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Dies ist das internationale Unfallboard von Taucher.Net. Falls ein dir bekannter Unfall hier noch nicht aufgeführt ist, schickt uns am einfachsten eine Mail.
tödlicher TU in Seattle Abgesandt von Armin am 07.11.2001 :
Bei einem Tauchgang bei Orca Island ist gestern eine 23jährige ums Leben gekommen. Diese war mit Ihrer Mutter unterwegs. Die 50 jährige Mutter bemerkte ein Absinken der Tochter, tauchte an die Oberfläche und rief um Hilfe. Eine 32jährige, welche beim ansässigen Tauchshop beschäftigt war, tauchte sofort nach der Verunfallten und barg diese aus 30m Tiefe. Beim zu schnellen Aufstieg zog sich diese Deko-Anzeichen zu und mußte in die Dekokammer verbracht werden. Dem Opfer konnte an der Oberfläche nicht mehr geholfen werden.
Weitere Infos sind nicht bekannt.
Antwort von Heiko am 08.11.2001 - 15:27 Mein Beileid an die Familie.
Die Mutter muss ja erschreckend schlecht ausgebildet sein, wenm sie noch nicht mal in der Lage ist ihrer Tochter auf 30m zu folgen und an die Oberfläche bringt. Oder wurde ihr in der Ausbildung so intensiv eine Tiefenbegrenzung für ihre Tauchgänge eingebläut, dass sie es noch nicht einmal in dieser Situation wagte tiefer zu gehen?
Antwort von Emanuel am 14.12.2001 - 11:39 Also Heiko, du hast schon eine komische Art, der Mutter dein Beleid auszudrücken. Ich weiß nicht, wie ich an ihrer Stelle reagiert hätte. Sicherlich nach einer Rescue-Diver-Ausbildung bilde ich mir jetzt ein, besser helfen zu können... aber kann ein "OWD" das auch? Woher soll die Mutter wissen, dass sie da unten auf 30m den Grund findet und noch genügend Luft und "Zeit", die Tochter zu bergen? Und wie???
Ich glaube, eine Mutter wird immer etwas "panischer" reagieren, denn es ist ja ihre Tochter... Abgesehen davon ist der natürliche Instinct eines jeden Tauch(schül)ers zunächst einmal, die "sichere" Oberfläche zu erreichen und vielleicht jemanden vom Boot oder Tauchlehrer etc. zu Hilfe zu holen. Man vertraut ja denen nicht nur während der Ausbildung, weil sie, so meint man, nicht nur einen besseren Ausbildungsstand haben, sondern auch besser wissen, was in solchen Notfällen zu tun ist...
Und auch mir wird erst beim Lesen dieser "Unfälle" allmählich bewußt, wie wenig Zeit man bei einem Tauchunfall wirklich hat, um sinnvoll und effektiv einzugreifen...
Sei nicht bös, aber ich halte es an dieser Stelle für wenig angebracht, der Mutter irgendeinen Vorwurf zu machen, auch wenn sie es wahrscheinlich nie lesen wird.
Mögen deine Tauchgänge allzeit sicher sein.
Emanuel
Antwort von Heiko am 17.12.2001 - 10:52 Hallo Emanuel, ich nehme auch an, dass die Mutter höchstwahrscheinlich nie etwas von unseren Kommentaren erfahren wird. Meine etwas provokanten Aussagen sollten auch eine Diskussion anregen. Zu deinem Punkt "genügend Luft oder Zeit" kann ich nur sagen, das gerade wenn man noch sehen kann, wie der Tauchpartner absinkt, sollte auch ein Anfänger in der Lage sein hinterherzutauchen und dann das Jacket (Trockentauchanzug/Weste) aufzublasen und den Taucher nach oben zu bringen. Natürlich gibt es auch da Grenzen, aber 30m sollten da kein Problem sein. Ich persönlich würde erst bei über 50m meine Grenze ziehen. Dafür braucht man nur max. 2-4 Minuten und dafür sollte immer genügend Luft in den Flaschen sein (mit 40bar auftauchen). Selbst wenn der Aufstieg dann zu schnell ist, solange der Kopf noch möglichst überstreckt wird, um einen Lungenriss zu vermeiden, ist ein evtl. möglicher Deko-Unfall dem sicheren Ertrinken vorzuziehen. Und wer schnell in Panik verfällt hat meiner Meinung nach eh nicht tauchen.
