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Dies ist das internationale Unfallboard von Taucher.Net. Falls ein dir bekannter Unfall hier noch nicht aufgeführt ist, schickt uns am einfachsten eine Mail.
Tödlicher TU Dahab 8.5. Abgesandt von Armin am 16.05.2005 - 14:36:
Danke an Jo für die Info:
Unfallort war der beliebte Tauchspot Canyon, der Tauchgang war vormittags.
Der Verunfallte war ein Hollaender, AOWD, in einer Gruppe von 5 Tauchern unter Fuehrung eines deutschen Divemasters.
Der Tauchgang war ein normaler Canyon/Tauchgang. Der Taucher fuehlte sich nicht OK (einer Panik nahe mit Hyperventilation) innerhalb des Canyons auf 29 m. Der Guide nahm sich ihm an und fuehrte ihn durch den Haupteinstieg des Canyons, der Rest der Gruppe folgte.
Auf 18 m und ausserhalb des Canyons zwischen dem Spalt und der "fishbowl" verhielt sich der Taucher konvulsiv, verlor seinen Atemregler, schlug die Maske weg und schlug auch den Guide, als dieser versuchte, ihm den Atemregler wiederzugeben, und setzte dieses Verhalten eine Weile fort. Der Instructor, der in der Naehe war, half dem Guide und beide versuchten, den Taucher zum Atmen zu bewegen, aber dieser zeigte Symptome eines epileptischen Anfalls. Instructor und Guide brachten den dann bewusstlosen Taucher an die Oberflaeche.
Der Guide versuchte an der Oberflaeche eine Wiederbelebung, aber der Verunfallte atmete nicht. Er wurde daraufhin auch unter Hilfe anderer Taucher an den Strand verbracht und dort Sauerstoff sowie HLW gegeben. Diese Versuche schlugen fehl, die mittlerweile alarmierte Ambulanz verbrachte den zu diesem Zeitpunkt verstorbenen Taucher ins Krankenhaus.
Trauriger Aspekt ist: Die Frau des Toten berichtete, dass ihr Mann sich am Morgen nicht gut fuehlte und dass er ein Engegefuehl in der Brust verspuere. Davon und auch dass er vor dem Tauchgang (Anmerkung: also vermutlich binnen 3 Stunden) eine ganze Schachtel Zigaretten geraucht hat, berichtete er weder dem Divecenter noch dem Guide.
Unterwegs erzaehlte er seinem Freund, dass er den Canyon betauchen will, aber Angst vor geschlossenen Raeumen hat. Er wolle es versuchen und dem Guide Signale geben, falls er sich nicht gut fuehlt. Er hat aber den Guide vorher nicht darueber informiert. Als dieser es im Canyon bemerkte, war es zu spaet.
Antwort von Doris am 16.06.2005 - 23:13 Ich habe mit einer Freundin gesprochen, die die Frau kennt, die Guide war.
Sie darf vorerst nicht mehr tauchen (PADI-Regelung).
Wie es scheint hat sie alles richtig gemacht, obwohl es keine einfache Situation war.
Wollen wir daraus mitnehmen, dass Angst ein schlechter Antrieb ist, dass Zigaretten keinen Mut machen und dass schnell nicht nur das eigene Leben, sondern auch die Existenz anderer zerstört ist.
Der/die(?) Guide soll eine sehr gute Taucherin sein, ich wünsche ihr, dass sie ihre Lizens bald zurückbekommt.
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