Fritz Koller, welcher die Aktion auf Taucher.Net koordiniert, hat einige Infos zusammengetragen, die Du vielleicht lesen solltest:

 .. Die Walhai-Aktion steht bei über 3000 Unterschriften! - Dr. Alex Antoniou vom Shark Research Institute (SRI) wird die Unterschriften zur aktuellen CITES-Konferenz nach Chile mitnehmen um den Regierungsbeamten zu demonstrieren dass die Welt den Walhai schützen will!

 .. Walhaitourismus auf den Philippinen Bericht Shark Info

Ausgangslage

Ein Walhai (Rhincodon typus).

Eine Studie des WWF Philippinen und der Silliman Universität untersuchte 1997 den Fang und Handel mit Walhaien (Rhincodon typus) auf den Philippinen. Die Studie zeigte, dass 1993 nur sechs Dorfgemeinschaften Walhaie gefangen und mit ihnen Handel getrieben haben.1997 wurden schon von 17 Dörfern Walhaie gefangen. Während 1993 jährlich pro Dorf etwa 26 Walhaie gefangen wurden, waren es 1997 nur noch 11, die an Land gezogen werden konnten (das sind rund 190 Tiere pro Jahr). Der Rückgang zeigt, dass die Menge der Walhaie in den Gewässern um die Philippinen nicht für 17 Dörfer ausreicht und die Walhai-Populationen die Verluste nicht schnell genug durch Jungtiere kompensieren können. Die Walhaie werden klassisch überfischt.

Hauptgrund dafür, dass sich der Walhaifang auf den Philippinen seit 1993 derart verbreitet hat, war das zunehmende Interesse an Walhaifleisch und die dadurch stark gestiegenen Preise. Gerade in Taiwan erzielt der Walhai oder «Tofuhai» Höchstpreise.

Lokale Regierungsstellen haben nun reagiert und ein Fang- und Handelsverbot für Walhai erlassen. Da der Schutz nicht alleine durch ein Fangverbot bewirkt werden kann, wurde gleichzeitig ein Programm entwickelt, das den Ökotourismus mit dieser Haiart fördern sollte.

 Ökotourismus
Im Januar 1998 sammelten sich vor Donson (Sorsogon, südliches Luzon, Philippinen) einige Walhaie. Sofort versuchte die lokale Tourismusstelle «Sorsogon Provincial Tourism Council» diese Region als Tourismusattraktion zu erschliessen. Medienberichte führten dazu, dass Touristen sich dieses Naturschauspiel ansehen wollten und die Bevölkerung schien davon zu profitieren. Doch die Walhaie lockten auch Fischer an. Um legale Massnahmen gegen die Fischerei in den Gewässern treffen zu können, setzte die Regierung von Donsol anfangs März 1998 ein Gesetz in Kraft, das die Walhaie in kommunalen Gewässern schützen sollte. Doch trotz dieses Gesetzes wurden 7 Walhaie getötet. Dies löste national einen Alarm aus. Ende März wurde ein nationaler Beschluss, die «Fishery Administrative Order 193», zum Schutz von Walhaien und den ebenfalls befischten Mantarochen gefasst.

Fazit
Ökotourismus auf den Philippinen ist eine Alternative zur Fischerei und sollte unter allen Umständen verstärkt werden. Erste Resultate für die Jahre 1998 und 1999 sind vielversprechend.

Quelle: Shark Info

 .. Walhaie ab sofort in Indien geschützt

Indien, die weltgrösste Fangnation für Walhaie verbietet ab sofort den Fang dieser Tiere in ihren Gewässern. In einem Regierungsbeschluss wurde festgelegt, dass Walhaie ab sofort unter den "Wildlife Protection Act" fallen und somit rechtliche Schritte unternommen werden, sollte ein solches Tier getötet werden.
Bis zu 1200 Tiere werden jährlich innerhalb der Hochsaison von sechs Wochen vor Gujarat gefangen und vorwiegend nach Südostasien, Japan, aber auch Grossbritannien exportiert. Neben Indien hat auch die USA, Australien und die Phillipinen verboten, diese Tiere zu schlachten. Gleichzeitig mit diesem Fangverbot sind nun Bestrebungen im Gang, die lokale Fischerei durch ein Ökoturismus-Programm zu ersetzen, ähnlich wie dies bereits in Australien und den Philippinen erfolgreich durchgeführt wird.