Mögen auch Deine Tauchgänge stets gut verlaufen.
Heiko
Antwort von Emanuel am 17.12.2001 - 22:41 Klar Heiko, auch ich wünsche mir nichts mehr, als dass, wenn mir mal was passieren sollte, ein so erfahrener und klug denkender, ja vielleicht sogar ein wenig risikobereiter Taucher dabei ist, der mich dann zurückholt. Ich hoffe auch, dass die meisten Taucher, die mit uns rausfahren, einen Ausbildungsstand haben, der sie zumindest in die Lage versetzt, das eigene Risiko und natürlich die Tiefe etc. soweit abzuschätzen, dass sie sich dann ebenfalls als so "hilfreich" erweisen. Leider bin ich da aber, natürlich aufgrund von Beobachtungen, etwas skeptischer als andere...
Und da selbst Ausbildungsrichtlinien immer wieder betonen: bringt euch bei einer Rettungsaktion nicht selbst in Gefahr, denke ich, bleibt ein gewisser Widerstand bei jedem. Und jeder wird seine individuelle Grenze bei der Einschätzung des eigenen Risikos haben, die er meiner Meinung nach erst dann wirklich erkennt, wenn er im Begriff ist, sie zu überschreiten - oder bereits überschritten hat. Hier sehe ich das eigentliche Problem. So wie sich die Mutter in diesem Falle wahrscheinlich nicht zugetraut haben wird, aufgrund ihres Ausbildungsstandes - oder wahrscheinlicher noch: aufgrund ihrer Taucherfahrung und ihrer persönlichen Einschätzung - ihrer eigenen Tochter hinterherzutauchen.
Meine Meinung: Ich würde mit ihr tauchen gehen. Aber ich würde mich nicht auf sie verlassen. (Wieso auch? Ein Tauchlehrer kann sich ja auch nicht auf seine OWD-Schüler verlassen, dass diese ihn retten können, wenn ihm was passiert, oder? Aber umgekehrt sollte es natürlich der Fall sein.
Wie mag hier der Ausbildungsstand der beiden gewesen sein?
Wann darf wer mit wem tauchen?
Kann dem Tauchlehrer nicht auch mal was passieren?
Und was dann?
Je mehr man sich solche Situationen gedanklich vorstellen mag, desto mehr Fragen tauchen da auf...
Ich glaube ausserdem, wir Taucher idealisieren gerne aufgrund unserer Vorliebe für die "Idee des sicheren Tauchens" solche Situationen und die Möglichkeiten, die uns dann "offenstehen" bzw. noch offenbleiben.
Trotzdem, oder gerade deswegen, halte ich es für gut, seinem Buddy zu vertrauen, aber für besser, immer mal wieder ein bisschen zu üben. Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen: man traut sich oft viel mehr zu, als man dann eigentlich wirklich kann.
Antwort von Laura am 26.12.2001 - 17:37 Ich frage mich: Wo hat diese Mutter tauchen gelernt????? Die Tochter sinkt ab? Na dann mal schnell nach oben oder wie? Und dann heißt es wieder: Tauchen ist gefährlich, sind ja so und so viele bei Tauchunfällen ums Leben gekommen! Was oft zu kurz kommt ist eine verantwortungsvolle Ausbildung.
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Akt. Fluglinienberichte:
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Forum Wracktauchen
Auszug aus diesem Forum:
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Ich meine nicht Yolanda :sleep sondern eher etwas tiefer ... [mehr] USS Oriskany vom 20.08.2008 : Habe gerade einen netten Bericht zur USS Oriskany gefunden.
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