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Tauchunfall im Thunersee 15.4.
Abgesandt von Redaktion (AS) Registriertes Mitglied am 15.04.2007 - 22:31:

Am Sonntagmorgen kam es vor Hilterfingen zu einem Tauchunfall, bei dem ein Taucher verletzt wurde.

Am 15. April 2007 befanden sich zwei Taucher – ein Tauchlehrer mit seinem Schüler - zusammen bei einem Tauchgang. Um etwa 10:45 Uhr führten sie in einer Tiefe von 35 Metern vorher eingeplante Übungen durch.

Plötzlich verspürte der Tauchschüler Probleme mit der Atmung und leitete einen Notaufstieg ein. Dabei erlitt er Verletzungen.

Mittels eines Boots wurde er an Land gebracht und daraufhin mit einem Heli der Rega in eine Spezialklinik geflogen.

Näheres ist noch nicht bekannt.



Antwort von DiveMaxx Registriertes Mitglied am 20.04.2007 - 13:01
Welche Übungen macht man denn in 35m Tiefe?
Antwort von musher Registriertes Mitglied am 20.04.2007 - 16:04
DiveMaxx, es kann sich doch um einen Tieftauchgang gehandelt haben.
Da gibt es auch Sachen zum Üben

Wäre da schon interesannter mehr über die Hintergründe zu erfahren.

Was für eine Ausbildung und so.

Und ob der Vorfall direkt mit dem Tauchen zusammenhängt, oder nur zufälligerweise während des Tauchens aufgetreten ist
Antwort von uanliker Registriertes Mitglied am 20.04.2007 - 22:25
Nach den CMAS Standard macht für Gold/D3 werden alle Übungen im 35m-40m Bereich gemacht.

Aus den CMAS.ch Standards für D3 (2005):
Modul Rettungstechnik:
5 Tauchgänge durchführen, in deren Verlauf der Kandidat seine Fähigkeit zeigt, eine
Rettungsintervention in voller Tiefe ausführen zu können. Er muss unter anderem
mindestens einen Rettungsaufstieg eines bewusstlosen Partners korrekt aus 40 m
durchgeführt haben, einschliesslich der Einleitung einer Rettungskette.

---
Modul Dekompressionstauchen:
2. im Freiwasser vertikal, ohne sich um die eigene Achse zu drehen und kopfüber
oder mit den Füssen voraus auf 30 Meter Tiefe (+/- 1 m) abtauchen, dort unter
Verwendung des Tariersystems (ohne Zuhilfenahme der Flossen) den Abstieg zu
unterbrechen, anschliessend

3. auf eine Tiefe von 40 Meter weiter abtauchen,

4. Maske ausziehen, mit offenen Augen mind. 1 mal atmen, Maske wieder aufsetzen
und in maximal 2 Versuchen entleeren.

5. Mindestens 3 von 4 CMAS Unterwasser-Zeichen korrekt interpretieren und sofort
und sicher darauf reagieren.

6. Mit seinem Tauchpartner einen vertikalen Wechselatmungsaufstieg aus der Maximaltiefe
bis auf 15 m durchführen, mit einer Aufstiegsgeschwindigkeit von 8 - 15
m/Minuten, sich dort stabilisieren und die Wechselatmung während 1 Minute weiterführen.
Nach 2 Minuten gibt der Tauchlehrer das Zeichen zum Abschluss der
Übung und atmet wieder aus seinem eigenen Lungenautomaten.

gruss Urs
Antwort von kwolf1406 Registriertes Mitglied am 22.04.2007 - 18:19
Im Bereich des "Sporttauchens" in unseren Breiten imho keine.

Grüße
Klaus
Antwort von Eppletaucher Registriertes Mitglied am 23.04.2007 - 07:05
@DiveMaxx.Bei weiterführenden Qualifikationen z.B!Oder einfach beim Training.Da gibt es viele Gründe in verschiedenen Tiefen zu üben.
Antwort von Mönchsrobbe Registriertes Mitglied am 23.04.2007 - 08:37
Es kann NAUI Master Scuba Diver oder CMAS *** sein. Beide Verbände machen Übungen bis max. 40 m Tiefe, dazu gehört auch eine Bewusstlosenrettung aus dieser Tiefe dazu.

