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Tödlicher TU Hemmoor - 1.10.06 Abgesandt von Redaktion am 02.10.2006 - 11:24:
Danke an Christian, Peter, Heiko für die Information:
Gestern am 01.10.2006 um ca. 12.00 Uhr ereignete sich in Hemmoor ein Tauchunfall mit Todesfolge. Einsatzkräfte der Feuerwehr waren vor Ort und konnten den Taucher nach ca. einer Stunde nur Tod bergen. Ich war selber vor Ort weis aber über die Unfallursache nur sehr wenig. (An Spekulationen will ich mich nicht beteiligen, weil sehr viel erzählt wurde.)
Antwort von Punter am 02.10.2006 - 16:47 Ich würde mir wünschen, wenn an dieser Stelle die selbsternannten Fachleute nichts mehr schreiben würden. Ich war leider auch zu diesem Zeitpunkt in Hemmoor. Wir beendeten gerade unseren Tauchgang, wo im Bereich vom Einstig 5 eine aufgelöste, verzweifelte und weinende Frau uns ansprach ob wir einen Taucher mit Scooter gesehen haben. Leider konnten wir uns zu dem Zeitpunkt nicht mehr an die Suche beteiligen, weil wir unsere Atemluft verbraucht hatten. Am Ufer erführen wir dann, das ein Taucher mit Scooter eine Stunde überfällig sei. Als wir dann zu unserm Wagen gingen sahen wir den Scooter und einen von der Seeleitung der den Scooter abholte. Er nickte nur auf die Frage einiger anwesenden. Da wusste jeder bescheid. Ich mag zu empfindlich sein, aber wir haben daraufhin unseren Tauchtag abgebrochen. Überall sammelten sich Gruppen. Ich kann nicht verstehen, das trotzalledem an dem Tage Leute noch zum Tauchen gegangen sind. Ich finde das Piätätslos. Ich kenne den Taucher und seine Freunde und Angehörigen nicht, ich wünsche den, das Sie die nötige Kraft aufbringen diese schwere Zeit zu überstehen.
Antwort von Deepdiverrot am 02.10.2006 - 19:27 Finde ich gut das Ihr euch an den Spekulationen nicht beteiligt!!!War gestern auch vor Ort tauchen.Ich möchte auch keine Aussagen machen die ich nicht 100% weiß.
Gruß Dirk.
Antwort von Wuppertaler am 02.10.2006 - 19:33 Möchte mich bei den Menschen bedanken die alles versucht haben meinen guten Freund zu Retten.In stiller Trauer.Christoph
Antwort von OL_Diver am 02.10.2006 - 19:52 Bei jedem Unfall.........
frage ich mich, ob sich nicht einer der Betreiber dieser Seite die Mühe machen sollte, nach einem entsprechendem Zeitraum von ein paar Tagen, eine gesicherte Darstellung des Unfalles oben ans Board zu stellen.
Sie wäre sicher bei der jeweiligen Basis, Polizei, Rettungsdienste,zu bekommen. (mit Quellenangabe)
Die Diskusion würde sicher davon provitieren.
....erst das würde dem Anspruch, aus dem Geschehenen lernen zu wollen/können gerecht werden.
Alles andere entbehrt zunächst einer Grundlage, hat einen zweifelhaften Charakter.
Antwort von cycros am 03.10.2006 - 18:13 Auchnich war zu diesem Zeitpunkt in Hemmoor angekommen. Jeder Tauchunfall ist eine schlimme Sache. Besonders wenn er tödlich ausgeht. Mein Mitgefühl gilt natürlich den Angehörigen.
Punter: Ich möchte nicht Piätätslos klingen, aber wenn Du eine Anreise von vielen hundert Kilometr hast, möchtest du auch tauchen. Oder fährst Du auch kein Auto mehr, wenn Du an einer Unfallstelle mit tödlich Verletzen vorbeifährst??
Wie sagte einer: "Das Wasser ist nicht das gefährliche Element. Der Mensch, der dort hinein geht ist es."
Mein Beileid gilt trotzdem den Angehörigen.
Antwort von kay wopersnow aus hamburg am 03.10.2006 - 12:16 .... ich beteilige mich nur selten hier, möchte aber auch von mir mein Bedauern weitergeben.
Ich hoffe für die Betreiber allerdings auch alles Gute, denn durch die hohe Anzahl der Tauchgänge hier besteht eben auch ein höheres Unfallrisiko; hoffentlich jedoch nicht die Gefahr der Untersagung zur taucherischen Nutzung .....
