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Foren - Tauchunfälle - Vermeintlicher Tauchunfall Matschelsee (Ortenaukreis)




  

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Vermeintlicher Tauchunfall Matschelsee (Ortenaukreis)
Abgesandt von Redaktion Registriertes Mitglied am 30.08.2006 - 11:38:

Vielen Dank an Thomas Kinzel für die Information:

ich möchte über einen "vermeintlichen Tauchunfall" von gestern Abend berichten:

Als Einsatztaucher der DLRG war ich selbst an der Suchaktion beteiligt!

Gestern gegen 20:25 wurde die Wasserrettung durch die Leitstelle Ortenau alarmiert.
Alarmierungsgrund war ein vermisster Taucher am Matschelsee zwischen Offenburg und Lahr (Ortenaukreis). Vor Ort wurden wir (DLRG) darüber informiert das ein CMAS-TL mit seinem Tauchschüler (50 Jahre!) eine Übung für den CMAS** absolvieren wollte.

Der Übungsteil bestand laut Aussagen aus 1000m Schnorcheln mit Tauchausrüstung. Irgendwann verlor der TL der am Ufer wartete seinen Tauchschüler aus den Augen und alarmierte über Notruf die Leitstelle Ortenau. Da es beim Eintreffen der Rettungskräfte schon sehr dunkel war, gestaltete sich die Suche nach dem Taucher als schwierig. Vor Ort wurde durch Feuerwehr und THW für Beleuchtung gesorgt. Fast alle DLRG-Ortsgruppen des Bezirks Ortenau waren mit Rettungstauchern und Booten im Einsatz. Da vom dem CMAS-TL keine genauen Angaben über den Ort des Verschwindens seines Schülers gemacht werden konnten, wurde der See systematisch von DLRG und Wasserwacht mit Tauchern, sowie mit Booten der Feuerwehr, DLRG und Wasserwacht durchsucht. Ebenfalls wurde das gesamte Ufer des Sees von der Feuerwehr abgeleuchtet. Schließlich konnte der Taucher gegen 23 Uhr nur 5-6 m vom Ufer entfernt in etwa 4-5 m Tiefe von DLRG-Tauchern tot geborgen werden. Der geborgene Taucher hatte seinen Schnorchel noch im Mund.



Antwort von gunther Redaktionsmitglied am 30.08.2006 - 11:55
Ich habe als TL gelernt auch bei diesen Übungen niemals jemanden alleine im Wasser zu haben. Auch habe ich als TL zu jedem Zeitpunkt die Aufsicht zu führen um notfalls intervenieren zu können. Es kann einfach nicht sein, das mir mein Schüler beim Schnorcheln ertrinkt.
Und es vollkommen irrelevant was der Initiale Auslöser dieses Unfalls war, bin ich neben meinem Schüler hat er eine realistische Chance.

Gunther
Antwort von Deco1 Registriertes Mitglied am 30.08.2006 - 12:03
Bei der Ausbildung ist der TL mit im Wasser!
Sei es beim Schnorcheln oder beim Tauchgang. Das der Taucher bereits "50 Jahre alt!" spielt keine große Rolle. Ich kenne über 60-jährige Taucher die noch top fit sind.


Antwort von Mönchsrobbe Registriertes Mitglied am 30.08.2006 - 13:48
ich kenne keinen TL der 1000 m hinter dem Schüler hinterher schnorchelt!!! Die CMAS-Übung ist 1000 oder (CH 800 m) schnorcheln mit kompletter Tauchausrüstung. Alle andern Ausbildungsorganisationen sind davon nicht betroffen resp. können wohl nicht mitreden. Ein Taucher im Wasser ist Unsinn, da hier Distanzen geschwommen werden, die Mindeststrecke ist meist 200 m die 4 x zurückgelegt werden. Wo soll den der Taucher waren? Ich kenne keinen, der freiwillig mitschwimmt.

50 Jahre sind sicher nicht das Problem. Hatte vor 2 Jahren eine 49 jährige Frau, die hatte sämtliche Jungs (darunter Sportler um die 30) einfach abgehängt).

