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Foren - int. Tauchunfälle - Tödlicher TU Summer Island




  

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Tödlicher TU Summer Island
Abgesandt von Thomas Schwindel am 17.11.2001 :

Am Freitag, 09.11.2001 kam es auf Summer Island /Malediven zu einem tödlichen Unfall. Ein deutscher Taucher, dem frühzeitig die Luft knapp wurde, wurde vom begleitenden Tauchlehrer bis auf 5m Tiefe begleitet. Der Tauchlehrer tauchte danach mit seiner Gruppe weiter und stieg ca. 20. Minuten später auf. Von dem Taucher fehlte jede Spur. Eine sofort eingeleitete Suchaktion mit allen möglichen verfügbaren Booten, Surfer und Parasailern erbrachte kein Ergebnis.

Der Taucher wurde am nächsten Tag in der Früh von einem Wasserflugzeug tot am Grund innerhalb des Aussenriffs aufgefinden. Flasche und Jacket waren restlos leer.



Antwort von Anja Böhm am 18.11.2001 - 00:42
ich fliege nächste Woche nach SIV und bin ziemlich erschüttert!!!Mir ist nicht bekannt,daß dort schonmal etwas passiert ist.Falls es mehr Infos gibt,wäre ich dankbar dafür
Antwort von Thomas Dannhorn am 18.11.2001 - 11:37
Erst Gestern habe ich von Freunden, die zum Zeitpunkt des Unglücks dort Urlaub machten, erfahren, dass die Rettungsmaßnahmen bereits ab ca. 18.00 abgebrochen wurden und erst sehr spät am nächsten Tag fortgeführt wurden.
Die sicherlich mögliche Einbeziehung von Marinetauchern fand nicht statt.

Seltsam, seltsam ...
Antwort von Thomas Schwindel am 18.11.2001 - 11:54
Ich war selber auch anwesend und auf dem Tauchdhoni dabei. Bis 18 Uhr suchten wir auf dem Dhoni und viele andere Boote auch. Falls der Taucher an der Oberfläche gewesen wäre, bin ich mir sicher, wir hätten ihn gefunden. Um 18 Uhr wird es stockdunkel, so dass eine weitere Suchaktion nicht nur relativ aussichtslos, sondern auch riskant gewesen wäre. Am nächsten Tag in der Früh wurde die Suche unter Beteiligung eines Wasserflugzeuges und Marinetauchern fortgeführt, die den Toten dann auch alsbald fanden.

Die Tauchbasis verkündete zunächst, der Computer des Tauchers würde von der Polizei ausgewertet. Einige Tage später hiess es dann, er wäre nicht augewertet worden, weil die Polizei dies gar nicht könnte. Angeblich mangelnde Software, was ich mir beileibe nicht vorstellen kann.

Die Informationen, die wir (auch nur auf Nachfrage) erhielten, deuteten daraufhin, dass der Taucher, nachdem er die Oberfläche erreicht hatte, aus irgendwelchen Gründen nochmals abgetaucht ist.

Allerdings schwirrten eine Woche lang alle möglichen Gerüchte über die Insel. Wenn der Basis kein Vorwurf wegen des eigentlichen Unfalls zu machen ist, dann doch zumindest wegen ihrer anschliessenden Informationspolitik.
Antwort von Michael & Laura Ruschel - Lars & Kerstin Lippmann am 18.11.2001 - 12:59
Heute habe ich den Kommentar zum tödlichen Tauchunfall auf Summer Island Village gelesen. Ich muss dazu, als unmittelbr Betroffener, unbedingt etwas sagen.

Der verunglückte Taucher, Jürgen G., war unser bester Freund seit gut 25 Jahren. Er war Tauchanfänger und hatte im letzten Jahr ( Dominikanische Republick) seinen Tauchschein gemacht. Er hatte seit seinem letzten Urlaub keinen Tauchgang mehr absolviert. Er wurde also entsprechend als Tauchanfänger bzw. als ungeübter Taucher ( 9 Tauchgänge im Logbuch ) von den Tauchlehrern auf SIV eingestuft. Nach drei Tauchgängen vom Strand, um seine Fähigkeiten zu verbessern, durfte er vom Boot aber nur zu den leichten Tauchgängen am Nachmittag und nur in Begleitung eines Tauchlehrers tauchen. Er hatte bereits zwei Tauchgänge vom Boot bis zu dem Tag der Tragödie. Es war, nicht wie sicher irrtümlich angegeben der 08.11.01, sondern Freitag, der 09.11.01. Wir fuhren 14:30 Uhr zum Tauchplatz DIDI GAA. Die See war bewegt und ich schätze es gab Wellen von ca 1 bis 1,5 Meter. Der Tauchlehrer(Michael) erklärte den Tauchplatz und teilte die Taucher ein. Mein anderer Freund und ich tauchten alleine. Jürgen wurde in eine Gruppe von 6 Tauchern eingeteilt. Es wurden also drei " Paare" gebildet, plus Tauchlehrer. Mein Freund und ich gingen vor der Gruppe ins Wasser und tauchten nach 50 Minuten wieder auf. Es war ein normaler schöner Tauchgang. Durch den Wellengang und mehrerer Taucher dauerte es etwas bis wir auf dem Boot waren. Ich bemerkte, daß Jürgen noch nicht dabei war aber der Tauchlehrer war auch noch nicht an Bord. Ca.zehn Minuten später kam der Tauchlehrer. Auf meine Frage wo Jürgen denn sei, sagte er, er müßte schon eine halbe Stunde oben sein. Nach dem alle an Bord waren begann die Suche, wie bereits beschrieben. Ich konnte nicht mehr klar denken und wir machten uns alle große Sorgen. Wir suchten bis zum Sonnenuntergang -- vergebens --.Jeder kann sich vorstellen was es für ein Gefühl war zurück zu fahren, seiner und unseren Frauen zusagen "wir haben den Jürgen verloren".



Am nächsten Morgen suchten wir zwei Stunden mit dem Flugzeug, wir sind selbst mitgeflogen - vergebens - erst als die Piloten alleine zurückfliegen wollten sind sie nochmals im Tiefflug über das Riff geflogen und haben Jürgen gesehen. Wir sind dann mit dem Boot zum Riff gefahren und Jürgen wurde an der Oberfläche schwimmend auf den Bauch liegend Tod geborgen. Sein Regler hatte sich am Riff verfangen der Bleigurt hing an seinen Füßen. Es stimmt die Flasche und das Jacket waren leer. Es war Samstag der 10.11.2001 ca. 09:00 Uhr.



Wir und natürlich sein Familie stellen viele Fragen auf die wir hoffentlich eine Antwort bekommen werden.



Am 11.11.2001 haben wir, meine Frau und ich, Jürgens Frau nach Hause begleitet. Sie ist seit einer schweren Hirntumoroperation rechtseitig gelähmt. Es sollte auch für sie ein schöner Urlaub sein.
Antwort von Thomas Schwindel am 18.11.2001 - 16:53
Danke für die Präzisierung!
Das zeigt, dass die Informationen seitens der Basis doch widersprüchlich waren. Henry (der Tauchlehrer, der Jürgen dann geborgen hat) sagte mir, Jürgen wäre am Grund gelegen.