Quelle: Marie Levine, Schark Research Institute

 .. Trotzdem bitten wir weiter um Unterschriften, es gibt leider immer noch genügend Länder, in denen der Fang von Walhaien erlaubt ist!

 Mittlerweile hat unsere Aktion über 430 Unterschriften gebracht, Dr. Ritter von der Shark Foundation und Marie Levine vom Shark Research Institute werden die Einträge demnächst für diverse Protest-Aktionen verwenden!

 In der heutigen Ausgabe der größten österreichischen Tageszeitung mußte ich leider lesen, daß im Zuge der Artenschutzkonferenz in Nairobi der Antrag auf weltweiten Schutz der Riesenhaie und Walhaie ABGELEHNT worden ist. Die Jagd geht also weiter...

   20.2. Laut WWF Indien (Traffic) wurden allein for der Gujarat-Küste von Jänner bis Mai 1999 mindestens 300 (!) Walhaie gefangen! Diese Spezies ist in Indien nicht geschützt, darüberhinaus sind sich die Einheimischen dieser Tragödie nicht bewußt bzw. ignorieren diese völlig, da es sich um eine wenig bekannte Art handelt. (Quelle: TRAFFIC-India/WWF)

 Aufmerksam auf die Walhai-Massaker wurde ich durch die Zeitschrift Aquanaut, Ausgabe 9/10 1999.

Daraufhin schrieb ich folgendes Mail an Dr. Erich Ritter von der Shark Foundation:

30.8.1999

In der neuen Ausgabe des Aquanauten (9-10/99) habe ich gelesen, daß die thailändische und die malayische Regierung den kommerziellen Fang von Walhaien genehmigt haben (Walhaifleisch soll in Japan der neue Hit sein). An der Thailändisch/Malayischen Grenze gibt es riesige Netze, mit denen täglich ca. 15 Exemplare gefangen werden sollen. Reisende berichten, daß man in den Burma Banks KEINE Walhaie mehr sieht (bisher fälschlicherweise auf El Nino zurückgeführt) und auch sonst kaum noch Haie (Beifang).

Können Sie diese Hiobsbotschaft bestätigen?

Ich habe diesbezüglich schon E-Mails an thailändische Tauchschulen geschickt, von deren Antwort ich Sie in Kenntnis setzen werde.

Gibt es schon irgendwelche Aktionen, an denen man sich beteiligen kann, z.B. Protestschreiben an die jeweiligen Regierungen?

In Erwartung Ihrer Antwort verbleibe ich mit freundlichen Grüßen

Fritz Koller

30.8.1999

 Die in diesem Schreiben erwähnten Mails an thailändische Tauchschulen (Adressen hatte ich aus Tauchzeitschriften gesammelt):

Ich komme nun mit einem sicherlich recht ungewöhnlichen Anliegen zu Euch. In der letzten Ausgabe des Aquanaut las ich von einem Gerücht, daß die thailändische und die malayische Regierung den Fang von Walhaien offiziell genehmigt hat. Es werden angeblich täglich an der thailändisch - malayischen Grenze ca. 15 Stück gefangen - an den Burma Banks soll es angeblich in der Zwischenzeit weder Walhaie noch andere Haie geben. Da Ihr vor Ort und Stelle arbeitet, müßt Ihr es wissen: STIMMT DAS? Wenn ja, was kann man dagegen tun? Protestschreiben an die Regierungen? Shark Foundation informieren? Greenpeace einschalten?

Bitte um Eure diesbezügliche Stellungnahme!

