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Untersuchungsprotokoll zum Tod Audrey Mestres freigegeben Abgesandt von oli am 20.02.2003 - 04:58:
Die IAFD hat nun ein das Ergebnis der Untersuchungen zum Tod der Apnoeistin Audrey Mestre herausgegeben. Danach kommt dieser diese Veranstaltung durchführende Verband IAFD zu dem Ergebnis,daß der Unfalltod "unvorhersehbar" auf unglücklichen Umständen beruhe. Die Untersuchungen ergaben,daß es Probleme mit dem Schlitten gab. Er soll zB. während des Aufstiegs in 164m Tiefe für 30 Sekunden selbständig gestoppt haben. Laut Audrey Mestres Tauchcomputer hat sie es dann mit dem Schlitten nur noch auf 120m herauf geschafft bevor sie vom Schlitten glitt. Die Ursachen für das unplanmäßige Stoppen sollen vielfältiger Natur sein.So wurde ein dünneres Führungsseil für den Schlitten im Verband mit einem zu leichten Grundgewicht verwendet.Dies führte augrund der Wellen und Wasserbewegungen zu Bewegungen des Führungsseils, die dann den Schlitten am Seil verkanteten und abstoppten. Außerdem sollen wichtige Teile des Schlittens vorher bei Übungstauchgängen beschädigt worden sein. Laut Bericht trug Audrey Mestre keine Rettungsweste für Notfälle und es war auch kein Gesamtrettungssystem implementiert mit dem man die ganze Anlage durch Luftkissen schnell nach oben bringen hätte können.
Antwort von Jessica am 20.02.2003 - 07:36 Und wo waren die Sicherungstaucher? Es gibt doch auch Trimixler, die bis 120, 130m sichern....
Antwort von Oliver am 20.02.2003 - 14:07 Jo...ein Sicherungstaucher hat sie dann aufgefangen als er gesehen hat,daß die von über ihm ohnmächtig wieder runterkam. Aber wie das so mit Sicherungstauchern ist -als Rettungskette wegen der Dekophasen ungeeignet.Da muß man eben andere Notfallmaßnahmen impelemtieren wzB. die Aufblasweste mit Notzug für den Apnoeisten.
Antwort von Gunther am 21.02.2003 - 13:45 unvorhersehbar????
Na, wa darf man denn alles vergessen und falsch machen bis es vorhersehbar wird???
Aber man muß immer daran denken, daß solche Taucher(Innen) Extremsportler sind und das letale Risiko in Kauf nehmen.
Schade nur, dass anscheinend einige Dinge nicht erkannt wurden, die man wohl hätte vermeiden können.
Antwort von check_it_now am 22.02.2003 - 22:18 habt ihr etwa erwartet das jemand einen fehler zugibt?
haette mich sehr gewundert wenn es so gewesen waehre.
ehrlich: ich habe keine ahnung wie die leute trainieren aber offensichtlich haben sie waehrend der diversen trainings noch "nie" solche faelle gehabt und waren nun voellig ueberrascht, dass so was passieren kann.
wie bei allen faellen wo es keine schuldigen gefunden werden wollen hat man genau diesen fall nicht voraussehen koennen.
was fuer ein armutszeugniss der sogenannten profis.
traurig (zumindest fuer die frau) aber wahr.
PS: und da kann man auch nicht sagen sie haette dies einzukalkulieren gehabt.
sie hat sich auf profis verlassen und war verlassen.
Antwort von whaleshark am 01.03.2003 - 16:35 @check it now
deinem PS: am Ende kann ich nicht zustimmen. Wenn ich Profi bin dann sorge -Ich- dafür, dass Profis mich sichern. Und wenn -Ich- das nicht mache dann handle ich mir gegenüber fahrlässig. Bin ich dann noch Profi?
Einzukalkulieren hat man bei bestimmten Arten von Sport immer das schlimmste. Wobei das hier und bei anderen wie Benjamin Franz doch primär ein gutbezahlter Job ist. Der eine hat in seinem Beruf ein kleines der andere ein großes Risiko. Die hier genannten haben ein gr. Risiko dafür aber auch ein großes Einkommen. Das mag sich herzlos anhören aber es ist so.
Die eventuelle Schuld den Sicherungstauchern zuzuschieben finde ich so nicht richtig.
Antwort von check_it_now am 03.03.2003 - 08:20 @whalesshark
also von sicherungstauchern war nicht die rede.
na da habe ich mich wohl undeutlich ausgedrueckt.
ok ich praezisiere noch mal. das versagen was ich sehe (und lese) war ja wohl der schlitten einmal als solcher selbst sowie die vorbereitung des teils. wenn ich dort lese zu leichte gewichte (muss ja wohl irgend jemand festgelegt haben oder?), zu duenne schnur, beschaedigung bei uebungstauchgaengen ... na da frage ich mich schon wer da verantwortlich fuer diesen schlitten und seine instandhaltung war. fuer mich sieht es so aus als haette der den job nicht richtig gemacht. das hat mit unvorhersehbar nichts zu tun.
wie die verantwortlichkeiten dort waren kann ich nicht beurteilen aber ich denke mal das dies ein taem war und sich die dame als solche ihrer aufgabe gewidmed hat. dies kann sie nur 100 % tuen wenn sie sich auf ihre teammembers verlassen kann. und genau da war sie halt verlassen. fuer mich heisst das nicht, dass sie sich gegenueber fahrlaessig (deine worte) gehandelt hat. ein gewisses mass an selbststaendigm arbeiten sollte man schon bei solchen teams voaaussetzen oder ?
das sie die rettungsmassnahmen fuer sich selbst nicht beachtet hat (weste) steht auf einem anderen blatt.
wenn man das so liest bekommt man ein bischen den eindruck als haette sich dort "alltagstrott" eingeschlichen. das darf profis nicht passieren. wie man sieht sind das eben auch keine uebermenschen sondern nur ganz "stinknormale" menschen. und die machen eben auch fehler. aber genau dies (das menschen fehler machen) ist voraussehbar und kann dementsprechend gemanaged werden. nur eingestehen will man es nicht.
Antwort von St3fan am 27.04.2003 - 21:00 Der Sicherungstaucher war übrigens Pascal Bernabe und er war auf 90m mit Pressluft...
Er konnte dann der verzweifelten Audrey nicht mehr wirklich helfen (er hat es versucht)
Abtransportiert wurde sie auf einer Sonnenliege. Auf eine Notfallvorsorge wurde in der Eile vergessen...
Antwort von Dreas am 22.05.2003 - 00:50 Woher weißt Du, dass Pascal mit Pressluft unterwegs war? Im Übrigen, hat er Audrey erst auf 120 Meter zu fassen gekriegt und innerhalb von 9 Minuten an die Oberfläche gebracht (Ein Himmelfahrtskommando). Das sich danach ( nach 9 Minuten ohne Sauerstoff) nicht mehr viel machen ließ ist klar, Sonnenliege und Notfallprogramme hin oder her. :o
Antwort von Wizard M am 30.07.2003 - 08:53 Ganz offensichtlich war hier Selbstüberschätzung im Spiel denn mit Rettungsweste wäre der Tod mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht eingetreten.
Insofern wurde hier mit einem unnötig erhöhten Risiko operiert. Die Probleme mit dem Schlitten waren sicherlich in dieser fatalen Kombination nicht vorhersehbar. Das Fehlen eines Rettungssystems hingegen war grobe Fahrlässigkeit.
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