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Tödlicher TU Eistauchen Doubs/Lac de Saint-Point -HS-
Abgesandt von Redaktion -HS- Registriertes Mitglied am 08.03.2011 - 21:50:

Beim einem Eistauchgang verunglückte am 6.3.2011 im Lac de Saint-Point(Département Doubs/ Frankreich) ein 53-jähriger Taucher tödlich.
Dem Vernehmen nach vereiste sein Regler in rund 19m Tiefe und es gelang nicht rechtzeitig, den Ausstieg zu finden. Als sich sein Tauchkamerad kurz vor dem Ausstiegsloch umdrehte, bemerkte er, dass sein Partner keinen Regler mehr im Mund hatte. Er verbrachte in nach oben und alamierte Hilfe, die jedoch zu spät kam.

Die Ermittlungen laufen.

Quelle (französisch)
Hier klicken

Dank an Georges für die Meldung
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Antwort von Doris Registriertes Mitglied am 09.03.2011 - 09:51
Die aus meiner Sicht interessantesten Fragen wären

"...19 m tief und es gelang nicht rechtzeitig, den Ausstieg zu finden."

Hatten die kein Seil?

"Als sich sein Tauchkamerad kurz vor dem Ausstiegsloch umdrehte, bemerkte er, dass sein Partner keinen Regler mehr im Mund hatte."

Wusste der Partner vom abblasenden Regler? Falls ja, wieso hat er nicht seinen Zweitregler angeboten?
Antwort von Hans_S Moderator am 09.03.2011 - 10:07
Die Meldungen aus Frankreich sind in diesen Fragen tlw. etwas widersprüchlich, siehe auch diese Quelle im Vergleich zur oben verlinkten

Hier klicken

Hier sinngemäß:

"Der Mann in den Fünfzigern winkte seinem Freund, dass er ein Problem mit dem Regler hatte ... Er hat Schwierigkeiten beim Atmen und die beiden Männer beschlossen, schnell an die Oberfläche zu gehen, an der Stelle, wo sie den Ausstieg erwarteten, lag eine dicke Eisschicht auf dem See. Sie suchten nach einem Ausweg, ohne ihn zu finden.

... der Taucher, der die Probleme mit dem Regulator hatte, geriet in Panik, sein Begleiter hat versucht, ihn zu überholen sein, ihm zu helfen zu atmen, aber der panische Taucher entglitt und versank plötzlich im dunkle Wasser. .... Am frühen Nachmittag fanden Rettungskräfte den leblosen Körper des Opfers ....

Das liest sich wiederum etwas anders als im ersten Bericht. Wie dem auch sei, nach Backup und Leinensicherung hört sich das alles nicht an.

Warten wir besser auf fundierte Berichterstattungen und merken uns: Eistauchen ohne Sicherungskonzept ist einfach keine gute Idee.
Antwort von kwm Registriertes Mitglied am 22.03.2011 - 11:10
"...Wie dem auch sei, nach Backup und Leinensicherung hört sich das alles nicht an. ..."

Das sehe ich genau so. Man kann es nicht oft genug sagen, zu einer kaltwassertauglichen Ausrüstung gehört generell eine Redundante Luftversorgung, deren Einzelkomponenten auch alle kaltwassertauglich sein müssen.

Zum Tauchen unter Eis gehört auch immer eine Leine, je nach Ausbildungstand und Konzept entweder eine Orientierungsleine wie beim Höhlentauchen oder eine Führungsleine wie beim Sporttauchen unter Eis eher üblich. Bei eindeutiger Topografie und entsprechend guten Bedingungen und sehr guter Ortskenntnis mag auch ein Kompass genügen.

Jedenfalls ist zu einem Tauchgang immer alles was ausfallen kann und unbedingt benötigt wird, um einen Tauchgang unter allen möglichen auch ungünstigen Umständen sicher beenden zu können redundant mitzuführen.

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