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Tödlicher TU nach Haiangriff am St. Johns Riff Abgesandt von Redaktion -gm- am 03.06.2009 - 08:50:
Aus einer Gruppe von 20 Schnorchlern wurde eine französische Taucherin am Morgen des 1. Juni von einem 2,5 - 3m großen Weißspitzen Riffhai (so die Zeugen, die Göße läßt aber eher einen Longimanus vermuten) tödlich verletzt. Die Taucherin löste sich aus der an der Oberfläche verweilenden Gruppe und tauchte in Richtung des Hais, bei Wiederauftauchen wurde Sie von diesem Hai in ihr Bein gebissen. Sie verstarb noch am Bord des Safari Bootes.
In den letzten Wochen wurden zwei Safari Boote gefasst die Haifütterungen veranstaltet haben. Sowohl die National Park als auch die CDWS untersuchen zur Zeit die Zwischenfälle. Sollten sich die Zwischenfälle bestätigen werden die Schiffsbetreiber mit erheblichen Geldbußen und/oder Entzug der Lizenz bestraft.
--- Bitte eine Diskussion über Hai-Fütterung im Forum Diverses führen Hier klicken
Antwort von Armin am 03.06.2009 - 12:48 Heute morgen kam es zu einem weiteren Haiangriff bei St. Johns, bei der ein Schnorchler an der Oberfläche angegriffen und verletzt wurde. Näheres ist momentan nicht bekannt.
Antwort von ThomasKuehn am 03.06.2009 - 09:13 Moin,
Auch hier wird von eventuellen Fütterungen gesprochen.
Gruß Thomas
Antwort von mario-diver am 03.06.2009 - 10:48 Ich halte mich mal eng an die dargebotenen Info´s:
1.
Die Verunfallte löste sich aus einer Schnorchlergruppe, tauchte ab und wieder auf, d.h. es handelte sich sicher nicht um eine klassische Gerätetaucherin, sondern um eine kurz abgetauchte Schnorchlerin,
2.
eine an der Oberfläche rumplatschende 20köpfige Schnorchlergruppe lässt Haie lebensnah entweder wegen des Lärm´s das Weiter suchen o d e r lässt sie neugierig näher kommen,
3.
träfe die 2. Alternative zu, also ein Hai (ob nun Weißspitzenriff- oder Hochseehai) sich neugierig nähert...dann plötzlich aus der Gruppe sich jemand löst, direkt auf den Hai zutaucht, evtl. mit Blitz fotografiert und das recht nah...und dann wegen Luftmangels umkehrt und mit schnellen Beinschlägen nach oben saust...wie soll ein Hai dies werten?...als Angriff?...Scheinangriff und Rückzug des "Gegners"? Da sollte es keinen wundern, dass er zum Gegenangriff übergeht, um den "Gegner" zu vertreiben, wozu wohl auch ein Probe-/Warnbiss dazugehören kann...
Dass dies für einen Menschen fatale -wie geschehen- Folgen haben kann, dafür kann der Hai wohl nichts...
Aufgrund des obigen Artikels, bei allem Haiwissen, was ich mir angelesen, gesehen und auch erlebt habe, bin ich mir bei meiner Interpretation der Info´s absolut sicher, dass hier wieder nur allein menschliches Fehlverhalten zu dem Schnorchelunfall geführt haben kann...
Antwort von shuttle am 03.06.2009 - 12:34 Schnorcheln mit Haien ohne entsprechende Erfahrung ist keine gute Idee. Insbesondere bei Longimanus (um einen solchen dürfte es sich gehandelt haben), Schwarzspitzen & Co. . Befindet sich zusätzlich noch Futter im Wasser, ist das Risiko von Bissen recht hoch.
Man muss die Tiere sowohl von der Oberfläche, als auch beim Ab- und Wiederauftauchen im Auge behalten und sich entsprechend der Reaktion der Tiere verhalten. Nur so können Unfälle vermieden werde. Eine auf Sicherheit bedachte Safarileitung sollte Schnorchelgänge unter den beschriebenen Bedingungen verhindern.
Antwort von OL_Diver am 04.06.2009 - 20:22 Was mir auffällt.
War der Hai vor Jahren ein Menschenfresser, so ist er heute zum Kuscheltier geworden.
Hier Hai, dort Hai. Kommt es zu Unfällen, dann nur aufgrund von menschlichem Fehlverhalten.
Liegt der Punkt nicht wie so oft, eher in der Mitte?
Weder "Verkuschelung", noch verteufeln?
Achten+die andersartigkeit akzeptieren. Nicht glauben, alles passt in ein Schema, ist zu erklären?
Antwort von Splash am 05.06.2009 - 10:54 Wer zum Teufel führt solche unvorbereiteten Schnorchler
an solche Orte mit solch einem Risiko?
Die verantwortlichen müßten haftbar gemacht werden!
Eine geplante Haibegegnung muß meines Erachtens nach gut vorbereitet und nur mit erfahrenen Tauchern durchgeführt werden um wohlmöglich jedes Risiko auszuschließen oder zu minimieren!
Grüße Splash
Antwort von shuttle am 05.06.2009 - 12:32 Splash: Wer? leider die Mehrheit der Safariboote auf der Südroute, nach meinen Beobachtungen.
Die Problematik liegt in der Unerfahrenheit der Guides und Bootsführer (Zodiakführer) Situatitonen, Tiere und Gäste richtig einzuschätzen und das Ganze richtig zu steuern. Wir waren vor zwei Wochen da unten, die Jungs waren nicht mal in der Lage, Schnorchler und Delfine vernünftig zusammenzubringen.