Euch und vor allem Jürgens Frau unser tiefstes Mitgefühl. Ich kann Euch versichern, dass in der Woche, in der wir noch da waren jeder auf SIV viel an Jürgen und seine Frau gedacht und mit ihr gefühlt hat.
Antwort von Micha am 18.11.2001 - 17:40
Juergen ist also hoch, weil seine Luft knapp wurde ? Warum ist sein Buddy nicht auch aufgestiegen ? gerade bei Wellengang und einem unerfahrenen Taucher ? Hat der TL das so organisiert ?
Antwort von martin am 18.11.2001 - 18:25
Wenn ich es richtig gelesen habe, hat der Tauchlehrer Ihn an die Oberfläche gebracht und ist dann weitergetaucht. Bei unerfahrenen Tauchern und Wellengang sollte man wenigstens warten bis der Taucher an Bord ist.Das Tauchernet Team drückt seine aufrichtige Anteilnahme der Familie und den Freunden von Jürgen G. aus.
Gleichzeitig wäre es schön wenn solche Tauchlehrer längstens Ihr Unwesen treiben dürften und zur Verantwortung gezogen werden würden.
Antwort von Stefan am 19.11.2001 - 14:27
Wie kann ein Tauchlehrer einen Anfänger bei Luftknappheit und fast mannshohen (1,50m) Wellen alleinlassen - wenn der Budddy schon nicht mit hochgegangen ist???
Antwort von Anja am 19.11.2001 - 22:39
war Michael auch der TL der die Gruppe begleitet hat?Die Antwort wäre für mich persönlich wichtig.Mein aufrichtiges Beileid an Jürgens Frau,Familie und Freunde.
Antwort von Thomas Schwindel am 19.11.2001 - 22:54
Michael war der Tauchlehrer, der die Gruppe begleitet hat. Er war an dem Tag der einzige Tauchlehrer an Bord des Dhonis, seine Gruppe, in der auch Jürgen war, war die einzige, die begleitet tauchte. Weder Lydia, noch Henry (die beiden anderen Tauchlehrer der Basis) waren dabei.
Antwort von Fariba & Zoheyla am 21.11.2001 - 03:05
Leider waren auch wir auf dem Tauchdhoni und seit diesem Tag können wir an nix anderes mehr denken.
Die überaus diletantische Suche nach Jürgen hat uns geschockt.
Außer dem hektischen telefonieren des "Instructors" Michael auf dem Boot erfolgte keinerlei intensive Suche, beispielsweise abschnorcheln des Grundes, sowie erneutes betauchen des Tauchgebietes. In der ersten Stunde eines jedens Rescue Kurses wird auf die Suche eines vermissten Tauchers gedrillt!!....und es hätte viele Möglichkeiten gegeben. Wie man von der Insel verlauten ließ, wollte man "allerdings keine Panik aufkommen lassen" . Wie dieser Fall zeigt kostete es das Leben eines Menschen.Doch auch nach 20 Arbeitsjahren als Tauchlehrer auf den Malediven, sollte man sich immer über Pflichten und Verantwortung gegenüber eines Tauchschülers (Menschenleben) bewußt sein.

Diese Tragödie ist in keinster Weise zu rechtfertigen, geschweige denn zu entschuldigen.

Wir können nur jedem Taucher abraten jemals mit dieser verantwortungslosen, raffgierigen Tauchschule einen "guided" Tauchgang zu machen.
In Gedenken an Jürgen

Fariba & Zoheyla
Antwort von Marion G. aus Leipzig am 21.11.2001 - 14:55
Ich habe heute von eurer Seite erfahren und natürlich
gleich alle Beiträge gelesen, welches für mich von großem
Interesse war. Ich möchte dieses Forum nutzen, um als
Frau des Verünglückten Tauchers Jürgen G. meinen Dank
für eure Anteilnahme zum Ausdruck zu bringen. Insbesondere
möchte ich mich hier auch nochmals ganz herzlich bei den
beiden mitgereisten Familien (Michael+Lars) bedanken,
welche mir große Hilfe,Unterstützung und Trost gaben
und dabei persönliche Interessen und Bedürfnisse in den
Hintergrund stellten.
Auch heute, 10 Tage nach diesem Unglücksfall, ist es für mich
immer noch schwer zu verstehen, was dort vorgegangen ist und
wie es zu diesem tragischen Unfall kommen konnte.
Leider gibt es immer noch keine genauen Angaben zur
Todesursache, zwar ist Jürgen inzwischen wieder hier in
Leipzig, liegt aber noch in der Gerichtsmedizin.
Ich verspreche euch, dass ich euch über den weiteren Verlauf
der Untersuchungen informieren werde und insbesondere auch
über die Ergebnisse der jetzt eingeleiteten Untersuchungen zu
möglichen Fehlverhaltensweisen von Seiten des Tauchlehrers
auf den Malediven. Auch für mich als „Laie“ ist es unverständlich,
wie man einen Tauchanfänger allein lassen konnte ...!
Herzliche Grüße aus Leipzig Marion G.
Antwort von Anja am 21.11.2001 - 23:18
ich habe die Tauchbasis immer als sehr gewissenhaft erlebt,und mich immer sehr sicher beim Tauchen gefühlt.Meine Tauchgänge waren auch immer"geführte Tauchgänge"Zu den Preisen kann ich nur sagen,daß sie im Vergleich zu den anderen Tauchschulen der Malediven mit am günstigsten sind.Oliver falls du nochmal diese Seite liest,die an dich geschickte Mail kommt immer wieder zurück.Melde dich nochmal.
Antwort von Thomas Schwindel am 22.11.2001 - 01:32
Hallo Marion,

schön, dass auch Du die Kraft findest, hier Stellung zu nehmen. Dir nochmal Danies und mein tiefstes Beileid.
Ich wäre sehr dankbar, wenn Du hier berichten könntest wie es weitergeht. Die Basis hat sich nach Eurer Abreise immer wieder in Widersprüche verwickelt. Am Schluss erzählte ein Angestellter, der Freunde von uns mit dem Katameran segelte, dass Michael von den Malediven ausgewiesen würde, und der Basisbesatzung (also Lydia) gekündigt würde und die Basis jemanden anderen übergeben würde. Zitat Lydia, als ich sie darauf ansprach: "Wer erzählt denn sowas?" Ein klares Dementi war es jedenfalls nicht.
Auch die Auswertung von Jürgens Computer blieb schleierhaft.
Richtig ist auch, dass auf dem Dhoni zwar angestrengt geschaut, ein nochmaliges Abtauchen oder Abschnorcheln des Gebietes unterblieben ist. (Volle Flaschen waren noch an Bord.)

Am Tag als Jürgen geborgen wurde, wollten gerade mal zwei Gäste den Nachmittagstauchgang mitmachen. Der Tauchgang fand statt.

Als ich einmal während eines Tauchgangs heftige Kreislaufprobleme bekam, und sicherheitshalber abbrach und nach 20 Min. mit meinem Buddy aufstieg, war der erste Ratschlag von Lydia, ich müsse doch jetzt dann unbedingt den Nachmittagstauchgang mitmachen.

Ich kenne auf den Malediven bisher die Basen von Sun Island und von Meeru. Obwohl beide wesentlich grösser sind (Sun Island wird immer wieder Massenbetrieb vorgeworfen), kam ich mir auf beiden Basen besser individuell betreut vor als auf SIV.
Antwort von Oliver Götz am 22.11.2001 - 17:13
Wir fliegen am 24.11. auf SIV und sind über den Unfall sehr erschüttert. Unser herzlichstes Beileid an die Hinterbliebenen!

Wir sind nun durch die widersprüchlichen Kommentare auf dieser Seite sehr verunsichert.
Sind die Tauchbasis/Tauchlehrer die "Schuldigen"?
Sind jetzt Tauchlehrer entlassen worden?
Gibt es die Tauchbasis noch in dieser Form?
Sollte man nun einiges beachten?
Ist es überhaupt ratsam seinen Urlaub jetzt anzutreten oder ist dies übertrieben?
Wer fliegt die nächsten Tage auch nach SIV? Bitte nehmt mal mit mir Kontakt auf.

