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Vor
Allem in Taiwan floriert das Geschäft mit Walhaifleisch. Unter der
Bezeichnung "Tofu-Hai" findet dieses Fleisch reißenden
Absatz, der Preis liegt aktuell bei ca. US $ 15,-- per Kilogramm. Die taiwanesischen
Fanggründe sind lange nicht ergiebig genug, um den riesigen Bedarf
zu versorgen, also wird Walhaifleisch laufend importiert. Die zur Zeit
größte Fangnation in dieser Hinsicht ist Indien, hier wurden
1999 bereits rund 1.000 Walhaie getötet, 1998 1.200 Tiere (Quelle:
Unterwasserwelt).
In
der Region Penang (Malaysien) wurden bereits Schlachtereien gefilmt, auch
in den philippinischen und thailändischen Meeren werden Walhaie gejagt.
Die Regierungen stehen jeweils hinter dieser Sache, denn es ist sehr lukrativ,
in diesem Geschäft mitzuwirken. Demzufolge sehen vor allem Sporttaucher
immer weniger Walhaie. Ihnen wird jedoch vorgegaukelt, daß dieser
Umstand auf Schwankungen der Meerestemperatur (El Nino) zurückzuführen
ist. Wer sich jedoch oben genannte Zahlen ansieht, der wird eines besseren
belehrt! Es ist also anzunehmen, daß auch auf den Malediven (aufgrund
der Nähe zu Indien) die Zahl der Walhaisichtungen drastisch abnimmt.
Die
Fangmethoden reichen von riesigen Netzen bis hin zum brutalen Abschlachten
einzelner Tiere von lokalen Fischerverbänden. Bei letzterer Methode
fahren die Fischer meist bei Neumond (Plankton- blüte) aufs Meer hinaus.
Einen Walhai entdeckt, springt einer der Fischer ins Meer und treibt dem
Tier einen Fanghaken, an dem ein Seil befestigt ist, in den Körper.
Der Walhai wird so lange "gedrillt", bis er so schwach ist, daß
er sich widerstandslos festbinden läßt. Nun wird dem Tier noch
ein Messer ins Rückenmark getrieben, um es weiter zu schwächen,
aber nicht zu töten, denn sonst würde es absinken. Dann werden
dem Hai tellergroße Löcher in die Kiefer geschnitten und daran
mit Seilen Auftriebskörper befestigt, sodaß er auch während
des "Abschleppens" zum Festland nicht absinkt. Erst dort angelangt
- oft nach vielen Stunden - wird der Walhai nun von seinen Qualen erlöst
und getötet, anschließend zerlegt und - wie sollte es anders
sein - nach Taiwan geschickt.
Erschütternde
Fotos hat uns Jürgen Freund von der Marine Wildlife Photography von
den Philippinen geschickt. Die Bilder dürfen ohne seine ausdrückliche
Genehmigung nicht von Drittparteien verwendet werden.














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