Antwort von Tom am 18.09.2003 - 14:00 @Uwe
da bin ich komplett bei Dir. Einer der vielen kleinen Haken bei den einigen Verbänden, auch bei PADI wie ich finde, ist, das man mit relativ wenig Tauchgängen einen relativ hohen Status erreichen kann. Ich habe bisher knapp 300 TG und ich kann bestimmt noch ne Menge lernen (damit hört man eh nie auf).
vielleicht sollten die Verbände (CMAS macht es ja schon) mal über gewisse Mindestwerte nachdenken?! Bzw. die bestehenden überarbeiten?
Auch bin ich der Meinung, das man (fände ich auch auch beim Autofahren richtig) regelmäßig einen Check macht, so ne Art "mal sehn ob er noch up to date ist"
Antwort von Stefan am 18.09.2003 - 18:09 @tom
Teils teils.
Wenn Du regelmäßige Checks durchführst, dann macht keiner mehr weiter.
Beispiel: Ich habe (oder besser hatte) Trainerlizenzen in Volleyball, Handball, .... die ich alle habe verfallen lassen, da ich im 2-jährigen Rhythmus zu Fortbildungen musste. Diese Lehrgänge waren nicht allzu teuer aber zeitintensiv (Wochenende + Anreise) ud so habe ich das sein lassen.
Meine Übungsleier A-Lizenz (verliehen auf Lebzeiten, hihi) habe ich noch, da ich nicht zur Fortbildung muss.
Verbände wie CMAS oder PADI leben aber davon, dass jemand ohne grosse Schwierigkeiten weitermachen oder wieder einsteigen kann. Sag mal einem Taucher der vor 5 Jahren * oder OWD gemacht hat, dass er den Schein jetzt, wo er wieder tauchen will (und sei es nur 2 TG im Urlaub) , noch mal machen muss. Der macht es nicht oder sucht sich einen Verband, der ihm ein Brevet auf Lebzeit verleiht (so einen Verband würde ich dann auf alle Fälle gründen )
Meine Meinung: Lass den Sporttauchenr bis CMAS ** (oder PADI-Äquivalent) da raus, von denen leben die Verbände, Tauchlehrer, Industrie...., und verlange die Fortbildung ab *** Taucher und Divemaster.
Ist das ein Vorschlag?
Antwort von Gunther am 22.09.2003 - 14:05 Hi Stefan, beim VDTL kann Du serh wohl den Status verlieren und muß ein * abgeben wenn du entsprechnd lange unaktiv warst, dass macht Sinn.
Gunther
Antwort von Anika am 22.09.2003 - 18:59 weiss denn zufällig einer von welcher tauchbasis der war ???? ich war nämlich grade auf Zypern tauchen.
Antwort von Andreas am 23.09.2003 - 13:39 Hmmm, kennst Ihr das Wrack ? Wenn es von einem Divemaster für Touristen vorbereitet werden soll, hört sich das für mich nicht nach Leinenzwang an. Vielleicht hat er sich auch die Birne gestossen und ist ohnmächtig geworden oder er ist von einem Riesenkraken solange festhalten worden, bis seine Luft alle war.
Dieser Unfallbericht ist ohne weitere Informationen nichts wert und alle Spekulationen sind müssig.
Antwort von Jörg am 26.09.2003 - 18:51 Ich war am 28.08.03 unter Führung der Basis www.sunfishdivers.com am Wrack der Zenobia tauchen. Bilder von den Tauchgängen demnächst hier in der Datenbank Tauchfotos. Nachfolgend ein Bericht zum Unfall, den ich unter Hier klicken gefunden habe. Die Unfallursache braucht man nicht weiter kommentieren.
Body of missing British diver found trapped in Zenobia
By Charlie Charalambous
THE body of a missing British diver was found this week trapped inside the sunken hulk of the Zenobia ferry off the Larnaca coast following a second day of searching by police frogmen. Briton Dean Andrew Hearne, 31, was brought to the surface after frogmen found his body trapped in the entrance to the Zenobia’s engine room. Stoke-born Hearne was discovered at 10.15am after failing to resurface mid-afternoon the previous day when diving off the shipwreck with a group of nine tourists. The alarm was sounded when the diver did not come back up with the rest of the group. Marine police, helicopters and four teams of police frogmen were dispatched to the scene at first light on Tuesday after Monday`s search was called off due to darkness and the treacherous conditions under water.
State pathologist Eleni Antoniou said there were no external injuries on the body and determined drowning as the cause of death. Police are investigating the exact circumstances surrounding the Briton’s death. Hearne was an experienced diving instructor and it is unclear why he would venture alone inside the ship under dangerous conditions and without specialised equipment, said police. Safety guidelines dictate that divers should go down in pairs.
"His scuba tank was almost empty, it was dark, he became disorientated, lost his bearings, couldn`t find a way out and became trapped," Chief Marine Police Diver Neophytos Neophytou told reporters. According to police rescue divers, visibility down below was so bad, it was impossible to see beyond 10 centimetres.
The 178-metre long, 12,000-gross tonne ferry is not considered a particularly dangerous wreck, but going inside the ship is deemed risky, even for veteran divers. Chief of Larnaca-Famagusta Marine police, Andreas Savvides, said that diving inside the Zenobia was dangerous due to the “dark and hostile” surroundings. There has been speculation among the diving fraternity that Hearne - who had dived at the spot many times - took one risk too many.
There have been very few fatalities linked to the wreck - three including this recent death - the last one being in 1994 when a Spanish diver died trying to save his wife. Police received the alert at 3pm Monday after a group of tourists went diving off the Zenobia wreck, situated half a mile from Larnaca’s fishing harbour. The Zenobia wreck is considered among the top five adventure diving sites in the world and attracts enthusiasts from all around. The Swedish ferry was fully laden with 108 trailers and trucks when it sank off Larnaca`s fishing harbour on her maiden voyage - from Malmo to Syria - on June 7, 1980. A fault in the ship`s computerised balancing system was blamed for the sinking. At its lowest point, the Zenobia lies on its side 41 metres down, with its railings 18 metres from the surface
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