Vielen Dank Viele Grüße Fritz

 Die ersten Reaktionen von Tauchschulen vorort:

30.8.1999

Hallo Fritz, das ist uns neu, denke es handelt sich wirklich nur um ein geruecht sonst waeren die hiesigen Tauchschulen schon auf die Barrikaden gegangen. Burma Banks unsere letzte Safari war im April diesen Jahres, und wir hatten wie immer unsere Silvertips, Wal Haie sind dort eher selten(keine ahnung wer dieses geruecht in die welt setzte das Walhaie dort oft zu sehen sind) richtig ist das sie eher seltenen besucher sind waerend die Silver Tips eigentlich fast schon garantiert sein koennen, ansonsten gibt es noch die grosse wahrscheinlichkei Hammerhaie zu sehen, man muss hierzu aber die plaetze kennen. Gruss aus thailand Michael P.S werde mich trotzdem mal umhoeren,lass dich wissen falls was dran sein sollte.Ach, und danke das du uns hast wissen lassen.

-- SCUBA QUEST Dive Center and Live-aboard Operator PADI Dive Center No:#6238 94/11 Moo 3 Kamala, Kathu, Phuket 83000 Thailand Tel/Fax:+ 66-76-271113 E-Mail:kamala@phuket.ksc.co.th Tourism Authority of Thailand registration No.31/0116 Dive into our Home Page at http://www.scuba-quest.com

31.8.1999

Hallo Fritz,

Danke für Deine Mail. Unseres Wissens nach war der Fang von Walhaien nie verboten. Walfang ist international reglementiert, Walhaie sind aber Fische und von jeder Regelung immer noch ausgenommen. Es ist unseres Wissens nach richtig das im letzten Jahr 15 Tiere im Grenzgebiet zwischen Malaysia und Thailand gefangen wurden. Es gibt an den Burma Banks immer noch jede Menge Haie. Walhaie sind hier eigentlich nur in der Zeit von Februar bis April anzutreffen und es ist richtig das im letzen Jahr nur sehr wenige zu sehen waren. Wir führen das aber mehr auf die Wetterbedingungen in der Letzten Saison zurück. Da die vorherrschende Windrichtung von der sonst üblichen Windrichtung abwich und gleichzeitig mehr Bewölkung und weniger Sonne dazukam hatten wir nicht die sonst dort anzutreffenden Planktonreichen Strömungen in den Similans. Da Walhaie diesen Strömungen folgen gehen wir davon aus das deshalb weniger Walhaie zu sehen waren. also mehr ein Resultat von El Ninjo und La Ninja. Das Abschlachten von Walhaien ist sehr bedauerlich, findet aber unseres Wissens nach nicht nur in Malaysia sondern auch in Indonesien und vielen anderen Ländern weiter statt. Es gibt viele Initiativen dagegen aber da die Walhaie sehr weit ziehen ist das Problem eher weltweit und ein Schutz in Thailand zum Beispiel hilft nicht wenn die Tiere in anderen Ländern abgeschlachtet werden. Wir tun hier lokal was immer wir können und es ist uns nichts bekannt das hier Walhaie gefangen werden. Malaysia ist jedoch eine andere Situation und jede Initiative die dazu führen könnte die Walhaie dort vom Fang auszunehmen währe willkommen.

Ich hoffe das diese Mail die meisten Deiner Fragen beantwortet.

Mit freundlichen Grüßen Benno Brandon

-----Original Message----- From: kubicek [mailto:kubicek@telenetz.com] Sent: Monday, 30 August, 1999 12:40 PM To: info@diveasia.com

 Auf meine Anfrage bezüglich der Genehmigung des kommerziellen Walhaifanges in einigen asiatischen Ländern erhielt ich von der Shark Founation (Dr. E. K. Ritter) folgende, sehr besorgniserregende, Auskunft:

5.9.1999

Sehr geehrter Herr Koller,

Leider muss ich diese Hiobsbotschaft bezueglich Walhaie bestaetigen!

Der Walhaifang ist in gewissen asiatischen Laendern genehmigt. Die zur Zeit groesste Fangnation in dieser Hinsicht ist Indien.