Darf man fragen ob sich der Unfall im Rahmen einer "Scooter-Übung" ereignete oder hatte nur der Tauchlehrer einen Scooter (was ja keinen wirklichen Sinn machen würde .... oder doch?) ?
Antwort von Redaktion am 04.10.2006 - 11:27 Anm.Red.: der Artikel von "Meeresauge" wurde auf Wunsch des Verfassers entfernt.
ich danke euch erstmal ganz herzlich für eure liebe anteilnahme, die mühsame rettungsaktion und die bedingungslose hilfe meinen bruder zu finden
es berührt mich sehr, das so viele menschen unter einsatz ihres eigenen lebens nach guido gesucht haben und ihn letztendlich auch gefunden haben... ich danke euch dafür, das ihr ihn gefunden habt und er nicht mehr in den tiefen des sees liegt!
wir, seine familie, kinder, freunde und bekannten sind dankbar das wir ihn beerdigen können und ihn dort immer besuchen dürfen
aber es erschreckt mich zutiefst, das ich immer wieder neue versionen über seinen tod erfahren muss!!!!
ich mag auch nicht mehr lesen oder hören, wie unverantwortlich guido angeblich gehandelt haben soll... auch die tauchschule kann nichts für den tod meines bruders
und für uns ist es eigentlich unrelevant ob er in 2 metern oder 100 metern gestorben ist!
guido ist tod und wird von euren gerüchten und euren fantasien auch nicht mehr lebendig!!!
jeder der unter wasser N I C H T dabei war soll bitte schweigen und uns das trauern nicht noch schwerer machen!!!!!!!!
aber die erinnerung an guido ist unsterblich und gibt uns trost und kraft
christiane
ps:
ich möchte diejenigen bitten die dem gerüchtekessel immer wieder neues futter geben und meinen bruder in den dreck ziehen, das sie am montag von der beerdigung fernbleiben - danke schön
Antwort von Heiko** am 05.10.2006 - 21:06 Ich bin an jenem traurigen Sonntag selbst in Hemmoor gewesen und habe erst nach dem Auftauchen von den eingeleiten Rettungsmaßnahmen erfahren.
Schon in Hemmoor schossen die Gerüchte ins Kraut.
Ich finde es schaurig, wie sich manche Menschen an einem solchen Unglück ergötzen! Schämt Euch!
Ich kann verstehen, wenn es Menschen gibt, die die Unfallursache wissen und verstehen wollen, um daraus zu lernen.
Ich kann nicht verstehen, dass es sensationslüstige Idioten gibt, denen es um die Sensation und ihre "ich habe es doch gewusst"-Haltung geht. (Eben diese selbsternannten Fachleute)... Ihr jagt mir Schauer über den Rücken.
Ich fand die Schaulustigen in Hemmoor zum Kotzen, die Gerüchteküche sowieso.
Selbstverständlich haben mein Tauchpartner und ich einen geplanten weiteren Tauchgang in Hemmoor nicht mehr durchgeführt, dafür ging und geht uns noch heute der Unfall zu nah. Eine Gruppe, die während der laufenden Suche freudig zum Tauchen ins Wasser gegangen sind, kann ich nicht verstehen.
Es tut mir unendlich leid, das Euer Vater, Mann, Bruder, Sohn und Freund auf diese tragische Weise aus dem Leben gerissen worden ist. Meine Gedanken sind bei Euch.
Antwort von Wuppertal-4U am 06.10.2006 - 23:50 STILL
seid leise,
es war ein ENGEL auf der Reise.
ER wollte ganz kurz bei Euch sein,
warum ER ging, weiß Gott allein.
ER kam von Gott, dort sind sie wieder,
sollte nicht auf unsre Erde nieder.
Ein Hauch nur bleibt von IHM zurück
in Eurem Herz ein GROSSES STÜCK.
ER wird für immer bei Euch sein,
vergesst IHN nicht, er war so klein.
Geht nun ein Wind an mildem Tag,
so denkt: Es war SEIN Flügelschlag.
Und wenn Ihr fragt: Wo mag ER sein?
So wisst. ENGEL sind niemals allein.
ER kann Euch alle immer sehn,
und Barfuss durch die Wolken geh`n.
Bestimmt lässt ER sich hin und wieder
bei anderen Engeln nieder.
Und wenn Ihr IHN auch sehr vermisst
und weint, weil ER nicht bei Euch ist
so denkt: Im Himmel, wo es IHN nun gibt,
erzählt ER stolz: ICH werde GELIEBT!
In stiller Trauer und ewiger Erinnerung nehmen
wir abschied.