Antwort von Thomas Schwindel am 22.11.2001 - 17:23
Endgültige Antworten auf Deine Fragen gibts wohl noch nicht, Oliver. Die Basis selber ist sicherlich am Unfall selber nicht schuld, falls man Vorwürfe erhebt, kann man sie wohl nur gegen den Tauchlehrer Michael richten.

Als einigermassen erfahrener Taucher, der unbegleitet tauchen "darf", würde ich jederzeit wieder auf der Basis tauchen. Nur mit begleiteten Tauchgängen hätte ich als unerfahrener Taucher wohl ein paar Probleme.

Insgesamt glaube ich, könnt ihr Euren Urlaub wohl unbesorgt antreten, die Insel ist genauso schön wie vorher.
Was sich allerdings innerhalb der letzten Woche (bin erst seit Freitag wieder da)in dieser Tragödie noch ergeben hat, weiss ich nicht. Wäre schön, wenn Du im Anschluss berichten könntet!

Schönen Urlaub, trotz allem beneide ich Euch!

Antwort von Fariba am 22.11.2001 - 21:15
Hallo Oliver,

das Tauchen im allgemeinen nicht wirklich gefährlich ist, dürfte Dir bekannt sein.
Ich selbst habe einige Morgen-Tauchgänge dort gemacht und die waren eindeutig
O.K. ! Es fand ein vernünftiges Briefing statt und Henry hat seinen Job absolut
erstklassig erledigt. So wie man es eigentlich erwarten kann ! Hier besteht absolut keine Veranlassung zur Unsicherheit, allerdings führt er selten das Nachmittags-Dhoni!

Ich würdeallerdings keinem meiner Freunde raten, mit Michael einen Tauchgang zu machen, da ich noch nie einem "unmotivierteren" Guide begegnet bin.

Trotzdem wünsche ich Dir einen schönen Urlaub,

gut Luft,
Fariba
Antwort von Rudi am 23.11.2001 - 21:07
Hallo Leute,

wo war den der Tauchpartner? Was ist denn so eine Tauchpartnerschaft auf einer Basis wert?

Scheinbar erwartet auch keiner sehr viel davon, da kaum einer danach gefragt hat.

Ich bin jedenfalls der Meineung, daß es zuerst Sache des Partners gewesen währe mit nach oben zu gehen und den Verunglückten zu sichern.

Antwort von Rudi am 23.11.2001 - 21:07
Hallo Leute,

wo war den der Tauchpartner? Was ist denn so eine Tauchpartnerschaft auf einer Basis wert?

Scheinbar erwartet auch keiner sehr viel davon, da kaum einer danach gefragt hat.

Ich bin jedenfalls der Meinung, daß es zuerst Sache des Partners gewesen währe mit nach oben zu gehen und den Verunglückten zu sichern.

Antwort von Frank Bendix am 25.11.2001 - 11:05
Hallo Allerseits,
ich habe alle Eure Berichte gelesen und sitze nun unfassbar hier vor dem PC um einen klienen Bericht zu schreiben.
Allen voran erst einmal mein tiefstes Beleid für diesen schrecklichen Unfall.
Hier werfen sich allerhand Fragen auf, zu denen ich hier aber noch keine Beantwortung gefunden habe.
1.Warum verdammt nochmals kein Buddysystem ??????- Der Buddy von Jürgen müsste wegen seiner Unfähigkeit lebenslängliches Tauchverbot bekommen oder gab es keinen ???
2.War Michael (ich glaube so hieß er) begleitender Guide ???? (Tauchlehrer sind beim Bootstauchgang überflüssig-alles zertifizierte Taucher )
Wie war das Briefing ???
3. Warum verdammt wurde von den ANDEREN auf dem Boot keine umfassende Suche eingeleitet ??????
Warum ist keiner der an der Oberfläche suchenden Taucher ins Wasser gegangen und hat gesucht ??????
Dieses verstehe ich überhaupt nicht, glaub mir, auch Tauchlehrer sind nur Menschen (ich bin keiner !)aber ich verstehe nicht warum keiner der verbleibenden auf die Idee kam zu suchen ??? Hatte denn keiner eine weiterführende Ausbildung ???
4. Warum wurde der Tachgang vom begleitenden Tauchlehrer mit Jürgen nicht zu Ende gebracht ??? Kein normaler Mensch begleitet seinen Buddy auf Dekostopphöhe und taucht dann wieder zu einer anderen Gruppe ab ????
5. War der Wellengang wirklich so hoch ???

Ich habe gerade meinen 603 Tauchgang auf Sun Island absolviert, aber glaubt mir so etwas oder auch nur annähernd ist dort noch nie vorgekommen. Weder am Hausriff noch am Boot. Wir hätten gesucht (Unterwasser) bis zum bitteren Erbrechen.
Sorry um Jürgen und seine hinterbleibende Frau
masterdive
Antwort von Jörg am 26.11.2001 - 10:45
Hallo !

Wir waren 1998 auf SIV - und hatten uns damals schon über die "eigenwillige" Basisleitung geärgert.
Meine persönliche Meinung: wenn sich der Unfall wirklich so abgespielt hat ("TL" Michael begleitet einen eher unerfahrenen Taucher nur bis auf 5m und nicht bis auf´s Boot), dann gehört dem "TL" die Lizenz entzogen - ohne wenn und aber...
Unsere Eindrücke damals: www.easydiver.de
Wenn ich mir das jetzt so anschaue, waren wir viel zu "freundlich" bei der Kritik der Basis...
Antwort von ein TL am 27.11.2001 - 12:20
Hallo

Ich möchte auch mal meine Ansicht zu dem ganzen schreiben, ich werde allerdings nicht zu diesem Unfall Stellung nehmen, sondern nur zu einigen eurer Komentare - es ist sinnlos irgendwem Vorwürfe zu machen und ihn als Teufel an die Wand mahlen ohne die Ereignisse selbst zu kennen.
Einige von Euch haben gefordert sofort wieder ins Wasser zu springen: "Wir hätten gesucht (Unterwasser) bis zum bitteren Erbrechen" schrieb Frank. Dass wäre meiner Meinung nach das schlechteste gewesen, was ein TL/Bootsführer in einer solchen Situation machen kann!! Der Taucher hatte schon eine halbe Stunde zuvor keine Luft - wenn man ihn also eine halbe Stunde später noch Unterwasser sucht ist er mit großer Wahrscheinlichkeit schon Tod. Auch wenn man alles nur mögliche versuchen soll - man darf auf keinen Fall andere Personen gefährden! Mit einer Gruppe Urlaubstaucher eine Bergungsaktion "bis zum bitteren Erbrechen" zu starten ist wohl eher eine unüberlegte und dumme Aktion. Nach so einem Unfall hat jeder, der ins Wasser springt etwas bamelige Knie und im Kopf eines jeden Tauchers der auf dem selben Boot wie der Verunglückte war, würden irgendwelche Gedanken herumschwirren - unter solchen Bedingungen einen Wiederholungstauchgang zu beginnen finde ich lebensgefährlich und vor allem sehr sehr fragwürdig was die Erfolgsaussichten angeht.
Eine Suche kann nur vom Boot aus Erfolg versprechend sein - ist er zu diesem Zeitpunkt noch am Leben, sieht man seine Luftblasen vom Boot aus viel Besser, als wenn man im Wasser planlos rum schnorchelt . Ist der Taucher an der Oberfläche und von der Strömung abgetrieben worden, zählt jedes Boot, dass vor dem dunkel werden sucht! Würde irgendwo eine Gruppe Schnorcheln oder Tauchen fehlt dieses Boot.
In der Nacht ist eine Suche sowieso zu gefährlich - es gibt einfach zu viele Riffe.
Meiner Meinung nach war die Suchaktion gut - sie haben versucht so viele Boote wie möglich zur Unterstützung zu bekommen - auch wenn es traurig ist - viel mehr kann man leider nicht machen.
Ein zwei Tage zuvor hab ich mit einer anderen Tauchlehrerin von einer anderen Insel gesprochen, auch dort passierte ein tödlicher Tauchunfall - die Tauchlehrerin (hatte mit dem Unfall nichts zu tun) war am Boden zerstört. In meinem Versuch sie zu beruhigen konnte ich ihr leider nur sagen, dass solche Dinge leider beim Tauchen passieren können, oder anderswo...