Es ist richtig, dass bereits eine starke Abnahme der Walhaie in thailaendischen Gewaessern zu sehen ist ­ etwas was nicht auf El Nino zurueck zu fuehren ist, wie sie richtigerweise feststellten ­ auch hat dies nichts mit den jaehrlichen Wanderrouten dieser Haiart zu tun. Ich weiss von verschiedenen Seiten, dass es dort eine relevante Fischerei gibt, welchen den Walhai als Zielobjekt hat. Gerade um die Region Penang herum, wurden bereits Schlachtereien gefilmt. Die Regierung steht hinter der Sache, denn es ist sehr lukrativ, in diesem Geschaeft mitzuwirken. Der Anstoss kommt aus Taiwan, wo momentan der Walhai als DIE Delikatesse angeboten wird. Walhaie kommen dort unter dem Namen "Tofuhai" auf den Markt. Walhaifleisch ist zur Zeit das teuerste, auf dem Hai-Markt, erhaeltliche Fleisch.

Leider gibt es momentan noch keine Aktionen, welche sich gegen diese Fischerei richtig. Wohl vereinzelt Aufrufe, doch nichts, was einer kontrollierten Kampagne entspricht.

Mit freundlichen Gruessen

Dr. Erich K. Ritter Hai-Stiftung SHARK INFO

 Dann verfasste ich ein neues Schreiben, dieses habe ich auch wieder an die Tauchschulen in Thailand, und die Redaktion der Tauchzeitschrift "Aquanaut" (in Ausgabe 11/12 1999 auf Seite 27 ist der folgende Text lobenswerterweise auch abgedruckt!):

Nachdem also weltweite Bemühungen zum Schutz der Wale gefruchtet haben und diese (fast) auf der ganzen Welt geschützt sind, vergeht man sich nun an den Beständen des größten Fisches, dem Walhai.

Scheinbar geht dieses Massaker an der breiten Öffentlichkeit unbemerkt vorbei, da es sich hier ja nicht um einen Wal, sondern um einen Hai handelt, welche ohnehin nicht den besten Ruf haben.

Ich denke, daß diese friedlichen und imposanten Wesen genauso schützenswert sind wie die Wale! Nur weil Walhaifleisch bei den Taiwanesen gerade "in" ist, soll nicht eine ganze Art ausgerottet werden!

Ihr seid nun unter anderem die Betroffenen vor Ort. Denn durch das Fehlen von Walhaien gibt es die für Taucher wahrscheinlich größte Attraktion nicht mehr! Außerdem werden als Beifang auch die Bestände aller anderen Haiarten stark dezimiert! Was kann man also Eurer Meinung nach dagegen tun? Auf jeden Fall solltet Ihr dieses Schreiben an alle Euch bekannten Tauchschulen im betroffenen Raum weiterleiten - denn immerhin ist die Existenz des Walhais sowie der anderen Haiarten auch ihr Kapital. PADI, Greenpeace und die Shark Foundation erhalten dieses Schreiben auch (vielleicht kommen gerade von dieser Seite die besten Initiativen, wie man einschreiten könnte)!

Ich bitte um Eure Mitarbeit - zum Schutz des größten existierenden Fisches!

Liebe Grüße

Fritz Koller

P.S.: Alle E-Mails in dieser Angelegenheit ergehen automatisch auch an die Redaktion der Zeitschrift "Aquanaut" (in der Ausgabe 9-10/99 wurde durch einen Artikel auf diese Misere aufmerksam gemacht), an die Shark Foundation und werden unter http://www.taucher.net/ im Internet jederman zugänglich gemacht. Sollte dies nicht erwünscht sein, bitte ich um diesbezügliche Mitteilung!

 Antwort von Michael:

7.9.1999 Hallo Fritz, danke das du uns informiert haeltst. Seid deiner ersten Nachricht an uns versuchen wir mit der hiesigen TAT (Tourism Authority of Thailand) ins gespraech zu kommen um ueber diese die Fisherei Industry zu kontaktieren, haben in der zwischenzeit Tauchschulen in Malaysia Informiert und warten auf Antwort. Bleibe in kontaky sobald wir naeheres erfahren werden wir dir die ergebnisse mitteilen. Liebe gruesse aus Thailand das Scuba Quest Team Michael Burckhardt

SCUBA Quest Dive Center and Live-aboard Operator PADI Dive Center No: #6238 94/11 Moo 3 Kamala, Kathu, Phuket 83000 THAILAND Telephone & Fax: (66) 76 271113 E-mail: kamala@phuket.ksc.co.th Tourism Authority of Thailand registration No. 31/0116 Let's go diving with us ... visit our Homepage http://www.scuba-quest.com

