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Foren - int. Tauchunfälle - Unfall Shab Sharm 15.7.




  

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Unfall Shab Sharm 15.7.
Abgesandt von Armin Registriertes Mitglied am 19.07.2004 - 11:45:

Danke an Michael für diese Info:

Während unserer Tauchsafari in Ägypten auf der Dive One sind wir in einen Tauchunfall verwickelt worden.

Zusammen mit einem Tagesboot des Shams Alam Beach Resorts standen wir in Shab Sharm am 15.07. Wetter, windstille alles bestens.

Plötzlich wurde eine Taucherin enndeckt, die von Ihrem man an die Oberfläche gebracht wurde. Sie wurde sofort von einigen Gästen auf unserem Boot bemerkt, die gerade die vorbeiziehende Delfinschule beobachteten und Sie wurde unmittelbar auf unser Boot gebracht, da es das eigene Boot des Shams Alam nicht bemerkte, obwohl nur 50m entfernt.

Diagnose warscheinlich Schalganfall. Da wir eine Notfallkrankenschwester an Board hatten, wurde die Frau kurz vo Exitus nochmal rückgeholt, durch Sauerstoffgabe usw..... Der Krankenschwester ( Gitti) und die Reaktion der Crew und aller Beteiligten ist es wohl zu verdanken, das die Frau nicht gestorben ist an der Wasseroberfläche. Die Frau trug ein Morphiumpflaster und wurde nach Auskunft Ihres Mannes erst kürzlich wegen Brustkrebs operiert. Wohl gemerkt der Mann ist Arzt. Narkosearzt.

Da wir nach ca. 30 Minuten, als es der Frau etwas besser ging, Sie auf das eigene Boot transportierten und dieses laut Aussage des Guides zurück zur Basis fuhr, wissen wir nicht, wie es der Frau weiter ergangen ist. Zum Zeitpunkt der Übergabe an das verantwortliche Boot, war Sie halbseitig gelähmt. Vielleicht können wir auch über diesen Bericht etwas von ihrem Zustand erfahren.

Es ist wohl unverantwortlich, das jemand mit Morphiumplaster und kurz nach einer OP taucht, da er alle damit gefährdet und zudem wohl seitens der Basis völlig unverantwortlich diese Frau tauchen zu lassen. Hier hat wohl ein Kontrollorgan versagt.



Antwort von Doris Registriertes Mitglied am 19.07.2004 - 12:30
Schlimm, schlimm, schlimm!

Ob der Basisbetreiber das überhaupt wusste sei dahingestellt. Aber das ein Anästhesist meint, er könne durch sein medizinisches Wissen einen absehbaren Tauchunfall vermeiden, kann ich nicht fassen. Anscheinent hat er nicht einmal die Reanimation geleitet sondern dies an die Krankenschwester abgegeben.

IchKannsNichtFassen
Antwort von Bert Rudeck Registriertes Mitglied am 19.07.2004 - 12:35
Ich nehme den letzten im Bericht genannten Punkt auf. Es sei, so steht dort zu lesen, "seitens der Basis völlig unverantwortlich diese Frau tauchen zu lassen".
Da stellt sich mir die grundsätzliche Frage, ob die Basis, um den Gesundheitszustand gewusst hat, bzw. wissen konnte.
Ich denke, - auch vor dem Hintergrund, dass der mittauchende Ehemann Arzt ist -, hier hat ein von der Taucherin selbst zu verantwortendes Geschehen stattgefunden.
Antwort von stinker16 Registriertes Mitglied am 19.07.2004 - 15:12
Hallo Bert,

da magst Du wohl rechthaben, wenn es von der Frau verschwiegen wurde hat die Basis nicht die Möglichkeit es zu kontrollieren. Somit nehme ich gerne den letzten Punkt weg vom Bericht.
Wobei eines natürlich bleibt, die Frau wurde von Ihrem Mann an die Oberfläche gebracht nur 30-50 m vom eigenen Boot. Selbst als von uns die Aktion Rettung eingeleitet wurde und jede Menge Truble im Wasser war, bemerkten die Jungs des Shams Bootes nichts und reagierten erst nach mehrmaligen Zurufen unseres Capitäns überhaupt mal bei uns vorbei zu sehen. Natürlich auch da, man kann nicht immer parat sein, aber einen kleinen Hinweis braucht es.