Mein tiefes Beileid an die hinterbliebenen von Jürgen.
Antwort von Frank Bendix am 27.11.2001 - 13:19
Hallo TL,
schön das Du versuchst, meine Meinung als zusätzliche Gefährung darzustellen,doch ich denke, dass diese hier völlig fehl am Platze ist.
Ich schrieb nur : Das wir, und damit meine ich alle anwesenden Guides , und alle erfahrenen Taucher) eine umfassende Suche hätten starten sollen und müssen. Dazu gehört auch die Suche Unterwasser. Zu keiner Zeit schrieb ich, dass jeder auf dem Boot einfach, mal so ins Wasser springt um einen Vermissten zu suchen. Natürlich ist die Suche Überwasser sehr gut und wichtig , dennoch ist die Unterwassersuche nicht unnütz oder gar gefährlich. Ich stehe auf dem Standpunkt, dass Unterwasser gesucht hätte werden müssen und hätte als erfahrener Taucher auch keine Probleme damit gehabt alles erdenkliche nur zu tun um ein Menschenleben zu retten. Auch braucht man hier nicht darzustellen, dass keinem Vorwürfe zu machen sind . Ich stelle hier ganz klar und eindeutig fest, dass ich betone nochmals, meiner Meinung nach (und Verbandsrichtlinien)hier der Tauchlehrer als BUDDY sehr große Fehler gemacht hat, wofür er sehr wohl verantwortlich ist (gerade als Tauchlehrer).
Es ist schon richtig, dass immer Tauchunfälle auf der Welt geschehen, nur hier ging es um einen speziellen,sehr traurigen, der durch einen ´echten´Tauchlehrer / Buddy hätte vermieden werden können.
masterdive
Antwort von Michael Ruschel am 27.11.2001 - 15:42
Ich hatte mich bereits als unmittelbar betroffener gemeldet.
Ich habe mit Interesse diese Diskussion verfolgt. Bisher, hatte ich auch für alle Verständnis.
Ging es doch immer darum - wie konnte das passieren und warum?
Ich denke, daß all die auf dem Boot dabei waren, daß Recht haben Ihre Meinung zu erklären und zu äußern, daß aber auch unbeteiligte ihre Fragen und Stellungnahmen schreiben, schließlich ist diese Seite dafür da.
Vielleicht erkennt man damit auch die "schwarzen Schafe" unter den Tauchlehrern und hilft derartige Unfälle zu vermeiden.
Aber, daß ein "TL", der nicht einmal seinen richtigen Namen nennt (offenbar zu feige),diese schreckliche Tragödie, damit erklärt:
" Das solche Dinge beim Tauchen passieren können" ist wohl die unverschämste und arroganteste Art, diese Tragödie zu kommentieren. So nach dem Motto "Selber Schuld" oder?
Zu behaupten, ohne auf den Unfall eingehen zu wollen, der Tauchlehrer auf dem Boot hat alles richtig gemacht, ohne zu fragen, warum war Jürgen alleine an der Oberfläche oder allein zur Oberfläche unterwegs. Ist mehr als bedenklich, vor allem als TL.
Es hat auch nichts damit zu tun " irgendwem Vorwürfe zu machen und ihn als Teufel an die Wand zu malen" Die Schuldfrage stellt sich bei jedem Unfall.
Von denen die sich hier zu Wort gemeldet haben waren einige ja selbst dabei, wie ich auch und kennen diese Tragödie ziehmlich genau. Bei genauem lesen müßte den Hergang dieser Tragödie auch der "TL" verstanden haben. Um so unverständlicher seine Diskussion. Ich hoffe, daß nicht noch mehr Tauchlehrer in dieser Art Stellung nehmen. Man müßte dann intensiv vor dem Tauchen warnen - Es wäre dann wirklich viel zu gefährlich. Insofern hätte sich dieser "TL" sein Beileid an die Familie von Jürgen verkneifen sollen.

Michel Ruschel
Antwort von Roman Edler am 27.11.2001 - 19:12
Ich möchte hier als Webmaster der SIV Seiten mein tiefstes Mitgefühl der Familie, den Freunden und Verwandten von Jürgen aussprechen.

Meine Gedanken sind aber auch bei den Betreibern der Basis und deren Tauchlehrern und Mitarbeitern, die ich als Taucher dort immer gewissenhaft und kompetent erlebt habe und die hier nicht "vorverurteilt" werden sollten.

Roman
Antwort von Thomas Schwindel am 27.11.2001 - 19:33
Hallo Roman,

danke für Dein Statement.

Vielleicht wäre ein Statement von Lydia oder Michael hier hilfreich.

Lydia hatte gemeint, ich könnte der Basis am besten damit helfen, dass ich den Fall nicht ins Internet bringe.

Ich glaube aber, dass ein solcher Fall auch im Sinne der Basis aufgeklärt werden muss, und bin der Meinung dass das hier gut geschehen könnte.

Ich hab in letzter Zeit täglich die Website von SIV betrachtet. Keinerlei Kommentar zu dem Fall.
Vielleicht sollte man auch dort etwas sagen.

Schöne Grüsse
Thomas
Antwort von ich bins noch mal am 27.11.2001 - 19:52
Hallo Michael
Tut mir leid, wenn du dich durch meinen Beitrag gekränkt fühlst - das war sicherlich nicht meine Absicht und dafür möchte ich mich auch entschuldigen!
Ich wollte in der Diskusion nur meine Meinung zur Suchaktion abgeben - ich finde halt eine Suche vom Boot aus besser.
Antwort von Peter die Lunge am 05.12.2001 - 20:41
Hallo zusammen,

ich bin gerade erst auf den Tauchunfallbericht gestoßen. Nachdem ich alle Kommentare gelesen habe, komme ich auch zu der Einsicht, daß dem TL Michael, der die Gruppe führte, auf alle Fälle die Hauptschuld an dem Unfall zuzuschreiben ist. Wenn er eine Gruppe führt, muß er sich nach dem Taucher mit der geringsten Erfahrung oder dem höchsten Luftverbrauch richten. Wenn dessen Luftvorrat zur Neige geht, ist der TG für die gesamte Gruppe vorbei. Ein Weitertauchen der Gruppe gibt es nicht. Wer gemeinsam ins Wasser geht, geht auch gemeinsam wieder aus dem Wasser.
Dem Buddy kann der Vorwurf, nicht auf den Tauchpartner geachtet zu haben, auch nicht erspart bleiben.
Zur Suchaktion: Grundsätzlich kann eine Suche im Wasser sicher nur dann Erflog haben, wenn ich ganz genau weiß (Umkreis von 50 Meter maximal), wo ich suchen muß. Ansonsten bin auch ich der Meinung, daß eine Suche vom Boot aus sehr viel mehr Aussicht auf Erfolg hat.
Wie auch immer, ich denke dieser Tauchunfall hätte mit einem vernünftigen Boddy und einem engagiertem Guide vermieden werden können. Zumindest soweit die oben dargestellten Fakten zutreffen. In diesem Falle hat wohl die Ausbildung der Ausbilder versagt.