 Antwort von H.J. Schwarz, Chefredakteur Aquanaut,

10.9.1999 leider hat meine eigene aktion, naemlich die thailaendischen tauchschulen auf dieses problem aufmerksam zu machen lediglich bewirkt, dass die leute mich fuer einen spinner halten. Es ist naemlich wesentlich einfacher weiterhin fuer viel zu viel geld auf die burma banks zu fahren und den gaesten zu erzaehlen dass das wetter dran schuld ist, dass diese keine haie sehen, als zu erkennen, dass das schoene geschaeft ein fuer allemal vorbei ist. Wer augen hat zu sehen, weiss schon lange, dass die thailaendisch burmesischen gewaesser systematisch leergefischt werden. aber das leugnen die vielen (und schlechten) Tauchschulen systematisch. Was solls auch, das wasser ist warm und die kunden haben eh keine ansprueche. Die geben sich, ahnungslos wie sie sind auch mit dem muell, (schnecken und weichkorallen) zufrieden. hauptsache bunt. Ich habe mir nach meinem letzten Thailandurlaub geschworen: nie wieder

gruss HJ Schwarz Chefredakteur, Mittelmeerfan, Wracktaucher und voellig desillusioniert

 Reaktion von PADI

13.9.1999 Hallo Fritz

Mit Interesse habe ich dein mail gelesen. Ich werde versuchen in dieser Beziehung das Problem in die Kampagne "Protect the Sharks" aufzunehmen.

Vielen dank für deine Auskunft.

Grüsse Thomas Sobotta PADI Europe

 Ich habe dann an H.J. Schwarz geschrieben:

13.9.1999 Hallo!

Ich bin noch nicht ganz so desillusioniert. Immerhin hat man es auch geschafft, die Wale zu schützen. Außerdem gibts doch auch auf den Malediven schon Haifang-Verbotszonen, weil die bemerkt haben, daß die Haibestände wichtig sind für deren wichtigste Einnahmequelle, den Tauchtourismus.

Ich selbst war noch nicht einmal in thailändisch burmesischen Gewässern zum Tauchen, also muß ich mich darauf verlassen, was ich lese. Somit haben Sie mit Ihrem Artikel schon einiges beigetragen! Anbei sende ich Ihnen 2 Reaktionen, die mich ein ganz klein Wenig hoffen lassen:

1. Hallo Fritz, danke das du uns informiert haeltst. Seid deiner ersten Nachricht an uns versuchen wir mit der hiesigen TAT (Tourism Authority of Thailand) ins gespraech zu kommen um ueber diese die Fisherei Industry zu kontaktieren, haben in der zwischenzeit Tauchschulen in Malaysia Informiert und warten auf Antwort. Bleibe in kontaky sobald wir naeheres erfahren werden wir dir die ergebnisse mitteilen. Liebe gruesse aus Thailand das Scuba Quest Team Michael Burckhardt

2. Hallo Fritz

Mit Interesse habe ich dein mail gelesen. Ich werde versuchen in dieser Beziehung das Problem in die Kampagne "Protect the Sharks" aufzunehmen.

Vielen dank für deine Auskunft.

Grüsse Thomas Sobotta PADI Europe

 Wenn durch unsere Initiative auch nur 1 Walhai gerettet wird, haben wir doch schon etwas erreicht!

Wenn Sie also beispielsweise in einer Ihrer nächsten Ausgaben Ihre Leser wieder aufmerksam machen würden, daß eben nicht das Wetter für das Ausbleiben der Haie in thailändisch-burmesichen Gewässern schuld ist sonder die systematische Fischerei, so wissen wieder einige Menschen mehr bescheid.

Vielleicht gelangt man ja irgendwie an eine email-Adresse von den verantwortlichen Stellen oder der Tourismusbehörde in Thailand bzw. Burma. An diese Adresse könnte dann jeder umwelt- und naturbewußte Leser ein kurzes EMail (oder Postkarte) schicken, warum er seinen nächsten Tauchurlaub nicht in diesem Land verbringen wird. - Wäre doch ein Anfang?

