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Zwei Tote im Erlaufsee/Oesterreich
Abgesandt von Jessica am 01.06.2002 :

Im Erlaufsee, einem beliebten Ziel von Tauchern in der Steiermark/Oesterreich ist am Vormittag ein schwerer Tauchunfall passiert. Zwei Taucher wurden tot aus dem See geborgen.
Es hielten sich heute Vormittag etwa 20 Taucher am See auf. Einer der Taucher entdeckte vom Ufer aus eine Person leblos treibend auf der Wasseroberflaeche.

Die Taucher leisteten der Frau sofort erste Hilfe, doch die Wiederbelebungsversuche für die Taucherin blieben erfolglos. Wenig spaeter wurde ein zweiter Taucher in 25 Metern Tiefe gesichtet - auch fuer ihn kam jede Hilfe zu spaet.

Bei der Frau handelt es sich nach Angaben des Roten Kreuzes um eine Tauchlehrerin, die Identitaet des zweiten Toten steht noch nicht fest.
Es gibt es auch noch keine Hinweise auf die Ungluecksursache.



Antwort von mike am 01.06.2002 - 15:53
Tödlicher Tauchunfall im steirischen Erlaufsee: 2 Tote
Tauchlehrerein starb vermutlich nach Notaufstieg



Ein Tauchunglück hat am Samstagvormittag am steirischen Erlaufsee bei Mariazell im Bezirk Bruck/Mur zwei Todesopfer gefordert. Tauchkameraden hatten die an der Wasseroberfläche treibende Frau gesichtet, ans Ufer geholt und sofort Wiederbelebungsversuche eingeleitet, die aber erfolglos blieben. Wenig später wurde bei einer Suchaktion der zweite vermisste Taucher aus einer Tiefe von 25 Metern tot geborgen. Bei den Verunglückten dürfte es sich um ein Pärchen aus Niederösterreich handeln. Eine Obduktion wurde angeordnet.

Das Unglück dürfte sich am frühen Vormittag ereignet haben. Rund 20 Taucher hielten sich zu der Zeit am Erlaufsee bei der Einstiegsstelle am Steg des südwestlichen Ufers auf. Die beiden später Verunglückten waren alleine in nordöstliche Richtung getaucht, in Richtung einer Unterwassersteilwand. Die anderen Taucher bemerkten gegen 9.40 die an der Wasseroberfläche treibende, rund zehn Meter vom Ufer entfernte Frau, die noch einen Notaufstieg versucht haben dürfte. Bei der Bergung stellte sich heraus, dass ihre Pressluftflasche leer war, so der Bezirksrettungskommandant von Mariazell, Johann Hörtner gegenüber der APA.

Die Rettungsaktion wurde von den Hobbytauchern selbst durchgeführt, "und zwar hervorragend und in vorbildlicher Weise, ebenso wie die Reanimationsversuche", erklärte Hörtner. Als der Notarztwagen nach der Alarmierung mit dem Notfallarzt an der Unglücksstelle eintraf, seien die Wiederbelebungsversuche schon im vollem Gange gewesen. "Leider vergeblich", so Hörtner. Auch der aus Wiener Neustadt angeforderte Rettungshubschrauber "Christophorus" musste unverrichteter Dinge wieder abfliegen.

"Wir können uns vorläufig nur vorstellen, was sich da unten für eine Tragödie abgespielt hat", so ein Beamter des Gendarmeriepostens Mariazell zur APA. Der so genannte "Schleppzeiger" des Tiefenmessers zeigte an, dass sich die Frau in eine Tiefe bis 24 Meter vorgewagt hatte. Der Tiefenmesser ihres Tauchpartners zeigte 25,1 Meter an. Beim Roten Kreuz nimmt man an, dass die Tauchlehrerin ihrem Partner nach Problemen helfen wollte und ihr dabei ebenso wie ihm die Atemluft ausging. Beide Pressluftflaschen waren laut Exekutive "absolut leer". Dem Tauchcomputer des Mannes zu Folge war dieser 92 Minuten unter Wasser.