Auch meine aufrichtige Anteilnahme an die Hinterbliebenen.

Peter die Lunge
Antwort von hans-Jürgen am 11.12.2001 - 17:17
Hallo,

zuerst einmal möchte auch ich allen Angehörigen von Jürgen G. mein herzliches Beileid ausdrücken.

Da ich nicht dabei war, kann ich leider auch nichts zur Aufklärung beitragen. Mir brennt nur etwas das Thema "Buddy" unter den Nägeln.

Ich bereise schon seit meinen Tauchanfängen die Malediven und habe schon einige Basen kennen gelernt. Mehr als einmal habe ich auch die Situation erlebt, dass ein TL mit mehr als zwei Anfängern unterwegs war (was ich persönlich als leichtsinnig empfinde). Bei einer solchen Gruppe ist es fast schon eine Gesetzmässigkeit, dass bei einem Gruppenmitglied vorzeitig die Luft ausgeht.
Ein umsichtiger TL beendet dann diesen TG, oder er nimmt diese Person schon bei ca. 70-80 bar an den Octopuss, um der restlichen Gruppe einen etwas längeren TG zu verschaffen. Leider habe ich auch schon erlebt, dass der TL oder Guide mit dieser Person aufsteigt, und den ursprünglichen Buddy anweist bei der Gruppe zu bleiben.Kurz darauf ist der TL dann wieder zu der Gruppe zurckgekehrt. Ich bitte Euch jetzt sich in die Situation eines ebenfalls nicht so erfahren Buddy zu versetzen:
Wenn Ihr von dem TL angewiesen werdet bei der Gruppe zu bleiben, und Ihr gleichzeitig mitbekommt, dass der TL mit Eurem Buddy auftaucht, denke ich dass die Schuld ausschliesslich beim TL und nicht beim Buddy zu suchen ist. Ich weiss natürlich nicht ob es sich hier so abgespielt hat, aber wenn es so ist sollte man mit Schuldzuweisungen sehr vorsichtig sein.

Hans-Jürgen
Antwort von Frank Bendix am 11.12.2001 - 18:19
Hallo Hans Jürgen,

zu Deinem Statement kann ich nur sagen, dass hier wohl der Buddy die Schuld hat, ob erfahren oder nicht spielt hierbei keine Rolle. Die Tauchen waren allesamt zertifiert und wussten um die Richtlinien beim Tauchen Bescheid. Hier brauch auch kein Tauchlehrer anwesend sein, der konnte ja schon ganz woanderes gewesen sein.
Auch Deinen `Tip`mit dem Octopus ist nicht so ganz ok ,dieser dient allein als alternative Luftversorgung in Notfällen und nicht als Verlängerung eines Tauchganges. Schon einmal etwas von Dekokrankheiten gehört ???
Gruß masterdive
Antwort von Hans-Jürgen am 11.12.2001 - 18:52
Hi Frank,

grundsätzlich hast du recht. Aber wie oft kann man erleben, dass die Zertifizierung nicht das Papier Wert, auf das sie aufgedruckt worden ist. Ich möchte jetzt auch keine Grundsatzdiskussion über Zertifizierungen losreissen.
Aber die Vermutung liegt doch sehr nahe, dass die Gruppe aus unerfahrenen Tauchern bestanden hat. Auch Jürgen G. war ein zertifizierter Taucher, aber mit 9 TGs wird jeder Anfänger seinem TL blind vertrauen. In dieser Phase des Ausbildungsstands kannst Du getrost jede Zertifizierung an die Wand nageln, denn es wird schlicht und ergreifend das getan was der TL für richtig befindet. Ich habe zumindest noch nie etwas gegenteiliges erlebt. Und wer sagt uns, dass der Buddy nicht einen ähnlichen Ausbildungsstand hatte?
Also nicht so realitätsfremd auf Zertifizierungen und Ausbildungsstandards sehen, sondern immer auch die Situation berücksichtigen.
Die Kritik mit dem Octopuss ist o.k., wird aber oft so praktiziert.

Gruss Hans-Jürgen
Antwort von Christian am 19.12.2001 - 01:11
Als Tauchneuling (41TG) lese ich mit grossem Interesse auch diese Unfallberichte, da ich hoffe daraus zu lernen und mich, falls ich in ähnliche Situationen komme, entsprechend verhalte.

Ich möchte mit meinen weiteren Ausführungen nicht taktlos erscheinen, ich fühle mit der Ehefrau und den Freunden, dennoch liegt es mir am Herzen nicht nur dem TL die Schuld zuzuweisen (wenn er sie - den Ausführungen hier folgend - auch sicher auf sich nehmen muss), sondern auch ein wenig Kritik am System üben.

Es sagt sich leicht, dass man nuneinmal das Buddysystem lernt und auch zu befolgen hat, und es sagt sich leicht dass es eine unumstössliche Regel sein muss, dass alle gleichzeitig ins und aus dem Wasser gehen. In der Praxis eines Dive-Guides auf irgend einer Urlaubsinsel stelle ich mir das schon erheblich schwerer vor. Man hat hier eine Gruppe von Leuten, die alle nur ein paar Tage die Gelegenheit haben hier zu tauchen. Einige von diesen Leuten werden vielleicht in ihrem ganzen Leben nur diese paar Tage auf dieser Insel verbringen. Und sie zahlen auch dafür. Sie zahlen dafür und erwarten dafür eine Gegenleistung, und erwarten gleichzeitig, dass man ihnen auch entsprechende Sicherheit bietet, passiv, als Konsument. Kann man Sicherheit "konsumieren"?

Jetzt geht man nun mit einer Gruppe von Tauchanfängern runter und wenige Minuten später - oder jedenfalls viel früher als geplant - soll der Tauchgang für alle beendet werden, weil einer der Teilnehmer keine Luft mehr hat. Ich denke, wenn ein Guide dieses Vorgehen wirklich praktiziert wird er sich bald eine andere Beschäftigung suchen müssen. Hier zählt leider das Geld mehr als die Sicherheit.

Mag sein dass ich da etwas zu radikal bin in meinen Ansichten, und ich möchte nochmals betonen dass mir nichts daran liegt den Hinterbliebenen zusätzlich Schmerz und Ärger zu bereiten, aber ich denke dass es zu solchen Unfällen, die aus der Sicht eines Tauchers eigentlich leicht vermeidbar gewesen wären, zu solchen Unfällen immer wieder kommen wird, solange unerfahrene Taucher gegen Geld ihre Sicherheit in die Hände eines Guides legen aber von ihm in erster Linie erwarten den Tauchgang wie geplant durchführen zu können, egal was mit den anderen mittauchern auch passiert. Nochmals möchte ich betonen dass ich diese Äusserung nicht auf den konkreten Fall hier beziehe, ich will dem Verunglückten hier wirklich keine Schuld zuweisen, aber ich erlebe hier in Salzburg ähnliches in anderen Sportarten, wie etwa dem Wildwasserraften. Hier ist dieser Effekt noch viel stärker spürbar, da die Teilnehmer an Raftings absolut keine Erfahrung haben, noch nie mit Wildwasser in Kontakt gekommen sind und nun vom Guide eine spannende und aufregende Fahrt erwarten. Nun steckt der Guide in einer Zwickmühle: fährt er eine "sichere" Strecke, wird es eine gemütliche Bootsfahrt und die Kunden sind enttäuscht. Fährt er einen Fluss, der die Gewalt hat das Raft entsprechend zu bewegen, so riskiert er aber die Gesundheit oder gar das Leben eines Teilnehmers, der vielleicht über Board geht.

