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"Open Water" in Antigua
Abgesandt von Redaktion -gm- Registriertes Mitglied am 31.08.2007 - 08:39:

Zwei britische Taucher warteten fünf Stunden auf ihre Rettung, nachdem sie ihr Tauchboot vergessen hatte. Niemand an Bord hatte bemerkt, daß die beiden Taucher fehlten. Erst als sie nach dem Mittagessen und einem zweiten Tauchgang in den Hafen zurückkamen, wurden die Taucher von ihren wartenden Frauen als vermisst erklärt. Ein Hubschrauber und ein Rettungsboot fanden die beiden Taucher einige Kilometer abgetrieben, verwundet von scharfen Korallen und kurz vor dem Ertrinken.

Quelle: The Sun
Hier klicken

Danke an Weltenbummler



Antwort von Sung Registriertes Mitglied am 31.08.2007 - 11:03
Open Water live. Diesmal kein Film und es zeigt das Open Water gar nicht soweit hergeholt ist. Blutend im Wasser treibend ist sicher alles andere als angenehm und kann so auch in Ägypten passieren und ist auch schon passiert. Dieser Tauchbasis gehört als mahnendes Beispiel die Lizenz entzogen, den beiden Guides und der Crew eine Anklage an den Hals. Vor allem als Abschreckung für alle Basenbetreiber!
Antwort von scuba-barbie Registriertes Mitglied am 31.08.2007 - 16:39
Habe ich das gerade richtig verstanden? Es wurden 4 Leute gefeuert, aber 2 gleich wieder eingestellt? Wäre ja mal interessant zu erfahren,warum das so gehandhabt wurde und ob die anderen 2 Leuts auch demnächst wieder eingestellt werden?

@Sung: seh` ich ähnlich!
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 01.09.2007 - 17:03
iHC plädiere schon eine Weile dafür, hier nur lehrreiche Unfälle einzustellen. Dies ist so einer.

"Blutend im Wasser treiben nach Korallenkollision" legt den Schluss nahe, die Taucher sind nur im Shortie und womöglich nur mit Schwimmbadflossen getaucht. Andernfalls hätten sie nämlich das offensichtlich flache Riff verletzungsfrei ersteigen und dort warten können.
Meine Meinung: Auch in tropischer Wärme sind Neopren-Overall und Füßlinge + Fersenbandflossen angesagt.

"Kurz vor dem Ertrinken": Mit einem guten Jacket bezüglich Auftriebskraft und Ohnmachtsicherheit ist das nahezu unmöglich. Man sollte beim Kauf oder Ausleihe darauf achten, das Jacket lieber auch als Urlaubstaucher selbst kaufen und lieber 2 kg Übergepäck zahlen als eines der nutzlosen Reisejackets mit viel zu wenig Auftrieb zu kaufen.
Antwort von Sung Registriertes Mitglied am 03.09.2007 - 09:59
Versteh ich richtig, das die beiden Deiner Meinung nach Selbst Schuld sind?
Vielleicht waren sie ja so ausgestattet und haben sie die Hände verletzt.
Der Umstand das sie vergessen wurden ist doch der Grund - so etwas darf nicht passieren.

Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 03.09.2007 - 14:31
@ Sung

Natürlich trägt die Crew des Bootes die Hauptschuld, da sind wir uns einig.

Ich gehe davon aus, dass meine Vermutung mit dem flachen Riffteil stimmt. Dann kann man, vollständiges Neopren vorausgesetzt, da auch raufsteigen. Mit Shortie und ohne Füßlinge ist das dagegen schon sehr verletzungsträchtig.

Und wenn das Jacket genug Auftriebsvolumen hat, besteht auch keine Ertrinkungsgefahr. Außerdem kann man den Bleigurt abwerfen, um den Auftrieb zu erhöhen.
Antwort von mario-diver Registriertes Mitglied am 05.09.2007 - 11:08
Ja, wirklich unglaublich , Basenbetreiber weltweit sollten bei solchen desaströsen Versäumnissen mit definitiver Schließung plus Strafe belegt werden-da kann/muss wohl die nackte Existenzangst als Abschreckung herhalten..