Antwort von Christof Registriertes Mitglied am 19.07.2004 - 16:57
Was mich noch interessieren würde ist ob die Rettungskette sofort aktiviert worden ist. In einem solchen Fall sollte umgehend Hilfe gerufen werden, um einen Patienten so schnell wie möglich einer angemessenen medizinischen Versorgung zuführen zu können. Eine halbseitige Lähmung spricht ziemlich klar für einen Schlaganfall. Hier zählt jede Minute, um Überlebenschancen zu erhöhen bzw. das Risiko bleibender Folgeschäden zu minimieren.

Weiter hätte sich das Boot, welches die Patientin aufgenommen hat, so schnell wie möglich (natürlich nach Absprache mit dem anderen Boot) auf den Weg zum nächstgelegenen geeigneten Versorgungsort machen sollen. In Abhängigkeit von der Entfernung dorthin hätte zudem ggf. (z.B.) ein Schnellboot entgegenkommen und die Patientin übernehmen sollen, um die Transportzeit so zu verkürzen.

@Michael
Ein Lob also Eure Aufmerksamkeit und Euren Einsatz.
Das Notfallverhalten insgesamt erscheint mir jedoch (unter dem Vorbehalt fehlender Informationen) gelinde gesagt wenig angemessen.
Antwort von stinker16 Registriertes Mitglied am 19.07.2004 - 19:18
@ Christof,

Ich denke eine bessere Erstvorsorgung hätte die Frau nicht haben können, als durch die Notfallkrankenschwester, zudem es im tiefen Süden von Ägypten nicht möglich gewesen wäre irgendwelche Art von Hubschrauber usw. zu organisieren. Zudem war auch ihr man Arzt. Da darf man nicht mit der Situation in Europa vergleichen. Zudem darf man nicht vergeßen, das wir das verantwortliche Boot sofort kontaktiert haben und die die Frau an Land geschafft haben, wo weiter verfahren wurde, dies lag nicht mehr in unserer Verantwortung.

Wir sprechen hier nicht von Stunden sondern von Zeiten 30 Minuten, nach Bergung und den Moment des Abtransportes. Arzt und die medizinisch gebildeten Personen, werden sicher gewusst haben, was am besten für die Frau ist. Für den Weitertransport, nachdem das verantwortliche Boot da war, sind wir nicht zuständig. Unsere Pflicht war es zu helfen und die Best mögliche Erstversorgung zu leisten, genau das wurde getan.
Antwort von Bert Rudeck Registriertes Mitglied am 19.07.2004 - 20:37
Wie stinker16 schon schrieb, ist das mit der Rettungskette in Ägypten etwas legerer gelöst. Es ist im Regelfall schneller mit dem Taxi ins Krankenhaus, als auf einen Krankenwagen zu warten.
Bei aller Freundlichkeit, die besonders Einheimische dem ausländischen Touristen entgegenbringen, ist der Tourist in Ägypten einen `Massenverbrauchsgut`.
Antwort von Christof Registriertes Mitglied am 20.07.2004 - 12:34
@stinker16

Dessen, dass die Frau eine gute Erstversorgung erhalten hat, bin ich mir sicher; aber eben auch nicht mehr, da sicherlich - außer Verbandskasten und O2-Koffer - kein weiteres zur Behandlung erforderliches medizinisches Equipment an Board war. Insofern habe ich weiter den Eindruck, dass es vielleicht doch möglich gewesen wäre, die Frau schneller (egal wie, egal wer) einer Behandlung zuzuführen.

