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Tauchunfall im Neufelder See / Österreich am 28.05.07 Abgesandt von Redaktion (AN) am 30.05.2007 - 13:37:
Am Pfingstmontag verunglückte eine 41-jahrige Frau aus Niederösterreich während eines Ausbildungstauchgangs. In einer Tiefe von fast 9m löste sich der Flatterschlauch von der Weste. Als sie Wasser in den Regler bekam, tauchte sie in Panik auf und schluckte dabei Wasser, was nach dem Zeitungsbericht auch in ihre Lunge gelangte.
Die Frau war an der Oberfläche ansprechbar und wurde an Land ärztlich versorgt. Zur Kontrolle wurde sie anschließend ins Krankenhaus Krankenhaus Wiener Neustadt gebracht.
Antwort von Harry am 30.05.2007 - 19:56 Link zum Bericht von ORF Burgenland: Hier klicken
Harry ps: Der Ausdruck Flatterschlauch ist wirklich erfrischend! Der Zusammenhang aber trotzdem wenig schlüssig...
Antwort von Wuppertaucher am 30.05.2007 - 15:13 Mit Flatterschlauch ist wohl Faltenschlauch gemeint. Wenn dieser sich vom Jacket lösen sollte, verstehe ich nicht wie Wasser in die Regler kommt.
Ich hoffe, dass die verunfallte Taucherin auf dem Wege der Besserung ist.
da ich selbst vor Ort war und die Rettungskette in Gang gebracht habe, möchte ich im Folgenden die bekannten Fakten des betreffenden Tauchvorfalls- bzw. Unfalls schildern und auch einige Fragen hinsichtlich fragwürdigen Verhaltens aufwerfen.
Zuerst die Fakten:
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Am Pfingstmontag um ca. 13.17 Uhr habe ich die Hilfesignale von 2 weiblichen Tauchern zufällig gesehen, als ich zum Seeeinstieg ging um nach meinen Kindern zu sehen. Da eine Taucherin um Hilfe gewunken und in weiterer Folge um Hilfe geschrien hat, habe ich meinen Schwiegervater, der ebenfalls in Straßenkleidung war angewiesen, die Basisleitung zu informieren und die notwendigen Maßnahmen einzuleiten. Währenddessen bin ich in Badehose (leider ohne ABC) ins Wasser gesprungen und zu den beiden Verunglückten geschwommen. Die beiden waren ca. 25-30 m vom Ufer entfernt.
Als ich angekommen bin, war die später Verunglückte leider wieder abgesunken. Die zweite Taucherin war panisch und konnte die Versunkene nicht bergen.
Nach wenigen Sekunden ist die Verunglückte ca. 5-7m rechts von mir wieder an der Oberfläche aufgetaucht - hatte die komplette Ausrüstung NICHT mehr bei sich (keine Maske, keine Flasche, kein Blei) und hat geschrien.
Sie war bei vollem Bewußtsein und panisch. Daraufhin habe ich begonnen, die Verunglückte Richtung Ufer zu schleppen, wo mir dann nach ca. der halben Strecke ein im Wasser befindlicher Taucher zu Hilfe gekommen ist.
Die sofortige Gabe von O2 wurde von der Basisleitung veranlasst. Nach kurzer Zeit war auch die Wasserrettung bereits vor Ort und konnte die entsprechenden Maßnahmen setzen.
In der Flasche der Verunglückten befanden sich noch 170 bar, in der Flasche der zweiten Taucherin hingegen nur 70 bar.
Die Taucherin wurde ins Krankenhaus zwecks Beobachtung eingeliefert und ich hoffe, dass sie das alles gut überstanden hat.
Folgende Informationen habe ich von anderen Anwesenden noch erhalten:
1. Taucherin (Verunglückte) befand sich in der Ausbildung
2. Taucherin war CMAS* und noch sehr unerfahren
3. Zwei weitere Männer waren Ihre Begleiter bzw. Ausbilder
Fragwürdig ist für mich aber folgendes:
1. Warum bleibt eine nicht brevetierte Taucherin mit einer unerfahrenen Taucherin allein?
2. Warum hat es einige Minuten gedauert, bis die beiden Begleiter aus dem Wasser kamen mit dem Hinweis, Sie hätten die Ausrüstung auf der 5m-Plattform deponiert.
3. Wen interessiert die Ausrüstung im Falle eines Unfalls?
Ich hoffe damit die wichtigsten Fakten geliefert zu haben.
LiKaRu
Antwort von klimi77 am 31.05.2007 - 14:01 Nachdem ich mich zuerst über die unzureichende, bzw. wieder einmal falsche Berichterstattung der Zeitung geärgert habe, habe ich nun die Originalmeldung gefunden.
Antwort von Shadow-Viper am 30.05.2007 - 21:30 Wasser in der Lunge!!??
Meines wissens nach nur möglich bei Patienten , die das Bewustsein verloren haben, ansonsten wird es durch einen Reflex verhindert, wobei der Kehlkopfdeckel sich schließt!
Heino
Antwort von Scott am 01.06.2007 - 15:04 lt. diverser aussagen dürfte der inflator defekt gewesen sein und es war daher nicht möglich luft in die blase zu bekommen. daraufhin hat sich die taucherin das jacket ausgezogen und ist in panik an die oberfläche geschwommen, wo sie aber, nachdem die 2. taucherin mit ihr aufgetaucht ist.
an der oberfläche konnte sie sich aber nicht halten (bleigurt noch um?) und ist wieder abgesunken, worauf die 2. taucherin an der oberfläche panik bekam.
rest wie oben geschildert.
da der see dort ca. 10m tief ist (max. 20m, wäre das problem sicher unter wasser leicht in den griff zu bekommen gewesen, ohne in panik zu verfallen.
Gruß
Scott
Antwort von scuba_steffi am 04.06.2007 - 22:34 Shadow, ganz so ist es nicht. Es ist, soweit ich weiss, nicht so, dass man grundsätzlich einen Stimmritzenkrampf bekommt, wenn man Wasser aspiriert. Nähere Infos hier:
Hier klicken
Antwort von Telemar-king am 05.06.2007 - 10:50 Iikaru, jemanden kennen zulernen (wenn auch nur virtuell), der in einem Notfall jemandem zu Hilfe geeilt ist, finde ich toll. Leider hört und liest man nur zu oft, dass die Menschen "aus Angst um die Frisur" am Seeufer stehen bleiben und aufgeregt rufen "Nun helft doch, nun helft doch" ohne selbst etwas tun zu wollen.
Eine Frage habe zu Deinem Text. Du schreibst einerseits "..hatte die komplette Ausrüstung NICHT mehr bei sich (keine Maske, keine Flasche, kein Blei)..", andererseits "In der Flasche der Verunglückten befanden sich noch 170 bar,...". Wie hat man das festgestellt?
Antwort von Shadow-Viper am 05.06.2007 - 15:54 Hai Scuba Steffi,
lieben Dank für die Info und den Link, sehr interessant! Bin leider doch wohl schon zu lange aus der Materie raus und hatte das "Alte noch im Hinterkopf!
Liebe Grüße , Heino
Auch ich war anwesend, die Tauchausrüstung der verunglückten Taucherin wurde dann geborgen.
Antwort von Scott am 06.06.2007 - 15:03 Telemar-king,
die 2 "Tauchlehrer" haben das Jacket an der Plattform gesichert, bevor sie der Taucherin zu Hilfe kamen. Jacket wurde dann später geborgen.
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