Zu den o.g. Spekulationen über die Ausrüstung der Verletzten:
Wär zumindest auch mein erster Gedanke- Bekomme ergänzend auch stets nen dicken Hals, wenn auf Basen pauschal wegen Berührungsgefahr an Korallen Handschuhe generell verboten werden...in EY oft erlebt...

@D-32: Habe mehrfach Urlaubstaucher gesehen, die sich mit dem Tec-Wing toll finden...bei solchen wäre ein Ertrinken, wenn das Wing bei Erschöpfung einem das Gesicht ins Wasser drückt, wohl nicht auszuschließen..trotz Auftrieb ohne Ende...
..is ja aba och wieder nur fabuliert...
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 05.09.2007 - 14:32
@ mario-diver

Gebe dir Recht: Nicht nur in solch einem Falle sollten, gerade in Tauchurlaubsgebieten mit hoher Basendichte, zumindest halbwegs fachkundige Leute im Verwaltungsbereich tätig sein, eine Art Gewerbeaufsicht für das Tauchbusiness darstellen und auch entsprechend hart durchgreifen können. Siehe auch die häufig sehr laxe Bereitschaft von Tauchbasen zu regelmäßiger Luftanalyse (--> Seawolf Soul-Thread) und die oft sehr rudimentäre Qualifikation von Bootsführern, Deckscrew und auch Tauchguides.

Tek-Wing-Jackets sind zumindest für Urlaubstaucher eine ziemlich ideale Ertrinkungshilfe im Notfall! Nur sind auch viele Shopinhaber mangels Wissen und/oder aus monetären Gründen nicht fähig/bereit, dieser Kundengruppe den Kauf auszureden. Aufgeblasenes Wing an der Oberfläche + leere Aluflasche ist übel!
Antwort von gunther Moderator am 06.09.2007 - 08:55
Eine bitte an ALLE, die Diskussion Pro / Kontra Ausrüstung (hier Wing Jacket) bitte im Ausrüstungsforum austragen. Danke

Gunther
Antwort von Telemar-king Registriertes Mitglied am 06.09.2007 - 11:08
"Niemand an Bord hatte bemerkt, daß die beiden Taucher fehlten."



Diesen Satz finde ich des Denkens wert. Aufden Tauchbooten, auf denen ich bisher war, haben nach dem Tauchgang IMMER alle an Bord nachgezählt. Erst dann wurde umgesetzt. Wen es das kleine Sandals-Boot war, wie man im Originalbericht der Sun lesen kann, dann ist es schon übel, wenn niemand der (kleinen) Tauchgruppe merkt, dass zwei Taucher fehlen. Abgesehen von der Schuld der Guides, wo hatten die anderen TaucherInnen ihre Augen und Gedanken? Ist es nicht auch ein Spiegelbild der Gleichgültigkeit, wie wir uns im Alltag um unsere Mitmenschen kümmern?
Antwort von Andy Hamnett Registriertes Mitglied am 06.09.2007 - 14:11
Ich bin vor kurzem wieder in Safaga tauchen gewesen, nach jedem TG mußten wir uns als anwesend wieder eintragen, sonst ist das Boot nicht wieder losgefahren, und ich habe es noch nie anders erlebt. Manchmal ist es so einfach solche Vorkommnisse zu vermeiden, es liegt nur an der Faulheit der Verantwortlichen in diesem Fall, das es dazu gekommen ist.
Antwort von Kersten Freytag Registriertes Mitglied am 14.09.2007 - 21:14
Der beschriebene Vorfall dürfte heute auf einem Safarischiff nicht mehr vorkommen. Es gibt Systeme, die auf dem Schiff "Alarm" schlagen, wenn ein Taucher Hilfe braucht oder abgetrieben ist. Das System zeigt genau an, wo der hilfsbedürftige Taucher sich befindet. So ein System sollte zum Sicherheitsstandard jedes Safaribootes gehören! In der Werbung wird viel von der besonderen Sicherheit des jeweiligen Scchiffes geschrieben, warum fehlt das System auf vielen Schiffen?