 Am 28.10. habe ich dann ein Erinnerungsmail an alle Rausgeschickt, mit folgenden Ergebnissen:

28.10.1999 von Michael:

Hallo Fritz, gut zu sehen das du dran geblieben bist..auf unserer seite gab es als quelle TAT Thailand nur ..in Thailand werden keine walhaie gefangen. Wir haben verbindung aufgenommen mit den hiesigen Marine biologischen Institut und anderen relevanten stellen inclusive unsere kontkte in Taiwan um herauszufinden wer in Taiwan die entsprechenden stellen sind die Man/Frau anschreiben muesste um diese aufzufordern die einfuhr nach Taiwan zu stoppen. Leider haben wir bisher noch kein Anschrist /Namen etc. erhalten. in unserer firma ist einstimmig klar das die schnellste form etwas zu erreichen in dieser beziehung der verbraucher boykott von taiwanesischen Waren waere..Export orientiert wie taiwan ist. Falls du quellen haben solltest die es moeglich machen das die oeffentlichkeit sich an die Taiwaneische regierung oder entsprechende stellen wenden kann waeren wir dankbar und halten das Internet als das schnellste Medium im Augenblick. Wir selbst warten nur darauf diese auf unserer Webseite zu listen..und die Print medien in unserem Raum aufzufordern diese zu veroeffentlichen. Bleib am Ball wenn du Adressen bekommen solltest bitte sofort senden werden das gleiche tun falls wir welche bekommen solten.Ansonsten werde ich die ein Word 98 anheften.. Gruss aus Thailand vom Scuba Quest Team Michael P.S mussten mit bedauern feststellen das viele der in thailaend ansaessigen Tauchshops sich zu sehr um ihr eigenes geschaeft kuemmern als um Marine Lebewesen.das ihnen ihr bestehen ermoeglicht.;-(

28.10.1999 von PADI:

Hallo Fritz

Ich habe deine Info an PADI Asia Pacific weitergeleitet. Dort sind sie fur Thailand zustandig. Ich habe seitdem auch nichts weiter gehort.

Viele Grusse

Thomas Sobotta

 4.11.1999 von diveasia:

Hallo Fritz,

Wir haben Dein Schreiben natürlich an alle unsere Kollegen weitergegeben. Das letztes Jahr einige Walhaie in Penang (Malaysia) geschlachtet wurden ist uns bekannt, von den Fangaktionen in Indien wussten wir aber nichts. Wir haben keine Berichte von Walhai Tötungen in Thailand. Wir werden uns natürlich wie schon in der Vergangenheit für den Schutz der sanften Riesen einsetzen.

Mit freundlichen Grüßen Benno Brandon

 Dann folgte ein Aufruf an den österreichischen Umweltminister:

16.11.1999

Sehr geehrter Herr Dr. Bartenstein!

Ich hoffe, daß Sie diesem Anliegen ein wenig Ihrer sicher sehr knappen Zeit widmen:

DAS ÖKOSYSTEM OZEAN IST IN GEFAHR!!!

Jedes Jahr werden zwischen 600'000 und 700'000 Tonnen Haie gefangen und geschlachtet. Das Durchschnittsgewicht eines gefangenen Haies beträgt unglücklicherweise nur ca. 10 bis 20 kg. Das ergibt ca. 100 Millionen Haie pro Jahr, oder 273'973 Haie pro Tag, oder 11'416 Haie pro Stunde! (Quelle: Hai Stiftung - www.hai.ch).

Unbestritten ist der Hai einer der wichtigsten Faktoren für das Funktionieren des Ökosystems Ozean - die Bestände anderer Arten werden immer gesund gehalten und deren zahlenmäßiges Gleichgewicht gewährleistet.

Eine Vielzahl von Haien wird durch sogenanntes "Finning" brutal abgeschlachtet: Die Haie werden an Bord der Fangschiffe gehievt, die Flossen werden bei lebendigem Leib abgetrennt und danach der Hai wieder ins Meer zurückgeworfen - wo er qualvoll erstickt. Haiflossen lassen sich leicht transportieren und lagern, sie verwesen nicht.

Den Haifischfang können wir in Österreich nicht verbieten, ABER DEN IMPORT VON HAIPRODUKTEN! Denn leider gibt es noch immer in den meisten chinesischen Restaurants Haifischflossensuppe!