Unser Mitgefühl gilt der gesamten Familie,
KINDER, ELTERN, SCHWESTER, FREUNDIN, ANGEHÖRIGE
BESTER FREUND UND ALL SEINEN FREUNDEN UND BEKANNTEN, VERWANDTEN...
Antwort von hermannhz am 07.10.2006 - 01:02 Nun werde ich mich auch mal zu Wort melden.
Besteht nicht dieses ganze Forum über "Tauchunfälle" aus lüsternen, dem Tod anderer hinterherlechzenden Menschen ?
"Ich hätte es besser gemacht / gewusst"
"Meine Ausbildung war besser"
"Ich habe wesentlich mehr Tauchgänge"
Und nicht zuletzt:
"ER / SIE HÄTTE ES WISSEN MÜSSEN"
Was soll das? Ergötzt Euch an anderem.
Nichts für Ungut
Hermann
Antwort von michael59 am 07.10.2006 - 10:13 Hallo,
bei allem Verständnis für die persönliche Situation, ich kann in den vorangegangenen Beiträgen keine unangemessenen Spekulationen oder verantwortungslose Schuldzuweisungen erkennen.
Es hat schon öfters die Diskussion über den Sinn des Unfallboards gegeben. Natürlich gibt es auch unter uns genügend Leute die hier Sensationsgier mit Besserwisserei verbinden- genau wie in der gesamten Gesellschaft- sonst würde sich die Bildzeitung nicht mehr verkaufen. Für mich und für die meisten geht es aber um Wissen was zu Unfällen führt bzw. führen kann damit ich überlebe! Und in diesem Sinn sind auch Vermutungen und eine entsprechende Diskussion erlaubt und Sinnvoll.
Bemerkenswert fand ich es wenn Verunfallte über das Geschehen aus ihrer Sicht berichten und hier diskutiert wird.
Die Redaktion sorgt schon für Ordnung.
Allen ein langes Leben
Michael
Antwort von Tinkerbell am 08.10.2006 - 12:57 Hallo!
Erst einmal mein Beileid den Angehörigen!Ich bin vom Rettungsdienst und war an dem besagten Tag vor Ort!Immer wieder mal sehen wir wie schnell ein junges Leben sein Ende finden kann, und auch das hinterläßt bei uns Spuren! Es spielt keine Rolle warum und wieso ein Mensch stirbt, denn es ist Grundsätzlich etwas schlimmes. Niemals hätte oder würde ein Taucher oder Mensch sich bewußt in sterbliche Gefahr begeben.Ich denke es spielt absolut keine Rolle das sich hier einige den kopf darüber zerbrechen, was Geschehen ist! Statt bei anderen zu schauen, schaut doch mal bei euch selbst!! Seid ihr vielleicht einer der Leute die dort am Gaffen waren und eventuell mit den Kindern standen?!Voller Sensationslust!!!Oder seid ihr diejenigen, die ohne Skrubel ins Wasser gehen zum tauchen, obwohl über und unter euch eine Suchaktion läuft?! Soetwas ist pervers!
Der Betreiber dieses Sees,die wachmannschaft sowie der rettungsdienst vor Ort sind gut auf Tauchunfälle trainiert und es ist alles mögliche für die Sicherheit der Taucher getan. Es laufen ständig Fortbildungen und es wird auch stets nach Verbesserungen geschaut! Bei der menge der Tauchgänge und Besucher ist es definitiv an Tauchunfällen sehr wenig! Das sollte man mal nicht vergessen. Genauso haben wir vermisste im Watt oder Unmengen an Verkehrsunfällen!
Ich sehe es eher als wichtig, das Taucher vor Ort,umgehend das Wasser nicht mehr betreten und die Einsatzstelle räumen.
Ferner hat es niemanden, außer den angehörigen und der Polizei zu Intressieren was dort genau geschehen ist. Lest es ein Tag später in der Zeitung und gut ist. Ihr kennt doch alle die regeln für so einen tauchgang und kennt auch die Gefahren. Gefahren und Regeln gibt es überall, aber an der Anteilnahme scheitert es hin und wieder!
Die Suchaktion war Gott sei Dank recht schnell, so das die Angehörigen eine Anlaufstelle der Trauer haben. das ist das wichtigste bei so einem schlimmen Unfall. Wir werden uns imer die Zeit nehmen wie sie benötigt wird um dieses zu erreichen.
Mein Mitgefühl den Angehörigen.
Mfg
Antwort von MatV am 09.10.2006 - 12:42 @HermannZ: Es mag den Anschein haben, als wenn viele in diesem Forum aus Sensationslust herumgeiern. Ich vermute jedoch, der wahre Hintergrund ist der Ausdruck des eigenen Lebenswillens. Dieser Ausdruck mag verbal daneben sein, jedenfalls für die direkt von einem Unfall betroffenen. Ich habe dafür Verständnis. Weil es, ohne selbst einen schweren Tauchunfall erlitten zu haben, einfach schwer ist, die richtigen Worte zu finden.