Kersten Freytag, Hamburg
Tl 2
Antwort von Weltenbummler Registriertes Mitglied am 09.10.2007 - 08:56
@Kersten,
"Dürfte nicht mehr vorkommen" - dann lies mal hier:
Hier klicken

Wieder VIER Taucher vergessen
Antwort von Philipp555 Registriertes Mitglied am 12.10.2007 - 15:16


Hallo,

zu "blutig und fast ertrunken" muss man auch dazu sagen, dass hier als Quelle "The Sun" angegeben ist. Ein britisches Boulevardblatt mit einem Niveau weiter unter dem der bekanntesten deutschen Tageszeitung.

Philipp
Antwort von JonasLondon Registriertes Mitglied am 13.05.2008 - 21:32
Auf wenn diese Diskussion hier schon etwas betagt ist, muss ich einfach noch zwei Dinge loswerden:

Wenn Wellengang&Sturm aufzieht, erklimmt man vermutlich kein flaches Riff, da wird man dann nämlich gleich zig mal drüber geschleift und die 5mm Neopren die man vielleicht anhat sind schnell Fetzen. Selbst erfahren auf Fiji, wir dachten auch "wir können ja mal eine schnelle Runde vor dem Hausriff schwimmen zu gehen - und hatten nach drei Wellen und 30 Sekunden später blutende Beine (ok, war doof, dort ins Wasser zu gehen, aber "live and learn") - was ich sagen will: Auf dem "Tauchriff" weiter draussen hötte sich bei 2-3 Meter wellen NIEMAND gehalten...

Zweitens wg. Wing - diese andauernden Diskussionen, dass ein jacket so viel sicherer sei, "nervt" um ehrlich zu sein. Auch ein Jacket ist keine Rettungsweste. Bei näherer Betrachtung merkt man oft ein gewissen Muster dieser Argumentations-Vertreter:

a) diese haben noch nie mit Wing getaucht (oder einfach Null Plan, wie man damit an der Oberfläche umgeht und pumpen es auf bis zum Segel), und denken, an der Oberfläche müssen die armen Wing-Taucher immer kämpfen, dass sie nicht mit dem Gesicht im Wasser hängen (blast es einach nicht 100% auf! Kopf über Wasser reicht, wir müssen "floaten", nicht segeln!)

b) es besteht NULL Ahnung, was Ertrinken eigentlich bedeutet.
Abhilfe: mal "drowning" bei Wikipedia eingeben und lesen. Dann kann man bspw. lernen, dass man mit wenigen Millilitern (!) ertrinken kann - das ist auch gegeben, wenn man ein Jacket trägt und das Wasser wg. Welle/Wind in die Atemwege kommt...

Ist das Wasser kälter als 10 Grad kann es außerdem vor dem "Ertrinken" zum Herzstillstand kommen.

Schon sehr wenig Wasser in den Atemwegen reicht aus, um eine spastische Verkrampfung der Stimmbänder/Larynx zu triggern - das ist zwar fein, weil dadurch kein Wasser mehr reinkommt (und Etrinkende oft WENIG Wasser in der Lunge haben (außer, sie waren schon vorher tot), aber dummerweise kommt danach auch nur noch wenig LUFT rein, selbst wenn man "will"...

Ansonsten stimmt Philipp`s Meinung zur SUN 100% - das ist eine schlechte BILD-Zeitung.

Gruß, gut Luft, ob Jacket oder Wing, und gute Buddies.
Jonas

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