Durch ein IMPORTVERBOT von Haiprodukten könnte Österreich wieder einmal eine internationale Vorreiterrolle auf dem Sektor Umweltschutz übernehmen!

Ich bitte Sie daher, einen diesbezüglichen Gesetzesantrag zu überlegen und würde mich über Ihre Rückantwort sehr freuen!

Mit freundlichen Grüßen

 Dieses Mail habe ich auch an Dr. Ritter geschickt; hier seine Reaktion:

17.11.1999

Sehr geehrter Herr Koller,

Es hat mich sehr gefreut, was sie dem oesterreichischen Bundesminister geschickt haben. Ich exponiere mich auch permanent mit solchen Dingen und weiss wie muehsam, zeitraubend und meistens frustrierend das Ganze ist. Ab und zu gehen meine Gegner auch zu eher illegalen Dingen ueber, um mir das Maul zu stopfen... aber diese Tiere haben keine Lobby - nur einen schlechten Ruf - entsprechend ist es so notwendig, dass Leute wie sie und ich weitermachen. Im Namen der Haie, der Hai-Stiftung und aller Aktionsgruppen moechte ich ihnen entsprechend hierfuer danken.

Die Situation im asiatischen Raum hat sich in letzter Zeit SEHR zugespitzt, nicht zuletzt weil eben Taiwan den Walhai zu DER Delikatesse lancierte und astronomische Summen fuer deren Fleisch bezahlt werden. Es wird sehr schwierig hier etwas zu erreichen. Ich denke, dass es einmal mehr (leider) nur mit dem Boykott (und entsprechend den fehlenden Devisen) erbracht werden kann. Und hier saehe ich eben die Sporttaucher als die Armee, welche das Ruder herumreissen koennten. Leider ist aber so, dass viele Taucher immer noch nicht glauben, dass wir hier (ganz allgemeinen zum Abschlachten / Fischerei der Haie) auf DER oekologischen Zeitbombe sitzen und entsprechend die Haltung haben, dass die anderen es eben schon richten. Leider nein. PADI ist momentan daran wieder in Sachen Hai eine Kampagne zu starten. Vielleicht waere es gut, wenn man nun eben mal die Aufklaerungsarbeit ein bisschen zur Seite stellt und zu einem Boykott aufruft. Radikal ich weiss, aber nur mit Reden kommen wir wahrscheinlich nicht mehr weiter. Dabei muessten eben nicht nur die Importnationen aufs Korn genommen werden, sondern auch die Exportlaender und in Sachen Walhaie sind es, wie sich sicher wissen, die Indier. Indien ist momentan DAS Land bezueglich Walhaie... und bedenkt man, dass die Malediven gerade "nebenan" liegen. Wenn das Zepter aber nun nicht so radikal geschwungen werden soll, dann saeher\ ich es als eine sinnvolle Sache, wenn man eine gezielte Kampagne starten wuerde bspw. zusammen mit TRAFFIC des WWF, welche sie ja auch den Handel konzentriert. Gezielt auf eine einzige Haiart, wie seiner Zeit fuer die Weissen in Suedafrika.

Die entsprechende Anlaufstelle waere in Indien waere Fahrmeeda Hanfee, TRAFFIC (WWF)-India.

Ich waere gerne bereit, den ganzen Problemkreis mal in einer neuen SHARK-INFO darzustellen, verbunden mit einem entsprechenden Aufruf. Ich muss in dieser Hinsicht jedoch zuerst Ruecksprache mit den anderen Editoren nehmen.

Bitte halten sie mich doch auf dem Laufenden!

Mit freundlichen Gruessen

E K

Aus diesem Grunde sammeln wir Email-Adressen und Namen von Tauchern, welche unsere Aktion zum Schutz der Walhaie unterstützen wollen. Diese werden gesammelt und an die jeweiligen n schicken bzw. an den jeweiligen Amtskollegen im jeweiligen Land - viele Protestschreiben erwecken bekanntlich mehr Aufsehen als eines!

Schaut ebenfalls bitte auf die Homepage der Hai-Stiftung !!