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Tödlicher Unfall in Südfranzösischer Höhle
Abgesandt von Christian Registriertes Mitglied am 21.11.2003 - 02:05:

Wie uns Christian mitteilte, sind gestern zwei Schweizer Höhlentaucher in der südfranzösischen Region Lot bei Souillac ums Leben gekommen.

Anwohner hatten die Polizei informiert, nachdem das Fahrzeug der beiden Taucher auch noch am späten Mittwoch Nachmittag noch vor dem Höhleneingang stand.

Die Leichen wurden nach einer Bergungsaktion 120m vom Eingang in dem unterirdischen Flusslauf - den die beiden erkunden wollten - entdeckt.

Die Gründe für das Unglück sind noch völlig unklar.

Infos von: Hier klicken



Antwort von mario Registriertes Mitglied am 21.11.2003 - 22:59
Was ich heute in den Nachrichten des Schweizer Radios gehört habe, waren beide sehr erfahrene Höhlentaucher.
Mein Beileid den Angehörigen
Antwort von Herbert Redaktionsmitglied am 22.11.2003 - 01:14
In einer Veröffentlichung von www.ladepeche.com wird der Unfallort als die emergence de meyraguet angegeben. Eine Skizze der Höhle ist Hier klicken zu finden. Weitere Einzelheiten bzw. mögliche Ursachen wurden noch nicht veröffentlicht.
Antwort von Bernd Registriertes Mitglied am 23.11.2003 - 22:55
Folgende Info kan über die Francecavediving-Liste:

"Anfang OT"
am donnerstag den 20. nov. 2003 wurden zwei höhlentaucher leblos aus
der émergence de meyraguet in dem département du lot(südfrankreich) tot geborgen!

nach besprechung mit der zuständigen behörde über die mögliche totesursache kann man vemuten, dass der tod durch einatmen von stark
konzentrierten giftgasen in der luftgblasen zwischen dem 1. und 2. sifon verursacht wurde.

die luftproben sind bereit in dem labor und werden in den kommenden
tagen wissenschaftlich analysiert.

im auftrag der gendarmerie teile ich euch mit, dass :

AB SOFORT JEGLICHES TAUCHEN IN DER EMERGENCE DE MEYRAGUET VERBOTEN
IST !
!!!!!!!!!LEBENSGEFAHR!!!!!!!


ich möchte betonen, dass keinesfalls schuld oder fehlverhalten des tragischen unfalls den opfern zugewiesen werden kann


maxime de gianpietro
" Ende OT"
Antwort von greif Registriertes Mitglied am 24.11.2003 - 06:15
Maxime, besten Dank für die Mitteilung.
Ci sentiamo.
greif
Antwort von Jojo76 Registriertes Mitglied am 24.11.2003 - 10:57
Die Staatsanwaltschaft berichtet das der Tauchgang, bis ins kleinste Detail geplant war.

Sie wurden von Ihrem Wirt als vermisst gemeldet, da sie sich bei ihm immer abgemeldet haben.

Momentan finden in Frankreich noch Untersuchungen statt. Bis jetzt sind die Körper der BEIDEN, noch nicht freigegeben.

Tauchen war für die Beiden alles, sie waren bereits öffter unten in Südfrankreich zum tauchen.

Wir danken für Euer Mitgefühl
Antwort von Rio Registriertes Mitglied am 26.11.2003 - 21:50
hallo jojo76, wer bist du, dass du infos von der Staatsanwaltschaft hast. Wir sind direkt betroffen und hätten noch weiter fragen zu diesem Fall
Antwort von neondiver Registriertes Mitglied am 11.12.2003 - 12:56
Hallo,
kennt jemand mittlerweile die Zusammensetzung von diesem Gas?
Mein Tauchlehrer hat mich bei Tauchgängen am Rüttler in Hemmoor immer ausdrücklich davor gewarnt, die Luft in der Blase unter der Schütte einzuatmen.
Er meinte, dass sich dort mit der Zeit Bakterien gesammelt hätten, die beim Einatmen eine Art septischen Schock auslösen könnten.
Kann es vieleicht damit etwas zu tun haben?
Antwort von heho Registriertes Mitglied am 22.01.2004 - 00:59
@jojo76, gibt es inzwischen ergebnisse der luftuntersuchung aus der höhle? Würde mich wirklich brennend interessieren, was sich da in der luft so entwickeln kann und wie sich das auf die atemwege oder das zns auswirkt. den angehörigen der verunglückten gilt mein tief empfundenes mitgefühl.
Antwort von Bernd Registriertes Mitglied am 26.01.2004 - 10:47
Untersuchungsergebniss kam vor 2 Tagen über die
Francecavediving:

Anfang OT:

Here is the official report:

- - - - - - --------------------------------------------
With the autorisation of the "Procureur de la republique " of Cahors, who
investigated the accident of the two cave divers that happened 19 November
2003 at the "resurgence" of "Meyraguet" commune de Lacave (46), here are the
results of the gas analyses of the airbell between sump one and sump two
(the place of the accident).


Sample of the 20.11.2003 17h45 :


N2 ................... 86.8 %


O2 ................... 8.8 %


CO2 .................. 0.97 %


H2O - H2S - H2 - CO - CH4 < 0.0005 % for each of them



Sample of the 21.11.2003 11h45 :


N2 ................... 87.3 %


O2 ................... 9.2 %


CO2 .................. 1.01 %


H2O - H2S - H2 - CO - CH4 < 0.0005 % for each of them



In the water of the sump there was no dissolved gas or organic substances.


Due to the sampling method, the oxygene level is probably inferior to the
one that has been analysed (+- 1%).


The low level of oxygene explains fully the accident that happened to the
two swiss divers.