Ähnlich sehe ich die Sachlage auch beim Tauchen. Auch hier zähl der Gewinn, die Touren müssen ausgebucht sein, die Leute nachher begeistert. Ein abgebrochener Tauchgang macht sich da natürlich nicht gut. Wie meine Vor"schreiber" auch schon berichtet haben ist es nicht selten, dass in einer Gruppe von Anfängern bereits nach relativ kurzer Zeit einer darunter ist, dem die Luft knapp wird. Wenn also jeder 5. Tauchgang frühzeitig abgebrochen wird, werden die Kunden bald zu einer anderen Basis wechseln, wo man mit Sicherheit seinen Tauchgang absolvieren kann, möglicher weise dann aber auf Kosten eines Teilnehmers, weil der Guide in einem unvorhergesehenen zwischenfall nicht für die Sicherheit entscheidet. Nicht desto trotz hat jedoch er die Verantwortung dafür, den er muss die Erfahrung haben zu wissen in welches Risiko sich er begiebt und welchen Gefahren er seine Gruppe aussetzt - und dies mit seinem Gewissen vereinbarn gegen Geld dieser Tätigkeit nachzugehen.

Und nochmals betone ich, dass ich den Hinterbliebenen im Konkreten fall nicht zu nahe treten möchte wenn ich nun abschliessend schreibe, dass sich daran auch nichts änder wird, solange relativ unerfahrene Taucher bereit sind die mangelnde Erfahrung durch Geld auszugleichen und möglicher Weise an TGs teilnehmen, für die ihr Stand der Ausbildung noch nicht ausreicht - und solange derartige divetours von gewinnorientierten Unternehmen angeboten werden.

Diese meine Meinung ergiebt schliesslich auch die Empfehlung lieber bei guten Vereinen tauchen zu lernen, die einen TL haben der den Unterricht aus Freude am Unterrichten - nicht als Job, sondern als Hobby mit Begeisterung abhält. Und erst wenn die eigene Ausbildung es erlaubt würde ich mich auch an anspruchsvollere Tauchgänge wagen, jedoch nur in einer Gruppe die auch bereit ist für mich jederzeit den TG abzubrechen!
Antwort von Peter die Lunge am 20.12.2001 - 21:42
Hallo Christian,

hier ist nochmal Peter die Lunge. (Spitzname in meinem Tauhclup)Da du dich auf einige meiner Äuserunge bezogen hast, möchte ich dir darauf auch antworten.
1. Wenn ich mit einer Gruppe Taucher, Rafter, Reiter, ... etwas unternehme und die Verantwortung für die sicher Durchführung habe, muß ich als Verlantwortlicher meine Tour so wählen, daß der Schlechteste, Unerfahrenste, ... ohne Schaden zu nehmen wieder nach hause kommt.
2. Dein Einwand dann kommen die Leute nicht mehr. Da muß ich dir sagen, dann muß ich als Tauchschule -basis die Taucher ihrem Leistungsstand gemäß zusammenfassen und entsprechende TG`s organisieren. Sicherheit geht nun mal vor. Im Zweifeslfall muß die Tauchbasis eben zwei Guides einsetzen.
Christian, du hast sicher recht wenn du schreibst, Geld regiert die Welt, auch beim Tauchen. Daß es aber auch anders geht, habe ich selbst schon erlebt. Und die Gäste werde es der Basis sicher danken, indem sie wiederkommen, auch wenn der TG vielleicht etwas teurer ist als bei der Konkurenz.

Ich weiß, daß eine solche Organisation sicherlich nicht Standard ist. Aber ich habe es auf Tauchsafaris im Roten Meer erlebt.
Dort wurden Taucher ihres Leistungs- und Ausbildungsstandes gemäß zusammengefasst. Erfahrene Taucher konnten selbständig ins Wasser gehen, die weniger Erfahrenen unter Führung des Guides.
Im übrigen habe auch ich schon Tauchgänge mit 80 oder 90 Bar Restdruck in der Flasche abgebrochen, weil einer der Buddys mit der Luft am Ende war.
Wenn du so etwas nicht willst oder akzeptierst, mußt du dir einen Buddy suchen, der etwa deinen Luftverbrauch und Leistungssand hat und mit dem zum Tauchen gehen.

Ich meine Unfälle können und werden immer wieder passieren, aber dieser hier wäre sicher vermeidbar gewesen.

Ich wünsche allen ein schönes gesegnetes und friedliches Weihnachtsfest und einen Guten Rutsch ins neue Jahr. Und hoffentlich keine Unfall.

Allzeit gut Luft

Peter die Lunge
Antwort von Thomas Schwindel am 20.12.2001 - 21:55
ich bin im Moment äusserst enttäuscht, dass es in diesem Thread keinen Kommentar der Basis zu dieser Sache gibt.

Der Webmaster der SIV-Seiten hat gepostet, also kann ich nicht glauben, dass die Basis nichts von dieser Diskussion hier weiss. Auch auf den eigenen Seiten der Basis gibt es keinerlei Kommentar.

Die Basis auf SIV spekuliert offenbar darauf, dass die Sache in der Öffentlichkeit in Vergessenheit gerät.