Ich hab mal ein Bisschen nach einer Statistik gegoogelt wie hoch die Heilungschancen in Abhängigkeit von der Zeitdauer zwischen Schlaganfall und Behandlung sind. Leider habe ich keine Statistik gefunden, aber es scheint so zu sein, dass innerhalb der ersten drei Stunden noch gute Chancen bestehen, bleibende Schäden zu verhindern/minimieren.
Antwort von stinker16 Registriertes Mitglied am 20.07.2004 - 13:37
@Christof

vergiß nicht wir waren im tiefen Süden Ägyptens. Zeit zum nächstmöglichen Hafen ca. 2 Stunden und weitere 4 Stunden bis zum ersten Krankenhaus in Hurghada. Deine Statistik aufgehen zu lassen war und bleibt unmöglich. Die Frau wurde an Land gebracht vom verantwortlichen Boot und weiter Transportiert und genau da ist der Punkt, den wir gerne wissen möchten. Wie wurde weiter verfahren und was wurde aus der Frau.

Abschließend:
Wer in ein Land fährt wie Ägypten, zudem in den tiefen Süden, der muss sich bewusst sein, das in einem solchen Falle keine Hilfe und Behandlung wie in Deutschland möglich war und nicht möglich sein wird. Hierzu fehlt sämtliche Struktur in diesem Lande und ich spreche aus Erfahrung, den ich hatte vor 3 Jahren selbst einen Verkehrsunfall erleiden müssen. Die Erstversorgung fand damals satte 8 Stunden später statt und das obwohl an der Küstenstrasse passiert.


Zudem trägt die einzige Verantwortung hier die Verunglückte die Trotz Ihres Berufsstandes und des Berufes Ihres Mannes und in voller Bewustheit mit Morphiumplaster und kurz nach Op tauchen gegangen ist. So hat Sie nicht nur Ihr eigenes Leben riskiert, sondern noch Tour und Gesundheit von anderen mit aufs Spiel gesetzt.
Antwort von Cuthalion Registriertes Mitglied am 20.07.2004 - 15:40
Über Anästhesisten und Morphinpflaster und frisch operiert will ich gar nichts sagen, aber Schlaganfall: Da braucht man in Deutschland im Durchschnitt momentan auch 6 Stunden. ( Und für diejenigen die die Presse verfoglen: Das hat sich durch die sogenannten stroke-units nicht wesentlich verbessert. Deren Effekt besteht nur in schnellerer invasiver Diagnostik und ist in großen Studien noch nicht bewiesen)
Antwort von Flossenvergesser Registriertes Mitglied am 20.07.2004 - 16:34
Kaum zu glauben, was man hier so liest und was einige vom Stapel lassen....völlig unmenschlich.


...also da ist doch tatsächlich eine KREBSKRANKE tauchen gegangen, unglaublich. Und ihr Mann, ein Arzt, hat das erlaubt! Und Morphium war auch im Spiel....


denkt mal bisschen nach, was ihr hier so schreibt. Krebs ist nicht ansteckend und die beiden wussten wahrscheinlich, was sie taten. Eine transdermale (=Pflaster) Medikation mit Opioiden (Morphin gibts nicht als Pflaster, übrigens..)kann die Tauchtauglichkeit natürlich einschränken, aber vielleicht hat die Taucherin das in Kauf genommen....
Wenn ich eine unheilbare Krankheit hätte, würde ich vielleicht auch tauchen gehen, so lange es geht......

Und was das Tauchrisiko bei Vorerkrankungen angeht: Rauchen, Alkohol, keine Fitness, Fressen was das Zeug hält......das ist wohl häufiger ein Taucherproblem als Krebs oder "Morphium".
Antwort von Bert Rudeck Registriertes Mitglied am 20.07.2004 - 19:22
@Flossenvergesser
Kaum zu glauben..., wie lange es gedauert hat bis der erste vollig unsachliche Beitrag gepostet wurde.

Du hättest Deine Botschaft, die übrigens rein spekulativ ist, auch ohne Beschimpfungen an den geneigten Leser bringen können.
Antwort von Flossenvergesser Registriertes Mitglied am 20.07.2004 - 20:05
@Bert

Du findest meinen Beitrag unsachlich - ich finde einige der Beiträge hier unmenschlich und herzlos. Irgendwie ist das ja nicht unbedingt ein Widerspruch.

