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Tödlicher Golfball-TU in Wildenbruch
Abgesandt von Armin am 30.04.2003 - 11:51:

Danke an Matthes für die Info:

Quelle: Hier klicken

Wildenbruch: Taucher bei Einsatz auf Golfplatz ums Leben gekommen Am Montagnachmittag tauchten drei Taucher der DLRG aus Nordrhein-Westfalen im Teich des Golfclubs in Wildenbruch (Potsdam-Mittelmark) in der Feldstraße nach Golfbällen. Zwei der drei Taucher bemerkten bei ihrem 45-jährigen Kollegen Unregelmäßigkeiten bei den Luftblasen. Auch löste sich die Sicherheitsleine, mit der die drei gesichert waren. Durch die beiden Taucher erfolgte eine sofortige Suche nach dem 45-Jährigen, welche aber erfolglos blieb. Daraufhin wurden Rettungskräfte angefordert. Um 18.50 Uhr konnte der Taucher durch die Feuerwehrtauchgruppe Potsdam nur noch tot geborgen werden. Die Todesursache ist bisher ungeklärt. Die Leiche sowie die Taucherausrüstung wurden zur Beweissicherung beschlagnahmt. Die weiteren Ermittlungen hat in Abstimmung mit der StA Potsdam die Kripo in Werder aufgenommen.

In der Printausgabe der MAZ vom 30.4. steht noch ein wenig mehr:
- (...)hatten begonnen, den ersten von 12 Teichen nach Golfbällen abzusuchen(...)
- (...)Einer von Ihnen tauchte plötzlich auf, schrie um Hilfe und versank sofort wieder im fast fünf Meter tiefen Gewässer.(...)
- (...)Wiederbelebungsversuche konnten den 45jährigen Familienvater aus Greve, der eine Frau und 2 Kinder im Alter von 13 und 14 Jahren hinterlässt, nicht ins Leben zurückholen.(...)
- (...) Alle drei Taucher waren sehr erfahren, zwei von ihnen sogar als Rettungstaucher bei der DLRG. Der Fall gibt Rätsel auf. In der Pressluftflasche sollen sich noch rund 600 Liter Luft befunden haben. (...)
- (...) Die 3 Taucher waren das vierte Jahr nach Wildenbruch gekommen, um aus den 12 Golfteichen rund 3000 Golfbälle zu bergen und sie wieder zu vermarkten. Diesen Job machten sie bundesweit nebenberuflich.(...)



Antwort von Mona am 30.04.2003 - 19:31
Es ist tragisch, dass da ein Taucher ums Leben gekommen ist, doch alles stellt doch sehr viele Fragen auf:
was ist an dem See so besonderes oder außergewöhnlich, dass ich mit "Leine gesichert" nach Golfbällen tauche
Ist Fremdverschulden auszuschließen?Herzinfarkt.....hat er was gesehen, dass vielleicht einen Schock auslöste??
Antwort von Maximilian am 30.04.2003 - 20:04
DLRG und Leine ist doch nichts Neues!Oder?Außerdem muß es ja nicht unbedingt ein Tauchunfall sein.Aber zu dritt tauchen,angeleint, ein seichter Tümpel,erfahren und zwei Rettungstaucher.......das gibt mir schon zu denken.DLRG??????
Antwort von Einer der auch mal an der Leine taucht am 01.05.2003 - 01:07
Moin

Wenn sie zu dritt tauchen waren, dann sicher nicht nach den Regeln der GUV. Denn dann wäre am Ufer ein Leinenführer und ein Reservetaucher gewesen, der Bericht klingt aber eher nach Buddyleine (ACHTUNG VERMUTUNG!!).

Der Leinenführer und der Reservetaucher hätten im Notfall eingreifen können. Für eine brauchbare Diskussion brauchen wir also noch eine Menge Infos, sonst wird es eh nur wieder Gelaber. (Und das wahrscheinlich vorwiegend von Leuten die vom Tauchen an der Leine keine Ahnung haben.... *SCNR*)
Antwort von Sven am 01.05.2003 - 09:13
Moin

Nach meiner Erfahrung, benutzt man in solchen Fällen ( Suche ) eine Suchleine, die in der Mitte des Tümpels verankert wird. Die suchenden bilden dann eine Reihe entlang dieser Leine und suchen kreisförmig den Grund ab. Diese Art Gewässer hat eine sehr dicke Schlammzone bevor der eigentliche Grund folgt. Ich habe schon einmal einen ca. 1m langen Stock mit Suchleine einfach so ohne Kraftanstrengung in den Grund bohren können, sodaß sogar mein Arm bis zum Oberkörper mit verschwand. Wenn man jetzt überlegt, daß die 3 auch noch den Grund abtasteten um möglichst viele Bälle zu finden, muß die Sicht gleich "0" gewesen sein.
Aber es ist so wie fast immer, man muß alle Fakten zusammentragen um bewerten zu können.
Auch solche wie: - 1. Tauchgang seit längerer Zeit? - 2. Wenn Geld dahinter steckt nehmen viele unnötig Risiken in Kauf.