The divers` tanks contained 21% and 28% of Oxygene.


The goal of this message is to spread this information as much as possible
to avoid a similar accident happening again, so please forward it to anyone
who you think might benifit.


From:


Brice MAESTRACCI

Jean-Paul GUARDIA 2004-01-22 20:30:35

Translated the 24-01-2004 by Jerome Meynie and Rose Yates

Ende OT

Gruss
BB
Antwort von Trimixler Registriertes Mitglied am 26.01.2004 - 13:14
all
Jetzt scheint klar eine Sauerstoffunterversorgung der Grund des tragischen Unfalls gewesen zu sein.
Wie auch aus den Spekulationen.

Aber was mich wundert: Wo sind die restlichen Gasprozente auf 100% geblieben:

Summe aller Gase vom 20.11.2003 ~ 96,57%
Summe aller Gase vom 21.11.2003 ~ 97,51%

In diesem Falle müssen Gase verloren gegangen sein.

Messfehler oder Messunsicherheit?


Gruss
Antwort von Bernd Registriertes Mitglied am 26.01.2004 - 19:43
ich glaube es wurde einfach nicht auf 100% geprüft.
Ich denke es werden halt nur die wichtigen (toxischen) Bestandteile gesucht und deren Menge bestimmt.
Wie angegeben: Stickstoff, Sauerstoff, Kohlenmonoxid, Kohlendioxid, Feuchtegehalt,Wasserstoff,Schwefelwasserstoff und Methan

Gruss
BB
Antwort von martin.l Registriertes Mitglied am 27.01.2004 - 15:38
Außer der angegebenen Bestandteile sind in der Luft noch Edelgase (vor allem Argon).

mfg

Martin
Antwort von Trimixler Registriertes Mitglied am 28.01.2004 - 18:03
@martin.l
Es wurde von einer Gasanalyse gesprochen.
Dazu gehört ein Normiertes verfahren. So wie mir bekannt ist bei einer vollständigen Gasanalyse nicht einfach:
1. Gase fehlen
2. Nicht ohne Begründung einfach 3% fehlen, welches mir ziemlich viel erscheint.

ich zitiere aus dem Beitrag von Berndt 26.1.2004

H2O - H2S - H2 - CO - CH4 < 0.0005 % for each of them

Alle anderen vorhandenen Gase, je Gasanteil < 0.0005%

Also wird es schwierig auf 100% zu kommen, aber eigentlich ändert es an der Sache sehr wenig.
Aus meiner Sicht gehört zu einem vollständigen Bericht eines Sachverständigen auch die vollständige Auflistung mit bekanntgabe der Messunsicherheit.

Es gibt nicht einfacheres als Messwerte zu publizieren, schwierig wird es, wenns stimmen muss.
Es hätte gereicht, wenn geschrieben worden wäre restliche % (ungiftige Gase oder ähnliches) sonst bleibt bei mir eine mangelndes Vertrauen zur ganzen Auswertung.

Dabei habe ich nicht den Bernd gemeint, er hat es ja, und das finde ich super von ihm, dies als Dokumentation weitergegeben.

Gruss Trimixler
Antwort von martin.l Registriertes Mitglied am 28.01.2004 - 23:30
Normale Luftzusammensetzung:

78,09% Stickstoff
20,95% Sauerstoff
0,93% Edelgase
0,03% Kohlendioxid

Jetzt hamma 100%!

Bei einer Luftanalyse werden in erster Linie die häufigen und leicht zu erfassenden Gase erfasst.
Es macht keinen Sinn, die Edelgase zu analysieren.
Der Gehalt von CO (Kohlenmonoxid) und H2S (Schwefelwasserstoff)wurde analysiert und die Konzentration war sehr
gering.
Ich bin aber sicher, daß die Chemiker andere giftige Gase (welche?) entdeckt hätten.
Also - von meiner Seite schließe ich eine Gasvergiftung aus. Der Sauerstoffgehalt in den "Luftblasen" war aber sehr gering, und sicher nicht für einen längeren Aufenthalt geignet.
Im Gegensatz dazu war der Kohlendioxidgehalt sehr hoch.
Meine Meinung - Diese Luft war schlicht und einfach "veratmet", aber sicher nicht "giftig".

Mein aufrichtiges Mitgefühl an die Angehörigen

mfg

Litos Martin
Antwort von martin.l Registriertes Mitglied am 29.01.2004 - 10:20
Nachtrag:

Der Sauerstoffgehalt der Proben enthielt ca. 9% Sauerstoff. Das ist ungefähr so, wie wenn man auf 7000m Seehöhe ist. Ein CO2-Gehalt bis zu 2,5% ist für den Menschen problemlos, zwischen 4% und 5% kann es bereits zur Bewußtlosigkeit kommen.
Ab 8% wird die Sache tödlich.

mfg

Martin
Antwort von Jojo76 Registriertes Mitglied am 02.02.2004 - 10:18
Es hat mich schon überrascht, das die Ergebnisse im Netz waren, bevor die Verwandten offiziell bescheid wußten.
Es ist immer ein Risiko in Höhlen, deswegen passt auf Euch auf.
Antwort von mario Registriertes Mitglied am 26.04.2004 - 17:15
@all
weitere infos zu diesem tu findet ihr in der unterwasserasgabe mai 2004. dort ist nochmals die luftanalyse dokumentiert. die luftanalyse wurde am 20.11.2003 durchgeführt, also am gleichen tag wie der unfall passiert ist.
grundlage des berichtes wurde von beat müller, verantworlich für das ressort cave diving der schweizerischen CMAS, durch seine kentnisse der fakten geschrieben.

allzeit gut luft, gruss mario

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