Beschimpfung? Ist Dir vielleicht nicht so aufgefallen, aber in den bisherigen Beiträgen wurden doch eher die verunfallte Taucherin und ihr Partner beschimpft. Und das ist doch völlig daneben, oder?
Antwort von Bert Rudeck Registriertes Mitglied am 20.07.2004 - 20:36
@Flossenvergesser
Ich habe mir die Beiträge gerade noch mal zu Gemüte geführt und kann keine Stelle finden, wo das betreffende Paar beschimpft worden wäre. Das vorliegende Verhalten wurde schlicht und sachlich als unverantwortlich bewertet.
Jede Versachlichung eines solch tragischen Vorfalls ist typischer Weise "unmenschlich und herzlos". In einem solchen Unfallforum wird versucht ein Unfallgeschehen _emotionslos_ zu analysieren und zu folgern, was hätte getan werden können, um das Geschehene zu verhindern.
Ob die Eingangsschilderung des Sachverhaltes umfassend ist und überhaupt der Wahrheit entspricht, können wir ohnehin nicht feststellen.
Antwort von Binte Registriertes Mitglied am 21.07.2004 - 00:11
Hallo,
das Zeitfenster für eine Lyse(Auflösung eines Blutgerinnsels durch einen Eingriff)beträgt 2 Stunden,innerhalb derer der Patient nach dem Ereignis in der Klinik sein muß.Nicht jeder Schlaganfall kann so behandelt werden,und auch in Deutschland nur in spezialisierten Krankenhäusern.Ob es in Ägypten überhaupt(außerhalb von Kairo) gemacht werden kann,bezweifle ich.
Die Erstversorgung war in diesem Fall optimal,mehr als Sauerstoffgabe wird auch hier nach dem neuesten Behandlungsstandart vor Klinikaufnahme in der Regel nicht gemacht(man würde sonst u.U. die Handlungsmöglichkeiten bei der Lyse einschränken.)
Gruß Binte
Antwort von abu Registriertes Mitglied am 23.07.2004 - 19:50
Hallo Leute,
ich denke, das man keinen der Beteiligten und auch dem Opfer Vorwürfe machen sollte.
Der Beteiligten am wenigsten, den ich glaube Sie wusste was Sie tut und auch Ihr Mann, noch weniger gilt es hier die Tauchbasis verantwortlich zu machen.
Übrigens das nächste Krankenhaus ist in Marsa Alam ca. 1 Fahrstunde vom Sharms Alam entfernt, es ist zwar nicht mit einem Arzt besetzt, aber der Doktor der Dekokammer Marsa Alam (24Std. besetzt) hilft auf alle Fälle und kommt auf jeden Fall.
Ich hoffe nur der es der Frau inzwischen besser geht.
MFG Abu
Antwort von stinker16 Registriertes Mitglied am 23.07.2004 - 23:01
Laut Auskunft,

der Basis inzwischen gut, nach Dekokammerbehandlung. Wollen wir es mal darauf beruhen lassen.

Antwort von PINKY the navigator Registriertes Mitglied am 29.07.2004 - 12:52
@doris
ich kann nirgenswo das von dir zitierte statement des arztes lesen....
@Bert Rudeck
naja, gemessen an anderen posts zu anderen unfällen ist das ja noch nicht mal beschimpft...
aber die tatsache, dass evtl. selbstverscchulden der taucherin mit gespielt hat ist gar nicht so schlecht finde ich, zu mal da doch eine brücke zu
@flossenvergesser
schlagen könnte.
man kann ja wohl voraussetzen, dass die beiden tatsächlich wussten was sie da tun. und in anbetracht einer evtl. lebensfrist, möchte ich denjenigen sehen, der dies wirklich verurteilen will. gut luft
Antwort von Doris Registriertes Mitglied am 29.07.2004 - 13:13
Hallo Pinky,

ich habe nichts zitiert. Für Dich habe ich noch mal die entsprechende Passage ais dem Eingangsposting kopiert:

"Die Frau trug ein Morphiumpflaster und wurde nach Auskunft Ihres Mannes erst kürzlich wegen Brustkrebs operiert. Wohl gemerkt der Mann ist Arzt. Narkosearzt. "

Ich gehe davon aus, dass ein Mensch, der eine Fachausbildung zum Anästhesisten geschafft hat, sich des Risikos bewusst war.

