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Tauchunfall am Attersee
Abgesandt von Armin am 20.05.2002 :

TECHNISCHER DEFEKT - Tauchunfall am Attersee

In der Alexenau bei der so genannten "Schwarzen Brücke" zwischen Steinbach und Weyregg ist ein etwa 30-jähriger Taucher aus Asten verunglückt. Er war zusammen mit zwei Freunden unterwegs und musste wegen einem technischen Defekt einen Notaufstieg aus 23 Meter Tiefe durchführen.

Deutsche Tauchkollegen zogen den Mann an Land. Der Astener wurde mit dem Hubschrauber abtransportiert. Der Grad seiner Verletzungen ist nach Auskunft des Landeskrankenhauses Salzburg mittelschwer, der Mann habe Glück im Unglück gehabt.



Antwort von Harry am 20.05.2002 - 19:30
aaaaaaah, an der schwarzen brücke.......wo wohl sonst (
ich wünsche dem verunglückten jedenfalls gute genesung !

harry
Antwort von Elke am 20.05.2002 - 22:25
Hallo Harry!
Das war ja eine tolle Antwort auf diesen Unfall.
Überaus informativ!!! Es hat ja den Anschein, als würdest Du Dich an diesem Tauchplatz genauestens auskennen.

Ein paar Tip`s wären angebrachter!!!
Antwort von Harry am 21.05.2002 - 07:01
@elke: das tu ich auch !
Hier klicken

harry
Antwort von Thomas M. am 21.05.2002 - 11:06
Ist schon etwas bekannt um welche Art von technischen Defekt es sich gehandelt hat?
Antwort von Robert G. Höfer am 21.05.2002 - 11:52
Soweit ich aus unseren Medien erfahren konnte, hatte der Taucher ein Problem mit der Preßluftflasche bzw. dürfte lt. gestrigen Lokal-Abendnachrichten zu einem Schlauchriß gekommen sein.
Antwort von frog am 21.05.2002 - 12:11
Wenn ich mit zwei Buddys unten bin, gibt es eigentlich keinen Grund für einen Notaufstieg.
Der verunglückte hätte doch am Octopus eines seiner Buddys den Tauchgang beenden können.

Trotzdem gute Besserung für den Taucher
Hang Loose
frog
Antwort von riki mountain am 21.05.2002 - 13:00
punkt eins:... die alexenau is 2,5km vor der schwarzen brücke....
punkt zwei: wenn man mit solchen problemen unter wasser nicht fertig wird sollte man nicht tauchen...
punkt drei: wann wäre das denn gewesen; ich war gestern vormittag bei der schwarzen wand
aloha, e
Antwort von Michael Lubenik am 21.05.2002 - 14:40
Ist jemandem etwas über die Ausrüstung der Taucher bzw. über ihren Ausbildungsstand / die Anzahl und Art ihrer Tauchgänge bekannt?
Antwort von Torsten am 21.05.2002 - 15:32
@riki Mountain
zu Punkt 2
und woher weiss ich das ich mit so einer Situation unter Wasser nicht fertig werde?
Das kann ich 1000mal geübt haben und jeden Handgriff beherrschen. Wenn einem die Todesangst im Nacken hochkriecht verhalten sich viele (wenn nicht sogar die meisten) Leute nicht so wie sie es gelernt haben. Diese Kommentare a´la "die sind sowieso selber Schuld" oder "wem so etwas passiert der sollte lieber nicht tauchen" nach jedem Unfallbericht nerven total.
Ich denke Ihr könnt davon ausgehen das solche Unfälle genau Leuten, wie ihr (oder besser WIR) es selber seid (sind), passieren.
Der Sinn dieses Forums (für mich jedenfalls) ist es, aus dem Geschehenen zu lernen um sich vielleicht dann im richtigen Moment daran zu erinnern und besonnener zu reagieren. Aber nicht über die Verunfallten zu lästern, nach dem Motto: eigentlich geht´s mich ja nichts an weil ich ja ein vieeeeel besserer Taucher bin.
Hier gehören eigentlich nur Fakten zum Unfallhergang und/oder Genesungswünsche für die Opfer rein.Weitere Kommentare sind in meinen Augen überflüssig.
In diesem Sinne, gute Besserung für den Verunfallten!