Dieser Tauchunfall zeigt, daß jederzeit alles beim Tauchen möglich ist!
Antwort von musher am 01.05.2003 - 17:08
Für das Tauchen nach GUV ist es zwar richtig, daß sie dann am Land einen Leinenführer benötigen.
Doch wenn dies der Fall war, und die drei nicht alle mit einer Buddyleine verbunden waren, sondern einzeln einen Leinenführer hatten, wäre das Problem mit dem Reservetaucher NICHT da.

Also ist im Mom die Frage, was für eine Leine (Signallleine, Grundleine, Buddyleine u.s.w) verwendet wurde, und was wirklich geschah
Antwort von Jan am 01.05.2003 - 19:10
Mir kommt es so vor, als wenn es beim Tauchen nach Golfbällen zu übermäßig vielen Unfällen kommt. So viele Taucher dürften eigentlich gar nicht dieser Tätigkeit nachgehen und dennoch kommt es relativ regelmäßig zu Unfällen. Zumal dabei auch in meist flachen Teichen getaucht wird, finde das recht verwunderlich. Letztes Jahr gab`s doch auch schon mehrere Vorfälle!?
Antwort von huddel am 02.05.2003 - 09:59
@ Jan: (hat jetzt nichts direkt mit dem Unfall zu tun) - Ich könnte mir bei solchen TGs schon ein gesteigertes Gefahrenpotential vorstellen: Es wird direkt am Grund gearbeitet, wo ja auch Bäume, alte Fahrräder,... liegen könnten, die bei Kontakt für Probleme sorgen könnten - findet ja alles bei Nullsicht statt... Außerdem würde ich sowas als "Arbeits TG" ansehen, mit gesteigerten Belastungen für den Taucher.
Antwort von einer der auch mal an der Leine taucht am 02.05.2003 - 21:55
Hallo Muscher,

es gehört zwar nicht hierher, aber lese nochmal die GUV. Pro Tauchtrupp muß!!! ein Reservetaucher vorhanden sein. Und zwar nicht im Wasser.

Bye
Antwort von alex am 04.05.2003 - 00:53
es ist schon super wiviel "experten" jetzt wieder aus den löchern kriechen und dämliche fragen aufwerfen. bin mal gespannt wann der erste "tec-profi" kommt und meint mit nitrox wäre das nicht passiert.
Antwort von tec diver am 05.05.2003 - 18:19
Es ist richtig, bei einer solch geringen tiefe, muß man einfach mit Nitrox tauchen.
Besser wäre aber ab 5 meter mit Helium, dieses Gemisch verringert die Gefahr einer Dekompressionskrankheit.
Antwort von Oliver am 07.05.2003 - 15:19
Hallo du der auch mal an der Leine taucht

Mushi KANN aber nicht so gut lesen, denn mir hat er auch mal was endloses aus der GUV vor-argumentiert, als ich aber nachfragte kam nix mehr....

Oliver
Antwort von Carsten am 10.05.2003 - 16:28
Hallo zusammen!
Ich werde langsam stinkich. Wenn ich diese Dinge hier lese. Es ist schon traurig, wenn Tauchunfälle passieren. Aber auf irgendwelche Vermutungen zu Berichten, wenn man darüber keine Ahnung hat. Würde erst einmal die GUV-R2101 (Regeln für Sicherheit und Gesundheitsschutz ) in Hilfeleistungsunternehmen lesen. Und dann darüber schreiben. Keiner weiß ob sie privat getaucht sind, oder über die DLRG. Bin selbst Rettungstaucher der DLRG Bei dieser gelegenheit würde ich euch mal gewisse Punkte in der GUV-R 2101 Durchlesen. Und zwar Punkt 5.3; 5.4; 5.13 bis 5.14. Dann würde ich mir mal überlegen ob mann so über die DLRG in schlechter hinsicht berichtet.

Carsten
Antwort von Dietmar am 15.05.2003 - 22:36
Frage:
Ist bekannt, welche(r) Atemregler beteiligt ware(en)?
Würde mich interessieren!
Antwort von Holger am 18.05.2003 - 22:32
Ist eigentlich inzwischen die Todesursache veröffentlicht? Ehe man über den Regler u.a. diskutiert wäre es doch sinnvoll, erst einmal zu erfahren, ob es tatsächlich ein TU war und nicht einfach - wie oben schon gefragt - ein Infarkt o.ä.

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