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Tauchunfall Überlingen (Bodensee) Abgesandt von Redaktion -HS- am 23.12.2009 - 08:06:
Nach Polizeiangaben waren am Sonntag gegen 11.45 Uhr vor Überlingen zwei Männer im Alter von 30 und 49 Jahren im Bereich der Minigolfanlage in den Bodensee abgetaucht. Auf einer Tiefe von 43 Metern geriet der ältere der beiden in dem rund zwei Grad Celsius kalten Wasser aus noch nicht bekannten Gründen in Atemnot.
Mit Hilfe des Reservelungenautomaten tauchten beide Männer zunächst auf 35 Meter auf, leiteten dann jedoch einen Notaufstieg ein, da sich die Atemprobleme des 49-Jährigen verschlimmerten. Der Mann wurde an dem steil abfallenden Ufer von der Freiwilligen Feuerwehr Überlingen an Land gebracht und nach Erstversorgung mit einem Rettungswagen in das Krankenhaus Überlingen eingeliefert. Dort konnte er am späten Sonntagnachmittag wieder entlassen werden, teilt die Polizei mit. Die weiteren Ermittlungen zur Unfallursache hat die Wasserschutzpolizei Überlingen übernommen.
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Antwort von bubblemaker27 am 23.12.2009 - 10:24 Hallo,
eigentlich enthalte ich mich grundsätzlich jeglicher Stellungname in Unfallforen. In diesem Falle allerdings möchte ich eine Information über den eigentlichen Unfall hinaus ergänzen.
Die beiden Taucher entstammten einer Laupheimer Gruppe. Die Rettungskette funktionierte vorbildlich.
Der verunglückte Taucher wurde umgehend mit O2 versorgt.
Wenig hilfreich war in dieser Situation allerdings das sich kurz nach dem Unfall und erfolgter Bergung die gelbe Notfallboje eines anderen Buddyteams an der Oberfläche zeigte.
Sicher kann sich jeder vorstellen was das an der Oberfläche auslöst, im beisein von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst usw.
Daher meine Bitte an alle: Keine Übungen mit der gelben. Das muss doch wirklich nicht sein.
grüße bubble
Antwort von speedy2607 am 23.12.2009 - 11:22 Nicht die Feuerwehr hat ihn zum Ufer gebracht, sondern sein Tauchpartner!
Die Atemnot hat sich als Essoufflement herausgestellt, da der Verunfallte zuvor ein D12 von der Tiegarage zum See getragen hatte. Davon war er erschöpft, was dann unter Wasser zu diesem Problem geführt hat.
Die Situation wurde noch durch einen abblasenden Automaten verschärft, der unter Wasser zugedreht wurde.
Der Tauchpartner hat in allen Belangen richtig gehandelt.
Antwort von Dive-Rider am 23.12.2009 - 13:27 ich muss berichtigen:
Der Unfall war nicht bei Überlingen sondern Uhldingen/Mühlhofen, desweiteren sind mehr als 100.000 TG im Jahr im Bodensee und nicht wie die Zeitung schreibt, 70.000
Antwort von bubblemaker27 am 23.12.2009 - 16:03 @Dive-Rider
möglicherweise gab es in Uhldingen auch einen Unfall.
Der hier beschriebene war daber definitiv in Überlingen am Parkhaus.
Glaube nicht das der Bleigurt den ich geborgen habe von Uhldingen herüberdifudiert ist.
Grüße bubble
Antwort von thüringen-diver am 23.12.2009 - 16:55 noch einen Satz dazu
@ bubblemaker27
dank deiner Schilderung zu diesem Unfall
nur bitte es war eine Rettung - keine Bergung
nur Tote und Gegenstände werden geborgen
alle Lebewesen die noch " Leben " werden gerettet
Antwort von Doppeldreier am 23.12.2009 - 16:06 "Der Tauchpartner hat in allen Belangen richtig gehandelt." ??????
Ein Tauchpartner der mit einen total erschöpften und außer Atem geratenen Taucher tauchen geht hat, mal grundsätzlich von vorne rein, alles falsch gemacht.