Aber gut, es sind die Auswüchse eines steigenden Tourismus und die Gäste wollen viele Highlihgts die ein Dienstleister berfriedigen möchte. Wir alle tragen irgendwo unser Scherflein dazu bei.
Wir können aus solchen Unfällen nur lernen, uns kritisch mit solchen Gegebenheiten auseinanderzusetzen.
Antwort von Weltenbummler am 05.06.2009 - 16:33 Hi,
Laut HEPCA ist das Schnorcheln an solchen Riffen sogar verboten.
Gruß
Weltenbummler
Antwort von MichaelxCB am 05.06.2009 - 17:19 Hallo,
kann mir jemand Tipps oder Links geben, wenn man als Taucher Haien begegnet.
Gruß
Michael
Antwort von Bulette am 05.06.2009 - 15:37 @Splash
"Wer zum Teufel führt solche unvorbereiteten Schnorchler... Eine geplante Haibegegnung muß meines Erachtens nach gut vorbereitet..."
Also Leute die bis an die St.Johns Riffe fahren sind meist Taucher auf Safari, d.h. eine gewisse Erfahrung bringen die Meisten mit. Und ein Taucher, der in der offenen See schnorchelt muss damit rechnen, auch mal einen Hai zu treffen.
Planen kann man das aber in der Regel nicht. Ich war selbst schon dort unten und habe in einer ganzen Woche, bis auf einige Weißspitzen keinen Hai zu Gesicht bekommen. Die kommen halt wie SIE wollen und nicht, wie wir es gerne hätten.
Ich denke es war hier ein Fehlverhalten der Schnorchlerin, gepaart mit ungünstigen Umständen was zum Unfall geführt hat. Da können die Haie nix für.
Was passiert eigentlich, wenn jemand auf einer Safari in Kenia bis auf 3m an eine Löwengruppe heranläuft... Ist dann der Löwe schuld?
Antwort von fischchen am 05.06.2009 - 21:23 Der Tauchplatz "Gota Soraya" wird u. a. im Rahmen der St. Johns-Tour von Tauchsafaribooten angefahren. Wir konnten dort am 31.05.2009 während der ganzen dort verbrachten Zeit (2 TG) zwei große und einen kleinen Hochsee-Weißspitzenhai (Longimanus) beobachten.
Antwort von Longimanus77 am 05.06.2009 - 18:50 1 Tag vor diesem Haiangriff war ich an diesem Riff und tauchte ebenfalls mit den Haien (3 Longimanus). Die ganzen Taucher und die crew des Schiffes war sich einig das diese Haie sich sehr seltsam verhalten hatten. Sobald ein Taucher ins Wasser sprang näherten sich die Haie und kreisten um uns. So nah das wir sie berühren hätten können. Danach hatten mir mitbekommen das eine Woche vorher 2 Schiffe diese Haie angefüttert hatten. Deshalb waren die Haie auch immer da wenn jemand ins Wasser sprang. Ob die Französen selber angefüttert hatte weiß man glaub ich nich.
Antwort von 250663 am 06.06.2009 - 13:06 denke es ist nicht richtig was du schreibst, wenn ein
Touri nachts in der Serengeti spaziert und vom Löwen angefallen wird sagt jeder selber Schuld. Ich
war einen Tag vorher an diesem Riff an hatte zum
Teil 3 Longimanus um mich herum aber nur beim ab oder auftauchen.Ich hätte sie am streicheln können
so nahe, richtig am kreisen waren sie. Auf dem Schiff habe wir die Wasseroberfläche beobachtet
kaum sprangen Taucher im Wasser hast du die Rückenflossen gesehen, ich habe schon einige
Longimanus gesehen aber dieses Verhalten konnte ich noch nie beobachten. Ich bin mir sicher das sie von irgendwelchen Idioten angefüttert wurden.
Antwort von Propellerkopf am 06.06.2009 - 19:10 Das Anfüttern erklärt die Häfung der Longimani im südl. Roten Meer an den Top Spots.
Wir waren über Pfingsten dort (St. Johns und CO) und hatten eine recht intensive Begegnung mit einem solchen Tier. Es ließ sich durch gezielte Schläge auf die Nase zum Glück vertreiben, da er uns deutlich zu dicht kam inkl. Berührung und Beißversuch. Am Elphinstone waren es dann fünf Longimani die um die Safariboote kreissten.
Es ist nichts passiert aber es ist bedenklich, was ich hier lese. Anfüttern unter Höchsstrafe stellen und beim Briefing auf das korrekte Verhalten gegenüber den Tieren hinweisen. Es sind und bleiben Raubtiere, die man nicht kalkulieren kann (klappt ja schon beim Menschen nicht).
Antwort von shuttle am 08.06.2009 - 10:09 "kann mir jemand Tipps oder Links geben, wenn man als Taucher Haien begegnet" -> Hier klicken
Grundsätzlich: den Hai stets im Blick behalten, sauber austariert, möglichst auf seiner Tiefe, den Hai anschwimmen (dann dreht er in der Regel ab und es sind keine "gezielten Schläge" nötig. Schläge sind eh keine gute Idee, wegschieben reicht völlig)
Antwort von blubberfisch am 09.06.2009 - 08:15 Die Französin war auf einer Tauchsafari mit dem Safariboot Le Nautile, bei einer Oberflächenpause ging sie mit ABC Ausrüstung schnorcheln.
Antwort von DrBill am 09.06.2009 - 15:30 Bei einer Tour am Daedalus Riff (Anfang Juni 2009)wurde von Tauchern unserer Safarigruppe beobachtet, dass die Logimanus wohl auch Fäkalien fressen, die aus den überlaufenden Bootstanks fließen (die überlaufen und Fäkalien frei geben, wenn sie voll sind, aber auch aktiv geleert werden können). Ich selbst habe es nicht gesehen. Wenn es tatsächlich so wäre, wäre dies vielleicht ein Grund, dass sich diese Haie inder Nähe von den Safaribooten aufhalten, auch ohne aktiv gefüttert zu werden. Da bliebe dann nur zu hoffen, dass die Haie die Fäkalien nicht mit Menschen assozieren.
