Unfall bei Schul-Streckentauchen Abgesandt von Armin am 19.05.2002 :
Schülerin liegt nach Unfall im Koma
Rätselhafter Unfall beim Schwimmunterricht einer 6. Klasse der Agnes-Bernauer-Realschule im Plärrerhallenbad: Nachdem das 13-jährige Mädchen eine Strecke von rund 25 Metern getaucht war, kam es nicht mehr an die Oberfläche. Es wurde gerettet, liegt aber seitdem in der Kinderklinik im Koma.
Schülerinnen, Lehrkräfte und Rektorat der Mädchen-Realschule sind seit dem schlimmen Unfall am Donnerstagnachmittag schockiert. Wie Rektorin Gerlinde Kolb gestern auf Anfrage sagte, hielten sich zum Unfallzeitpunkt 15 Schülerinnen im Hallenbad auf. Mit dabei war eine versierte Sportlehrerin. Die zwölf- bis 13-jährigen Schülerinnen übten das Tauchen, Zwei nach Angaben der Rektorin gute Schwimmerinnen tauchten nacheinander eine Strecke von rund 25 Metern vom Tiefen ins Flache. Am Ende des Beckens standen mehrere Mädchen und warteten, bis beide wieder auftauchen. Das erste Mädchen kam an die Oberfläche, die 13-Jährige nicht mehr.
Sofort hätten die anderen Schülerinnen und die Lehrkraft das verunglückte Mädchen mit dem Kopf aus dem Wasser gezogen und ihm die Taucherbrille abgenommen. "Das Kind hat noch geatmet", berichtet Rektorin Gerlinde Kolb. Ein von den Außenanlagen herbeieilender Mitarbeiter des Bäderamtes alarmierte den Notarzt. Der reanimierte die Schülerin und brachte sie in die Kinderklinik. "Der Einsatz ist optimal gelaufen", sagte gestern ein Sprecher der Rettungsleitstelle.
Ursache noch völlig unklar
Wie die Mutter der Schülerin gestern der Rektorin berichtete, liege ihre Tochter seitdem im Koma. "Die Ärzte konnten nach ersten Untersuchungen noch nicht feststellen, was die Ursache für den Tauchunfall war", so Kolb. Die Schülerin sei eine ehrgeizige und gute Sportlerin gewesen, Anzeichen für eine Krankheit habe es nicht gegeben. Schulreferent Sieghard Schramm sprach von einem "schlimmen Unfall", betonte aber, es könne niemandem ein Vorwurf gemacht werden: "Es ist alles getan worden, was richtig war." Alle hofften, so Schramm und Kolb, dass das Mädchen bald aus dem Koma erwache.
Antwort von heinz am 19.05.2002 - 23:11 schwimmbadblackout mit anschließendem schock oder was?
Antwort von Jürgen am 20.05.2002 - 00:00 seh ich genauso.
schöner mist ....
Antwort von Stephan K. am 20.05.2002 - 02:21 Das übliche evt..
Erst vor dem Tauchen hyperventilieren und dann Blackout.
Antwort von Harry am 20.05.2002 - 08:05 ja, klingt nach schwimmbad-blackout- kommt immer wieder vor.
super, wenn die erstmaßnahmen und die rettungskette so tadellos funktioniert haben !
hoffentlich wirds bald wieder mit dem mädel !
harry
Antwort von stefan am 20.05.2002 - 16:21 Bisher lasse ich im Verein bei Tauchstrecken bis 25 Meter ohne gegenseitig Absicherung trainieren. Ich glaubte das Unfälle bis zu dieser Strecke nicht vorkommen. So etwas zeigt jedoch das man gar nicht vorsichtig genug sein kann.
Übrigens, das mit der Hyperventilation und dem vermuteten Blackout ist von Euch nur eine Theorie. Ein andauerndes Koma nach einem Schwimmbadblackout ist bei gesunden Menschen auch nicht die Regel. Ich habe bislang nur von Blackouts gehört die nach sofortiger Rettung durch den Partner innerhalb von wenigen Sekunden vorüber gingen. Bei dem Mädchen könnten auch noch ganz andere Ursachen zu dem Unfall geführt haben.
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