Ich habe vor 3 Monaten einen Unfall gehabt, den ich nur mit Glück überlebte. Mein wesentliches akutes Erleben dabei war die Erkenntnis meines unbändigen Überlebenswillens. Dieses Erleben, diesen Willen, gestehe ich jedem Unfallopfer zu. Darum glaube ich, dass jeder in dieser Lage andere bewahren möchte, das gleiche zu durchleiden. Darum rede ich einer gründlichen Unfallanalyse das Wort, auch wenn diese Hinterbliebene an das empfunden Leid erinnern mag. Es wird letzlich immer im Sinne des Unfallopfers sein.
Im aktuellen Fall habe ich überhaupt keine Informationen, außer der, dass das Opfer mit Scooter unterwegs war, und ertrunken ist.
Daher sie mir die Frage gestattet, ob eventuell die Geschwindigkeit beim Scootern Anlass gewesen sein könnte, dass ein Zweitautomat ubbemerkt abblies, und dann Luftmangel zu Luftnot und Tarierschwierigkeiten führte.
MatV
Antwort von baby_tom am 09.10.2006 - 18:28 erst ein mal mein Beileid den Hinterbliebenen.
Ich bin ein relativ unerfahrener Taucher und lese dieses Bord, um zu lernen. So kann ich mit einigen Situationen besser umgehen, weil ich mich vorher bereits damit beschäftigt habe. Ich kann früher erkennen, wann eine Situation entgleitet (weil es eben anderen vor mir schon so ging) und so meine Tauchgänge sicherer gestalten. Das ist wohl auch der Sinn des Bords. Leider ist diese Erfahrung oft mit dem Leid anderer erkauft. Aber ist es deshalb falsch, von diesen Erfahrungen zu profitieren? ...
Antwort von Posh-Diver am 10.10.2006 - 18:14 Hallo,
zunächst möchte auch ich meine Anteilnahme ausdrücken. Ich habe aus der bisherigen Diskussion den Eindruck gewonnen, dass hier sehr viele Dinge durcheinander gehen, die dem Unfall aber auch diesem Forum in keinster Weise gerecht werden. Ich werde daher versuchen, dass ganze etwas systematischer anzugehen:
1. Trauer / Emotionales Verhalten
Ein Unfall, womöglich sogar mit Todesfolge wie am 1. Oktober in Hemmoor ist zweifelsohne für die Angehörigen eine schreckliche Erfahrung. Ich mußte selbst den Tod eines nahen Angehörigen verkraften, so dass ich weiß wovon ich spreche. Gerade diese Umstände, die bei einem Unfallforum zwangsläufig vorliegen, erfordern eine besondere Sensibilität. Dies schließt aber nicht die Beschäftigung mit einem solchen Vorgang von vornherein aus, sofern man folgendes beachtet.
2. Gaffer / Behinderung Rettungsarbeiten
Das Gaffen am Unfallort, das womöglich auch noch zu einer Behinderung der Rettungsarbeiten führt, ist absolut indiskutabel. Ein solches Verhalten ist definitiv nicht mit der "natürlichen Neugier" oder einer "weiten Anreise" zu begründen. Abgesehen von der Pietätlosigkeit seinem Freizeitvergnügen nach zu gehen, während direkt daneben ein Mensch stirbt, behindern nicht an der Rettung beteiligte Taucher die Suche im Wasser(auch in einem so großen See wie in Hemmoor), d.h. man bleibt draußen bzw. verläßt das Wasser sobald man davon erfährt. Der Vergleich mit dem Autounfall hinkt extrem, bei einem Autounfall entferne ich mich durch das Weiterfahren von der Unfallstelle, beim Weitertauchen bleibe ich hingegen am Unfallort!!!
3. Unfallanalyse
a) Spekulieren / Besserwissen
Das Schreiben über einen Vorfall ohne genaue Kenntnis des Sachverhaltes ist Spekulation, die keinen Erkenntniswert hat. Gepaart mit besserwisserischen Kommentaren wird es gänzlich unerträglich.
b) Sachverhaltsanalyse / Schlussfolgerung
Die genaue Analyse der Umstände ist zunächst einmal Aufgabe der dafür Zuständigen (Polizei, Staatsanwaltschaft, Gutachter etc). Nichstdestotrotz kann diese Analyse und eine darauf aufbauende Diskussion für andere Taucher einen erheblichen Erkenntnisgewinn darstellen, der einem schrecklichen Unfall zumindest etwas Gutes abgewinnt, indem er dazu beiträgt, dass andere Taucher sicherer unterwegs sind. Dies und nur dies ist der Zweck dieses Forums. Wenn wir alle dies beherzigen, wird es auch in Zukunft vielen von uns nutzen ohne die Gefühle anderer zu verletzen.