Die Erhebungen der Gendarmerie gestalteten sich schwierig, da die Frau mit dem Pkw aus Traisen und der Mann mit dem Motorrad aus Altlengbach angereist waren. Vor dem Tauchgang hatte der 54-jährige Mann noch einen Flug mit dem Gleitschirm absolviert, was nach Expertenmeinung wegen der hohen Druckunterschiede nicht anzuraten ist. Die Frau war einem Gendarmen zu Folge "am See und bei der Tauchschule als erfahrene Taucherin bekannt".

Es wurde für Sonntag eine Obduktion der beiden Toten im Krankenhaus Mariazell angeordnet. Das Tauchgerät der Verunglückten wird zudem von Fachleuten aus Leoben untersucht werden. Der Erlaufsee ist am Wochenende ein beliebtes Ziel von Tauchern aus Niederösterreich, Wien und der Steiermark. Er ist rund 35 Meter tief und nur im südwestlichen Teil für Taucher zugänglich.
Antwort von Harry am 01.06.2002 - 21:50
laut radio-nachrichtenberichten am späten nachmittag (ö3, hitradio) waren die flaschen beider! taucher LEER ! eigenartig...

etwas mehr infos hier:
Hier klicken

meine trauer mit den beiden verunglückten tauchern und mein mitgefühl ihren angehörigen !

harry
redaktion taucher.net
Antwort von Frank am 02.06.2002 - 21:52
Auch ich möchte meinen Anteilnahme durch diese kurze Mail zum Ausdruck bringen und auch den Tauchern die sofortige Erste-Hilfe geleistet haben (auch wenn Sie leider vergebns war)und eine Suche gestartet haben Danken und Gratulieren.
Das gibt Tauchern doch etwas Sicherheit zu wissen das es Leute gibt die bereit sind zu Helfen.
Gruß Frank

Antwort von Jessica am 02.06.2002 - 22:34
Das Ergebnis der Obduktion nach dem Tauchunfall im Erlaufsee bei Mariazell steht jetzt fest. Demnach sind sowohl die 44 Jahre alte Tauchlehrerin als auch ihr zehn Jahre aelterer Lebensgefaehrte ertrunken.Die Ursache fuer das Unglueck ist dennoch unklar. Die Sachverstaendigen haben zwar festgestellt, dass die beiden Taucher ertrunken sind, warum, ist jedoch noch nicht geklaert. Das Equipment, vor allem Tauchcomputer und PTG, muessen jetzt noch untersucht werden. Dann wird man moeglicherweise Genaueres ueber den Hergang des Unfalls wissen.
Antwort von Uli Schreiber am 03.06.2002 - 00:57
So bedauerlich der Unfall ist, muss wegen der eigenartigen Umstände eventuell darüber nachgedacht werden, ob es sich um Selbstmord handelt.
Beide Tauchgeräte waren leer.
Zum mindest der/ die eine der beiden war eine erfahrene Taucherin.
Es ist unter „normalen“ Bedingungen nicht möglich, ein Tauchgerät leer zu atmen und dann zu ersticken oder gar zu ertrinken. Jeder normale Mensch hat dann so starke Atemnot, dass er einfach austaucht.
Wie ein Suizid ohne Atemnot möglich ist, das soll hier nicht weiter erörtert werden.
Andererseits wäre es absolut keine ausreichende Information, nach einer Obduktion als Ursache: Tod durch Ertrinken anzugeben.

Gruß Uli
Antwort von Julia am 03.06.2002 - 08:51
@Uli:
Ich kannte die beiden Taucher (wenn auch nur oberflächlich) und bin mir sicher, dass ein Suizid ausgeschlossen werden kann.

Allerdings ist es wirklich sehr seltsam, dass beide leere Flaschen hatten.
Das einzige was mir dazu einfällt ist, dass der Taucher absoluter Anfänger war (ca. 5 Freiwassertauchgänge nach der Ausbildung) und möglicherweise schon zur Zeit des Auftretens von Problemen sehr wenig Luft hatte. Möglicherweise hat die Tauchlehrerin zu lange versucht ihm zu helfen?
Wie so oft werden wir es vermutlich nie genau erfahren.