mfg Torsten
Antwort von Berni Pelizzari am 21.05.2002 - 17:37
@Torsten und riki mountain
ich geb euch beiden recht, denn wenn ich mir meine Flasche im Wasser nicht selber abdrehen kann muss mein Buddy immer voll auf Zack sein sollte ein Automat vereisen.
Also lieber gleich Schlauchführung so Anordnen um zu den Handrädern zu gelangen. (mit ein bisserl Übung geht´s schon)
Aber wenn einem der Schlauch platzt (lt. Robert G. Höfer) kann selbst Arielle die Meerjungfrau keine gröberen Probleme vermeiden.
Fragt sich nur wie kann der Schlauch platzen???
Antwort von Carsten am 21.05.2002 - 18:19
@Michael
Wenn der Schlauch geplatzt ist, ist es wohl auch völlig egal wie viele Tauchgänge einer hat. Wenn der Schlauch durch die Gegend schnalzt,womöglich die Brille runterschlägt, dazu noch die Luft weg bleibt, dazu Blasen und Geräusch...kann auch einer mit 200 TGs leicht aus der Ruhe kommen.
Auch die Frage nach der Ausrüstung scheint mir überflüssig, da Schläuche idR. nur platzen, wenn sie alt, falsch gepflegt, oder geknickt worden sind. Völlig unabhängig vom Hersteller...
Antwort von Michael Lubenik am 21.05.2002 - 19:04
Die Frage nach der Ausrüstung ist keineswegs überflüssig. Ob man gefährliche Situationen unter Wasser lösen kann hängt zu einem Großteil von der Ausrüstung ab - damit ist nicht das Alter bzw. die Marke der Ausrüstung gemeint, sondern unter anderem ob nur eine 2. Stufe, ein Oktopus oder zwei getrennte Systeme verwendet wurden. Wer nur einen Regler im Kaltwasser verwendet geht ohne Zweifel ein bedeutend größeres Risiko ein als jemand mit redundantem System!
Leider ist eben bei (fast) allen Unfällen eine unzureichende Ausrüstung und schlechte Tauchausbildung bzw. wenig Taucherfahrung die Ursache. Denn ein Defekt am System (auch ein geplatzter Schlauch)ist noch lange kein Grund für einen solchen Unfall. Klar daß man in Panik nicht mehr rational agieren kann. Panik tritt aber in der Regel erst dann ein, wenn man vor einer Situation steht die man subjektiv nicht lösen kann (die Gefahr von Panik ist daher bei besserer Ausbildung, mehr Erfahrung und guter Ausrüstung weit geringer).

Abschließend gute Besserung dem verunfallten Taucher!
Antwort von Harry am 21.05.2002 - 20:18
ich möcht nur noch diesen link mit sehr spärlichen informationen zu den oö-nachrichten anfügen:

Hier klicken
Antwort von Jojo-FNOT am 21.05.2002 - 21:34
@ Harry,
guter job, mit solchen infos kann man mitreden.

Bei einem solchen Unfall ist der Buddy gefragt,
wenn dir ein Schlauch um die Ohren fliegt ist
erstmal jeder unter Schock.
Ja auch PADI Diver mit vielen PIC s und VDST ler
mit sehr vielen Sternen,denn das wird nicht
geuebt.
Antwort von Maximilian am 21.05.2002 - 23:38
An Frog.Wenn irgendwas nicht stimmt,wird ein Tauchgang nicht beendet,sondern abgebrochen!Ob normal oder kontrolliert im Notaufstieg hängt von der Situation ab.
Antwort von frog am 22.05.2002 - 09:08
@maximilian

das man nicht seelenruhig weiter taucht ist wohl klar.
Ich meinte natürlich einen kontrollierten Abbruch des Tauchganges.

frog
Antwort von Taucher-Jörg am 22.05.2002 - 12:57
...erst mal gute Besserung an den Verunglückten.
Mit der Panik ist nicht zu spaßen. Sie kommt unaufhaltsam. Es müss nur ein ungewohntes Ereigniss kommen, schon kann die Panik kommen. Auch wenn man weiß, daß nichts passieren kann, die Panik zieht in einem hoch und läßt einem nicht mehr rational handeln. Nach über 200 TG habe ich es jetzt selber erlebt. War zum Glück noch über Wasser. Ist ein scheiß Gefühl.
Ich hoffe, daß der verunglückte Taucher sich nun nicht vom Tauchsport verabschiedet, sondern bei nächster Gelegenheit wieder ins Wasser springt.
Antwort von Maximilian am 22.05.2002 - 13:11
Da hat Jörg recht.Oft hilft schon wenn man den Betroffenen beruhigen kann.(Vorausgesetzt man bleibt selbst auch ruhig.)
Antwort von wolfgang am 23.05.2002 - 15:28
Kann mir jemand genaue Angaben zu Zeit und genauen Ort des Unfalles machen? Ich war mit Tauchern der Berufsfeuerwehr Ingolstadt in Steinbach im Hotel Föttinger.
Dort war ein Rettungshubschrauber, Rettungsfahrzeuge und die Polizei vor Ort. Wer hat echte Angaben zum Unfall? So wie ich das sehe gehen die Aussagen sehr auseinander.
Antwort von Wolfgang St.,der Taucher, dem der Unfall passierte am 26.05.2002 - 10:43
Tja, hallo Leute!

Da ICH der Taucher war, dem dieser Unfall passierte, kann ich hier etwas zur Aufklärung beitragen!