Viele Grüße
Posh-Diver
Antwort von abwaerts am 11.10.2006 - 17:38 Mein Mitgefühl den Angehörigen.
Leider ist es so das aus Unfällen immer etwas gelernt werden kann, um in Zukunft ähnliche Ereignisse nicht mehr stattfinden zu lassen. Ich halte dieses Bord für sehr wichtig.
Ich habe zu diesem Unfall , zum Verständnis, einige Fragen.
Ist man mit ca 50 Tg. durchschnittlich erfahren ?
Warum war nur ein Scooter im Einsatz? (Solotauchen ?? )
Warum war kein "sehr" erfahrener Taucher bei der Übung ( Es war doch ein ganzer Tauchclub, mit sehr erfahrenem Team )dabei.
Wie oft hat der verunglückte Taucher, im See ,mit einem Scooter trainiert.
Antwort von Dive-Steffi am 11.10.2006 - 16:06 Ich bin schwer dafür diesen Bereich im Forum abzuschaffen. Seine Sensationsgier hinter angeblichen Erfahrungsaustausch zur Verhinderung von TU zu verstecken ist schon mehr als beschämend. Die Wahrscheinlichkeit einen TU dadurch zu verhindern das hier TU meinstens von NICHTS-WISSENDEN geschildert werden ist denkbar gering.
Aber wie es so ist leben viele Berreiche von der Sensationsgier der anderen und das weiß auch der Forenbetreiber, sonst hätte er diesen Schwachsinn längst abgeschafft.
Diskutiert Ihr jeden Verkehrsunfall den ihr seht ?
Ein mehr als peinliches Verhalten.
Haltet Euch an die gelehrten INhalte Eurer Tauchkurse überschätzt Euch nicht permanent selbst, dann passiert auch nix.
Ich kann nachvollziehen, daß Dir (pietätloses) Verhalten "gegen den Strich gehen". Und ich kann es ebenfalls nachvollziehen, daß einige Postings unter dieser Rubrik den Anschein erwecken, daß hier Sensationslust dahintersteht.
Allerdings, und es ist, so nehme ich es wahr, im Sinne dieses Kommunikationsgefäßes wichtig zu wissen, was jeweils passiert ist. Es ist beispielsweise in der Aviatik gang und gäbe, Flugzeugunglücke zu untersuchen. Viele Maßnahmen sind aufgrund jener Erkenntnisse abgeleitet und eingeführt worden - sei es nun technisch oder anhand abgeänderter Prozeduren. Somit bin ich nicht damit einverstanden, daß derlei Erkenntnisse nur der Polizei und Staatsanwaltschaft vorbehalten sein sollen.
Eine systematische Aufarbeitung gibt es in der Tat(leider) im Tauchbereich nicht oder nur vereinzelt. Diese "Arbeit" oder "Aufbereitung" machen dann eben die Forenteilnehmer. Daß das bei diesem breiten Publikum nicht systematisch-wissenschaftlich (um nicht zu sagen auch wirr) vonstatten geht, liegt auf der Hand. Und da ist es eigentlich nur menschlich, daß Vermutungen oder Annahmen (die hier oft als Spekulationen bezeichnet werden) als Ausgangslage für Überlegungen zur Hilfe gezogen werden.
Daß diese Vermutungen, Annahmen (oder Spekulationen) nicht unbedingt mit dem eigentlichen Sachverhalt zu tun haben, muß dabei in Kauf genommen werden - haben zuweilen den Vorteil, daß andere Problemstellungen diskutiert werden können (vgl. auch "Posh-Diver").
Inwieweit nun gewisse Postings (dieses eingeschlossen) als respekt- oder pietätlos angesehen werden, liegt natürlich im Auge des geneigten Lesers oder der geneigten Leserin. Hier ist natürlich immer eine Grauzone vorhanden und die Diskussion darüber wird auch in anderen Bereichen immer wieder heftig diskutiert. Wie zum Beispiel: ist es angebracht (vor allem den Angehörigen gegenüber), die letzten Stunden der Flüge von 9/11 in Form eines Filmes darzustellen?