Schade.
Antwort von Benno Ibold am 21.12.2001 - 00:27
Von der hier geschilderten Tragödie bin ich recht erschüttert. Ich (46)war zwei mal auf SIV und habe vor zwei Jahren mit meiner Tochter und deren Freundin (beide jetzt 13) dort das Tauchen gelernt. Bis jetzt war ich ich von den Sicherheitsstandards auf SIV eigentlich überzeugt. Wir sind allerdings nie mit dem gennannten TL getaucht. Bei dem Tauchkurs mussten wir alle Übungen solange wiederholen, bis wir sie beherrschten. Wir sind auch nie alleine gelassen worden. Trotzdem bin ich jetzt total verunsichert, da ich mich natürlich für die beiden Kiddies als erster verantwortlich fühle. Ich habe alle Kommentare gelesen und kann das Verhalten des Buddies nicht verstehen. Sicherlich ist es für einen TL schwierig, den Ausbildungsstand und die Fähigkeiten eines "Kunden" in der kurzen Zeit richtig einzuschätzen. Da der Verunfallte aber bekannterweise sehr wenig Erfahrung hatte, wäre es richtiger gewesen, bei diesem zu bleiben und mit der ganzen Gruppe aufzusteigen. Die Kette ist so stark, wie das schwächste Glied. Normalerweise sollte man ja glauben, dass einem in 5m Tiefe nichts mehr passieren kann. Durch diesen Unfall wird man jedoch eines besseren belehrt. Ich selbst habe vor zwei Jahren einee Kollegen verloren, der auf Tonga beim Schnorcheln verunglückt ist. Was letztendlich geschehen, kann heute noch keiner sagen. Ich werd meine beiden "Kleinen" im nächsten Jahr noch besser im Auge behalten und als Anfänger schon vorher bei der Tauchbasis auf absolutes Sicherheitsbewusstsein drängen.
Antwort von Jörg am 21.12.2001 - 09:38
Hallo Thomas !
Ich habe gerade Deinen Beitrag gelesen, in dem Du dich wunderst, daß von Seiten SIV/Basis kein Kommentar oder Reaktion kommt. Ich wundere mich da überhaupt nicht: deren "Webmaster" zensiert/löscht einfach Einträge im Gästebuch auf den Seiten der Tauchbasis, die nicht genehm sind.
Und daß die Basisleitung "nicht zu sprechen" ist, habe ich auch als normal erlebt...8((
Die hoffen wahrscheinlich darauf, daß die Sache in Vergessenheit gerät.
Antwort von Anja Böhm am 21.12.2001 - 21:00
ich denke nicht,das der Webmaster einfach so unangenehme Einträge im Gästebuch zensiert.Es hat bestimmt niemand etwas gegen Kritik,vor allem wenn sie konstruktiv ist.Gegen Beleidigungen jeglicher Art ist jedoch schon etwas einzuwenden.Für mich war die Basisleitung immer zu sprechen,und ich habe auf alle Fragen auch eine Antwort bekommen.Ich habe mich dort immer sehr sicher gefühlt,und würde auch jederzeit wieder dort tauchen,auch mit Michael.Ist denn jetzt eine Strafanzeige gegen die Basis gestellt worden?Steht die genaue Todesursache,bestätigt durch die Gerichtsmedizin fest?Über Info`s würde ich mich freuen,
Anja
Antwort von Roman Edler am 22.12.2001 - 12:03
Hallo Herr Kühnel (Jörg),
so wie Sie sich hier äussern möchte ich dann doch mal etwas zu Ihrem Beitrag klarstellen. Ich habe bisher genau 2 Beiträge aus dem Gästebuch entfernt, Sie wissen ganz genau um welche Beiträge es sich handelt. Diese Beiträge waren nicht nur äusserst beleidigend geschrieben sondern NACHWEISLICH auch von Ihnen. Den Eintrag von "Truth" habe ich kommentiert, die Zensur belief sich auf einen Ausdruck der im Bereich der Fäkalsprache anzusiedeln war.
Wenn Sie es wollen poste ich die genauen Angaben dieser Einträge (IP-Nummern etc.) auch hier oder sende Sie Ihnen zu.
Nun zu dem Punkt das von Seiten der Basis noch keine Reaktion hier bzw. auf der Website kam:
Zugegeben das wundert mich auch etwas aber Stellung dazu zu nehmen, macht meiner Meinung nach erst Sinn wenn alle Fakten auf dem Tisch sind und Spekulationen ausgeschlossen werden können, insbesondere als Betroffener in dieser Situation.
Momentan dürfte auch der Zugang zum Net für die Basisleitung erschwert sein nachdem ich vor ein paar Tagen eine Mail der Basis hätte bekommen sollen, diese aber vom Postmaster des Providers zurückgehalten wurde, da sie Virenbefallen war, eventuell ist es ihnen momentan nicht möglich sich ein Bild von dieser Diskussion hier zu machen. Die URL dieser Seite habe ich der Basis natürlich zugemailt nachdem ich diese Seite gesehen habe.
Abschliessend möchte ich noch anmerken das ich Beiträge im Gästebuch die sich auf den Unfall beziehen bisher nicht löschen musste da keine eingegangen sind, dies aber machen werde bis ich von der Basisleitung auf SIV ein Einverständniss zum Erscheinen solcher Beiträge bekomme.
Wenn Sie die Basisleitung sprechen wollen finden Sie auf der HP auch die Telefonnummern des Resorts bzw. der Basis dort.

mit freundlichen Grüßen

Roman Edler
Antwort von Thomas Schwindel am 22.12.2001 - 20:17
Hallo Roman, danke für Deinen Kommentar.

Ich kann mir allerdings nicht ganz vorstellen, dass die Fakren nicht ganz auf dem Tisch liegen. Zumindest der Tauchcomputer (Jürgen hatte einen Alladin) dürfte doch wohl inzwischen ausgewertet sein.

Ansonsten war wohl auch jemand von der Basis inzwischen in Deutschland (vermute ich einfach deshalb, weil meine Euroschecks inzwischen eingelöst wurden ;) ) und ich kann somit nicht ganz glauben, dass "nur" ein erschwerter Internetzugang auf SIV eine Reaktion der Basis verhindert.
Antwort von Laura am 25.12.2001 - 18:20
Ich finde es reichlich seltsam, dass die hälfte der Stellungnahmen zu diesem Unfall persönliche Meinungen darüber sind wie man einen vermissten Taucher suchen sollte oder nicht. Ihr liefert euch eine regelrechte Schlammschlacht, weil ihr euch nicht entscheiden könnt ob vom Boot aus gesucht werden soll oder im Wasser usw...dabei rückt die eigentliche Problematik völlig in den Hintergrund und vorallem: Was wollt ihr jetzt noch ändern???? Sicherlich sind eine Menge Fehler gemacht worden und darüber lässt sich sachlich diskutieren um solche Fehler in Zukunft vermeiden zu können aber alles andere hat keinen Sinn. Durch dieses alberne hin- und her kommt nicht plötzlich eine Lösung für das Problem und durch tot-reden kann man auch nichts mehr an diesem durchaus tragischen Unfall ändern. Ich kann ausserdem nur hoffen, dass sich Angehörige der Opfer, besonders bei tödlichen Unfällen, durch so viele Komentatoren nicht verletzt fühlen.....
Alles gute Laura
Antwort von Steiner,Frank am 27.12.2001 - 04:24
Danke Laura,Du sprichst aus meinem Munde.
Ich bin Tauchanfänger und war im Sept. auf
SIV.War in der Türkey,Ägypten und in heimischen
Seen.Seit doch mal ehrlich,wenn ihr noch Luft habt
seit ihr auch froh wenn der TL den Schlucker nach oben bringt.Ihr die die mit Partner taucht,also ohne Lehrer denkt vielleicht anderst aber es doch Gang und Gebe das es so läuft.
Wir haben alle eine gute Grundausbildung genossen?
Bitte schreibt euch nicht die Finger wund,sondern
tut was für seine Familie,der mein tiefstes Mitgefühl gehöhrt. Gruß Frank
Antwort von Michael Dung am 27.12.2001 - 13:53
"Abschliessend möchte ich noch anmerken das ich Beiträge im Gästebuch die sich auf den Unfall beziehen bisher nicht löschen musste da keine eingegangen sind, dies aber machen werde bis ich von der Basisleitung auf SIV ein Einverständniss zum Erscheinen solcher Beiträge bekomme. "

Ein zensiertes Forum!!!!!!??????? Da fällt mir einfach nix mehr ein.

Ich kann zur Sache nicht wirklich etwas beitragen, bin auch kein Taucher. Nur soviel: Wir waren zur Zeit des Tauchunfalls auf SIV und haben bei einer der beiden Inhaber der Tauchbasis (Lydia, Michael ließ sich fast nicht sehen) eine extreme Veränderung festgestellt: Auf einmal waren auch die Nichttaucher Menschen, die man freundlich grüßen konnte. Wir waren auch in den beiden Vorjahren auf SIV und sind mit dem Arsch nicht angeguckt worden (Ausnahme: Ein sehr netter Tauchlehrer namens Henry). Aber plötzlich wird positive Stimmung gebraucht!