Antwort von mgk am 10.06.2009 - 10:46 Ich war jetzt gerade als Safari Guide 4 Wochen im Süden von Ägypten Unterwegs...
St.Johns,Dedalus,Elphinstone und Big Brothers.
Briefing auf unserem Boot bezüglich Longimanus und anderen Haien...
Kein Anfüttern der Haie
Kein Schnorchlen an den Plätzen
Und wie man sich als Taucher verhalten sollte wenn Longimanus umherschwimmt...
Wir hatten tolle Begegnungen mit den Longimanus die auch sehr nahe gekommen sind.
Die Briefings wurden befolgt und es war für alle Taucher ein Erlebnis.
Leider habe ich auch andere Beobachtungen gemacht bei denen ich sage der Hai kann ja wohl nichts dafür wenn Taucher sich so verhalten den wir befinden uns in seinem Lebensraum.
Das unvorsichtige Verhalten gewisser Taucher nur um ein gutes Foto zu bekommen.Taucher die ihre eigene Sicherheit vergessen hat mir schon zu denken gegeben.
Antwort von strfan am 11.06.2009 - 01:13 Ich war am 4.6.09 in St. Johns. 2 Longimanus (ca 3-4 meter) hatten das safariboot umkreist. wir gingen tauchen! es war anfangs ein toller tauchgang (incl. Hammerhai und Manta).
den sicherheitsstop beim boot werde ich allerdings nie vergessen. der oceanic white-tip ist in der zwischenzeit natürlich nicht verschwunden und umkreiste uns, während wir zu sechst auf engstem raum am seil hangen. der hai kam direkt auf mich zu und ich dachte schon, okay, das war`s dann wohl! im allerletzten moment, als der hai nur noch eine armlänge von mir entfernt war, schoss unser guide im höllentempo aus der tiefe und verpasste dem hai einen satten kinnhaken, sodass er abdrehte.
ich war/bin sehr dankbar, dass der guide so schnell reagiert hat.
meine reaktion gegenüber dem hai war "keine". ich habe stillgehalten und bis zum letzten moment gehofft, dass der hai abdreht! jetzt weiss ich, dass das falsch war. immer in bewegung (aber eng bei der gruppe) bleiben war der rat vom guide, anschließend!
einen tag später erlangte uns am safariboot die nachricht: st. johns gesperrt!
Antwort von mario-diver am 11.06.2009 - 07:48 Wie Weltenbummler schrub, die HEPCA hat bereits reagiert:
Hier klicken
Antwort von bananadiver am 12.06.2009 - 10:41 Erstmal ist es traurig, dass ein Mensch bei einem Haiangriff uns Leben gekommen ist, mein Beileid an die Angehörigen.
Tatsache ist, Hai sind Raubtiere – Longimanus sind Hochseehaie, die alles untersuchen, was interessant ist, sonst würden sie verhungern.
Interessant ist alles was zappelt und sich arütmisch bewegt (verletzte Tiere).
Mit dem richtigen Verhalten lassen sich Begegnungen mit Haien gut kontrollieren.
Langsam und ruhig bewegen und sie im Auge behalten – Buddy soll immer den Rücken decken.
Schnorchler haben da ein Problem, da sie sich meist nur an der Oberfläche bewegen und schnell den Überblick verlieren, was unter ihnen geschieht.
Wenn sie dann noch mit den Beinen zappeln findet es der Hai sehr interessant und setzt zu einem Probebiss an, der leider sehr starke Verletzungen mit sich tragen kann.
Menschen schmecken den Haien nicht, sie sind deshalb prinzipiell nicht an Menschen interessiert.
Sollte mal ein Hai zu aufdringlich sein, sollte man ihn nicht schlagen, sondern einfach mit der Hand im bereich der Kimen zur Seite schieben – er wird dann von einem ablassen, da die Kimen das empfindlichste vom Hai sind.
Bei diesem Unfall scheint der Veranstalter, die Bootscrew und der Guide versagt zu haben – Anfüttern? Unterlassene Unterweisung „wie verhalte ich mich mit Haien“, Gruppe zusammen halten.
Apropos anfüttern – meiner Meinung nach das Schlimmste was man machen kann, die Tiere verhalten sich nicht mehr natürlich (nicht nur Haie).
Informationen zum Verhalten von Haien und wie der Mensch sich verhalten soll findet man bei Erich Ritter und seiner www.Sharkschool.com
Erich hat übrigen für die US-Armee die Verhaltensregeln bei Haibegegnungen für Schiffbrüchige erstellt.
Zitat von Erich Ritter:
„Es gibt keine gefährlichen Haie, nur gefährliche Situationen“
Antwort von MatV am 11.06.2009 - 09:59 Verhalten bei unerwünschter Haiannäherung: 2-3 kräftige Flossenschläge im Delphinstil. Meine Erfahrung:Manche Haie zeigen dann deutlichen Respekt bis Fluchtverhalten. Ansonsten ruhig bleiben, ruhig atmen, langsam zur Leiter, Partnerdeckung.
Problem Fäkalienentsorgung: Das Rote Meer wird langsam aber sicher eine Braune Brühe. Grund: Keine Fakalientankentsorgung an Land. Das ist der eigentliche Skandal.