Ein ungünstiger Faktor war sicherlich die einbrechende Dunkelheit.
Antwort von gunther Redaktionsmitglied am 30.08.2006 - 14:07
@ Mönchsrobbe,
die gibt es, bzw. es wird eine Strecke gewählt die
überwachbar ist. Aber alleine kommt keiner ins Wasser, ich kann ja durchaus mitschnorcheln (wenn ich faul bin auch ohne Ausrüstung).
Im übrigen ich schwimme freiwillig mit

Gunther
Antwort von SiKAI Registriertes Mitglied am 30.08.2006 - 14:44
Ich kann das ebenfalls nicht ganz nachvollziehen. Wenn der TL nicht mitschnorcheln will, dann muß man sich eine Stelle such wo man den Schüler permanent im Blick hat. Man kann doch den Schüler am Ufer langschnorcheln lassen und neben ihm am Ufer mitspazieren. Alternativ eine Strecke festlegen (200m) die er dann hoch und runter schnorchelt. Ich habe bisher auch keinen TL gesehen der mitschnorchelt, aber alle waren in unmittelbarer Nähe und haben nie den Sichtkontakt verloren.

Was hier jetzt genau passiert ist, weiß ja noch keiner so genau. Was ich jedoch nicht nachvollziehen kann ist die Übung bei einbrechender Dunkelheit zu machen. und dass der TL keine Ahnung hatt wo der Schüler zuletzt war. Wenn er den Kopf nur 1 Minute weggedreht hätte, hätte er doch wissen müssen wo der Schüler untergegangen sein muß und vielleicht noch was machen können.

Ich finde diesen Unfall tragisch, auch für den TL.
Antwort von gerneTaucher Registriertes Mitglied am 30.08.2006 - 14:40
Für so etwas ist ein Billigscooter gut. Der TL hat dann genügend Kraft um einen ohnmächtig gewordenen oder anders verunfallten Taucher an Land zu bringen.
Antwort von Xlendidiver Registriertes Mitglied am 30.08.2006 - 15:02
ich kann nicht nachvollziehen, dass der tauchlehrer ......
ich kann nicht nachvollziehen, dass der tauchlehrer ......
ich kann nicht nachvollziehen, dass der tauchlehrer ......
KANN JEMAND NACHVOLLZIEHEN,warum der taucher/schnorchler mit voller ausrüstung untergegangen ist.

lasst mal den tl in ruhe.
ich denk, er hat genug zu kappsen.

jkh
Antwort von Mönchsrobbe Registriertes Mitglied am 30.08.2006 - 15:27
@Gunter, bist du tatsächlich schon mal mitgeschnorchelt und hast die Übersicht behalten können?
Wer schnorchelt hat den Kopf unter Wasser. Bei der momentanen Sicht der Seen ist vom Gegenüber nicht viel zu sehen.
Viel besser eingreifen kann man, wenn man am Ufer mitläuft und den Schnorchelnden Taucher immer beobachtet und im Auge behält.
Notfalls springt man ins Wasser und zieht ihn raus. Bei cmas.ch habe ich es noch nie anders gemacht und gesehen, auch bei TL-Prüfungen nicht. Standards die etwas anderes verlangen, existieren nicht!
Im übrigen ist ein Teil der Übung, dass man mit der Freitauchausrüstung auf 10 m abtauchen kann. So kann man jederzeit auch einen Taucher suchen und bergen. Bei der 2. Übung wird eine Puppe aus 5 m geborgen und abgeschleppt.
Antwort von gunther Redaktionsmitglied am 31.08.2006 - 08:00
@ Mönchsrobbe,
genau wie beim Tauchen kann ich beim Schnorcheln jemanden eng begleiten. Und ja habe ich, wenn kein anderer Schüler dabei war, dann ist die Variante vom Land gucken auch ok. Die Übung kenne ich, bei uns ist es üblich den Taucher abzusichern, sowohl oben als auch auf 10 Meter.