Und Lebensfrist hin oder her es ist unverantwortlich und absolut egoistisch ander Menschen da mit hineinzuziehen und ggf. deren Leben ebenfalls mit aufs Spiel zu setzen.

In diesem Sinne

Doris
Antwort von PINKY the navigator Registriertes Mitglied am 29.07.2004 - 17:33
hmm
in deinem post steht jedoch:
"Aber das ein Anästhesist MEINT, er könne durch sein medizinisches Wissen einen absehbaren Tauchunfall vermeiden, kann ich nicht fassen."

ich kann da keinen zusammenhang ableiten zwischen anästhesie und tauchen.

das kein mensch tauchen geht, wenn er einen unfall als folge zwingend voraussetzt liegt doch wohl auf der hand. also wer sich trotzdem einem gesteigerten risiko aussetzt wird andere gründe haben, die vielleicht eher emotional als rational zu verstehen sind.
Antwort von Doris Registriertes Mitglied am 29.07.2004 - 22:42
Pinky, geh doch mal zum Taucharzt Deines Vertrauens und frage ihn was er davon hielte, wenn Du nach einer kürzlich erfolgten KrebsOP in einem medizinisch schlecht versorgten Gebiet eine Tauchkreuzfahrt machen wolltest. Und sage bitte dazu, dass Du Morphinpflaster mitnehmen möchtest, da Du ohne zu viele Schmerzen hast.

Wenn Der Dir überhaupt das Tauchen erlaubt, dann NUR vom Strand mit entsprechender medizinischer Infrastruktur.

Ein nichtmediziner muss sich damit abfinden, ein Arzt kann selbstverständlich "das Risiko abwägen" und anders handeln. Aber wird dadurch das Risiko geringer?
Antwort von PINKY the navigator Registriertes Mitglied am 30.07.2004 - 15:29
Also wir sind uns doch sicher einig darüber, das tauchen mit einem morphiumpflaster nicht gerade empfehlenswert ist.
Warum jedoch ein akademiker ein besseres verständnis für tauchphysik haben sollte als andere ist mir nicht klar.
Hinter diesem tauchgang steckt meiner meinung nach kein versehen, oder ein kalkuliertes risiko sondern der erhalt von lebensqualität der krebskranken gattin.
Antwort von hket Registriertes Mitglied am 30.07.2004 - 17:23
vorab: meine TTU ist aktuell,
aber werden wir mal spekulativ:
mein Arzt sagt mir, dass ich eine Sch..krankheit habe, die mein Leben entscheidend beeinflussen kann. Tauchen kann ich noch, aber mit einem besonderen Handycap. Mein Buddy weiss das und kann das Risiko einschätzen. Wir wollen uns einen schönen Urlaub gönnen und gehen miteinander tauchen - in den von uns machbaren Grenzen.
Wo ist also das Problem ?
Ein Schlaganfall kann jeden treffen; der Partner hat anscheinend einen sauberen Augstieg unter schwierigsten Bedingungen hingekriegt. Eine unverantwortliche Gefährdung anderer kann ich nirgens erkennen.
Nur wer die Situation komplett kennt, kann sich hier ein Urteil bilden.
Und um noch ein Stück weiter zu provozieren:
(bitte nicht mit obigem Vorfall in Verbindung bringen, nur hypothetisch gedacht)
Einen letzten Tauchgang dorthin wo das Blau unendlich wird würde ich aus heutiger Sicht der Beatmungsmaschine vorziehen.