Antwort von Splash am 11.06.2009 - 15:01 Kann man eigentlich noch ruhigen Gewissens, als nicht allzu erfahrener Taucher, nach Süd-Ägypten zum tauchen reisen ohne an den Tauchspots bereits von Flossen erwartet zu werden?
Klingt vielleicht übertrieben aber ich glaube ihr wißt was ich meine!
Was hier so geschrieben wird macht einen echt nachdenklich......
Grüsse Splash
Antwort von bigmike am 14.06.2009 - 13:32 @ Splash
natürlich kannst Du nach Süd - Ägypten zum Tauchen fahren. Der Vorfall wird wie bei jedem Haiunfall hochgeschaukelt. Natürlich sollte niemand im Wasser sein, wenn sich im nahen Umfeld frei schwimmendes Futter und ein bzw. mehrere Haie im Wasser befinden.Wenn jemand bei einem Unfall stirbt ist das immer tragisch, aber wie oft kommen den solche Haiunfälle vor? Sehr sehr sehr selten, also fahr nach Ägypten, und wenn du einen Hai sehen solltest, genieße diesen Moment, es gibt SIE wahrscheinlich nicht mehr lange.
Gut Luft und viel Spass beim Tauchen
Mike
Antwort von nobbe am 16.06.2009 - 07:39 Eine gute Freundin hat gestern mit einem HEPCA Mitarbeiter sprechen können. Danach soll sich folgendes zugetragen haben. Das Safariboot hat am Tauchplatz erst Fische gefüttert. Als die Haie dann da waren wurden die auch noch gefüttert, anschließend wurde Schnorcheln gegangen. Weil ja so schöne Haie unter dem Boot waren. Die verunglückte Schnorchlerin löste sich dann von der Gruppe und schwamm auf einen der Haie zu. (vermutlich um Fotos zu machen) Der oblikatorische Probebiss traf sie am Oberschenkel. Die Schnorchlerin soll noch im Wasser verstorben sein. Die HEPCA beobachtet derzeit ob weiterhin Angefüttert wird und wieweit sich das Verhalten der Haie dadurch weiterhin verändert. Sollte die Anfütterei nicht aufhören und das dadurch Provozierte Verhalten der Haie anhalten, ist mit einer Sperrung folgender Gebiete zu rechnen. ST. Jones, Elphinstone, Brothers u.a. Die HEPCA ist nicht in der Lage alle Gebiete ständig zu kontrollieren und ist somit auf Hinweise von Guides und Tauchgästen angewiesen. Ich finde auch, das das nichts mit Anschei.... zu tun hat sondern wie der jüngste Vorfall zeigt absolut notwendig geworden ist.
Antwort von divequeenconny am 17.06.2009 - 12:51 Am 06.06.2009 war ich am Tauchplatz Umm Gamar. Wir hatten einen Leopardenhai, der von einem Taucher am Schwanz berührt wurde. So wie es aussah, war es ein Guide eines anderen Bootes.
Meines Erachtens sollten solche Guides sofort zur Rechenschaft gezogen werden.
Antwort von nitrox2004 am 17.06.2009 - 00:05 Wir sind heute gerade von unserem 14-tägigen Tauchurlaub in der Region Marsa Alam zurückgekehrt. Der Unfall ereignete sich wohl einen Tag nach unserer Ankunft. Die Tauchguides an unserer Basis DivingOcean waren wohl über den Vorfall informiert, erst hielten wir es für ein Gerücht, aber es gab Bilder auf den Handys der Basismitarbeiter. Stellenweise war sogar von einer zweiten Attacke zu hören, was sich wohl nicht bestätigt hat.
Wir sind in der Zeit selbst an 2 Tagen bei Elphinstone getaucht (Überfahrt mit dem Speedboot), ich weiß der Unfall ist dort nicht passiert. Beim ersten Tauchtag 05.06. waren nur wenig Boote vor Ort (1 Safariboot / 2 Tagesboote) und es gab für uns keine Haisichtung, beim zweiten Tauchtag am 12.06. waren 4 Longimanus-Haie am Südplateau und auch einige Safariboote, darunter auch die "Le Nautile". Zu diesem Zeitpunkt wussten wir jedoch nicht, dass die "Le Nautile" das Unglücksboot war. Wir konnten beobachten, dass wieder geschnorchelt wurde, obwohl zu diesem Zeitpunkt wohl allen, und besonders den Guides auf der "Le Nautile", die Tatsache bekannt gewesen sein musste, dass das Schnorcheln wohl lebensgefährlich ist. Recht unverantwortlich, man hat wohl nichts aus dem kürzlich passierten Unfall gelernt, bzw. man ignoriert um der Sensationsgier willen die Gefahr um neue "Kunden" zu begeistern.
Wir als Taucher waren jedenfalls in ca. 5 - 8 m ca. 30 Minuten von den Haien umringt, die recht neugierig um uns herumschwammen aber das Haitypische "abdrehen" vor einem Kontakt zeigten, uns also nicht angriffen. Die Haie fanden jedoch lediglich die nur wenige Meter von uns an der Oberfläche treibende Boje sehr interessant und haben diese auch mehrmals attackiert. Ähnlich kann man sich das bei einem an der Oberfläche liegend treibenden Schnorchler vorstellen, der dann mit möglichem "Futter" verwechselt wird. Definitiv Nahrungssuche an der Oberfläche an treibenden Gegenständen. Vom Boot aus konnten wir auch beobachten, wie ein Hai einen etwa Brot-grossen Gegenstand geschnappt hat und verschlang (Abfälle von Tauchbooten??)
Wir selbst haben bisher Haie in dieser Form nur in Südafrika beobachten können, bei simultiertem Aasfressen an einer Boje. Dort wurde uns von den Hai-Operatoren beigebracht sich aufrecht zu halten und nur als Gruppe dem Hai zu begegenen und möglichst unterhalb den Haien zu bleiben.