Grüße Gunther
Antwort von Dirk F. Registriertes Mitglied am 30.08.2006 - 17:01
> asst mal den tl in ruhe.
> ich denk, er hat genug zu kappsen.
Wenn ich ausbilde, trage ich Verantwortung für den Eleven. Dieser muss ich gerecht werden. Dass jemand beim Streckenschnorcheln bewußtlos werden kann, lernt auch schon ein Tauchanfänger selbst. Jemanden dann allein bei einbrechender Dunkelheit schwimmen zu lassen, zeigt eben nicht diese Verantwortung. Deshalb kann die man eben den TL nicht in Ruhe lassen.
Man sollte wissen, wann man aufhört. kann ich Dinge selbst nicht mehr vorführen, ist es Zeit aufzuhören. Selbst wenn andere Dinge der Grund waren, warum der TL nicht ins Wasser ging, hätte jemand (auch ohne Ausrüstung, mal als Konditionstraining) mit ins Wasser gehört.
Antwort von Tauchman Registriertes Mitglied am 31.08.2006 - 13:05
Hier der Link mit genaueren Details!

Hier klicken

MfG Tauchman
Antwort von ralfdiver Registriertes Mitglied am 31.08.2006 - 15:15
He Leute, macht mal langsam. Ich kenne den TL seid vielen Jahren. Es ist ein verantwortungsvoller TL. Sicherheit wird bei ihm groß geschrieben. Ihr schwimmt auch nicht hinter jedem her der mal 200 Meter schwimmt. Der Unfall ist tragisch aber vermutlich nicht vermeidbar. Ich gehe eh von einem Herzinfarkt aus. Dies Gesamtumstände und der Polizeibericht sprechen dafür.
Mein Mitgefühl gehört den Angehörigen.
Antwort von mounty64 Registriertes Mitglied am 31.08.2006 - 18:04
Kann mir jemand sagen, was diese und ähnliche Übungen für die Ausübung unseres Sports für einen Sinn machen?
Aus meiner Sicht tragisch und absolut unnötig.
Antwort von Tauchman Registriertes Mitglied am 01.09.2006 - 08:24
Hallo noch mal an alle Forums-Leser!

Hier noch einige Fakten und Korrekturen zu meinem Bericht und dem der Polizei
die natürlich nicht das Hintergrundwissen hat wie wir erfahrene Taucher:

1. Der Mann war wie im Polizeibericht zu lesen 64Jahre alt!

2. Der Tauchschüler war mit kompletter Tauchausrüstung unterwegs also auch mit Jacket und Flasche, im Jacket war kaum Luft. Steht so nicht im Polizeibericht

3. Die DLRG (Bezirk-Ortenau) war mit über 50 Mann und 4 Booten Vorort, steht so leider nicht im Polizeibericht.

4. „Mönchsrobbe“
Auch die DLRG schnorchelt diese (und mehr) Strecke zwecks Prüfung, nicht nur die CMAS
Die Schicht war für „Baggerseeverhältnisse“ als gut zu bezeichnen!
Die Flossen des Mannes wurden vom Boot aus mit Lampen gesehen!
Der Verunfallte wurde nicht hinter einer „Hecke“ oder Ähnlichem gefunden, der See hat keine Strömungen! Die Fundstelle wäre mit einem Sprung und 2-3 Schwimmzügen erreichbar gewesen und vom Ufer sehr gut zu sehen!
Antwort von gerneTaucher Registriertes Mitglied am 01.09.2006 - 08:38
Ich durfte mir ausuchen ob ich schnorcheld oder rückwärts paddelnd die Übung ablege. Mein TL teilte mir mit, dass es darum ginge, die 200 m an der Oberfläche ohne "funktionierendes" PTG zu bewältigen, wie, war egal. Ich hab mich zum Rückenschwimmen entschieden, da ich so damals auch die Richtung besser prüfen konnte. Mein TL hatte mich dabei im Wasser begleitet.