Mein Beileid gilt der Mutter und dem Sohn der Verunfallten sowie allen Freunden und Bekannten beider Taucher.
Antwort von Harald am 04.06.2002 - 13:37
Hallo Harry,
habe die Kommentare mit Interesse gelesen und
finde nicht das es eigenartig ist daß die Flaschen der beiden leer waren.
Sie sind immerhin 92 Minuten unter Wasser gewesen und auf 25 Meter braucht man halt auch ne Menge Luft.

Eigenartig ist und so verstehe ich eigentlich Deinen Kommentar,
daß einer Tauchlehrerin sowas passiert, daß die Flasche leer wurde.

Was der Mann vorher mit dem Gleitschirm machte und dann danach tauchen geht weiß ich auch
nicht, denn jeder weiß, daß in verschiedenen Höhen unterschiedliche Drücke herrschen.

Mein Beileid allen Verwandten und Freunden, der beiden.

viele Grüße und freundlichen Flossenschlag

auch Harry

Harald Habermehl
1. Vorstand STC-Burghausen e.V.
www.stc-burghausen.de
Antwort von Karl am 05.06.2002 - 00:04
Hai,
das beide Flaschen leer waren kann man recht einfach erklären: der eine Taucher kommt in "Atemnot", sei es weil er seine Flasche leer geatmet hat, oder weil er durch einen Vereiser sein Gas verloren hat
und der andere gibt ihm "etwas" von seinem Atemgas ab. Ein Taucher in Panik kann riesige Mengen Atemgas in kürzester Zeit vergeuden, speziell wenn er hierzu einen modernen Hochleistungs-LA zur Verfügung hat.

Wenn die Flaschen nicht so leer waren das Seewasser in sie eingedrungen ist wäre also eine Bestimmung des Feuchtegehalts des Restgases u.U. SEHR aufschlußreich, ansonsten könnten auch Flaschen aus der "gleichen" Abfüllung (also noch bevor der Trocknungs-Filter wieder gewechselt wurde) u.U. zur Klärung beitragen...

Gruß,

Karl
Antwort von Denis am 05.06.2002 - 01:43
Was an dieser Möglichkeit etwas komisch ist, ist das für einen normal trainierten Menschen ein Notaufstieg ohne Luft aus 24-25m Problemlos schaffbar sein müsste, gesund nicht aber schaffbar. Da offensichtlich kein Lungenriß vorlag
und die Frau es ja probiert hat (hatte sie den Bleigurt noch an oder nicht)muss es etwas anderes sein. Ist dekokrankheit überhaupt post mortem nachweisbar?

Danke
Denis
Antwort von irgendwer am 25.06.2002 - 18:06
Die Luft war schlecht, der (Benzin-)Kompressor stand im Keller und ohne Frischluft von aussen
Antwort von Oliver am 25.06.2002 - 19:48
@irgendwer
Falls du Mumm hast, schreibe deinen Namen dazu und verwende eine korrekte Mailadresse.
Bringt es dich in irgendeiner Hinsicht weiter, hier anonym und versteckt hinter einer Fake-Adresse so einen Schwachsinn von dir zu geben???
Wenn das stimmen würde, was du hier sagst, dann wäre es nicht möglich gewesen, die Flaschen leerzuatmen. Falls du nicht weißt, warum, brauchen wir eh nicht weiterzureden.
Oliver
Schmeißt doch mal die Fakes raus oder sperrt ihnen die Möglichkeit, was zu posten. Beim Mitlesen können sie keinen Unfug treiben
Antwort von Irgendwer am 25.06.2002 - 20:56
@Oliver
Mumm ists ned, Vuasicht nennt sichs.
Die Gendarmerie hat einen ganzen Flaschensatz dieser Füllstation beschlagnahmt, da man festellte, daß der Kompressor noch nie gewartet wurde, und die (Frisch-)Luftzufuhr nicht gegeben war.
Antwort von Oliver am 25.06.2002 - 21:49
@"irgendwer"
Wenn das kein "Ich kenne einen, der gehört hat, daß es einen gibt der weiß daß es die Gendarmerie gibt" Gerücht ist, sondern stimmt, wovor hast du dann Angst?????
Was auch immer "Vuasicht" sein mag...