Wir selbst fühlten uns bei dieser Haibeobachtung anhand der bisheigen Erfahrungen mit Haien nicht unsicher, jedoch bei der Rückkehr ins Boot hatten wir ein mulmiges Gefühl, da sich die Haie auch von unten näherten. Wir würden nicht mit Haien schnorcheln. Jeder kann sich anhand der Berichte selbst ein Bild machen, wie er sich als Schnorchler dem Hai präsentiert: treibendes Futter an der Oberfläche. Die Haie werden durch falsches menschliches Verhalten zu solchen Vorfällen verführt. Der Zusammenhang mit den Fäkalien halten wir auch nicht für ausgeschlossen. Bei unseren Safaris trieb jedenfalls schon öfters der Unrat neben Schnorchlern / Tauchern am Riff. Hier sollte insgesamt einmal für alle Boote seitens der Regierung eine bessere Lösung zur Entsorgung in den Häfen geschaffen werden. Wozu wird z.B. die Riffsteuer verwendet???
Antwort von WolfgangG am 18.06.2009 - 17:19 Ich habe derartige Blödheiten schon 2004 gesehen.
Damals war ich im Wasser, 2 Longimanus und ein großer Barrakuda beim Boot.
Ich fotografiere, und plötzlich beginnen zwei Crew-Mitglieder Fleischstücke an einer Angelleine ins Wasser zu werfen. Sie wollten den Barrakuda fangen.
Hier klicken
Erst bei der Betrachtung meiner Fotos habe ich damals die abwärtsgerichteten Brustflossen eines Longimanus gesehen - ein erstes Angriffszeichen.
Antwort von Chris76 am 19.06.2009 - 12:13 Im Endeffekt dringt der Mensch für sein Hobby oder seinen Sport, also zur Unterhaltung in das natürliche Revier dieser Tiere ein.
Selbstverständlich ist es dann sein gutes Recht dieses Revier zu verteidigen (simultan zur Verteidigung seines Hauses bei einem Einbruch. Wobei ein Hai leider keine Daumen hat um den Hörer zu halten und es diese Voraussetzungen es schwer machen die Polizei zu rufen) oder sich dort Nahrung (ggf. rumpaddelnde Schwimmer, etc.) zu suchen.
Leider kann ein Probebiss für einen Menschen tödlich ausgehen, jedoch sollte dies jedem Taucher, Schnorchler oder Schwimmer bewusst sein, wenn er sich in Haigebiete begiebt.
Antwort von nobbe am 19.06.2009 - 18:34 @Chris76
Richtig wir Taucher dringen in den Lebensraum der Haie ein. Aber Haie sind normalerweise eher zu den scheuen Bewohnern der Meere zu zählen (mit wenigen Ausnahmen) Das Verhalten der Haie an den bekannten Tauchplätzen im Roten Meer, hat sich in den letzten zehn Jahren stark verändert, was nachweislich von den Fütterungen und Abfallentsorgung an den Tauchplätzen kommt. Ich habe meine erste Safari 1997 im Roten Meer gemacht. Wir haben zwar Haie gesehen aber sie hielten immer respektablen Abstand (auch der Longimanus) und haben sich entfernt wenn man auf sie zuschwamm. Safariboote die Fütterungen veranstalten oder auf andere art und weise die Umwelt schädigen (Abfallentsorgung) müßen für immer aus den Verkehr gezogen werden. Und jeder Safarigast der so etwas beobachtet, auch auf dem eigenen Boot, muß den Mannschaften klar machen das so etwas nicht geht.
Antwort von subwoofer am 20.06.2009 - 10:23 schaut mal hier rein:
www.savn.org
das ist eine seite von Dr. Erich Ritter mit jeder menge guter tipps.
cheers
subwoofer
Antwort von ollito am 24.06.2009 - 17:37 Es befindet sich auch ein sehr interressanter Bericht eines Tauchers dessen Gruppe eine Attacke am gleichen Tag am gleichen Tauchplatz hatte auf wetpixel ( post 45 ) :
Antwort von Destasia am 03.07.2009 - 09:02 Nicht nur das gezielte anfüttern der Haie ist das Problem. Als wir ende November 2008 am Little Brother waren, konnten mein Bruder und ich vor dem Mittagessen beobachten wie der Koch/Küchenjunge Tomaten, die scheinbar nicht mehr zu genießen waren, ins Meer warf. Es dauerte keine 5 Minuten und ein Longimanus interessierte sich brennend dafür.
Zuerst würde die Tomate mit der NAse angestupst und beim zweiten, auch gemächlichen Anlauf des Hais, hat er die Tomate gefressen.
Also sogar Gemüse ist interessant, weil es Treibgut ist.
Ahoi Desi
Antwort von neptun46 am 04.07.2009 - 16:08 Ein tragischer Unfall, doch es war seit einiger zeit zu erwarten, dass es zu solchen Situationen kommt.
Ich war schon viele Male an den St. Johns Riffen, und beobachte seit Jahren dass sowohl hier als auch um das Elphingstone Riff Haie angefüttert werden.
Die Tauchboote gebe zwar Regulierung vor, aber das richtet sich nach meinen Erfahrungen immer an die Art und Herkunft der Gäste.
Sind es Deutsche, Österreicher und Nordlichter wird sehr strengt auf die Einhaltung der Sicherheitsbest. geachtet.
Sind es Gäste aus GB, oder südl. Europäer ist man sehr viel großzügiger, der Ostblock kann machen was er will, und lässt sich nicht einschränken.