Unfälle mit Todesfolge sind mit viel Leid und Trauer verbunden. Heißt das nun, daß man das Thema tabuisieren sollte? Ich denke nein. Und sollte ich hier der Einzige sein, der so denkt, so werde ich mich in Zukunft davor hüten, in diesem Forum jemals wieder etwas zu äußern...
Antwort von Redaktion am 12.10.2006 - 08:48 Anm.Red.: der Artikel von "guidos_schwester" wurde auf Wunsch des Verfassers entfernt.
Antwort von Redaktion am 12.10.2006 - 08:54 Anm.Red.: der Artikel von "guidos_schwester" wurde auf Wunsch des Verfassers entfernt.
Antwort von taucher777 am 12.10.2006 - 23:26 Sorry, aber hat bei allem Beileid auch schon einmal einer an die Leute gedacht, die so etwas (wenn auch nur als Außenstehende) miterleben?
Ich war an dem Tag auch in Hemmoor und glaubt ihr, dass es einen nicht mitnimmt, wenn man schön zum Tauchen gehen will und dann auf einmal ein Leichenwagen am See steht? Und alles das nur, weil ein Anfänger (sorry mit 50 TG ist man das) meint einen Solo-Scooter-TG in Hemmoor machen zu müssen.
Aus meiner Sicht dient so ein Forum dazu solche Dinge zu verarbeiten und Erfahrungen auszutauschen, damit so etwas nicht wieder passiert.
Antwort von MatV am 12.10.2006 - 08:40 Steffi,
deine Antwort entbehrt jeder sachlichen Grundlage und ist nichts als unquallifizertes Hobbypsychologisieren.
Sei dir gewiß, dass hier Leute mitschreiben und -lesen, die sehr wohl aus Unfällen gewonnene Erkenntnisse in ausbildungsrelevante Maßnahmen umsetzen können.
Der Vergleich mit Autounfällen ist Unsinn, weil da die Unfallursachen im wesentlichen entweder die gleichen sind, oder längst bekannt.
Tauchunfälle sind oft durch eigentümliches, längst nicht immer offensichtliches Geschehen verursacht, das es aufzuklären gilt.
Und wenn es nur in eine Änderung der Gebrauchsanleitung eines Scooters oder ein anderes Procedere beim Umgang damit, andere Punkte auf der Checkliste geht.
Beim Flugunfällen ist dieses Procedere üblich, auch bei Hobbyfliegern, und praktisch ein immanenter Bestandteil der Beschäftigung mit einem Unfall.
Du schmähst hier die Teilnehmer mit Vokabeln wie Sensationsgier und Schwachsinn, ohne zu wissen wovon du redest.
Antwort von DeMike am 12.10.2006 - 09:26 Mein herzlichstes Beileid an die Angehörigen.
@ Steffi:
Da muss ich dir voll zustimmen!
Viel passiert wenn Leute sich und ihr Fähigkeiten überschätzen! Besonders in Hemmoor kann dann viel passieren.
Antwort von indronil ghosh am 12.10.2006 - 13:55 der erste beitrag zu dem ich nur gratulieren kann- es zeugt doch schon von einer unheimlichen arroganz, oder gar dummheit, hier noch wieter zu posten obwohl nach dem beitrag der schwester, klar ist das hier auch angehörige mitlesen, christiane die schwester des verunfallten hata uch ganz klar darum gebeten diese unsägliche und zu nicht führende disskusion zu beenden!
ist es so schwer einen wunsch nach zu kommen und der familie und seinen freunden die trauer zu erleichtern??
ich wrede hier weder einen angriff gegen meine person kommentieren noch werde ich weiter disskutieren!
jeder der auch nur etwas menschliches in seiner sensationsgeilheit verspürt- sollte dem folgen!
indronil ghosh
Antwort von o2loop am 12.10.2006 - 20:45 Ich finde dieses Forum von der Sache her gut und brauchbar. Aber vieleicht sollte man mal darüber nachdenken, TU´s anonym von der Redaktion aufzubereiten, um sie dann frei von Ort und Person diskutieren zu können. Dann ist auch nur die Redaktion berechtigt neue Threats zu starten.
Ich denke es ist wichtig, sich auch über die Gefahr des Tauchens auszutauschen, ohne jemanden auf den Schlips zu treten.