Oliver
Antwort von Hary am 26.06.2002 - 21:42
Any News?
Hat wer was vom Obduktionsergebnis gelesen?
Wo?
Aus meiner Sicht (nur öffentlich zugängige Infos) ist eine Ohnmacht beider Taucher wahrscheinlich!
Gar net so bled die Leut in Irgend.wo.....
Tatsächliche Ursache wär interessant, da der Unfall durch die Medien anfangs sehr gepusht wurde.
Antwort von Harald am 27.06.2002 - 09:32
@irgendwer
"Die Luft war schlecht, der (Benzin-)Kompressor stand im Keller und ohne Frischluft von aussen"

Wenn das stimmt sind alle Vereine und Tauchshopbesitzer die blöden, die Ihre Kompressoren und überhaupt das ganze Equipment 1x oder sogar zweimal im Jahr einem Service zur Sicherheit ihrer Mitglieder und Kunden mit in die tausende Euro gehenden Kosten unterziehen lassen.
Und was noch schlimmer ist falls dies stimmt, wurden hier Flaschen mit einem Benzinkompressor gefüllt der seine Abgase wieder ansaugte und dies ist eine grob fahrlässige Handlung, die wenn wie gesagt zum 3ten x "dies stimmt", auch den Staatsanwalt interessieren dürfte.

Harry
Antwort von Uli am 07.01.2003 - 10:03
Hallo, bin erst heute auf diesen Artikel gestoßen.
@Harald & @irgendwer
wie wars denn nun wirklich mit dem Vorwurf der schlechten Atemluft? Dazu müßte es doch Ermittlungsergebnisse geben, oder?
Antwort von Stephan am 23.04.2003 - 12:14
Hallo erstmal,
also ich halte das mit den leeren Flaschen für gar nicht so kurios, denn wie wahrscheinlich ist es denn, dass man den "Schnulli" im Mund hat, wenn man das Bewustsein verloren hat?
Mal gesetz dem Fall, man wird bewustlos (was ich mal als Zustand vor dem Tod dahinstelle) verliert den "Schnulli" aus dem Mund und der Automat blässt ab bis nix mehr kommt. Irgendwann kommt dann vom Gehirn (so fern noch möglich) dann ein Athemreitz und schon ist es passiert (ertrunken).
Was die schlechte Luft angeht... wiederspricht meiner These nicht, denn so ein Benzinmotor erzeugt Kohlenmonoxid (da müsste man gucken, was das Blut der Verunglückten sagt) und dies in der Athemluft wirkt einschläfernd.
Sollte dem so sein, dann liesse sich auch die fehlgeschlagene Reanimation zum Teil erklären (ok, dafür gibt es wohl noch wesentlich mehr Gründe), das Kohlenmonoxid bindet das Hämoglobin an sich und lässt keine weitere Bindung mit Sauerstoff zu, folglich kommt es zu einer Sauerstoffunterversorgung (einschläfernde Wirkung). Problem wäre ab einem gewissen Zeitpunkt, bei der Beatmung wirklich Sauerstoff ins Blut zu bekommen.
Dies ist nur eine These die ich mir aus den hier geäusserten Postings zusammengereimt habe.
Theoretisch möglich wäre sie aber.

Stephan
Antwort von Petzi am 02.09.2003 - 21:28
Hi, Ihr! Bin erst heute auf diesen Bericht gestoßen und habe alle Theorien gelesen.Nun meine Frage: Gibt es nach über einem Jahr eine Klärung des Ufallherganges? Petzi

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