Wenn nun behauptet wird, die sog. Ranger würden Haifütterungen verfolgen und bestrafen, kann ich nur lächeln, die scheinen doch alle sehr bestechlich und je nach Backschisch schauen die schon mal weg.
Es gibt sogar Tauchbasen, die im Web, mit Haifütterung am Elphingstone geworben haben.
Die Ägyptischen TL auf dem Film werden wohl einen Schwager oder Ähnliches bei den Rangern haben ?
Wen dieser Film interessiert, kann gerne von mir eine Kopie haben, da ist ganz klar zu erkennen welche Basis das ist, es fahren ja nicht viele Basen mit großen Zodiacs ans Elphingstone.
Werden nun Riffe gesperrt, doch nur um nach ein paar Monaten diese gegen die Zahlung einer neuen Abgabe ( Haischutzgebühr) wieder lukrativer öffnen zu können.
Da wohl niemand den genauen Ablauf der Unfälle kennt, kann über das falsche Verhalten der Betroffenen nur spekuliert werden.
Hoffentlich ist das gerade für die Schorchelausflügler eine Lehre.
Wo waren übrigens die Ägyptischen Tauchguides, die für die Sicherheit bezahlt werden ?
Antwort von kaisoon am 04.07.2009 - 16:56 Meine erste Begegnung mit einem Lingimanus am 27.07.09 bei Elphinstone:
Ich war mit meinem Guide etwas abseits unserer eigentlichen Gruppe, als ich meinen ersten Longimanus sah. Er war wohl so ca. 2 m lang. Wir beobachteten Ihn (kein Foto, hatte Kamera an Bord vergessen), und sahen ihn von dannen schwimmen. Auf Zeichen meines Guides setzte ich meine Boje (mit angebrachter kleiner Gasflasche, die viel radau macht, aber oben steht wie eine 1). Ich konzentrierte mich auf den Aufstieg, und machte auch meinen Sicherheitsstop. Vom Longi nix zu sehen. Ich stieg dann zum Boot auf (immer in Gedanken, daß ja mein Guide bei mir ist) FEHLER! Oben konzentrierte ich mich nur darauf, mein Gerödel ins Boot zu geben. Was unter mir passierte sah ich nicht. Im Boot sitzend sagte man mir, daß der Longi zurück gekommen ist, und auf mich zuschoß. So ca. 30 cm von mir drehte er ab. Ich hielt es für einen Scherz. Dann sah ich aber das Video von meiner Bekannten, die bis zuletzt die Kamera drauf gehalten hat. Dort sah ich, daß mein Guide mir überhaupt nicht gefolgt war, beim Aufstieg.
Als Tropenanfänger hätte man mich aber auch besser einweisen müssen. Denn das hätte (meiner Meinung nach) auch in die Hose gehen können.
Also dann mal an alle Guide`s: Auch mal etwas mehr an Verhaltensmaßregeln beibringen.
... kann es sein, daß man hier sieht, wie die Haie gefüttert werden? So etwa ab Minute 1:20? Unglaublich!
Antwort von kwolf1406 am 07.07.2009 - 21:40 Was meinst du jetzt? Was war die gefährliche Situation? Dass du überhaupt im Wasser warst, sich der Hai unnatürlich verhalten hätte, dass du ausgetaucht bist oder dass du allein warst?
Vermeiden lässt sich nur ersteres und letzteres (wobei du für letzeres selbst schuld bist: Man lernt, beim Buddy zu bleiben). Hätte derer Hai beissen wollen, hätte er es getan.
Antwort von neptun46 am 20.07.2009 - 18:02 Was mich schon wundert, ist die Tatsache, dass weder die Hepca, denn sonst eine der aufgeblasenen Institutionen, die Gelder wie die Riffsteuer, Schutzzonengebühr, etc. kassieren, sich dafür interessieren, welche Tauchbasis, /sen, ganz bewußt an so stark besuchten Spots, wie das Elphingston Haie gezielt anfüttern. Gerade mal 3 TL , einer aus Hurghada, sowie aus Deutschland, und eine aus Sinai, haben den betreffenden Video erbeten, und auch inzwischen erhalten. Keinen der Hochoffiziellen, schein das Geschehen zu interessieren. Meine Vermutung, dass das ganze Getue um Riffschutz, nur als Geldquelle ausgenutzt wird. Was interessiert es da einen Ranger oder wen auch immer wenn da mal ab und zu ein Nichtgläubiger gebissen wird, so könnte man das auch auslegen.
das stimmt nicht ganz ... hrg und sinai haben zusammen den gleichen background ... video inzwischen oben angelangt, ganz oben... es dauert halt etwas.
aber ein video ist nur der anfang.. ein sehr guter, aber dennoch würden noch weitere zusätzlich benötigt. denn nicht nur ein verursacher/basis/safariveranstalter sind ja beteiligt/schuld an dem allen.
wer noch solche infos hat oder bilder oder videos... einfach mal eine mail an mich:
juergen@redsea-divers.com
gruss
jürgen
Antwort von nobbe am 20.07.2009 - 18:29 @neptun46
Ich habe heute eine News der Hepca bekommen wonach bereits Sanktionen verhängt wurden. Ausserdem werden gewisse Gerüchte eindeutig dementiert. Ich hänge das Original mal hier ran.
Gruß Norbert
Dear all,
It was brought to our attention from different sources that there is a rumor saying that the Egyptian Government has appointed and gave permission to some fishing boats to hunt the sharks in the southern red sea area.Please note that all these reports are simply glaring falsehood. The shark population is highly protected in the red sea by many laws and decrees.On the other hand which makes it very ironic that all fishing activities in the red sea region are on hold because of the new fishing regulations, which we hope that it will have a great positive impact on the fish stock and the reefs condition, accordingly there are even no fishing vessels in the area.After the very unfortunate incident that happened in the Saint John�s area we had to deal with a lot of false and misleading rumors and I would seize this opportunity to clarify some points.