Antwort von Bounty am 16.10.2006 - 12:15 Ok, ich hoffe, dass klingt jetzt nicht zu hart! Das hier ist gemäß Definition ein Disskusionns- Forum, speziell für Tauchunfälle. Das heißt, Tauchunfälle dürfen besprochen, respektive diskutiert werden. Es ist kein Forum für Nachrufe im klassischen Sinne. Aus jeden Unfall gibt es etwas zu lernen, damit jeder für sich selbst verantwortlicher wird. Und oftmals reicht es schon aus, sich selbst einfach nur vor Augen zu führen, wie schnell alles vorbei sein kann. Natürlich ist das Mitgefühl bei den Angehörigen. Das ist bei jedem Unfall der Fall, nicht nur bei Tauchunfällen. Ich kenne niemanden der Beteiligten, bin persönlich also nicht betroffen. Warum soll ich aus einer solch schlimmen Sache nichts lernen dürfen?
Kein Ding auf Erden ist ansich nur schlecht oder nur gut.... es geht Hand in Hand.
Ich hoffe, dass ich richtig verstanden werde....
Bounty
Antwort von matt am 18.10.2006 - 12:54 Hallo Christine,
ich nenne selbst einen Scooter (Aquazepp), mein eigen und versuche mal auf all deine Fragen einzugehen, die ich (aus meiner Sicht) beantworten kann. Nachdem ich mit deinem Bruder nie tauchen war und damit nicht seine taucherischen Fähigkeiten beurteilen kann, sind die Antworten einseitig!
>mein bruder hatte den scooter bei diesem tauchgang nachweislich zum erstenmal ausprobiert!
>warum direkt in solcher tiefe?
möglicherweise hatten die beiden anderen Tauchpartner auf diese Tiefe geplant und dein Bruder wollte sich "dranhängen". Je nach Scooter (was für einer war es denn) ist ein Tauchen mit einem Buddyteam OHNE Scooter eigentlich nicht möglich. Da der Scooter einfach zu schnell ist. Mit einem kleinen wie z.B.Scbapro ist aber eine gewisse Wenidigkeit egeben, dass er um die anderen herum Scootern könnte. Ich würde einen Tauchgang auf 20m nicht unbedingt als soo tief einstufen. Außerdem fühlt man sich mit einem Scooter meißt sicher.
>warum ohne sorgeleine?
Ich weiß nicht was das ist. Falls es eine Leine zum Buddy ist, ist sowas ausgeschlossen. die Gefahr entweder den Buddy plötzlich zu ziehen oder das sich die Leine in den Propeller zieht ist viel zu hoch.
Sollte es eine Leine zu einer Boje sein die auf der Oberfläche treibt hätte man folgende Probleme: Man wird ungewollt ein stück nach oben gezogen, da der Scooter schneller ist als die Boje an der Oberfläche --> schräge Leine
---
In beiden Fällen schafft man sich, speziell wo es der 1. Scooter TG war zusätzliche Erschwernisse und Gefahren.
>warum war nur 1 scooter im einsatz?
Das ist fraglich. Die beiden anderen hatten wohl nicht das Geld, Lust,...
1 Scooter bedeutet für mich aber Solo TG! Ob das bei 50TG, von der Erfahrung her, in Ordnung ist wage ich zu bezweifeln. Da wäre dein Bruder jedoch selber dafür verantwortlich.
>warum wurde mit ihm n i c h t im flachen gewässer geübt?
Ich dachte er hat den Scooter nur geliehen --> Es ist seine eigene Entscheidung was er tut.
>wenn er das aber unbedingt wollte, warum wurde ihm das von seinem tauchlehrer nicht verboten?
Mit 50TG ist er normal (vom Brevet her) voll ausgebildet --> er taucht ohne TL
>warum haben seine mittaucher diese aktion mitgetragen?
Ich nehme an das diese nicht Scootern und von der Erfahrung her ähnlich waren. Die hatten so wie ich das sehe mit dem Scootern nix zu tun. Offensichtlich war die Gefahr auch nicht, dass sie deinem Bruder hätten abraten müssen
>warum war kein tauchlehrer dabei?
Hätte er vielleicht "Mitbuchen" können, ist aber nicht üblich.
>bei günstiger sicht von 10 metern entfernt sich ein taucher mit scooter schon nach 8 sekunden aus dem sichtfeld der anderen... gibt es nicht einen ehrenkodex, das man sich nicht weiter als eine armlänge von seinen mittauchern entfernt?!?!
wie soll das möglich sein, wenn nur 1 scooter unter wasser ist?
Da reichen schon 3s. Ehrenkodex würd ich nicht sagen. Mann lernt in der Tauchausbildung man soll beim Partner bleiben. Wenn dein Bruder jedoch Scootert ist das wohl kaum möglich. Wenn ich mit einer Gruppe tauche und ich alleine meinen Scooter dabei habe, dann ist das für mich definitiv ein SoloTG, mit "gelegentlichem Sichtkontakt". Und ich denke dein Bruder hat es entweder nicht gewußt/bedacht oder als SoloTG geplant. Aufgrund des 1. Scooter TG würde ich von nicht gewußt ausgehen.