ICH bin mit Schnorchel nicht schneller als rückwärts paddelnd. Einen schnorchelnden Schüler kann man MEINER MEINUNG nach rückwärts, neben oder vor ihm, paddelnd begleiten. Oder wie schon geschrieben, mit einem Scooter.
Antwort von gunther Redaktionsmitglied am 01.09.2006 - 13:07
Hallo,
an dieser Stelle möchte ich diesen Thread doch gerne aufteilen:

- Der Unfall hier
- Ein Thread über Schnorcheln als Ausbildungsübung bei Bedarf bitte im Ausbildungsforum öffnen.

Da nun der TL genug belehrt/beschimpft wurde,
bitte ich um Verständnis, dass nur noch NEUE Informationen hier im Unfallforum freigegeben werden.

Gunther

Antwort von henri Registriertes Mitglied am 01.09.2006 - 13:13
@ gunther

Das ist eine gute Lösung. Man sollte aber die Aussage von Dirk F. nicht so im Raum stehen lassen.

Streckenschnorcheln führt nicht zu Bewußtlosigkeit. Das Phänomen tritt beim Streckentauchen auf (Schwimmbadblackout).

Grüße,

henri
Antwort von Dirk F. Registriertes Mitglied am 01.09.2006 - 16:11
> Man sollte aber die Aussage von Dirk F. nicht so > im Raum stehen lassen.

muss man nicht, kann man aber. Es gibt eben mehr als den SBBO

Kohlendioxidvergiftung
durch ungenügende "Ventilation" der Lunge bei:
o Flachatmung (Essoufflement)
o Anstrengung!!!!!
o zu engem Anzug!!!! (auch z.B. Gerödel)

Anzeichen/Symptome
* schnelle Atmung
* Schwindel, Übelkeit, Erbrechen
* Kopfschmerzen
* Blässe
* Bewußtlosigkeit!!!
Und wie bekomme ich das mit, wenn ich nicht einen Begleiter habe?

Und - bei CMAS* habe ich gelernt, dass man auch niemanden Schorchelübungen auf der Bahn im Bad alleine machen lässt, gerade deshalb.
Antwort von gobert Registriertes Mitglied am 03.09.2006 - 14:03
Hallo,
ich denke es gibt (aus medizinische sicht) viele Gründe die zu so einem Unfall führen können. Wie ja bereits schon erwähnt wurde, als Beispiel Herzinfarkt. Aber es ist doch euch möglich, daß der Tauchschüler "nur" Hypervenilliert hat. Es kam zur Totraumatmung -> Atemnot -> Panik -> evt. falscher Knopf am Inflator -> noch mehr Panik -> Bewustlosigkeit und eben immer so weiter.
Ich denke man kann niemanden die Schuld dafür in die Schuhe schieben. OK, der TL war scheinbar nicht zur Stelle, aber haben wir nicht alle mal gelernt "Wenn wir und Unwohl fühlen oder aus sonstigen Gründen nicht Tauchen können erst gar nicht ins Wasser zu gehen? Und haben wir nicht auch gelernt, wenn es während eines TG`s zu problemen kommt daß wir den TG sofort abbrechen sollen???" Ich möchte nun weder den verunglückten Taucher noch den TL in Schutz nehmen, oder verurteilen. Aber schuld sind sie beide und auch wieder nicht.
@ TL`s mal Hand aufs Herz, wer schnorchelt immer mit? wer hat seine Schüler IMMER im Blick.

Was mich aber nebenbei noch interessieren würde.
War bei dieser Übung ein funktionstüchtiger Lungenautomat montiert und die Flasche geöffnet?

VG gobert
Antwort von ralfdiver Registriertes Mitglied am 04.09.2006 - 13:04
Die Obduktion hat rgeben, dass der Mann einen Schwächeanfall erlitten hat.
Die Tauchausrüstung war komplett und funktionstüchtig. Also mit Lungenautomat und geöffneter Flasche. Die Ausrüstung wurde von der Wasserschutzpolizei begutachtet und für in Ordnung befunden. Die WaPo verfügt über Polizeitaucher, die sehr wohl über sehr viel Erfahrung und Hintergrundwissen verfügen.
Antwort von wallin Registriertes Mitglied am 04.09.2006 - 16:07
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