�No dive sites in the whole Egyptian Red Sea were closed at any point of time.
�Severe measurements were taken against some the operators who were involved in any sort or form of shark feeding. Investigations took some time, as we didn�t want to come out with hysterical decisions that are driven and based on the magnitude of the incident and not on solid facts and professional reports.
�HEPCA would be very pleased to provide the media with true information instead of basing a whole story on a rumor or unreliable resources.
With my deepest regards.
Amr Ali
Managing Director
HEPCA
Antwort von istiophorus am 21.07.2009 - 09:58 Severe measurements were taken against some the operators...
Wie sehen diese Maßnahmen aus, gegen wen wurden sie verhängt? Solange das nicht transparent gemacht wird, sind solche News genauso viel wert, wie sämtliche kursierenden Gerüchte.
Antwort von schleihering am 01.10.2009 - 18:37 Kurzes Statement:
Ich befand mich kürzlich auf einem Liveaboard das zum Unglückszeitpunkt vor Ort war. Französin in Badebekleidung schwimmt auf den Longi zu um ihn zu ködern. Toter Fisch wird mitgeführt. Leider ist am Ende des Fisches noch ziemlich viel Hai vorhanden, zudem stinkt die Dame wie eine Fischfabrik da sie die Köder im Badeanzug transportiert. Gaumenbiss in die Leiste. Noch im Wasser verblutet. Final Mistake. Hoffentlich haben die Herren und Damen an Bord der "Le Nautile" daraus gelernt und ihre Konsequenzen gezogen.
@ bananadiver: guter Kommentar
@ wolfgangG: Gefährliche Aussage: Abwärtsgerichtete Brustflossen=Angriff!!! Die Brustflossen werden nach unten abgewinkelt um dem Hai das Manöverieren zu erleichtern. Er kann sich dann schneller und in kleinerem Radius wegdrehen. Typisches Verhalten beim Antreffen von für ihn möglicherweise gefährlichen Situationen. Er ist einfach wendiger dadurch und kann schneller fliehen. Es kann auch sein, daß der Hai nur eine Flosse nach unten stellt, beispielsweise die rechte. Er wird kurze Zeit später nach rechts abdrehen. Solange er den "inneren Kreis" also seine Intimsphäre (ca. 2,5 Körperlängen des Tieres) nicht von sich aus unterschreitet ist alles gut. Egal wie die Flossen stehen. I.d.R. wird er auf dich zuschwimmen und dann dementsprechend abdrehen um seine Seitenlinienorgane zum Einsatz bringen. Haie, die an Menschen gewöhnt sind, werden es dabei belassen. Ganz neugierige werden näher kommen um Kontakt mit den Flossen oder der Nase aufzunehmen. Primär bei Oberflächenkontakt. Dann ist es für uns Zeit zu gehen. Denn danach kommt nur noch der Probe-/Gaumenbiss. Weitere Umstände wie Köder im Wasser kommen dann noch hinzu. Also schön vorsichtig. Dann kann man auch Haie geniessen ohne in Stress zu geraten. Angst nein, aber Respekt sollte man haben. Euch allen noch viele tolle und stressfreie Hailights!
Antwort von RMZahn am 02.10.2009 - 21:24 ...also die "Le Nautile" hat ihre Lizenz noch...
ich hatte sie vor 3 Tagen am Tauchplatz gesehen.
ob da eine finanzielle Strafe verhängt wurde, weiß ich natürlich nicht.
Roland
Antwort von kwolf1406 am 02.10.2009 - 23:08 "Ganz neugierige werden näher kommen um Kontakt mit den Flossen oder der Nase aufzunehmen.... Dann ist es für uns Zeit zu gehen."
Hört sich gut an. Nur: Gehen, wohin? Der Longimanus lümmenlt an der Bootsleiter herum. Und das Herausklettern der Gruppe dauert seine Zeit. Genug Zeit, um sehr neugiereig zu sein...
Antwort von schleihering am 05.10.2009 - 12:30 Stimmt. Weiter oben ist es glaub ich schon mal gesagt worden. Tier immer im Auge behalten. Ruhe bewahren. Sich gegenseitig decken. Ganz wichtig. Der letzte Taucher an der Leiter hat dann natürlich ein Problem. Aber: Das Tier verharrt ja nicht an einer Stelle. Es schwimmt seine Muster. Und dann kann man sehr wohl in einem günstigen Moment gefahrlos an Bord gelangen. Man kann ihn auch mal energisch seitlich wegdrücken. Wichtig ist es, wenn man noch keine Erfahrungen mit der Materie hat sich vorher damit zu beschäftigen. Wenn man will, kann man viel über Haie lernen bevor es zu solchen Situation kommt. Mit ein wenig Background sollte das alles kein Problem sein.
ich war jetzt schon ca. 8 mal auf live aboards in der gegend brothers, elphistone, st. johns....und jedesmal fast sind die schiffe speziell auf brothers aber auch elphistone wenn sie geankert haben von longimanus umkreist worden.....ohne dass die boote etwas in meinen augen ungewöhnliches getan haben, sie haben einfach ALLE abfälle (nicht nur exkremente, auch den ganzen küchenabfall mit fisch, gemüse etc.) über bord geschmissen, dass war jetzt kein willentliches füttern...aber nichtsdestotrotz hatte es seine wirkung...und da hab ich mich niemals wohl gefühlt, wenn es geheissen hat, ach, die strömung ist heute nicht so arg, schwimmst einfach vom big brother retour zum boot....wo ich in derartigen hai gewässern echt nicht direkt bei den auf die abfälle wartenden tieren an der oberfläche herumflosseln will und schöne elektromagnetische felder erzeugen will....
lg
Alex
Antwort von kwolf1406 am 01.02.2010 - 17:48 Tja - da mühen sich alle wohmeinend ab - aber das wird von der Realtiät mit den Füßen getreten. Wie so vieles! Solange die eingesetzten "Profis" absolut unqualifiziert sind ändert sich nichts - und das fängt nicht erst beim Koch an, auch wenn er lecker kochen kann und ein netter Kerl ist. Aber eben nicht qualifiziert für die Seefahrt am Riff. Genauso wenig wie der Kapitän.