Ich hoffe ich konnte dir mit den Antworten ein paar Informationen geben. Wenngleich ich nicht glaube das andere eine Schuld daran haben.
Sollte dein Bruder keine Luft mehr in der/den Flaschen gehabt haben, ist folgendes szenario sehr leicht möglich(eigene Erfahrung)
Durch die "hohe" Geschwindigkeit ist es leicht möglich, dass eine nichtbenutze 2. Stufe abbläst. Der Luftschwall, den man normalerweise bemerkt, nimmt man durch die schnelle Fahrt nicht wahr --> es kann innerhalb kurzer Zeit die gesamte Luft verloren gehen. (Ich habe meine 2. Stufe direkt unter dem Kinn und selbst da habe ich es nicht sofort bemerkt das der Regler abbläst)
Eine Out of Air Situation ohne Partner in der Nähe ist äußerst gefählich.Mit dem Scooter hätte er sich zwar noch "nach oben" schießen können, aber an sowas denkt man da eher nicht sofort.
Antwort von Sport_Taucher am 18.10.2006 - 13:53 @all
ich musste leider auch schon einen tödlichen TU im Freundeskreis miterleben und habe mitbekommen wie sich dieses Forum damit auseinandergesetzt hat und wie sich das auf die betroffenen Angehörigen/ Freunde/ Tauchpartner und deren Angehörigen ausgewirkt hat.
Dazu folgendes:
Dem Forum waren nie mehr als 50% der Fakten bekannt und folglich ist viel spekuliert worden was für alle beteiligten die natürlich dieses Forum auch lesen völlig verunsichert hat. Alle Beteiligten fragen sich nach so einem schrecklichen Ereigniss wie es weitergehen soll, welche Versicherung eventuell zahlt,.... und halten sich richtigerweise dem Forum gegenüber bedeckt!
Die Kripo ermittelt, alle die etwas mitbekommen haben werden verhöhrt, die Computer werden ausgelesen, die Tauchausrüstung wird untersucht,.... Dies dauert je nach Auslastung der Kripo, der Gutachter,... sehr lange.
Nachdem die Ermittlungen abgeschlossen sind könnte man dann mit Zustimmung aller beteiligten dann nach Abschluss der Ermittlungen wenn alle Fakten vorliegen und alle Aussagen ausgewertet sind eine hervorragende Unfallanalyse machen aus der dann auch wirklich etwas zu lernen ist!!!
Leider kommt es nie dazu weil durch die Spekulationen im Vorfeld alle die etwas sinnvolles beitragen könntes so verärgert sind das niemand mehr Infos ans Forum gibt.
S C H A D E, so können wir alle nichts dazulernen!
Antwort von MatV am 19.10.2006 - 10:02 @Sporttaucher:
"Dem Forum waren nie mehr als 50% der Fakten bekannt und folglich ist viel spekuliert worden was für alle beteiligten die natürlich dieses Forum auch lesen völlig verunsichert hat. "
Wenn ich dich richtig verstehe, plädierst du auch für das Verbot von Zeitungen? Da stehen auch Unfälle drin. Meist mit noch weniger Fakten. Hältst du alle für verunsichert?
"Alle Beteiligten fragen sich wie es weitergehen soll..." ist kein Forenthema.
Die Kripo ermittelt,
Toll. Haben die Fachleute für Tauchunfälle?
Die ermitteln nach Hinweisen, ob eine Straftat vorliegt.
"Nachdem die Ermittlungen... eine hervorragende Unfallanalyse machen aus der dann auch wirklich etwas zu lernen ist!!!"
Das kann man auch jetzt schon. Lernen setzt allerdings Lernbereitschaft und -Fähigkeit voraus.
Die vermisse ich bei vielen Beiträgen hier.
"Leider kommt es nie dazu weil durch die Spekulationen im Vorfeld alle die etwas sinnvolles beitragen könntes so verärgert sind das niemand mehr Infos ans Forum gibt."
Ich bin nicht verärgert, und Matt auch nicht.
Wenn du aus diesen Beiträgen nichts lernst, ist dir nicht zu helfen.
"S C H A D E, so können wir alle nichts dazulernen! "
Du hast keinen Anlass, hier im Namen aller zu schreien.
MatV
Antwort von Divingstore am 16.06.2008 - 07:58 Hallo
Rückblickend stellt sich nun die Frage:
Was ist bei den Ermittlungen rausgekommen ?
Könne wir nun nach so einer langen Zeit doch aus diesem Tauchunfall lernen ?
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