Antwort von kwolf1406 Registriertes Mitglied am 23.04.2007 - 13:50
Heute ist das beim vdst "entschärft": Die TG gehen zwar bis 40m, die Übungen (z.B. Aufstieg, Rettung) beginnen erst auf 20m. Halte ich auch für sinnvoll.
Grüße
Klaus
Antwort von musher Registriertes Mitglied am 23.04.2007 - 23:12
Hallo kwolf1406,
wieso ist es sinnvoller die Übungen erst beim Aufstieg auf 20m zu machen?
Im Ernstfall kannst Du es dir doch auch nicht aussuchne, wo etwas passiert
Antwort von viking Registriertes Mitglied am 24.04.2007 - 13:48
@ kwolf1406
Warum ist dies erst ab 20m sinnvoll?
Kann bei tieferen Tauchgängen nichts passieren?
Wenn solch eine Rettung auch ein paar Mal ab >40m geübt wird, könnte es für den Rettenden im Ernstfall doch sicherer sein, weil er es ja schon gemacht hat. Dass man dabei in eine Stresssituation kommt ist fast sicher, aber man hat selbst mehr Reserven um mit dem Stress umgehen zu können.
Dass es für den Körper bei solchen Übungen nicht sonderlich gesund ist, lassen wir mal sein.
Möchte aber die Erfahrung aus diesen D3-Übungen trotzdem nicht missen.
Gruss
v.
Antwort von hasi Registriertes Mitglied am 24.04.2007 - 18:24
Es war ein Rescue Kurs von Padi.
Die Übung die sie machten, war Wechselatmung auf 35 Meter.
Bei der Übung kriegte der Schüler einen Stimmritzenkrampf
Antwort von kwolf1406 Registriertes Mitglied am 24.04.2007 - 19:09
@viking

mal Stickstoffnarkose außen vor: Eigentlich ist die taucherische Schwierigkeit auf 40m niedriger, als auf 20m: Je tiefer, desto einfacher, z.B. nicht die Tarierung zu verlieren. Tiefe belastet imho eher die Psyche: Nimm einem relativen Anfänger den Tiefenmesser weg: Er macht die Übungen auf Tiefe besser, als im Flachen.

Daher halte ich die Rettungs- und Aufstiegsübungen aus 20m für ausreichend. Tiefer bedeutet nur mehr Stress und damit Gefährdung *bei der Übung*. In einer echten Notfallsituation ist der Stress aber maximal: Da fällt der Unterschied zwischen 20 und 40m imho kaum noch ins Gewicht.

Grüße
Klaus
Antwort von Kein_Nick_eingefallen Registriertes Mitglied am 26.04.2007 - 08:14
@hasi:
Es gibt im PADI RD Kurs keine derartige Übung. Entweder es handelt sich um einen Irrtum, oder die Übung wurde zusätzlich durchgeführt. Lt. Standards ist sie nicht vorgesehen. Ich kann den Sinn auch IMHO nicht erkennen. Das gilt aber für WA allgemein.
Antwort von hasi Registriertes Mitglied am 26.04.2007 - 21:09
@Kein_Nick_eingefallen:

Es handelt sich um keinen Irrtum!
Der Tauchlehrer führte in diese Tiefen die Wechselatmung durch,
und es war ein Padi rescue Kurs!!!!
Ob es einen Sinn macht oder nicht sei dahingestellt.
Antwort von blauriffhai Registriertes Mitglied am 27.04.2007 - 16:43
Es macht doch Sinn, wenn die Übungen auf den Tiefen geübt werden wo man sich nachher aufhält, oder??? Mit einem Tauchlehrer und denoch bei einem Kurs ist es auch rel. Sicher. Ein Restrisiko bleibt immer.
Antwort von mounty64 Registriertes Mitglied am 29.04.2007 - 17:30
Er war in der Ausbildung zum CMAS***.
Antwort von gunther Redaktionsmitglied am 30.04.2007 - 14:05
Ich habe hier:
Hier klicken

einen Thread über die Wechselatmung als Übung gestartet. Bitte Beiträge zu diesem Thema dort
einbringen.

Grüße
Gunther
Antwort von hasi Registriertes Mitglied am 30.04.2007 - 15:03
@mounty64
Ich muss dich leider enttäuschen, es war ein Padikurs.
Der Tauchlehrer der bei ihm war, ist von Padi und kein CMAS Tauchlehrer
Antwort von gunther Redaktionsmitglied am 30.04.2007 - 15:51
@hasi und mounty64
Für die Beurteilung des Unfalls ist der Ausbildungsverband nicht relevant. Lassen wir es also dabei, danke.
Antwort von Rodge Registriertes Mitglied am 10.05.2007 - 14:52
@Gunter:
Wenn ich das bisher Geschriebene richtig interpretiert habe, geht es nicht um die Organisation.

Wenn man davon ausgeht, dass verschiedene Organisationen die Taucher ausbilden unterschiedliche Wege zu zu unterschiedlichen Zielen anbieten, kann es schon eine Rolle spielen, ob bei einer Ausbildung nach Organisation A, Übungen von Organisation B eingebaut werden.

U.U. kann dies zu einer Überforderung eines Kursteilnehmers führen mit (leider) der Folge eines Unfalls.

Als Fazit könnte man daraus für sich zBsp. folgende Fragen und die entsprechenden Massnahmen zur Vorsorge gegen Unfälle ableiten:

- Was will der Kursteilnemher lernen?
- Hat er das nötige "Fundament" dazu?
- Wie überprüfe ich das, ohne den Kurs-
teilnehmer zu überlasten?

etc.

Lieben Gruss aus der Schweiz

Roger



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