Antwort von kalu am 02.02.2010 - 19:27 Lieber Alexandrad,
wenn Du Dich nicht wohl fühlst in ‚Haigewässer’, dann solltest Du dort einfach nicht tauchen.
Ich muss in jeder Hinsicht Schleihering Recht geben. Erweitere Deinen Bachground, wenn Du in Gegenden tauchen möchtest, wo Haie sind, dann wirst Du erfahren, dass sie keine beißwütigen Monster sind, sondern bewundernswert schöne Tiere vor denen man Respekt haben sollte. Du wirst erfahren, dass sie sich, wenn Du Dich richtig verhältst, nicht für Dich interessieren, auch nicht, wenn sie am Boot herumlungern und nicht unmittelbar von Dir oder jemand anderem gefüttert worden sind.
Die Haie leben da, wo sie sind. Also müssen wir sie da respektieren. Wer das nicht kann, sollte dort nicht tauchen.
Oder wäre es vielleicht besser, wenn man sie alle Haie, wie vor nicht all zu langer Zeit bei Elphinstone, in einer Nacht- und Nebelaktion heimlich abschießt, weil sie angeblich eine potentielle Gefahr für Touristen darstellen?
Ich habe selber oft genug Haibegegnungen gehabt. Nie haben sie auch nur geringste Anstalten gemacht mir zu nahe zu kommen.
Bei meiner letzten Begegnung mit einem Longimanus in Roten Meer ist dieser von Tauchern derartig bedrängt worden, dass ich mich gewundert habe, dass er nicht zugebissen hat. Die Tatsache, dass dieser Hai ein Jungtier war, spielt dabei wohl keine Rolle.
Respektiere den Hai und lass ihn in Ruhe, dann respektiert er Dich auch und lässt Dich in Ruhe.
Haiunfälle treten fast immer dann auf, wenn der Mensch sich fehlerhaft verhält. Bei dem Haiunfall im Sommer am St. Johns Riff war dies auch, nach meinen Informationen, die mir jemand mitgeteilt hat, der unmittelbar damit zu tun hatte, der Fall.
Die Longis wurden erst von der Besatzung und den Gästen des entsprechenden Bootes angefüttert. Dann ist die Französin ins Wasser gegangen und mit Schnorchelausrüstung ca. 100m hinter einem angefütterten Hai her geschwommen. Der ist hat sich plötzlich umgedreht und hat ihr in die Seite gebissen. Man versetze sich in die Lage des Hai’s.
Erst bekommst Du Futter, dann verfolgt Dich das Futter…..
Entschuldigung, wie blöde muss man eigentlich da sein.
Wildgewordene Haie , wie sie vielleicht mal irgendwann irgendwo vorgekommen sind, kannst Du auch als Schwimmer antreffen. Gehst Du deshalb nie mehr ins Wasser?
kalu
Antwort von BonieMahonie am 03.03.2010 - 14:41 @kalu
"...Oder wäre es vielleicht besser, wenn man sie alle Haie, wie vor nicht all zu langer Zeit bei Elphinstone, in einer Nacht- und Nebelaktion heimlich abschießt, weil sie angeblich eine potentielle Gefahr für Touristen darstellen?..."
WANN war das denn und WER hat die Haie abgeschossen?
Antwort von kalu am 08.03.2010 - 18:20 Das muss vor ca. gut einem Jahr passiert sei.
Ich mir sicher bin, dass da etwas drann ist und ägyptischen Behörden anders ticken, als so mancher friedliche Taucher oder Umweltschützer.
Ich habe diese Information von einem sehr glaubwürdigen und kompetenten Tauchguide erhalten. Da er in Folge seiner Aufgabe als Tauchguide auf einem Safariboot im Roten Meer dieses Riff regelmäßig betaucht, ist Ihm aufgefallen, dass Haie, darunter ein handzahmes Weibchen, nicht mehr da sind, obwohl sie seit 10 Jahren regelmäßig dort anzutreffen waren. Seinen Nachforschungen zu Folge, sind die Tiere heimlich nachts aus oben angegebenem Grund mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit abgeschossen worden.
Um Einwände, wie z.B. „glaub nicht jeden Mist, den Du hörst, schon gar nicht, wenn er von Tauchguides stammt“, oder“ behaupte nicht, was Du nicht beweisen kannst, o.ä. vorzubeugen, muss ist sagen, dass mir dies Information aus mehreren Gründen glaubwürdig scheint, da 1. der Guides einen guten Leumund hatte, 2. seine Schilderung plausibel war, wirklich nicht einmal ein Hai da waren ( dies mag ein Zufall gewesen sein) und 3. ich diesen Vermutung von anderer Seite auch gehört habe. So etwas saugt man sich doch nicht aus den Fingern.
Beweise??? Leider Fehlanzeige. Aber dass kommt ja öfters vor, auch wenn die Realität meines Erachtens für sich spricht. Solche Schweinereien, wenn sie denn passieren, sind ja immer illegal.
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