Wir sind zu dritt nach ca. 8min auf 23m Tiefe beim Boot angekommen. Gleich danach blies mein Hauptautomat ab. Ich denke es war ein Vereiser, aber das wird von den örtlichen Behörden noch untersucht.
Jedenfalls, als der Automat abblies nahm ich sofort meinen Octopus und konnte so noch auf ca. 19m kontrolliert aufsteigen. Als mein Buddy mir das Ventil abdrehen wollte (damit ich nicht zuviel Luft verliere) hörte ich plötzlich einen lauten Knall hinter mir! (Wie sich später herausstellte war der O-Ring beim Finimeteranschluss geplatzt)
Ich sah auf meinen Finimeter und stellte fest, dass mein Luftdruck ca. jede Sekunde um 10 bar sank 80.. 70. 60. 50..... Nun sagt mal, wer bekommt da keinen Schreck, wenn man denkt die Flasche sei in ein paar Sekunden leer. Leider konnte ich meinen Buddy durch die vielen Luftblasen, die nun entstanden nicht mehr sehen. (obwohl er mir seinen Octopus vor die Nase hielt, konnte ich ihn nicht mehr sehen).
Ich entschloss mich zum Notaufstieg, da ich ja "nur" mehr 19m vor mich hatte und ich noch nicht so lange unten war. (8min.)

Oben schrie ich um Hilfe und winkte der dortigen Tauchergruppe, die mir sofort 100%igen Sauerstoff zum atmen gab und viel zu trinken. Ich spürte keine Schmerzen beim Atmen, noch irgendwelche Taucherflöhe.
Kurze Zeit später war ich schon mit dem Helikopter auf dem Weg ins Krankenhaus. Dort blieb ich zur Beobachtung bis zum nächsten Tag und konnte dann wieder entlassen werden. -> Tja, zum Glück is nix (Schlimmes) passiert.
Meine Geräte werden nun gerichtlich auf einen technischen Defekt untersucht.

An dieser Stelle möchte ich mich bei allen meinen Helfern BEDANKEN!! (Leider konnten mir die örtlichen Behörden nicht mitteilen, wer die deutsche Tauchergruppe war, die mir geholfen hat!)
Auf jeden Fall HERZLICHEN DANK!

Da noch jemand etwas über meine Taucherfahrung wissen wollte:
Bin PADI Divemaster mit 82 Tauchgängen, davon 60 TG im Kaltwasser!
und werde sicher weitertauchen, da ich diese Erfahrung als positiv betrachte.

Viele Grüße und "Gut Luft"

Wolfgang
Antwort von hans am 26.05.2002 - 23:10
hallo wolfgang

was für eine marke ist deine erste stufe
Antwort von Wolfgang St. am 26.05.2002 - 23:24
Meine 1. erste Stufe ist eine Scubapro MK20.
Meine 2. erste Stufe eine Scubapro MK2.

Hoffe damit geholfen zu haben.
lg
Wolfgang
(Hoffe, dass man das in einem Forum posten darf)
Antwort von Mupfl am 31.05.2002 - 21:44
Hallo Wolfgang
ich wieß das gehört hier nicht hin,aber diese MK 20 ist nix ,jeder der sie hat, hat auch probleme damit
ich selbst habe meine wieder zurückgegeben da sie im januar.4 mal hintereinnander vereißte
mit der mk 18 keine probleme
alles gute!
Antwort von Maximilian am 01.06.2002 - 01:36
Habe eine der ersten MK 20 mit dem D400 Mitte der 90er Jahre erworben.Hatte noch nie Probleme damit.Tauchgänge bis,na sagen wir über 60m damit gemacht.Anfangs mit Vereisungsschutz(ÖL),später Umrüstung auf Plus.Regelmäßige Wartung.Vorher hatte ich ich die 10 mit demG250 auch mit Vereisungsschutz.Der ist mir nur ein einziges Mal vereist.Da war effektiv feuchte Atmuft,oder auch Wasserreste in der Flasche(vom Urlaub?)schuld daran.Auch diese 1.Stufe habe ich umrüsten lassen und nutze sie jetzt incl.G250 als Zweitautomat.Muß sagen fühle mich sehr sicher damit.Tauche das ganze Jahr durch unter extremsten Bedingungen.(Walchensee, Bodensee,Urisee,Blind-Plansee,Salzkammergut usw.)Mein Partner hat dieselben ersten und zweiten Stufen und hatte noch nie Probleme.Überhaupt auch meine meisten Tauchkameraden haben Scubaproprodukte.Nur die Mk2 wurde in Verbindung mit dem 190er gerne als Oktopus verkauft und ist meiner Meinung ungeeignet in kalten Gewässern,den der Oktopus sollte auch ein vollwertiger LA sein,sonst vereist er genauso.Die Vereisung tritt meist bei ziemlich vollen Flaschen auf.Wenn man noch dazu mit der gleichen 1.Stufe tariert und atmet ist die Gefahr beim Abtauchen natürlich größer.Wenn natürlich zu allem Unglück noch der Hochdruckschlauch abbläst kommt Hektik auf,man atmet noch schneller wird Luftverbrauch enorm . Ich finde Wolfgang hat nochmal Glück gehabt.
Antwort von Harry am 01.06.2002 - 08:30
@wolfgang: danke, dass du dich hier zu wort meldest !
"beim boot": d.h. ihr ward bei der dixie und nicht wie ursprünglich gemeldet an der schwarzen brücke ?

harry
schön, dass alles so gut ausging !
Antwort von Wolfgang St. am 02.06.2002 - 18:03
Ja stimmt! Wir waren bei der Dixie!

so long, Wolfgang

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