Da macht man eben eine Pause am Ufer, noch einmal einen Geräte und Platz check und dann sollte die Luft wieder da sein. Abgesehen davon sollte ein wenig Ausdauer- und Kraftsport dazu gehören wenn man mit einer D12 sicher tauchen will.
Meine Meinung - selber Schuld-
Gruß,
D3
Antwort von speedy2607 am 23.12.2009 - 20:43 @bubblemaker27
Das mit der gelben Boje waren wir. Wir haben dort einen Übungstauchgang für Nitrox 2 gemacht. Von dem Unfall haben wir unter Wasser nichts mitbekommen.
UND: Das ist eine normale Dekoboje. Eine Notfallboje trägt in der Regel die Aufschrift "Notfall". Gerne mache ich dir im Zweifelsfall ein Bild.
Wenn du auf die Farbe anspielst: Notfallbojen gibt es von tiefrot über ornage bishin zu gelb. Solange es dort keine Regelung gibt, werde ich meine Boje auch weiter einsetzen.
Grüsse speedy
Antwort von kuki_taucher am 24.12.2009 - 10:47 Hallo,
ich selber tauche regelmäßig im Bodensee und kenne auch keine Regel für die Farben der Boje und deren Bedeutung.
Ich habe von längerer Zeit mal eine Anfrage an die WaPo gestellt, mit der Bitte um Aufklärung, ob eine Gelbe Boje als Notfall angesehen wird. Die erste Aussage war: NEIN. Dennoch bekomme ich noch eine weitere schriftliche Stellung dazu.
Daher ist es zur Zeit so, dass jegliche Boje, egal in welcher Farbe als Dekoboje anzusehen ist, egal ob von der WaPo, der DLRG, der Feuerwehr oder von anderen Tauchern.
Schöne Feiertage
Antwort von bubblemaker27 am 24.12.2009 - 11:30 @speedy
Stimmt. Es gibt keine rechtlich verbindliche Definition über die Farbe einer Norfallboje. Ebensowenig steht irgendwo geschrieben das das Wort "Notfall" darauf zu stehen hat. Und auf den meißten Dekobojen steht ja auch das das Wort Deko (auf deiner Gelben z.B.)
International hat sich längst die Verwendung der Gelben in Notsituationen, und die Verwendung von rot und Orange als Deko/Positionsanzeiger durchgesetzt. Natürlich kann man das im Team auch anders definieren. Das ist an Stellen wo nur der eigene Oberfächensupport betroffen ist sicher auch unproblematisch. Genauso kanst Du in dererlei Situationen bei einer Rettungsübung auch laut um Hilfe schreien. Dein Team ist ja informiert.
Trotzden tut das keiner der auch nur ansatzweise weiter denken kann als von zwölf bis mittag.
Am Parkhaus würdest Du damit aber sicher bei allen nicht informierten das selbe auslösen das deine Gelbe Boje ausgelöst hat.
In diesem Falle war es einer der Polizisten der uns bat wieder abzutauchen und euere Situaton zu klären. Oder was glaubst Du weshalb plötzlich zwei bekloppte bei euch aufgetaucht sind die mit großen Augen eurer spannenden Übung gefolg sind.
Eventuell weil wir es selbstverständlich klasse finden nach der abgesessenen Deko noch mal nen sinnlosen schnellen Jojo anzuhängen, weils so schön gesund ist?
Es währe schön wenn Du deine Einstellung dazu noch mal kritisch überprüfen würdest.
An dieser Stelle werde ich mich ausklingen. Wir werden off Topic.
Grüße bubble
Antwort von Hans_S am 24.12.2009 - 11:40 Ich möchte darum bitten, die Diskussion über die Verwendung von Bojen in den entsprechenden Foren weiterzuführen. Die Frage hier hat sich aus der Unfallschilderung von bubblemaker ergeben, die Argumente sind jedoch, was den Unfall betrifft, m.E. nach nun erschöpfend ausgetauscht.