Helmut
Antwort von Cuthalion Registriertes Mitglied am 30.07.2004 - 18:00
@ Hket, Doris
ich habe irgendwie den Eindruck, als ob die beiden (Taucherin und Buddy) genau wußten, warum sie das machen. Anästhesisten mischen schließlich beruflich Gas und sind mit opiaten ziemlich firm. Und sie hat keinen Unbeteiligten gefährdet, sondern ihren Mann, der ja doch Bescheid wissen sollte. Mach also irgendwie ziemlich viel Sinn.

@michael:
genau richtig gemacht: Sauerstoff, Blutdruckkontrolle, Flüßigkeitsgabe. Das ist es zusammen mit Frühreha, was die Strokes in England erfolgreich gemacht hat. Nicht die Lyse.

Das Schlaganfallrisiko ist durch maligne Erkrankungen etwa erhöht, aber nicht relevant.

@Flossenvergesser
ISt doch egal, welches opioid transdermal appliziert wurde. fentanyl, oder Buprenorphin. Unter "morphinpflaster" können sich alle etwas vorstellen und die Wirkungen und nebenwirkungen sind nun mal ein Wirkstoffgruppeneffekt.
Antwort von schwaderi Registriertes Mitglied am 02.08.2004 - 09:51
Ich möchte die Diskussion nur kurz auf eine andere Bahn lenken. Scheinbar ist nicht weiter erstaunlich, dass vom eigentlichen Tauchschiff der beiden Taucher keine Reaktion kam. Auf jeden Fall habe ich hier nichts dazu gelesen.
Ich war über Silvester auf dieser Tauchbasis (Shams alam beach resort) und war mehr als erstaunt über das Staff auf den Schiffen. Kaum waren die Taucher im Wasser, hat sich das gesamte Staff unter Deck zum pennen eingefunden. Erst wenn langsam die Tauchgäste wieder an Bord erschienen, krabbelten die Mitarbeiter wieder aus ihrer Koje.
Es ist daher tatsächlich nicht erstaunlich, dass ein Unfall nicht bemerkt wurde.
Diesen Kommentar einfach auch im Hinblich auf eine mögliche Unfallverhütung. Ich tauche seit vielen Jahren im Roten Meer und habe noch nie ein solch desinteressiertes Staff erlebt.

Gruss und allzeit
Gut Luft
Antwort von travelfreak.de Registriertes Mitglied am 02.08.2004 - 14:22
Hi,

ich war letzte Woche im Shams Alam und kann Schwaderi nur voll zustimmen. Nachdem der letzte Taucher im Wasser war hat sich der Guide mit irgendeinem Schnorchelnden Mädel mit dem Zodiak
rausfahren lassen und fröhlich geschnorchelt ! Er war während meiner 10 TG ca. 1-2 mal mit unten, ansonsten hat er lieber irgendwelche Mädels ins Wasser geschubst ...

Soviel dazu.

Marcus
Antwort von Christof Registriertes Mitglied am 02.08.2004 - 18:23
@Schwaderi, Marcus (travelfreak.de)

Habt Ihr nicht Lust, einen Bericht über die Basis zu schreiben, um anderen Taucher-Kollegen Eure Erfahrungen und Beobachtungen mitzuteilen?

Das fände ich toll! Aktuell gibt es zu der Basis offensichtlich nur einen Bericht, in dem die Basis überschwänglich hochgelobt wird. Zudem sind in diesem Bericht kaum hilfreiche Informationen über die Basis enthalten.

Hier klicken
Antwort von whaleshark Registriertes Mitglied am 02.08.2004 - 19:09
@ travelfreak.de
könnte mir vorstellen du meinst -Essam II- Der ist eigentlich immer hinter irgend etwas weiblichem her und dann hängt sein Gehirn im Schritt. Das ist zum Teil schon sehr nervig.

Was das Tauchen betrifft ist er aber in Ordnung nur hängt er gerne den Obermacho raus.
Mit den Guides hatte ich nicht viel zu tun und die Bootscrew war im großen und ganzem auch okay da würde ich mich auch nicht beklagen. Allerdings bekamen wir auch nicht mit was auf dem Boot passiert bzw. nicht passiert da wir fast immer als letzte an Bord gingen. Ich hatte mich mal mächtig vertaucht und muss sagen die Jungs an Bord hatten uns sehr schnell entdeckt und mit dem Zodiac eingefangen.