Doch, ich kann zum Sicherheits- und Geschäftsdenken der Basis doch etwas beitragen: Wir wollten mit einer Gruppe von ca. 10 Schnorchlern eine abendliche Bootstour mit Tauchlampen buchen - ging nur Freitag, wenn auch der Abend-TG stattfand. Da wo die Taucher einstiegen konnte man wohl auch ganz gut schnorcheln. Leider fuhr fst die gnaze Gruppe eben Freitags ab. Ein anderer Tag ging nicht (warum????) und meine Frage, ob ich dann alleine mitkönnte, wurde mit "Klar, kein Problem " beantwortet. Mir wird jetzt noch ganz schlecht bei dem Gedanken!!!!!!!!! Einige haben sich dann Lampen geliehen, um vom Strand weg zu schnorcheln, und nach 25 min. festgestellt, dass sie nicht wie versprochen 45-60 min. halten. Wurde dann als Bedienfehler (zu hoch eingestellt) von Lydia bezeichnet. Kam gut!

So, genug gemeckert. Mein persönliches Fazit: SIV jederzeit wieder, aber die Basis hat einfach nicht mein Vertrauen.
Antwort von Thomas Schwindel am 08.06.2002 - 17:06
Was is auch der Sache eigentlich geworden?
Hat jemand was neues gehört?
Antwort von Lutz Schmähl am 08.06.2002 - 19:52
Hallo Thomas, liebe anderen Leser dieser Seite,
leider gibt es auch viele Monate nach diesem
tragischen Ereigniss keine richtig positiv neuen Meldungen zu verzeichen, hier in Leipzig wurde zwar eine Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltsachaft Leipzig gegen den Tauchlehrer
Michael S. eingeleitet, bisher sind jedoch aus
diesem Verfahren heraus keine konkreten Informationen bekannt gewurden, rein geheimhaltungsmaßig egsehen. Also auch die Witwe
Marion G. weiß nicts genaues, alles scheint so im sande zu verlaufen, aber das ist nur mein Eindruck als "Dritte Person" bei diesem gesamten Geschehen. Verwunderlich war und ist auch, das die gesamte versicherungstechnische Abwicklung, also zum Beispiel Auszahlung der Lebensversicherung, Unfallversicherung über den Reiseveranstalter (Europäische Reiseversicherung -
soll wohl für lange Abwicklung bereits hinlänglich bekannt sein...) und auch die Private Unfallversicherung bisher nicht gezahlt haben, immer gibt es neue Dinge zu klären,neue Formulare auszufüllen, neue Bestätigungen einzuholen...u.s.w. - ein wirkliches Bürokratenchaos, welches dort von statten geht, aber wohl für dieses Land symphomatisch!!!
Ich betreue gemeinsam mit anderen lieben Menschen die Witwe Marion G. hier in Leipzig (bin Ihr Bruder)und kann nur allen wüschen, dass ihr selbst nicht mal in so eine Situation kommt!
Sollte mir bezüglich des Ermittlungsverfahrens noch etwas Neues bekannt werden, melde ich mich auf alle Fälle nochmal in diesem Forum, weiß es aber eben nicht so genau, da ja die Malediven bekanntermaßen auch weit weit weg sind...
Herzliche Grüße aus Leipzig Lutz S.
Antwort von Thomas Schwindel am 23.10.2002 - 23:55
ohne das wieder hochholen zu wollen...
Gibts was neues?
Antwort von whale-shark am 09.01.2003 - 10:41
Würde mich auch interessieren was aus der Sache geworden ist.
Wurde die Todesursache geklärt?
Müsste eigentlich bekannt sein,da eine Obd. stattfand.
Oder ist es wie bei sovielen TU, dass man einfach nichts mehr hört.
Ich finde nämlich, dass wenn Betroffene sich öffentlich zu Wort melden sich diese nicht einfach ausklinken sollten.
Antwort von Lutz Schmähl am 09.01.2003 - 13:58
Hallo,

ich möchte nochmals kurz zu dieser Angelegenheit
einige Informationen loswerden, inzwischen läuft,wie ja schon berichtet, ein Ermittlungsverfahren gegen den damaligen Tauchlehrer, welcher aber immernoch auf den Malediven ist und somit nicht persönlich hier in Deutschland zu dieser gesamten Angelegenheit vernommen werden kan. Die Kommunikation erefolgt zwischenzeitlich nur zwischen den beiden Anwälten, dem vonder Witwe Frau Glasow und dem des Tauchlehrers. Mir wurde in diesem Zusammenhang jedoch voreinigen Tagen bekannt ( ihr wisst sicher, ein laufendes Verfahren, da bekommt man kaum eine Information!) dass der Tauchlehrer immer noch behauptet, den verunglückten Taucher Herrn Glasow, an die Wasseroberfläche gebracht zu haben...!Ansonsten ergab die Obduktion wohl den Tod durch Ertrinken, (Trockenes Ertrinken?) der Taucher Herr Glasow war jedenfalls erwiesenermaßen bereits an der Wasseroberfläche (das ergab auch die Auswertung des Tauchcomputers). Mehr kann ich im Moment nicht beitragen, alles läuft und läuft und läuft,wie es in solchen Dingen wohl hier in Deutschland so üblich ist... wenn ich dran denke, dass wir bereits den ersten Todestag hatten, dann kommen da einem schon so komische Gedanken, doch die Mühlen der Justiz mahlen langsam,auch nichts Neues!Jedenfalls amAnwalt von Frau Glasow liegts nicht, der ist sehr engagiert udn ruhrig, doch ich schrieb ja sacchon mal in meiner letzten Mail, die Malediven sind weit weg!!!
Freundliche Grüße aus Leipzig
Lutz Schmähl
Antwort von Mandy am 09.01.2003 - 14:49
Ich war im Novemver/Dezember 02 auf der Insel Summer Island Village und nach nachfrage, ob den schon was passiert sei beim Tauchen, wurde mir nur mitgeteillt, es sei noch nichts schlimmes passiert. Ich hatte auch nicht weiter nachgefragt, aber wusste laut diesem Forum schon vorher das doch was passiert war. Und wie auch schon in den Berichten zu lesen, war Michael nur in seiner Basis und nie draussen zu sehen. Und ich muss auch ehrlich zugeben, symphatich ist er mir nicht! Da lob ich mir Lydia und ihren dicken Zorro auch wenn die beiden sich dazu nicht geäussert haben! Ich finde nach nachfragen kann man wenigstens ehrlich Antworten!
Antwort von Thomas Schwindel am 09.01.2003 - 17:19
Danke Lutz für die Infos.
Ich wiederhole gern auch hier nochmal, dass Michael mir noch auf dem Dhoni, sobald uns klar wurde, dass Jürgen fehlt, auf meine Nachfrage gesagt hat, er hätte ihn bis auf 5m gebracht und sei dann wieder abgetaucht.
Erschreckend ist auch, dass die Basis offensichtlich lügt, wenn man nachfragt, wie Mandy berichtet. Das ist zwar vielleicht aus finanziellen Gründen im Interesse der Basis nachvollziehbar, spricht aber doch sehr gegen das Verantwortungsberwusstsein der Basis, vor allem wenn man bedenkt, dass die Basisleitung mit Sicherheit genau weiss, dass dieser Unfall sowohl hier, als auch im Malediven.net diskutiert wird.
Antwort von whale-shark am 09.01.2003 - 19:30
@Lutz

Hai,

danke für die schnelle Antwort.

Habe ich mir gedacht.

Gruss
Antwort von RedShark am 02.03.2003 - 19:02
Entwarnung für Summer Island!!! Seit dem 01.03.2003 ist die Tauchbasis unter der Leitung von Diverland Hier klicken .Damit denken alle das es nun wieder RICHTIG bergauf geht mit SIV. Alles weitere im Malediven Forum.

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