Ja, genau das hat er! Der Verunfallte hätte die Pflicht gehabt, seinen Mittaucher über seinen Zustand zu informieren. Es war dabei auch nicht so, dass er keuchend und schweißgebadet ins Wasser stiefelte. Die spätere Aussage war, dass etwas nicht stimmte und er sich beim Tragen der D12 überanstrangt hat. Und ein Tauchpartner kann keine Gedanken lesen.
Das Essoufflement kam dann erst unter Wasser auf Tiefe.
Des Weiteren bin ich nicht der Meinung, dass ich erst in eine Muckibude muss um ein Doppelgerät tauchen zu dürfen. Was machen denn dann kleinere Frauen, die mal einen Trimix-TG machen möchten. Ist das dann für die von vorne rein tabu?
Die D12 stemmen können muss man/frau, aber diese über größere Entfernungen zu schleppen überlassen wir doch lieber der Bundeswehr, die können das besser. Wir nehmen da eine Sackkarre.
Gruß speedy
Antwort von Doppeldreier am 29.12.2009 - 11:55 richtig Speedy. Das gehört dann eben zu einer runden Tauchgangsvorbereitung dazu. Entweder ich bin so fit, kann die D12 über diese Entfernung aus dem 2 Untergeschoss tragen und mache dann noch mal 10 Minuten Pause, auf diesen wunderschönen Bänken oder ich kaufe mir einen Sackkarren und ein Zahlenschloss zum festmachen am Gitterzaun.
Meine persönliche und feste Überzeugung ist, dass wenn jemand sich so Überanstrengt, dass er später ein Essoufflement bekommt es ein aufmerksamer Tauchpartner merken sollte. Ich kann mir es bei besten Willen nicht vorstellen, dass jemand fit und fiddel beim Check im Wasser steht, nach der Anstrengung, ruhig, erholt, entspannt wirkt und dann unter Wasser abkackt. Sind die wie die Gestörten unter Wasser rum geschossen?
Denke eher da haben viele kleine Sachen nicht gepasst. Der Verunfallte hat nicht auf seinen Zustand aufmerksam gemacht und eine Pause erbetten, der Buddy hat den Zustand seines Partner -an der Oberfläche- nicht genug Aufmerksamkeit geschenkt und als Team haben sie unter Wasser versagt weil eine Essoufflement auch nicht mal so eben gepassiert sondern sich entwickelt. Auch unter Wasser hätte der Verunfalle was sagen müssen und Tempo rausnehmen und der Buddy hätte was merken können auch auch Tempo rausnehmen. Dann macht man eben mal eine Pause und lässt den Atemrhythmus sich wieder einpendeln.
Bei einem Herzinfarkt kann man einen Partner pauschal freisprechen, beim Ausseratem muss mir der Buddy erst einmal beweisen, dass er nichts falsch gemacht hat, dass ist eben keine "von jetzt auf gleich" Geschichte, sondern ein sich langsam entwickelnder Prozess.
Gruß,
D3
Antwort von thüringen-diver am 31.12.2009 - 01:25 wieso geht ihr alle davon aus das es nur vom überanstrengen am Land vor dem abtauchen kommen kann und zu dem Essoufflement kam
ich möchte nicht sagen das es dazu geführt hat aber denke in 40 m Tiefe und da es dort auch kalt und dunkel ist - könnte es nicht auch noch ein zeichen von Angst dazu gekommen sein - evtl schon beginnender Tiefenrausch
Antwort von speedy2607 am 31.12.2009 - 09:24 @türingen-diver: weil ich den Taucher kenne und weiß, dass er keine Probleme auf dieser Tiefe hat. Wir haben schon oft Tauchgänge in diesen Tiefen und an diesem Platz unternommen.
Neu dagegen war das Tauchen mit Doppelgerät und die Schlepperei. Außerdem hat er es selbst eingeräumt.
@D3: Tja, so ist das mit dem Essoufflement, das hält sich manchmal einfach nicht an den allgemeinen Regeln. Da gibt es keine Anzeichen und dann ist es doch da. Für mich war es ein Stück der Grauzone, welche es halt manchmal bei Tauchen gibt. Und noch ein anderer Fakt, der aber hier nicht veröffentlicht wird...
Einen guten Rutsch ins 2010
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