Allerdings war ich das letzte mal vor etwas mehr als zwei Jahren da. Bekannte sagten aber es hätte sich was den Fortpflanzungstrieb von -Essam II- betrifft nichts geändert.

Aber ich denke es ist nicht angebracht der Basis irgendwelche Schuld zuzuweisen. Zumindest nicht nach dem hier geschriebenen.

Gruss

Antwort von travelfreak.de Registriertes Mitglied am 02.08.2004 - 19:11
Hi Christof,

es gibt schon einige Berichte über diese Basis, und zwar unter Wadi Gimal Diving Centre:
Hier klicken

Aber hier auch fast nur 6 Flossenbewerungen. Ein Auszug: "die Crew ist äußerst hilfsbereit und kompetent (und auch zum Scherzen aufgelegt)" - das Staff hat die Mädels derart angegrapscht dass einige keine Luft mehr auf Schnorcheln hatten und deswegen nicht mitkamen.

Aber ist halt alles sehr subjektiv.

Grüße
Marcus
Antwort von travelfreak.de Registriertes Mitglied am 02.08.2004 - 19:16
@whaleshark:

lol - über Essam hatte ich auch einiges gehört, aber er hatte zu derzeit den Arm gebrochen. Bei uns auf dem Boot war Ashram.

Antwort von blubber_baer Registriertes Mitglied am 04.08.2004 - 13:31
mal zurück zum eigentlichen Thema, wir sind hier ja nicht bei den Basenberichten:

Es wird hier von vielen davon gesprochen, dass das Ende der Frau aufgrund ihres Brustkrebses bevorgestanden hätte? Weshalb? Sie wurde operiert, zumeist können die betroffenen danach wieder ein normales Leben führen (wenn auch mit erhöhtem Risiko, erneut Brustkrebs zu bekommen). Also zieht das Argument "sie tauchte, da sie sowieso bald den Löffel abgeben würde" nicht so richtig.

Nach einer OP herrscht erst einmal Tauchunrauglichkeit (egal, was auf der TTU steht, die war i.d.R. vor dem Zwischenfall), bis alle Wunden vollständig verheilt sind und auch keine Medikamente zur Nachbehandlung genommen werden müssen. Wer noch Schmerzmittel braucht, sorry, gehört nicht ins Wasser. Es hätte beiden, der Taucherin und ihrem Mann, klar sein müssen.

Vielleicht war die Reise schon lange vor der OP geplant, vielleicht wollte man nicht absagen. Was auch immer. Die Entscheidung, zu diesem Zeitpunkt tauchen zu gehen, war auf jeden Fall nicht gut.

by the way: nicht auszuschließen, dass der Schlaganfall auch unabhängig von der OP war, genaues kann wohl nur eine intensive ärztliche Untersuchung bringen.
Antwort von Kaiserfisch Registriertes Mitglied am 04.08.2004 - 17:50
@ blubber_baer

Du hast schon recht, viele sind nach einer Brust-OP wieder vollkommen gesund geworden.

Doch bei dieser Frau liegt der Fall wahrscheinlich anders. Sie würde sonst wahrscheinlich nicht mit "Morphinpflaster" behandelt werden. Die von einigen Schreibern angedachten letzten Monate, Wochen, Tage dürften hier entschieden mitspielen.

Servus
Kaiserfisch

Antwort von blubber_baer Registriertes Mitglied am 05.08.2004 - 08:06
@ Kaiserfisch:

O.K., es ist eine Möglichkeit, es könnte aber auch sein, dass nur Schmerzen (evtl. noch von der OP o.ä.) gelindert werden sollten. Keiner von uns weiss es genau. Es wurde hier von einigen aber als Tatsache hingenommen. Das wollte ich nur aufzeigen.

Leider gab es hier kein Statement von einem sachkundigen Beteiligten (Sachkundig war auf die genaue Krankengeschichte der Frau bezogen, geht nicht gegen Michael)

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